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Klinische Diagnostik (Subject) / Leitfragen (Lesson)

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This lesson was created by JanOleArndt.

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  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F1 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen! ●      1. codiert nach Substanz: psychische und Verhaltensstörung durch Opioide/Cannabinoide/Alkohol/Sedative ●      2. codiert nach Zustand: akute Intoxikation, Missbrauch, Abhängigkeit, Entzugssyndrom
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen! ●      schizotype Störungen ●      Schizophrenie ●      schizoaffektive Störungen ●      andauernde wahnhafte Störungen
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F2 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen! ●      schizotype Störungen ●      Schizophrenie ●      schizoaffektive Störungen ●      andauernde wahnhafte Störungen
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F3 affektive Störungen! ●      depressive Störung ●      manische Episode ●      bipolare Störungen ●      rezidivierende depressive Störung
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F4 neurotische Störungen! ●      Zwangsstörung ●      Dissoziative Störungen ●      Somatoforme Störungen ●      Spezifische Phobien ●      andere Angststörungen ●      Belastungsreaktionen bspw. Anpassungsstörungen/PTBS
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren! ●      Essstörungen ●      Nicht organische Schlafstörungen ●      sexuelle Funktionsstörungen ohne organischen Befund
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F6 - Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ●      spezifische Persönlichkeitsstörungen ●      Kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen ●      andauernde Persönlichkeitsänderungen  
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F7 - Intelligenzminderung ●      Leichte ●      Mittelgradige ●      Schwere ●      Schwerste
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F8 - Entwicklungsstörungen ●      Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache ●      Umschrieben Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten
  • Nennen Sie 2 Störungen aus dem Bereich F9 - Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend ●      Hyperkinetische Störungen ●      Störungen des Sozialverhaltens
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  • Was ist gemeint mit dem atheoretischen Ansatz bezogen auf diagnostische Klassifikationssysteme? ●      Verzicht auf ätiologische Hintergründe psychischer Störungen, die nicht als ausreichend gesichert gelten
  • Nennen Sie beispielhaft zwei Störungen, die im ICD-10 Kapitel F4 zu finden sind! ●      somatoforme Störungen ●      dissoziative Störungen ●      Zwangsstörungen ●      spezifische Phobien ●      andere Angststörungen ●      Belastungsreaktion nach Trauma
  • Was ist Differentialdiagnostik? ●      Abgrenzung von anderen Störungsbildern, die ähnlich sind (Ein-/Ausschlusskriterien) ●      Bsp.: Angst vor Herzinfakt (Panikstörung, Hypochondrie, GAS) ●      Bsp.: Schlafstörung (Substanzabhängigkeit, Depression, Schlafstörung, Folge chronischer Rückenschmerzen
  • Nennen Sie zwei Kritikpunkte und zwei Proargumente bzgl. klassifikatorischer Diagnostik! ●      Informationsverlust (Reduktion) ●      Etikettierung/Labeling des Patienten ●      Vereinheitlichung -> quantitative Forschung möglich ●      Indikation von geeignetster Therapie möglich
  • Warum steigert klassifikatorische Diagnostik im Vergleich mit ätiologiebasierten Klassifikationssystemen die Reliabilität von Diagnosen? ●      ähnliche Ätiologie bei unterschiedlichen Störungsbildern -> reliabler zu messen
  • Wie unterscheiden Sie strukturierte und standardisierte Interviewmethoden? ●      klinisches Urteil (durch Interviewer) entscheidend vs. i.d.R kein klinisches Urteil, sowie kein Spielraum für Interviewer ●      Durchführung: nur erfahrene Kliniker vs. trainierte Laien
  • Was beeinflusst die Reliabilität von Interviews? ●      Ausbildung des Interviewers ●      Vollstandardisiert vs. strukturiert (kein Interpretationsspielraum = höhere Reliabilität) ●      Veränderbarkeit der erfassten Störungen (Spontanremission)
  • Was ist der SKID? Wofür wird es verwendet? ●      Strukturiertes klinisches Interview ●      ersetzt freie Exploration  
  • Woran orientiert sind das SKID? ●      Achse 1 und Achse 2 nach DSM (psychische Störungen, Persönlichkeitsstörungen)
  • Wie ist das SKID aufgebaut? ●      Explorationsleitfaden für Lebenssituation/Problematik ●      Screening-Fragen zur Eingrenzung ●      Sektionen (Achse 1) ●      Abschließende Beurteilung der Diagnosen ●      Einschätzung der Achsen IV und V (Psychosoziale und Umweltprobleme, Allgemeines Niveau der sozialen Anpassung)
  • Welches strukturierte Interviewverfahren kann für Kinder verwendet werden? ●      Kinder-DIPS ●      anhand der DSM/ICD-Kriterien ●      auch Elternversion vorhanden  
  • Was ist ein Beispiel für ein standardisiertes Interview? DIA-X-CIDI (reliabel)
  • Beschreiben Sie kurz das DIA-X-CIDI ●      standardisiertes Interview (reliabel) für Jugendliche/Erwachsene ●      Paper-pencil-Version/PC ●      bildet 100 Störungsbilder ab ●      Dauer 70 Minuten ●      fragt leider keine Störungen des Kindes- und Jugendalters ab, sowie keine Persönlichkeitsstörungen ●      Auswertung per Computer ●      Validität bei Psychosen schlecht, bei anderen Störungen gut (Kappa .39 - .82)
  • Wie können Diagnosen verzerrt werden? ●      Kontext (mit wem rede ich? wo?) ●      Erwartungen (Stimmenhören ->Schizophrenie) ●      Glaubwürdigkeit der Informationsquelle (Hören auf Autorität)
  • Was sind zentrale Unterschiede zwischen standardisierten und strukturierten diagnostischen Interviewverfahren? ●      i.d.R kein klinisches Urteil vs. klinisches Urteil basierend auf der Interpretation des Interviewers
  • Nennen Sie einen Faktor, durch den die Reliabilität von Interviewverfahren beeinflusst werden kann! ●      Erwartung (Stimmenhören -> Schizophrenie) ●      Kontext (mit wem Rede ich? wo?) Glaubwürdigkeit der Informationsquelle (Hören auf Autorität)    
  • Was ist gemeint mit dem Begriff der Informationsvarianz, die eine Fehlerquelle bei freien Interviews darstellt? ●      Aufgrund unterschiedlicher Diagnostiker werden unterschiedliche Fragen gestellt ●      > verschiedene Antworten
  • Was ist gemeint mit dem Begriff der Beobachtungsvarianz, die eine Fehlerquelle bei freien Interviews darstellt? ●      Diagnostiker beobachten gleiches Situation/Verhalten/Patient unterschiedlich
  • Was ist gemeint mit dem Begriff der Interpretationsvarianz, die eine Fehlerquelle bei freien Interviews darstellt? ●      selbe Informationen über Patient werden durch Diagnostiker unterschiedlich interpretiert
  • Wodurch sollen diese Fehlerquellen behoben werden? ●      Formalisierung von Fragen und Interpretation ●      standardisiert höhere Reliabilität, da geringere Varianz ●      aber Validität fragwürdig bei stark individuellen Störungsbildern
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  • Was macht klinische Fragebögen so nützlich? ●      können zur Forschung im klinischen Kontext verwendet werden (ökonomisch) ●      auch in der Praxis sehr ökonomisch ●      von Patienten oft akzeptiert
  • Warum werden klinische Fragebögen in der Praxis eingesetzt? ●      Ergänzung der Diagnostik (auch Therapieverlauf/-Erfolg)
  • Wonach kann man klinische Fragebögen einteilen? ●      störungsspezifische Fragebögen vs. störungsübergreifende Fragebögen ●      Selbstbeurteilungs- vs. Fremdbeurteilungsfragebögen ●      Therapieverlauf vs. Therapieerfolg ●      Schulenspezifisch: KVT (Kognitionsfragebögen) vs. Psychodynamik (Projektive Verfahren)
  • Was sollte ich mir vor dem Einsatz eines Fragebogens angucken? ●      Theoretischer Hintergrund (passend zu meiner Fragestellung?) ●      Gütekriterien
  • Was ist beim Einsatz eines Fragebogens zu beachten? ●      Verfahren sollte Patienten kurz vorgestellt werden ●      Fragen beantworten ●      Datenschutz beachten ●      Rückmeldung der Ergebnisse
  • Nennen Sie zwei störungsspezifische Fragebögen! ●      Hamburger-Zwangsinventar (HZI-K) ●      Becks-Depressions-Inventar (BDI-II)
  • Was misst der BDI bspw.? ●      Pessimismus ●      Schuldgefühle ●      Suizidgedanken ●      Müdigkeit ●      Verlust an sexuellem Interesse
  • Was kann mit dem BDI gemessen werden? ●      Depressionsschwere bzw. Depressivität (keine Diagnose möglich, da kein klassifikatorisches Verfahren!!!) ●      als Screening
  • Wenn Sie einen Patienten mit depressiver Symptomatik haben, reicht es aus den BDI zu verwenden? ●      i.d.R. nein, aufgrund komorbider Störungen ●      > gegebenfalls Fragebogen für Angststörung, etc. verwenden
  • Ist der BDI valide? ●      Inhaltsvalidität fragwürdig ●      Konvergente und diskriminante Validität nicht vorhanden
  • Wie wird der BDI ausgewertet? ●      Addition der Aussagen ●      Gesamtwert -> Prozentränge ●      Cut-off-Werte (beachte Sensitivität vs. Spezifität)
  • Was bedeutet Sensitivität im Kontext der Diagnostik? ●      Wie viele Positiver werden auch als positiv diagnostiziert?
  • Was ist der HZI-K? ●      Hamburger-Zwangsinventar in Kurzform ●      Selbstbeurteilungsverfahren für Zwänge
  • Was erfassen störungsübergreifende Fragebögen? ●      Die allgemeine Psychopathologie ●      Beeinträchtigung in Lebensbereichen ●      Lebenszufriedenheit ●      ABER: auch vorhandene soziale Resourcen ●      Es wird nicht spezifisch genug gefragt, um Diagnose abzugeben
  • Was ist das BSI? ●      Brief Symptom Inventory ●      Kurzform der SCL-90-R ●      störungsübergreifender Fragebogen ●      Gütekriterien erfüllt
  • Was erfasst der BSI? ●      die Belastung durch körperliche und psychische Symptome
  • Nennen Sie beispielhaft 4 Skalen des BSI! ●      Somatisierung ●      Zwanghaftigkeit ●      Ängstlichkeit Depressivität    
  • Wodurch unterscheiden sich Selbstbeurteilungsfragebögen und Fremdbeurteilungsfragebögen? ●      Fragebogen selbst von Patient ausgefüllt vs. Fragen vom Diagnostiker gestellt
  • Nennen Sie ein Beispiel für einen Selbstbeurteilungsfragen für Zwangssymptomatik! ●      Hamburger-Zwangsinventar Kurzform (HZI-K)
  • Nennen Sie beispielhaft zwei mögliche Ziele, mit denen man einen störungsspezifischen Fragebogen wie z.B. den BDI-II einsetzen kann! ●      ergänzend in Eingangsdiagnostik ●      Forschungsfragen ●      Therapieverlaufs/-erfolgsdiagnostik