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Entscheidungstheorie (Subject) / WiwiC (Lesson)

WiwiC

This lesson was created by eric1988.

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  • Hedonic Framing Schönfärberei von Ergebnissen durch geeignete Bezugspunktwahl. Gewinne werden einzeln ausgewiesen (Segregation), Verluste werden zusammengefasst (Integration).
  • Heuristik Der Begriff meint eine Denklehre, also den Versuch, die Prinzipien, Methoden und auch Tricks effizienten Denkens herauszuarbeiten. Heuristiken können als Mechanismen der Informationsverarbeitung verstanden werden, die mit geringen Aufwand zu einem schellen aber nicht optimalen Ergebnis führen.
  • Hindsight Bias Neigung von Menschen, ex post der Auffassung zu sein, schon vorher alles gewusst bzw. geahnt zu haben (daher auch als Das habe ich doch gewusst-Effekt bezeichnet).
  • Home Bias (Home-Asset-Preference-Effekt/ Domestic Bias) Anleger halten lieber Aktien aus dem eigenen Land als aus einem anderen Land (sie haben bezüglich der inländischen Aktien ein höheres Kompetenzgefühl).
  • Homo Oeconomicus Eine immer rational entscheidende Person, Nutzenmaximierer im Sinne der Erwartungsnutzentheorie.
  • Illusion of Validity Durch einen Meinungsabgleich innerhalb der Gruppe ensteht das Gefühl des Sich-Nicht-Irren-Könnens, wodurch das Kontrollgefühl wieder hergestellt wird.
  • Immediately Effekt Was der Certainty-Effekt bei der Wahrnehmung von Wahrscheinlichkeiten ist, ist der Immediately Effekt bei der Wahrnehmung von Zeit (jetzt ist besser als in 5 Minuten).
  • Ingroup Bias Gruppenmitglieder neigen dazu, Aussagen von Personen aus der eigenen Gruppe höher zu bewerten als von Personen außerhalb der Gruppe.
  • Inkonsistenz Kommt zu einem konsistenten Kognitionssystem eine weitere Kognition hinzu, so dass nicht alle Kognitionen gemeinsam richtig sein können, spricht man von einer Inkonsistenz.
  • Inside View Eine Person hat einen Inside view von einem Projekt, wenn sie stark in das Projekt involviert ist.
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  • Instrumentalziel Das Ziel hat keinen eigenen Wert, ist aber förderlich für ein anderes Ziel.
  • Kapitalwert Gegenwartswert einer Investition. Diesen erhält man, wenn man alle Investitionszahlungen auf den Zeitpunkt t=0 transformiert. Er kann auch verstanden werden als die durch die Investition ermöglichte maximale Geldentnahme in t=0, ohne dass der Investor zu einem späteren Zeitpunkt noch Geld nachschießen muss.
  • Kognitionen Meinungen, Werthaltungen, Wissenseinheiten, Erinnerungen, d.h. alle möglichen Gedanken einer Person über sich und ihre Umwelt.
  • Kognitionssystem Die Menge aller vorhandenen Kognitionen eines Menschen.
  • Kognitive Kontrolle Eine Person kann durch kognitive Strategien die Aversität gegenüber einem eingetretenen Ereignis reduzieren (z.B. durch Ablenkung, Konzentration auf Positives, Sinnverleihung).
  • Kognizierte (psychologisch wahrgenommene) Kontrolle Überzeugung eine Reaktionsmöglichkeit zu besitzen, um die Aversität eines eingetretenen Ereignisses zu reduzieren.
  • Konstantes Risikoverhalten In einem Alternativvergleich ist die Risikoprämie unabhängig von absoluten Niveauverschiebungen.
  • Kontexteffekt Beeinflussung der Wahrnehmung eines Teilaspektes durch das gesamte Umfeld (Kontext = Umfeld, Umgebung).
  • Kontrasteffekt Wahrnehmung einer Information findet nur statt, wenn sie sich von Status Quo unterscheidet.
  • Kontrolldefizit Als schmerzlich empfundener Unterschied zwischen gewünschtem Kontrollniveau und wahrgenommener Kontrolle.
  • Kontrollillusion Menschen glauben eine Situation stärker unter Kontrolle zu haben, als dies tatsächlich der Fall ist.
  • Kontrollverlust Wenn ein zunächst geglaubter interner Locus of Control, der sich z.B. als Folge einer Kontrollillusion ergibt, in einen externen übergeht.
  • Kontrollverlust-Phänomen Reaktion eines Menschen auf Kontrollverlust. Gegenstand vieler empirischer Untersuchungen zur Bedeutung des Kontrollmotivs.
  • Likelihood Die bedingten Wahrscheinlichkeiten der Information unter der Bedingung, dass ein bestimmter Zustand eintritt.
  • Locus of Control Situationsezogene Unterscheidung nach Art der Kontrolle in intern kontrolliert (interner locus of control, alles unter Kontrolle haben) und extern kontrolliert (externer locus of control, man kann nichts beeinflussen).
  • Loss Aversion (Siehe Verlustaversion)
  • Lotterievergleichsmethode Methode zur Ermittlung von Nutzenfunktionen bei kontinuierlicher Skala. Der Entscheider muss Wahrscheinlichkeiten angeben, um zwei Lotterien miteinander zu vergleichen.
  • Loyalität Grundverständnis eines Menschen, grundsätzlich positive Handlungen gegenüber oder im Interesse einer Person oder Institution vorzunehmen, mit denen er in einer sozialen Verbindung steht, und zwar ohne dass auf eine konkrete Handlung der anderen Partei reagiert wird.
  • Mental Accounting Führen projektspezifischer Konten im Gehirn.
  • Mental Stimulating Prozess, bei dem sich Entscheider Wahrscheinlichkeiten vorstellen, um sie bewerten zu können.
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  • Mentales Konto Projektspezifisches Konto im Gehirn.
  • Methode variabler Wahrscheinlichkeiten Methode zur Ermittlung von Nutzenfunktionen bei kontinuierlicher Skala. Der Entscheider muss zu verschiedenen Stützstellen äquivalente Lotterien angeben, die als Ausprägungen die Werte x- und x+ haben müssen.
  • Nutzenfunktion Abbildung der Vorteilhaftigkeit einer Entscheidung (präskriptives Konstrukt).
  • Omission Bias (siehe Besitztumseffekt).
  • Open Minded Person die zur vorübergehenden Beschäftigung auch dissonante Informationen wahrnimmt.
  • Opportunitätskosteneffekt Entgangenen Gewinne werden weniger stark bewertet als out-of-pocket-costs.
  • Overconfidence Menschen überschätzen ihre eigenen Prognosefähigkeiten bzw. Fähigkeiten, Sachverhalte richtig einzuschätzen (Teilaspekt der Kontrollillusion).
  • Preference-Reversal-Phänomen Umkehrung der Präferenzen bzgl. zweier Alternativen je nach Abfrageart (Sicherheitsäquivalent vs. direkter Vergleich).
  • Pride-Effekt Die Wertefunktion wird im positiven Bereich steiler mit steigendem Commitment.
  • Primacy-Effekt Das zuerst wahrgenommene hat (langfristig) ein stärkeres Gewicht auf die Entscheidung als das später wahrgenommene, d.h. der erste Eindruck zählt.
  • Prime Information, die die Bewertung von nachfolgenden Informationen beeinflusst.
  • Priming Assoziative Bahnung bzw. automatische Voraktivierung eines mentalen Prozesses (v.a. einer bestimmten semantischen Klasse im Wissenssystem).
  • Priming-Effekt Die Bewertung von Informationen wird durch vorangegangene Informationen beeinflusst bzw. verändert.
  • Proxyattribut Messbare Größe, die im engen Zusammenhang zum eigentlichen Ziel steht.
  • Preference-Reversal-Phänomen Umkehrung des Risikoverhaltens beim Übergang vom Gewinn in den Verlustbereich.
  • Regret Aversion Verluste in einem nicht zahlungswirksamen Konto werden stärker gewichtet als Gewinne in diesem Konto.
  • Repräsentativität Wahrnehmung einer hohen Ähnlichkeit eines Objekts zu typischen oder vielen Vertretern einer Objektklasse.
  • Repräsentativitätsheuristik Heuristik zur Bewertung aufgrund vorhandener Repräsentativität: Wahrscheinlichkeiten für repräsentative Ereignisse werden zu hoch bewertet bzw. Kausalbeziehungen auch dort gesehen, wo keine sind. Denken in Schemata.
  • Reziprozität Art und Weise, wie Menschen auf Handlungen anderer Menschen reagieren. Man unterscheidet zwischen positiver Reziprozität (=Bereitschaft, freundliche Handlungen anderer zu belohnen) und negativer Reziprozität (=Bereitschaft, unfreundliche Handlungen zu bestrafen), wobei die Belohnung oder die Bestrafung Kosten verursachen.
  • Risikoeinstellung Einstellung des Menschen gegenüber unsicheren Situationen.