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Maschentechnologie 3 (Subject) / Produktionsberechnungen (Lesson)
Parameter, Berechnungen, neue Entwicklung von Strickerei/Wirkerei
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- Nennen Sie die Einflussfaktoren auf die Produktion in der Strickerei! Feinheit des Gestricks Gewicht Garn (Typ, Feinheit) Musterung (RL, RL + Fangbindung) Maschinentyp Preis Materialkosten Lohnkosten Produktionskosten (Produktionszeit)
- Beschreiben Sie die Vorgehensweise um die Strickzeit zu berechnen! (Flachstrickerei!) 1. Maße des gewünschten Gestricks ermitteln 2. Maschinengeschwindigkeit/Schlittengeschwindigkeit (0,7-1,3 m/s): Maschentransfer → reduzierte Geschwindigkeit nur RL → schnellste Geschwindigkeit 3. Systemanzahl (1-4?, Tandem oder nicht?) 4. Systembreite (bzw. Schlittenbreite): 1 System = 10 cm 3 Systeme = 30 cm
- Was lässt sich über die Geschwindigkeit des Schlittens sagen? → Geschwindigkeit nicht immer gleich! (Beschleunigung und Bremsung!) hohe Belastung + Zeitverlust bei FSM bei Umkehrpunkten Masse = wichtigster Einflussfaktor in Bezug auf Bremsweg In Produktionsberechnung: Vereinfachung (bei RSM keine Umkehrpunkte → hochproduktiv)
- Auf was ist bei der Hubanzahl bezüglich der Produktionsberechnung zu achten? → Immer geradzahlig! Grund: Bei Ungeraden Zahlen → kein voller Rapport (Schlitten befindet sich nicht in Anfangsposition) Beispiel: Bei berechneter Hubanzahl von 4,5 → nicht auf 5 runden, sondern 6! (Systemanzahl + Fadenführeranzahl beachten!)
- Auf was ist beim Übergang zwischen Bündchen und Hauptteil zu achten? (Flachstrickerei) → Letzte Maschenreihe des Bündchen weißt eine etwas größere Masche auf! Grund: Nur so kann die Masche von der Nadel übernommen werden.
- Wie kann Zeit in der Flachstrickerei bei Nicht-vollständiger Nutzung der Systemanzahl des Schlittens eingespart werden? → Maschine kann so programmiert werden, dass der Schlitten nur bis zum zuletzt-benutztem System aus dem Strickbereich herausfährt.
- Was muss beim Ajour-Muster besonders beachtet werden? → Dort wo das Loch durch Umhängen entstanden ist, muss in der nächsten Reihe ein Henkel hergestellt werden.
- Welche Parameter gilt es bei der Aufstellung von Produktionsschemata zu beachten? Rapport: Schlittenrichtung Fadenführer Versatzposition → alle müssen am Ende an derselben Position sein!
- Von was ist der Durchmesser/die Größe der Systeme einer Rundstrickmaschine abhängig? Systemanzahl (Je höher die Anzahl, desto größer der Durchmesser) Nadelsteuerungstechnik (Vgl. mechanische Steuerung → elektronische Steuerung) Wechselschlösser (Ein-Weg-, Zwei-Weg- oder Drei-Weg-Technik Bsp.: 2 Segmente = 1 System)
- Was muss berücksichtig werden bei einem Musterwechsel von 2- auf 3-Weg-Technik? → Man muss jedes System + jede einzelne Nadel wechseln (Musterabhänig!)
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- Wie berechnet man die Anzahl der Nadeln einer Maschine? ∅ = 30 inch, E28 Umfang = π · d → 3,14 · 30 = 94,2 inch Nadelanzahl = 94,2 · 28 = 2637,6 ≈ 2638 Nadeln
- Vergleichen Sie die verschiedenen Nadelsteuerungen an der Rundstrickmaschine! 1. Wechselschlösser: Vorteil: hohe Geschwindigkeit, wartungsarm Nachteil: geringe Flexibilität (Musterbreite in der Regel 4), hohe Umrüstzeit 2. Mechanischer Jacquardapparat (z.B. Terrot S3P → Schwenkhebel) Vorteil: hohe Flexibilität (Musterbreite in der Regel 36, mit Dacheinsatz → 72), geringere Umrüstzeit Nachteil: teurer, geringere Geschwindigkeit 3. Elektronische Jacquardeinreichtung (z.B. Mayer Relanit E) Vorteil: sehr hohe Flexibilität (1-, 2- und 3-Weg-Technik möglich, Musterhöhe abhängig von Kapazität des Rechners) Nachteil: teuer, wartungsanfällig, komplex Geschwindigkeit ist abhängig von Technik (1-, 2- oder 3-)
- Produktionsberechnung Flachstrickerei! v = 1 m/s 3-Systemig MR = 800 MS = 50 cm RL v = 1 m/s 3-Systemig → 30 cm und 3 MR/Hub MR = 800 MS = 50 cm RL Hublänge = 0,3 m + 0,5 m = 0,8 m Hubzeit = 1 m/s · 0,8 m = 0,8 s Hübe/800 MR = 800 : 3 = 266,6 ≈ 268 (Immer gerade!) Zeit/268 Hübe = 0,8 s · 268 = 214,4 s → 214,4 s : 60 = 3,57 min
- Was ist die Leistungszahl (Speedfaktor)? Was ist die Systemdichte? L = Systemanzahl · Drehzahl L = 72 · 40 = 2880 MR/min SD = Systemanzahl : Maschinendurchmesser SD = 60 : 30 = 2
- Produktionsberechnung Rundstrickerei! Maschenreihen pro Minute: = (S · n · η) : SA Maschinenleistung: L = (S · n · η · 60) : (SA · MR · 100) Warenbreite: B = (d · π · E) : (MS · 100) Produktionsgewicht: G = (B · L · FG) : 1000 FG = Flächengewicht g/m2
- Schärverhältnis/Fadenverbrauch Kettenwirkerei! Fadenverbrauch abhängig von: Bindung Maschinenfeinheit Unterlegungslänge Nadelkopfstärke → bei Grundbindungen in Bediensanleitung → für abgeleitete Bindungen: Ermitteln des Schär- und Einlaufverhältnisses Schärverhältnis: L1 : L2 : L3 → Bsp. 38 : 31,75 : 9,25 Schärlänge L1 = 1000 m ⇒ Dreisatz! Maschenkopflänge (K): K = (π · d) : 2 d = Nadeldurchmesser (bei E28 d = 0,5 mm) Maschenschenkel (S): S = 10 mm : MR/cm Unterlegung (U2): U2 = a2 + b2 = (10 mm : MR/cm)2 + (25,4 mm : E · n)2 E = Maschinenfeinheit n = Größe der Unterlegung als Nadelanzahl Merke: 1 Rack = 480 MR
- Produktionsberechnung Kettenwirkerei! PL (m/h) = (n · 60 · η) : (MR · 100) PA (m2/h) = PL · B B = Warenbreite Pm = PA · mA mA = Flächenmasse ⇒ Pm = (n · 60 · η · B · mA) : (MR · 100)
- Erklären Sie die Multibar-Jacquardtechnologie! Mechanisches Jacquardsystem (Lochkarte) Elektromechanisches Jacquardsystem (Magnetbandkassette) Piezo-Jacquardtechnologie (Piezo-Kristalle → Computer) Piezo-Jacquardtechnologie: → Verschmelzung des Auswahlelements und der entsprechenden Jacquardlochnadel zu einer Einheit → Einfache/Geteilte Jacquardbarre (h: gerade, v: ungerade) → Verdrängung der Jacquardlochnadel nach rechts oder links (Versatzweg: eine Nadelteilung) → keine Harnischverschnürrung mehr nötig → Legebarrensteuerung durch: Musterscheibe, Elektronisch → Konstruktion ermöglicht 3 Techniken: Jacquard-Barre - Volle Feinheit → Volle Besetzung (Grundlegebarre, Nadel- und Schieberbarre) Jacquard-Barre - halbe Feinheit → Grundlegebarren 1 voll 1 leer (Nadel- und Schieberbarre halbe Feinheit) Jacquard-Barre - halbe Feinheit - Polschlinge → Grundlegebarre 1 voll 1 leer (Nadel- und Schieberbarre voll besetzt) Jacquardfaden wird als Polschlinge abgeworfen → Einsatz Fallblech: dreidimensionale Strukturen (Masche → Henkel) → Wirk-Brocher: Durch EFS (Einzelfaden-Selektionseinrichtung) Musterfäden der Jacquardbarre aus Wirkprozess → Bei Nicht-Gebrauch ausschaltbar und nach 2 MR abschneiden des Fadens → Multibartechnologie: Wabenähnlicher Hintergund (Vgl. Grundlegebarre → Grundbindungen)