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Führung und Zusammenarbeit (Subject) / Zusammenarbeit, Kommunikation, Kooperation (Lesson)
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- Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Einflußfaktoren Leistungsfähigkeit: Gesamtheit der Kenntnisse und Fertigkeiten, auch individuell unterschiedliche Begabung kombinieren und sinnvoll einsetzen Leistungsbereitschaft: die sich aus der individuellen Einstellung ergebende Motivation, die Leistungsfähigkeit abzurufen Einflußfaktoren: Selbstbild des Menschen, Wertesystem, Motivationsstruktur
- Burnout-Syndrom Zustand der Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit. Körperliche, emotionale und geistige Überlastung aufgrund beruflicher oder privater Probleme oder Konflikte.
- Sozialverhalten Überwiegend in Kindheit und Jugend ausgeprägte Anpassung an das gesellschaftliche Umfeld. auch bei Erwachsenen veränderbare Form der Interaktion mit anderen Menschen wesentlich bestimmend für Sozialkompetenz
- Einzelne Personengruppen: Rechtliche Grundlage AGG (allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Verbot der Benachteiligung wegen Rasse, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Identität. Bei Verstößen Entschädigungsansprüche gegen den Arbeitgeber. JArbSchG (Jugendarbeitschutzgesetz) BBiG (Berufsbildungsgesetz)
- Einzelne Personengruppen: Angebote Senioren: Teilzeitangebote, Nutzen der Erfahrung durch Aufträge für Mentoring Frauen: Betreuungsangebote für Kinder, flexiblere Arbeitszeitmodelle, Übergangsregelungen nach Mutterschutz Mitarbeiterentsendung ins Ausland: Sprachunterricht, Hilfe bei Wohnungs- und Schulsuche, Garantien für Einsatz nach dem Aufenthalt Migranten: Sprach- und Integrationskurse, Bildung 'gemischter' Teams, Sprecher oder Tutor für jede Kulturgruppe
- Motivation: Maßnahmen Verbesserung der internen Kommunikation/Information Möglichkeiten für Mitarbeiter zur Stellungnahme Mitwirkung der MA durch Vorschlagswesen Angebote für Fortbildung Einführung einer Umsatzbeteiligung Prämien bei Zielerreichung (MbO) Durchführung von Gemeinschaftsveranstaltungen, Events
- Fluktuation / Fluktuationsrate Wechel von Mitarbeitern, im engeren Sinne durch Kündigung seitens Mitarbeiter. Fluktuationsrate: Verhältnis von Anzahl der Kündigungen zur Gesamtzahl der Mitarbeiter (wichtiges Indiz für Grad und Veränderung der Mitarbeiterzufriedenheit)
- Zielorientiertes Führen: Grundlage Unternehmensleitbild
- Zielorientiertes Führen: Identifikation - Ursachen für mangelnde Bindung lückenhafter Informationsfluß keine Einflußmöglichkeit Gefühl der Vernachlässigung durch Vorgesetzte Eindruck einer ungerechten Behandlung Reaktion auf Überforderung
- Autoritärer Führungsstil + Vorteile, Nachteile Entscheidungen durch den Vorgesetzten ohne Rücksprache und ohne Begründung. Geeignet in Funktionsbereichen ohne hohe Anforderungen an Flexibilität und Kreativität, z. B. Eingabe von Daten; auch bei unmotivierten oder unqualifizierten Mitarbeitern. Vorteile: klare Regelung des Informationsflusses, einheitliche Anweisungen, klare Zuständigkeit und Verantwortung Nachteile: fehlende Teilhabe der Mitarbeiter, Motivation der Mitarbeiter rückläufig, evtl. Überforderung des Vorgesetzten, Gefahr von Fehlentscheidungen
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- Autoritärer Führungsstil - Abwandlungen Patriarchalischer Führungsstil unterscheidet sich durch seine besondere Fürsorge des Unternehmers für "seine" Mitarbeiter und entsprechend besonderer Identifikation und Treue der Mitarbeiter; Bürokratisch durch rein formale Ableitung der Anweisungen aus starren Vorschriften. Charismatischer Führungsstil: eine auf der persönlichen Ausstrahlung des Führenden beruhende Autorität; eigentlich kein Führungsstil, sondern eine Form der Führungskompetenz.
- Kooperativer Führungsstil + Vorteile, Nachteile Entscheidungen durch den Vorgesetzten nach Rücksprache mit den betroffenen Mitarbeitern, argumentative Information über Entscheidungen, um Einhaltung aus Überzeugung zu erreichen. Geeignet in Funktionsbereichen mit höheren Ansprüchen an Flexibilität und Kreativität, bei motivierbaren und kompetenten Mitarbeitern. Vorteile: Berücksichtigung aller Aspekte und Erfahrungen, Motivation der Mitarbeiter, qualifizierte Umsetzung Nachteile: Zeitbedarf, evtl. Verunsicherung der Mitarbeiter über Autorität des Vorgesetzten.
- Laissez-faire - kein Führungsstil, sondern... das Ausbleiben von Führung durch den Vorgesetzten. Einziger Vorteil: kreative und engagierte Mitarbeiter können sich entfalten.
- Situativer Führungsstil (Hersey u. Blanchard) (Dreidimensionaler Führungsstil.) Je nach Situation, zu entscheidender Frage, betroffenem Funktionsbereich und Niveau der beteiligten Mitarbeiter mehr autoritäres oder mehr kooperatives Vorgehen. Nach Hersey und Blanchard, 4 Stile: nicht fähig, nicht willig - telling (unterweisen) nicht fähig, aber willig - selling (Entscheidung erklären) fähig, aber nicht willig - participating (Ideen teilen) fähig und willig - delegating (Verantwortung übertragen)
- Zweidimensionaler Führungsstil (Managerial Grid nach Blake und Mouton) Kombination aus zwei Verhaltensaspekten, z. B. Personen- (y) und Sachorientierung (x), Koordinatensystem jeweils auf einer Skala von 1-9: 1.1: Minimum an Aufwand (unten links) 1.9: reine Orientierung an persönlichen Interessen der Mitarbeiter (oben links) 9.1: reine Sachorientierung (Anweisungen) ohne Rücksicht auf persönliche Faktoren (unten rechts) 9.9: hohe Sachorientierung + Engagement und persönliche Identifikation (oben rechts)
- Management-Techniken = Management-Methoden = Führungstechniken (Ziel und Aufgaben) Allgemeines Ziel, Führungsebenen zu entlasten und auf die wesentlichen Führungsaufgaben zu fokussieren, indem nachgeordneten Instanzen mehr Aufgaben und Verantwortung übertragen werden. Probleme und Aufgaben: Gefahr der Überforderung der nachgeordneten Instanzen, Problem der Organisation einer wirksamen Kontrolle
- Management-Techniken (Management by...) (MbO) Führen durch Zielvereinbarungen. (SMART) Motivation der Mitarbeiter durch Identifikation mit dem Ziel durch einvernehmliche (schriftlich fixierte) Festlegung der Ziele, Kopplung von Prämien an Zielerreichung. Gefahr von Überforderung oder Überschätzung. (MbD) Mitarbeiter entscheiden selbstständig (MbE) Eingreifen der Führung (nur) bei Abweichung von einem vordefinierten Entwicklungspfad. (MbS) weitgehende Selbstregulierung der einzelnen Systeme im Unternehmen auf Basis EDV-gestützter Verknüpfungen und Rückkopplungen.
- Gegenstromplanung Verbindung von deduktiver (top-down) und induktiver (bottom-up) Planung. Top down: Zielvorgaben von oben zur schrittweisen Konkretisierung durch nachgeordnete Instanzen. Bottom up: Sammlung von Vorschlägen und Maßnahmen zur schrittweisen Zusammenfassung und Verallgemeinerung durch übergeordnete Instanzen. Puffer-Prinzip: Zielbildung auf der mittleren Hierarchie-Ebene durch Verbindung der von "oben" getroffenen Vorgaben mit den von "unten" kommenden Vorstellungen.
- Führungsdefizite in den Bereichen Persönlichkeit Verhalten Fachkompetenz Sozialkompetenz
- Führungsdefizite - Methoden der Verbesserung (Johari-Fenster) Unterscheidet in der Kommunikation zur Analyse von Selbst- und Fremdwahrnehmung vier Bereiche: (Koordinatensystem, x: mir bekannt + mir unbekannt, y: anderen bekannt + anderen unbekannt) öffentlich (mir + anderen bekannt) = Bereich des freien Handelns (das bewußt angestrebte Ziel) geheim (mir bekannt, anderen unbekannt) = Bereich des Verbergens (Absicht, Eigenheit oder Ziel, die nur dem Kommunizierenden bekannt sind und unerkannt bleiben sollen) unerkannt (mir unbekannt, anderen bekannt) = blinder Fleck (Außenwirkung, die selbst nicht wahrgenommen wird) unbekannt (mir + anderen unbekannt) = Bereich des Unbewußten (dem Kommunizierenden nicht bekannte und auch nach außen nicht offensichtliche Eigenheiten) Ziel ist Erweiterung des Anteils des öffentlichen Bereichs durch Offenlegung des Verborgenen und Bewußtmachen des Unerkannten durch Rückmeldung.
- Grundsätze der Zusammenarbeit Verankert in der Unternehmensphilosophie und Basis der Unternehmenskultur. Rechtzeitige und ausreichende Information der Mitarbeiter, respektvoller Umgang, Möglichkeiten für Mitarbeiter zu Stellungnahme bzw. Mitwirkung, Vorbildfunktion der Vorgesetzten, Verhalten und Entscheidungen nach sachlichen, nachvollziehbaren, einheitlichen Kriterien
- Unterscheidung: Führungsstil / Führungstechnik, -methode / Führungsmittel Führungsstil: eindimensional (nach Kurt Lewin, autoritär (patriarchalisch, autokratisch, charismatisch, bürokratisch), kooperativ, laissez-faire) zweidimensional (Aufgaben+Mitarbeiter) (nach Blake und Mouton, Mangerial Grid (1.1-9.9)) dreidimensional (Aufgaben+Mitarbeiter+Reifegrad) (nach Hersey und Blanchard, situativ (telling, selling, participating, delegating)) Führungstechnik, -methode: Management by ... (O, D, E, S) Führungsmittel: direkt (Delegation, Mitarbeitergespräche, Lob, Erfolgskontrolle, Partizipation) indirekt (Stellenbeschreibung, Arbeitsplatzbewertung, Klima, Teamkultur)