allgemeines vorgehen bei einer Analyse
Die Analyse sollte vom Analysten durch Aufbereitung geeigneter Informationsquellen und unter Anwendung bestimmter Methoden zielgerichtet durchgeführt werden. Analyseziele unter Beachtung der Interessen der Analyseadressaten eindeutig festlegen Imformationen beschaffen und aufbereiten anschließend wird das Objekt beurteilt
Bilanzanalyse i.w.S.
es liegen zum Jahresabchluss und ggf Lagebericht und zusätzlich weitere möglichst zeitnähere Pubklikationen als Informationsquelle bei de Bilanzanalyse vor.
Bilanzanalyse i.e.S
es liegen Jahresabschluss und ggf. Lagebericht als Informationsquelle für die Bilanzanbalyse vor
Zwecke der Bilanzierung
Steuerbilanz als Grundlage der Bemessung steuerlicher Lasten (Steuerbemessungsfunktion) Die Jahresabschlüsse sind nach HGB primär Basis für die Ausschüttungen an Eigentümer/Aktionär (Ausschüttungsbemessungsfunktion) Jahreabschlüsse nach intern. Normen obliegt hauptsächlich Informationsfunktion
Grundlegendes Ziel der Bilanzanalyse
Einblick in die wirtschaftliche Lage (Vermögens- Finanz- Ertragslage) des Analyseobjektes
allgemeine Zielsetzung der Bilanzanalyse
Zielsetzung der BA muss aus der Interessenlage ihrer Adressaten abgeleitet werden. Die Adressaten der BA sind zu identifizieren.
Analyseadressaten
primäre Adressaten = haben nur publizierte Informationsquellen zur Verfügung sekundäre Adressaten = Personenkreis der auch Zugang zu internen Information hat
Einflüsse auf die Bilanzanalyseergebnisee
Datenbasis und die Auswertungsmethoden Art, Quantität und Qualität der Datenbasis
Abgrenzung zur Betriebsanalyse
von der Bilanzanalyse sind die Betriebsanalyse und die Unternehmensbewertung abzugrenzen
Grundsatz ordnungsgemäßer Bilanzanalyse: Zukunftsorientierung
Für das gewesene gibt der Kaufmann nix . . . . der in der Vergangenheit erzielte Nutzen ist unerheblich Analyse soll ausschließlich retrospektiv erfolgen
Methode der Bilanzanalyse
Schritt = Adressatenermittlung sowie Zielformulierung, Total- und Partialziele festlegen Schritt = Informationsbeschaffung - auswhal und -aufbereitung Methodenauswahl - Methodenvergleich , Methodeninformationsvergleich Analyse Ergebnisvergleich - Ergebnisinterpretation Ergebnisdarstellung
Grenzen der Bilanzanalyse
In den Informationsquellen begründet im Analysevorgehenn begründet in der Person oder im Umfeld des Analystren begründet
Zielermittlung bei der Bilanzanalyse
Umfasst Zielformulierung, Definition, Gewichtung Beispiele: Kleinkreditgeber, interessiert an Sicherheit des gegebenen Darlehens Lieferant, interessiert an Dauerhaftigkeit der Geschäftsbeziehung Kleinaktionäre, interessiert sich für die zukünftigen Dividendenausschüttung
Ziele der Bilanzanalyse
Totalziel: - Unternehmenszielerreichung - Analyse der Zielsetzung der Geschäftsleitung, Prognose des Zielerreichungsgrades Partialziele: Liquiditätslage, Erfolgslage, Vermögenslage, Wachstum
Offenlegung
Pflicht HGB 325-329 elektronischer Bundesanzeiger nezigen und bekannt machen Umfang der Offenlegung größenabhängig
Inhalte Jahresabschlussbestandteile
Bilanz: Gegenüberstellung Vermögen und FK und EK (Mittelverwendung und Mittelherkunft GuV: Zeitraumrechnung mit Erträgen und Aufwendungen, Ermittlung des Erfolgs der abgelaufenen Periode im Gesamt -. oder Umsatzkostenverfahren Anhang: Erläuterungen, Ergänzungen zu Bilanz und Anhang, enthält Pflicht- und freiwillige Angaben-enthält allg. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Abschlusses, Angaben zu Bewertunsgmethoden, nöhere Erläuterungen zu einzelnen Positionen (z.B. Anlagenspiegel), normenspezifische konkret geregelte INformationen z.B. zu sionstigen finanziellen Verplichtungen Lagebericht: enthält Wirtschaftsbericht, Prognosebericht, Finanzrisikoberich, F&E Bericht, Vergütungsbericht, IKS Bericht Kapitalflussrechnung: Enthält Entwicklungen der Liquidität, Zahlungsströme die sich aus der alufenden Geschäftstätigkeit , den Investitionstätigkeiten und den Finanzierungstätigkeiten ergeben Segmentberichterstattung: Aspekte von unterschiedlichen Bereichen (Segmente) des Unternehmens Eigenkapitalspiegel: enthält Veränderungsrechnung des Eigenkapitals
Aufbereitungsmaßnahmen der Informationsaufbereitung bei der Bilanzanalyse
Ansatzkorrekturen - betrifft Bilanzierung dem Grunde nach z.B. Sachverhalte die angesetzt wurden aber betriebswirtschaftlich jedoch keine Berücksichtigung finden sollte Bewertungskorrekturen - betrifft Bilanzierung der Höhe nach und richtet sich auf die Vereinheitlichung bzw. wenigstens Anpassung von Bewertungsmaßstäben Z.B. Aufdeckung stiller Reserven und Lasten Ausweiskorrekturen - beziehen sich auf Bilanzierung der Stelle nach und haben methodengerechte Umgliederung, Zusammenfassung oder Aufspaltung von JA-positionen zum Ziel
Analyse der Bilanzpolitik
Basis der Aufbereitungsmaßnahmen der INformation ist die ANalyse der Bilanzpolitik Ergebnis der gesamten Aufbereitung ist die Strukturbilanz und welche die Basisigrößen für die Berechnung der Kennzahlen enthält
Strukturbilanz
unter betriebswirtschaftklcihe Aspekten aus dem normierten JA hergeleitete Gegenüberstellung des betriebswirtschaftlichen Vermögens und des EK und FK bildet Basisgrößen zur Berechnung von Kennzahlen
Kennzahlen
bei Kennzahlen bildung nie dir originären Daten aus dem AJ sondern immer die aufbereiteten Daten aus der Strukturbilanz absolute Kennzahlen - Wert-oder Mengengrößen - ohne Bezugszahl Aussage recht gering z.B. Kassenbestand, Bilanzsumme relative Kennzahlen -Verhältniszahlen - Relation zwischen einem Zähler und einem Nenner, hat damit erhöhte Aussagekraft - Gliederungszahlen - z.B. Eigenkapitalquote - Beziehungszahlen - Z.B. Eigenkapitalrentabilität - Indexzahlen - z.B. relative Veränderung der Jahreserfolge
Bedingungen zur Kennzahlenbildung
gemäß dem Grundsatz der Äquivalenz: sachliche Entsprechung - sinnvoller zusammenhang zwischen den Größen zeitliche Entsprechung - Bezug der Größen auf gleichen Zeitraum wertmäßige Entsprechung - Zähler und Nenner basieren auf gleichen
Kennzahlensysteme
komplexe Sachverhalte mit einer Kennzahl kaum charackterisierbar, daher Bildung von Kennzahlensysteme die die Beziehungen zwischen den einzelnen Kennzahlen verdeutlichen - Verbindung zahlenlogisch oder sachlogisch
Bilanzpolitik
ist die vorschroftskonforme Gestaltung des Jahresabschlusses mit Ziel der Verhaltensbeeinflussung der Jahresabschlussadresaaten und/oder der Steuerung von Zahlungskonsequenzen
Grenzen Bilanzpolitik
vorschriftenspezifische - festgelegt durch Rechnungslegungsnormen normenspezisische nationaler handelsbilanzpolitik - ergeben sich aus dem HGB normenspezifische internationale Bilanzpolitik - ergeben sich aus dem IFRS - interdepedenzen zwischen Bilanzpolitik aus HGB und IFRS ergeben sich keine Beschränkung durch Prinzip der Stetigkeit - Auswirkungen von bilanzpolitischen Entscheidungen treffenb auf zukünftige Jahresabschlüsse methodische Grenzen - Jahresergebnisse summieren sich auf den Totalerfolg eines Unternehmens und damit gleichen sich die bilanzpol. Maßnahmen betragsmäßig im Zeitablauf aus
Zielkriterien effektiver Bilanzpolitik
operationale Zielkriterien der Unternehmensleitung sollten vorliegen bilanzpol. Instrumentarien und deren Auswirkungen müssen bekannt sein prognosetaugliche Hypothesen über Reaktionen des Abschlussadressaten sollten vorliegen bilanzpol. Maßnahmen sollten nicht identifzierbar sein
progressive Bilanzpolitik
Ausrichtung auf eine tendenziell günstigere Darstellung - ergebniserhöhend Gläubiger sollen dazu bewegt werden Kreditengagement einzugehen Anteilseigner sollen Unternehmensanteile erwerben/halten/nachkaufen Erhöhung des erzielbaren Kaufpreises bei Unternehmensveräußerung Erhöhung der Bemessungsgrundlage bei erfolgsabhängiger Vergütung
konservative Bilanzpolitik
tendenziell ungünstigere Darstellung - ergebnisvermindernde Ausrichtung Gewinnausschüttungen und Steuerzahlungen sollen vermindert werden Publizitätspflichten verringern (nächstkleinere Gesellschaft) Reduktion der Anspruchshaltung von Vertragspartnern Risikovorsorge z.B. durch Bidlung stiller Reserven
Erfolgsglättung
Gewinnverstetigung bei ungünstigerer ausrichtung der bilanzpolitik in erfolgreichen jahren und progressiv bei weniger erfolgreichen Jahren
Auswahlkriterien bilanzpolitischer Instrumente wwwbadde
Wirksamkeit - Kann durch den Einsatz des Instruments die gewünschte Reaktion des Adressaten erreicht werden? Erkennbarkeit - Grad der Identifizierbarkeit : betragsmäßig erkennbar, betragsmäßig nicht erkennbar , nicht erkennbar - Bindungswirkung - Aspekt der Stetigkeit, Flexibilität beeinträchtigt Wirkungsdauer - wirkt Instrument in der Folgezeit gegenläufig? Aufschiebbarkeit - Dosierbarkeit - Ausmaß des Einsatzes dosiert oder nur entweder Einsatz oder nicht Durchsetzbarkeit - betsehen die INstrumente im Rahmen einer Abschluss bzw. Betriebsprüfung? Wirtschaftlichkeit - Kosten Nutzen Postulat berücksichtigt
Instrumente der Bilanzpolitik (i.w.S.)
Sachverhaltsgestaltung Darstellungsgestaltung (Bilanzpol. i.e.S)
Sachverhaltsgestaltung (Bilanzpolitische Instrumente)
institutinelle Gestaltung Vorgönge vor dem Bilanzstichtag Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
Ausrichtung der Instrumente der Bilanzpolitik
materiell - ansatzbezogen - bewertungsbezogen formell - gliederungs- und ausweisbezogen - erläuterungsbezogen zeitlich - Vorverlagerung - Nachverlagerung
Instrumente der Sachverhaltsgestaltung
instutitionell - Wahl der Rechtsform - Bestimmung des Sitzlandes - Wahl des Bilanzstsichtages - Wahl des rechnungslegungsystems (HGB oder IFRS) vor dem Bilanzstichtag - zeitliche Verlagerung von Lieferung und Leistung - Durchführung von speziellen Investitionen oder Desinvestitionen - Auslagerung von F&E arbeitenauf Beteiligungsunternehmen - Vereinbarung von Anzahlungen nach dem Bilnzstichtag - Vorschlag der Gewinnverwendung - Wahl der Vorlage bzw. Veröffentlichungszeitpuniktes
darstellende Instrumente der Bilanzpolitik
explizite Wahlechte implizite Wahlrechtejeweils Ansatz , Bewertungs- und Ausweiswahlrechte nach HGB oder IFRS
Analyse der Bilanzpolitik
Schritt 1: Bestandsaufnahme der eingesetzen bilanzpolitischen Instrumente Schritt 2: Ermittlung der Ausrichtung der identifizierten Instrumente Schritt 3: Schätzung der bilanzpol. Effekte und Bereinigung der betroffenen Positionen in der Bilanz und GuV
Strukturbilanz
Die strukturbilanz erstellt eine uner betriebwirtschaftlichen Aspekten aus dem normierten JA hergeleitete Gegenüberstellung des Vermögens sowie des EK und FK Erstellung durch Umgliederung/Aufdeckung, Verrechnung, Umbewertung