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Verwaltungswissenschaft_AMK (Subject) / 8. Sitzung (Lesson)

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  • Erklären Sie bitte die Rolle der Verbände in der politischen Willensbildung ·      Interessenaggregation (Transformation diffuser Präferenzen in konkrete Standpunkte und Forderungen) ·      Interessenartikulation (spezielle Interessen erhalten Durchsetzungschancen jenseits von Parteien) ·      Interessendurchsetzung (Aushandlung mit anderen Interessen) ·      Interessenvermittlung (Selektion und Kompromissbildung) ·      Müssen demokratisch organisiert sein
  • Erklären Sie bitte Kooperatismus und Pluralismus Kooperatismus: Merkmale des Verbändesystems: Begrenzte Anzahl Mitgliedschaftszwang Nichtkompetitiv hierachisch geordnet funktional differenziert Merkmale der Staat-Verbände-Beziehung staatliche Anerkennung Repräsentationsmonopol im Austausch gegen Kompromissbereitschaft Pluralismus Merkmale des Verbändesystems Vielfalt Freiweilligkeit kompetitiv nichthierachisch fließende Grenzen und Mehrfachmitgliedschaft Merkmale der Staat-Verbände-Beziehung Keine staatliche Begünstigung keine staatliche Intervention in Verbände autonome Willensbildung
  • Erklären Sie bitte Kooperatismus und Pluralismus Kooperatismus: Merkmale des Verbändesystems: Begrenzte Anzahl Mitgliedschaftszwang Nichtkompetitiv hierachisch geordnet funktional differenziert Merkmale der Staat-Verbände-Beziehung staatliche Anerkennung Repräsentationsmonopol im Austausch gegen Kompromissbereitschaft Pluralismus Merkmale des Verbändesystems Vielfalt Freiweilligkeit kompetitiv nichthierachisch fließende Grenzen und Mehrfachmitgliedschaft Merkmale der Staat-Verbände-Beziehung Keine staatliche Begünstigung keine staatliche Intervention in Verbände autonome Willensbildung
  • Nennen Sie bitte die allgemeinen Rahmenbedingungen für Verbändebeteiligung ·      Verbände als legitime Akteure im politischen Prozess (nur bedingt insider/ outsider-Differenzierung) ·      Staat/ Regierung agieren nicht als monolithischer Akteur (keine einheitlichen Interessen, z.B. Verkehrs- vs. Umweltinteressen) ·      Ministerialverwaltung als zentrale Anlaufstelle für Verbände ·      Hoher gesellschaftlicher und ökonomischer Organisationsgrad Verbände werden häufig als „Vollzugsträger“ eingesetzt
  • 8.4 Nennen Sie bitte die Rahmenbedingungen für Verbändebeteiligung in der Ministerialverwaltung ·      Beteiligung durch Zuleitung von Gesetzesvorlagen (§ 47 GGO) ·      Anhörung vorgeschrieben: § 51 BImSchG;, § 58 Abs. 1 BNatSchG, § 94 BBG, §§ 5, 11 TVG, § 17 Abs. 1 Chemikaliengesetz, § 23 Abs. 2 KWG ·      Bezieht sich auf: „beteiligte Kreise“ oder „Spitzenverbände“ Kontaktarten zwischen Ministerien und organisierten Interessen ·      Formelle Kontakte o   Konsultation (§47 GGO) o   Repräsentation in Beiräten (§62 GGO I [a.F.] u. einzelgesetzliche Regelungen bzw. Erlasse) §  Dienen zur Beratung der Regierung ·      Informelle Kontakte - Problematisch o   Personalaustausch (meist zufällig, aber „Seitenwechsel“) o   Personalrekrutierung (nur Leitungspersonal ) o   Abordnung (nur innerhalb des öff. Sektors) o   Temporäre Beschäftigung „externer Personen“ (vgl. 8. S.)
  • 8.5 Was wissen Sie über die Beziehungen zwischen Ministerialverwaltung und Verbänden? ·      Keine systematischen Erhebungen, nur Fallstudien und BT-Anfragen (nur für Leitung) ·      Wenige klientelistische Beziehungen (z.B. BMEL – Landwirtschaft; BMI – Sportverbände, BMAS – Gewerkschaften; BMBF – Wissenschaftsorganisationen) ·      Umfang von Personalaustausch und Beschäftigung „externer Personen“ gering ·      Einfluss von Lobbyisten wird überschätzt (Eigendar-stellungen nur bedingt brauchbar)
  • 8.6 Welche Interessen hat die Ministerialverwaltung an Verbänden? ·      Informationen über Machbarkeit und mögliche Widerstände (Antizipationswissen) o   Referent möchte, dass sein Gesetzesentwurf alle Hürden des Legislativprozesses nimmt ·      „Zähmung“ oder Einbindung von Vetoakteuren durch Interessenausgleich, Konsensbildung, Konfliktver-arbeitung (Unterstützung) ·      Expertisegewinnung (Vollzugswissen)
  • 8.7 Nennen Sie Probleme des Verbändekontakts. Welche Gegengewichte gibt es? ·      Grenzen zwischen Expertisegewinnung Interessenvertretung oft unklar ·      Eher Interessenvermittlung = keine einseitige Interessendurchsetzung, sondern Kompromiss und wechselseitige Anpassung ·      Problem des Verbändekontakts: eingeschränkte Brauchbarkeit der Informationen/ potenzielle Autonomieverluste/ Klientelismus Gegengewichte: ·      Leitung steuert wichtige Themen/ Vorhaben selbst ·      Hierarchie innerhalb des Ministeriums sorgt für Kontrolle ·      Umgehung des eigenen Ressorts durch Stäbe o. externe Kommissionen/ Berater („unverstellte Sicht“) ·      Außenkontakte der Leitung als „Frühwarnsystem“
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