8

Differentielle Psychologie & Persönlichkeitspsychologie (Fach) / Lernkontrolle 11 - Kultur - Differentielle Effekte (Lektion)

Kultur - Differentielle Effekte

Diese Lektion wurde von 240401 erstellt.

Lektion lernen

  • LK 11 1. Definieren Sie den Begriff "Kultur". Kultur ist der menschgemachte Teil der Umwelt (hörbar, riechbar, fühlbar, schmeckbar) einer Population. Kultur ist nichts natürliches, sondern es entsteht aus den Werten und Normen einer bestimmten Menschengruppe / Population.
  • LK 11 2. Benennen und beschreiben Sie die Abgrenzungsmerkmale von Kulturen. Sprache soziale Normen/Wertesystem soziale Beziehungen soziale Strukturen (Politik, Religion, Wirschaft) soziale Gestaltung (Landschaft, Architektur, Kleidung, Ernährung)
  • LK 11 3. Was wird unter dem Begriff "Population" verstanden? Eine Population ist ein räumlich und zetlich abgegrenzte Gruppe von Menschen
  • LK 11 4. Stellen Sie die Beziehung von "Ökologie" und "Differentiellen Effekten" dar. Ökologie = Lebensraum, der mehr oder weniger durch Menschen unbeeinflusst ist. Der Lebensraum (z. B. Klima, geographische Lage, Flora, Fauna) fordert spezifische Kompetenzen, die im Lauf der Zeit zur Anpassung führen
  • LK 11 5. Zur Bestimmung von Kulturunterschieden gibt es verschiedene Ansätze (radikaler Relativismus, Kontextualismus und Universalismus). Beschreiben Sie die unterschiedlichen Sichtweisen und benennen Sie mindestens jeweils ein Beispiel, wie die Vergleichbarkeit von z. B. differentiellen Leistungsfähigkeiten gemessen werden kann /könnte. radikaler Relativismus = Messung der Leistungsfähigkeit ist nur mit kulturspezifischen Tests möglich, nicht kulturübergreifend möglich, sondern ausschließlich innerhalb der jeweiligen Kultur (z. B. Finden von Wasserquellen in der Wüste) Kontextualismus: Bestimmte Tests lassen einen Vergleich von Populationen aus unterschiedlichen Ökologien zu, wenn kulturspezifische Maßnahmen umgesetzt werden, um Tests vergleichbar zu machen, ergo kulturfreie Aufgaben bzw. leicht erlernbare Fähigkeiten bei unterschiedlichen Gruppen austrainieren dann vergleichen (z. B. Speed-Test) Universalismus: untersucht, wie schnell das Nervensystem arbeitet, alle Menschen - unabhängig von der Kultur, haben nahezu identische Physiologie (genetisch), testbar mit Reiz-Reaktions-Test (Mental-Speed)
  • LK 11 6. Welche Intelligenzfaktoren gelten kulturübergreifend als universal? (6 Faktoren) logisches Denken verbale Fähigkeiten räumliches Vorstellungsvermögen nummerisches Verständnis Schnelligkeit des Denkens Gedächtnisleistung
  • LK 11 7. Was versteht man unter "Individualismus" und "Kollektivismus"? Stellen Sie vier Merkmals-/Lebensbereiche zwischen "individualistischen" und "kollektivistischen" Kulturen in ihren Verhaltensunterschieden gegenüber. Individualismus: Das Selbstkonzept ist unabhängig von sozialen Beziehungen. Kollektivismus: Das Selbstkonzept wird über soziale Beziehungen definiert. Beispiele:                                kollektivistisch / individualistisch Lebensbezug:               Gruppe / Individuum sozialer Vergleich:       Suche nach Gemeinsamkeiten / Suche nach Unterschieden Ich-Definition:               durch Gruppenzugehörigkeiten/ durch unabhängiges Ich negative Erlebnisse:  Isolation / Abhängigkeit von anderen
  • LK 11 8. Benennen Sie ein Beispiel für die kulturell unterschiedliche Wertschätzung von Persönlichkeitseigenschaften. Studie von Chen at al. mit kanadischen und chinesischen Grundschulkindern zum Thema "Persönlichkeitseigenschafte" hinsichtlich "Hilfsbereitschaft, Aggressivität und Empfindsamkeit" zeigte, dass "Empfindsamkeit" in China (kollektivistische Kultur) anscheinend höher bewertet wird als in Kanada (individualistische Kultur).
Anzeige