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AB (Subject) / AAB (Lesson)
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- Wirkungsdreieck der Wachstumsfaktoren - Produktivität der Pflanze + Produktivität des Bodens + Produktivität des Klimas => Produktivität des Standortes (ERTRAG)
- Wirkung des Faktors Klima - Niederschlag, Verdunstung, Wind, Temperatur, Licht, Strahlung, Stickstoff, CO2, Sauerstoff
- Positive Windwirkungen - schnelleres Abtrocknen von Böden und Pflanzen- günstigeres Mikroklima in Beständen- Behinderung der Flugaktivität von Vektoren und Schädlingen - Bestäubung von Fremdbefruchtern- Verminderung der Gefahr von Strahlungsfrösten
- Negative Windwirkungen - Verkrustung der Bodenoberfläche durch rasche und starke Austrocknung - Winderosion bei lockerem Boden und Einzelkornlagerung - Schneeverwehungen- Verbreitung von Unkrautsamen, Pilzsporen und anderen Schadorganismen - Auswehen von Getreide und Raps vor der Ernte
- Auswirkungen der Niederschläge auf Pflanzen Hängen ab von:- Art (Regen, Tau, Hagel, Schnee, Reif) - Intensität - Zeitpunkt - Häufigkeit - Menge je Niederschlagsereignis - Pflanzenart - Entwicklungsstadium der Pflanzen
- direkte negative Auswirkungen der Niederschläge: - Zerschlagen der Blätter durch Hagel - Lager der Bestände - Pflanzenverluste durch Wassererosion oder Überstau in Senken nach Starkregen - Ersticken von Beständen unter hoher Schneedecke
- indirekte Wirkungen der Niederschläge: - verstärkter Pilzbefall durch Regen - Abschwächung der Wirkungen von Fungiziden- Abhängigkeit der Wirkung und des Wirkungszeitpunktes von Mineraldüngern (N) und Bodenherbiziden- Befahrbarkeit und Bearbeitbarkeit des Bodens - Zahl der Feldarbeitstage, Saat-, Erntetermine und -zeitspannen, Feldaufgang - Bodenerosion, Bodenverschlämmung
- Transpirationskoeffizient Maß für die Wasserökonomie von Pflanzen, das angibt, wieviel Liter (bzw. Milliliter) Wasser durch Transpiration an der Blattoberfläche als Wasserdampf abgegeben werden, um 1 kg (bzw. 1 g) Trockensubstanz (Erntemasse) zu synthetisieren
- Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf den Acker-und Pflanzenbau - Längere Vegetationszeit, aber Extremereignisse möglich - Verschiebung von Entwicklungsphasen - Höherer Krankheits-und Schädlingsdruck - Verändertes Schaderregerspektrum - Anstieg der Mineralisierung von Bodenhumus - Veränderte Nährstoffmobilität
- Ökosystemdienstleistungen des Bodens - Pflanzenstandort - Nahrungsproduktion - Klimaregulierung -> Regulierung Treibhausgase- Trinkwassergenerierung - Erhaltung Stoffkreisläufe - Standortsfunktion - Archiv der Landschaftsgeschichte
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- Multitalent Boden - Natürliche Funktionen: Lebensgrundlage und -raum; Bestandteil des Naturhaushalts; Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen- Archiv der Natur- und Kulturgeschichte- Nutzungsfunktionen: Standort, Fläche, Rohstofflagerstätte, Standort für weitere wirtschaftliche und öffentliche Nutzung
- Definition Boden - das mit Wasser, Luft und Lebewesen durchsetzte Umwandlungsprodukt der terrestrischen Gesteinshülle- Boden (Pedosphäre) entsteht: durch Verwitterung unter Einwirkung von Atmosphärilien (CO2, H2O, O2, SO2, NOx), Temperaturschwankungen und Organismen- In der Pedosphäre überlagern sich Lithosphäre, Atmosphäre, Biosphäre und Hydrosphäre
- Humusbildung - Organische Substanz im Boden: 100% Ø Tote organische Substanz: 85% Ø Lebende Pflanzenwurzeln: 8,5% > Edaphon: 6,5%
- Gefügebildung - Gefüge: Anordnung und Zusammenhalt der festen Bestandteile des Bodens und Form und Anordnung der zwischen diesen Bestandteilen befindlichen Hohlräume (Porensystem) - Je gröber das Gefüge und/oder je dichter die einzelnen Gefügeeinheiten gepackt sind, desto ungünstiger sind die Bodeneigenschaften
- Faktoren der Gefügebildung: - Wasserhaushalt: Quellung/ Schrumpfung - Gefrieren / Auftauen - Bearbeitung und Verdichtung (Beweidung, Befahren, Pflügen) - Bioturbation und Wurzelwachstum - Körnung des Bodens = Bodenart
- Körnung des Bodens: Bodenart Bedeutung der Körnung: - Porenverteilung (Porosität) - Wasser-und Lufthaushalt - Stofftransport und die Sorption von Stoffen (Filterfunktion) - Erosion - Bearbeitung - Gefügebildung
- Bodenarten der Feinerde (nach wachsender Kongröße spricht man von der Bodenart) - Sand: S (< 2 mm und > 63 µm) - Schluff: U (< 63 µm und > 2 µm) - Ton: T (< 2 µm) - Lehm: L = T + S + U
- Bodenarten - leichte Böden = S - mittelschwere Böden = U, L - schwere Böden = T
- Erodierbarkeit - beschreibt die Anfälligkeit oder den Widerstand eines Bodens gegen Ablösung und Transport
- Ackerbaustandort – Bonität - Braunerde -> Grünlandstandort –eingeschränkte Ackernutzung- Parabraunerde -> Bester Zuckerrüben-und Weizenboden
- Infiltrationsrate - beschreibt, welches Wasservolumen ein Boden je Zeitspanne aufnehmen kann
- Sorption - Anreicherung von Stoffen innerhalb einer bestimmten Phase
- Funktionen des Bodens - Wachstumsort d. P. - Befestigungsort d. P.- Umsatz-/Lebensort der Biozönose - Objekt der Betriebsmittelanwendung - Produktionsfaktor des Landwirtes - Ort der Grundwasserschöpfung
- Aufgaben der Bodenbearbeitung - Krume lockern - Krume belüften - Erntereste einarbeiten - Unkraut vernichten - Nährstoffe einmischen - Feld einebnen - Gare herstellen - Saatbett schaffen
- Arten der Bodenbearbeitung - Stoppelbearbeitung- Grundboden-Bearbeitung (Primär-Bodenbearbeitung)- Oberflächen-Nachbearbeitung (Sekundär-Bearbeitung)
- „ideales Saatbett“ für versch. Ackerkulturen (Abbildung) - Roggen, Rüben, Raps (sehr hoch)- Weizen, Gerste, Hafer (hoch)- Mais, Erbse (tief)- Ackerbohne (sehr tief)- Kartoffel (aufgehäufelt)
- Bodenbearbeitung – bessere Ernährung der Pflanze - Ungepflügt: weniger Grobporen; ungestörte Kontinuität; bessere Wasserableitung in Unterboden; höhere Kapillarität; langsame Erwärmung; unproduktive Verdunstung im Frühjahr- Gepflügt: mehr Grobporen; gestörte Kontinuität; schnellere anfängliche Wasseraufnahme; schlechtere Ableitung; geringere Kapillarität; schnellere Erwärmung
- Wachstumsphasen Weizen 1. Saat, Keimung2. Spitzen, 1.Blatt3. 2.-3.Blatt4. 4.-5.Blatt5. 6.Blatt6. 7.-9.Blatt7. 10.-13.Blatt8. Rispenschieben, Narbenschieben, Befruchtung9. Ende Blüte, Kornausbildung10. Milchreife11. Teigreife12. Gelbreife13. Vollreife
- Belastung und Verdichtung > Verlauf 1. Grobporen verschwinden, keine Luftleitung mehr 2. Zerstörung der wasserführenden Feinporen3. Vollständige Umlagerung des Gefüges bei hoher Setzung
- Faktoren der Bodenverdichtung Innere: - Bodenart- Aggregatgröße- Porenvolumen- Lagerungsdichte- Organische Anteile - Feuchte Äußere- Lasthöhe- Lastart- Häufigkeit- Form - Dauer
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- Erhöhung des Bodendrucks - Bei Erhöhung der Radlast bei gleichem Kontaktflächendruck - Zunehmender Feuchte bei gleicher Radlast - Hohem Reifendruck bei gleicher Radlast
- Aufgaben der Geräte bei der Bodenbearbeitung - Lockern - Mischen - Wenden - Zerkleinern(Krümelung) - Einebnen - Unkrautvernichtung - Verdichten
- Schädliche Bodenverdichtung Änderung der Bodenstruktur und der Bodenfunktionen- Bodenbelastung: Radlast = Ursache - Kontaktflächendruck: Schnittstelle Rad-Boden - Bodenbeanspruchung: Reaktion des Bodens auf die Belastung abhängig von der - Bodentragfähigkeit: Feuchtegehalt, Gefügestabilität Bodenverdichtung: Differenz der Bodendichte vor und nach dem Befahren, Folge einer Überbeanspruchung= Schädigung
- Bodenverdichtung durch Einsatz von Maschinen Zustand:Grad der Dichtlagerung, Maßzahlen: Porenvolumen, Porenziffer, Lagerungsdichte, die bei Sandböden am höchsten und bei Tonböden am geringsten ist Prozess:Zunahme der Lagerungsdichte entspricht Änderung eines Bodenzustandes Entstehung: Einwirkende Kräfte und Spannungen (Druck) verformen den Boden. Verformung ist beendet, wenn die im Boden mobilisierten Eigenkräfte/ Gegenkräfte (Kohäsion, Adhäsion und Reibung) die einwirkenden Kräfte ausgleichen ABBILDUNG VL Bodenverdichtung Folie 16
- Conservation tillage (Konservierende Bestelltechnik) - reduzierte Form des Werkzeugeingriffs in den Boden, längere Bodenruhe und damit stabileres und tragfähigeres Bodengefüge - Pflanzenreste bleiben an der Oberfläche - Bodenbearbeitung in unterschiedlicher Form jedoch meist ohne wendende BB - Direktsaat - Streifennutzung: Streifensaat und Damm-und Beetanbau - Pflanzung Minimalbodenbearbeitung(minimum tillage): -Verzichtet ebenfalls auf wendende Bodenbearbeitung -im Gegensatz zur konservierenden Bestelltechnik steht hier die Kosteneinsparung und Minimierung des Aufwandes im Vordergrund
- Säverfahren Drillsaat: Ablage in schmalen Säfurchen Bandsaat: Bandförmige Kornablage, bessere Standraumbedingungen für Einzelpflanze Breitsaat: breitwürfig von Hand oder mit Streugeräten Einzelkornsaat: Einzelung der Samen, undefinierte Sollabstände der Körner in der Reihe, Arbeitsgeschwindigkeit begrenzt > Mit zunehmender Breite der Saatausbringung (Bandsaat und Breitsaat) wird die Exaktheit Tiefenablage schlechter. Der Vorteil durch gleichmäßigeren Standraum wird teilweise aufgehoben durch schlechtere Keimbedingungen und geringeren Feldaufgang
- Direktsaat - Keine Bodenbearbeitung - Sätechnik mit Scheibenscharen und Andruckrollen - erhöhter Aufwand an Herbiziden, da keine Unkrautbekämpfung durch BB - Schlitz-, Reihenfräs-, Flächen-, Stempel-und Bechersaat 50% der Bodenoberfläche dürfen bewegt werden. Nach der Ernte der Hauptfrucht keine Bodenbearbeitung. Stroh, Ernterückstände und Zwischenfrüchte sollen an der Bodenoberfläche bleiben
- Mulchsaat - Bodenbearbeitung vor der Saat der Gründüngung - Zur Hauptfrucht keine Primärbodenbearbeitung - Bodenbearbeitung: Einarbeitung (Haupteffekt: Mischen) der Pflanzenreste in oberflächennahe Bodenschicht - Mulchen in der Regel mit angetriebenen Bodenbearbeitungsgeräten (Fräse, Kreiselgrubber) bei geringer Pflanzemasse mit Grubber - Aussaat in die eingemulchte Gründüngung oder Strohmulch - Wegen Verstopfungsgefahr Säschare als Scheibenschare ausgeführt
- Anforderungen an den Mähdrescher - Aufnahme der gesamten oberirdischen Pflanze - Trennen von Korn und Stroh- Abwicklung der Ernte in den verfügbaren Mähdruschzeiten - Hohe Arbeitsqualität (geringe Verluste & Kornbeschädigungen, Strohbehandlung)- Hohe Flächenleistung und hoher Durchsatz (t/h)- Einsetzbarkeit in unterschiedlichen Kulturarten und Sorten und bei - verschiedenen Bestandsverhältnissen - Einsetzbarkeit bei hoher Feuchtigkeit – Stroh bis zu 40% – Körner bis zu 30% - Maximaler Durchsatz bei minimalen Verlusten (<1,5%) und - akzeptabler Reinheit (<1% Verunreinigungen) - Bruchkornanteil <1...2% - Funktionssicherheit, Materialfluss immer gewährleistet
- Aufgaben der einzelnen Baugruppen Mähdrescher - Schneidwerk: Mähen (Abschneiden) und Aufnahme des Erntegutes- Dreschwerk: Trennen von losen Ähren oder Ährenteilen mit noch nicht ausgedroschenen Körnern aus dem Gutfluß- Reinigung: Trennen und Sortieren der einzelnen Komponenten in Körner und Nichtkornbestandteile- Häcksler/ Spreuverteiler: Ablage der Nichtkornbestandteile (NKB) auf dem Feld • unbearbeitetes Stroh auf Schwad • Spreu und gehäckselt Stroh gleichmäßig verteilen- Korntank, Abtankschnecke: Sammeln der Körner/Samen und Übergabe an ein Transportfahrzeug
- Trommel und Rotor Trommel = tangentialer Gutfluss entlang dem TrommelumfangRotor = axialer Gutfluss entlang der Rotor-Achsrichtung
- Leistungssteigerung Mähdrescher - Steigerung der Druschleistung- Anpassung der Druschintensität- Steigerung der Abscheideleistung- Gesteigerte Reinigungsleistung -> Aktives Überkehrsystem
- Druschintensität - Anpassung der Druschintensität an: • den Reifegrad des Korns • und den Ertrag • durch Verstellen des hinteren Korbelements
- Abscheidung - Hordenschüttler > Schwerkrafttrennung(passiv)- Rotoren > Zwangsabscheidung(aktiv)
- Beurteilung Hochschnittverfahren Vorteile - Effizientere Stroh- Korntrennung - Höhere Erntegeschwindigkeiten - Erhöhter Korndurchsatz - höhere Flächenleistung - Geringere Rückbefeuchtung des Korns- geringerer Verschleiß - geringere Betriebskosten
- Beurteilung Hochschnittverfahren Nachteile - Lange Reststoppeln - Hoher Nachbearbeitungsaufwand- Erhöhte Anforderungen an – Mähdrescherfahrer, – Maschineneinstellungen, – Sorten und Bestandsführung - Ungeeignet für die Strohbergung
- Trennsysteme 1. Dreschwerk, Dreschtrommel, Wendetrommel2. Mit Abscheidetrommel nach Wendetrommel3. Hordenschüttler ersetzt durch Abscheidetrommeln4. Tangentialdreschwerk mit Axialabscheider am Ende Tangential-Dreschtrommel-Schüttler: schlagender Drusch, Hauptteil Körnerabscheidung im Dreschwerk Axial-Dresch- und Abscheiderotoren: reibender Drusch und Fliehkraftabscheidung Tangential-Dreschtrommel-Abscheiderotoren: schlagender Drusch > Hauptteil Körnerabscheidung im Dreschwerk
- Siebkasten - Trennung Korn und Spreu, Fremdbesatz(NKB) Obersieb: Abtrennung großer NKB Untersieb: Abtrennung kleiner NKB
- Prozessphasen Mähdrescher - Schneiden der reifen Pflanze- Ausdreschen der Ähren- Trennen der Körner vom Stroh- Reinigen der Körner- Sammeln der Körner- Ablegen des Strohs auf Schwad- Zerkleinern und Breitverteilen des Strohs
- Anbausystem Zuckerrübe: - Reihenabstand: 45 cm oder 50 cm - Pflanzenabstand: 18 bis 22 cm - Feldaufgang: 70 – 98 % - Bestandesdichte: 60 – 100 000 Einzelrüben pro ha