Management (Fach) / 1.2 Lehrmeinungen des Managements (Lektion)

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Lehrmeinungen des Managements

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  • 1. Überblick: Lehrmeinung der Managementlehre 1. Klassiker des Managements2. Verhaltenswissenschaftliche Schule3. Mathematische Schule4. Systemtheoretische Schule
  • 2. Klassiker des Managements Die historisch ersten Lehrmeinungen in der Managementlehre werden als Klassiker der Managementlehre bezeichnet. Klassiker des Managements/Klassiker der Managementlehre: Bilden die erste Phase der Entwicklung von Lehrmeinungen im Management Als Klassiker der Lehrmeinungen gelten die Arbeiten von Frederick W. Taylor, Henri Fayol und Max Weber Diese leiten allgemeingültige Regeln aus Erprobten ab Folgen der grundlegenden Idee der systematischen Ordnung der praktisch erprobten Ideen Frederick W. Taylor: legte Prinzipien fest zum rationellem Einsatz von Mensch und Maschine im Produktionsprozess. Trennung von Kopf- und Handarbeit Dadurch werden Spezialisierungsvorteile geschaffen: Das Management ist dann Träger von Arbeitsplanung und -kontrolle. Der Arbeiter konzentriert sich auf die Ausführung.  Henri Fayol: erarbeitete Managementfunktionen und 14 "Managementprinzipien" für ein erfolgreiches Management. Universelle Gültigkeit bekommt dabei die Behauptung, dass Effizienz unter allen Umständen erreicht wird bei ihrer Befolgung Max Weber: verfasste soziologische Arbeiten zum Verständnis der Funktionsweise moderner Großorganisationen.  Laut Weber erweisen sich die Idealtypen der Bürokratie als formal rationalste Form der Hierarchieausübung. 
  • 3. 14 Managementprinzipien (Henri Fayol) Die Entstehung von Management und Managementlehre durch Henri Fayols allgemeine Prinzipien des Managements. 1. Arbeitsteilung: Mehr und bessere Arbeit bei gleicher Anstrengung ist durch Spezialisierung erzielbar. 2. Autorität und Verantwortung: Autorität ist das Recht, Anweisungen zu erteilen und Gehorsam zu verlangen. Autorität verlangt Verantwortung, sie ist das natürliche Gegenstück. 3. Disziplin: Ohne Diziplin kann kein Unternehmen gedeihen. 4. Einheit in der Auftragserteilung: Für jedwede Arbeit sollte ein Beschäftigter nur Anweisungen von einem Vorgesetzten erhalten. 5. Einheit in der Leitung: Alle Koordinierungen, Anstrengungen und Anweisungen müssen auf ein Ziel hinaus gerichtet sein ("one head, one plan"). 6. Unterordnung der Einzelinteressen unter das Gesamtinteresse: Das Interesse einzelner Beschäftigter oder einer Gruppe sollte nicht die Oberhand über das Unternehmen bekommen. 7. Entlohnung des Personals: ist der Preis für die erbrachten Leistungen; sie sollte fair und angemessen sein.  8. Zentralisierung: ist natürlicher Bestandteil jeder Organisation. Alle Entscheidungen müssen an einem Ort zusammenlaufen. Das optimale Maß an Zentralisierung muss für jedes Unternehmen gefunden werden. 9. Die skalare Kette: ist der Instanzenzug, beginnend bei der höchsten Autoriät zur untersten Führungsebene. Dies ist der Weg, den alle Kommunikationen zu durchlaufen haben. In Ausnahmefällen ist jedoch horizontale Kommunikation zu erlauben ("Brückenschlag"). 10. Ordnung: Jedem Mitarbeiter und jedem Ding seinen Platz und alles auf seinem Platz. 11. Gerechtigkeit: Der Unternehmensleiter sollte danach streben, auf allen Führungsebenen einen Sinn für Gerechtigkeit und Billigkeit zu entwickeln.  12. Stabiler Führungskader: Es braucht lange Zeit für die Führungskraft sich zurechtzufinden, eine hohe Fluktuation ist unproduktiv.  13. Initiative: ist die Kraft, sich einen Plan auszudenken und seinen Erfolg sicherzustellen. Die Initiative aller Beschäftigten ist die Quelle der Stärke für jedes Unternehmen.  14. Esprit de corps: In der Einheit liegt die Stärke. 
  • 4. Verhaltenswissenschaftliche Schule Chester J. Barnard geht in seinen Arbeiten von Organisationen als "kooperative Systeme" aus und nimmt damit eine verhaltenswissenschaftliche Sicht ein. - Organisationen als "kooperative Systeme"- Arbeiten von Chester J. Barnard als verhaltenswissenschaftliche Sicht 3 Annahmen der verhaltenswissenschaftlichen Sicht nach Chester J. Barnard: 1. Frage nach dem Überleben von Organisationen hängt davon ab, inwiefern Erwartungen der Individuen erfüllt werden. -> Gleichgewicht von Anreizen und Beiträgen erforderlich 2. Unternehmen werden als offene Systeme betrachtet-> Einbindung der Interaktion mit der Außenwelt des Unternehmens 3. Akzeptanztheorie der Autorität-> Umsetzung von Befehlen als Indiz für Autorität Zentraler Kritikpunkt: Sind Ein- und Austrittentscheidungen wirklich frei zu treffen? Denn wenn Wissen und Denken immer wichtiger werden, sind Mitarbeiter nicht mehr so leicht austauschbar. 
  • 5. Verhaltenswissenschaftliche Schule - Hawthorne-Experimente Der Durchbruch der verhaltenswissenschaftlichen Schule gelingt im Rahmen der sogenannten Hawthorne-Experimente. Wesentliche neue Erkenntnisse in Bezug auf: - Arbeitsmotivation- Stellenwert der Arbeitsteilung- Bedeutung der Gruppe- Rolle des Vorgesetzten Eigentliches Ziel der Untersuchung: Erforschung von physichen Einflussfaktoren auf die Arbeitsproduktivität Erste Ergebnisse: Produktivität unabhängig von physischen Einflussfaktoren wie Beleuchtung Ergebnisse nach weiteren Untersuchungen: Entscheidender Grund für Produkivitätssteigerung liegt nicht im Lohnsystem oder in physischen Einflussfaktoren, sondern im emotionalen Bereich. 
  • 6. Mathematische Schule Die quantitativ-mathematische Schule entsteht durch Fortschritte in der Datenverarbeitung, konzentriert sich jedoch auf die Planungs- und Kontrollfunktionen.  Grundidee: - Funktionen "Planung" und "Kontrolle" in verhaltenswissenschaftlichen Ansätzen nicht thematisiert- "Management Science": Neue Entwicklungen der Informationstechnologie ermöglichen neuen Exaktheitsanspruch in Planung und Kontrolle Zentrale Komponenten:  1. Primat der Planung- Durchführung von Geplanten ist unproblematisch- Zusammenschrumpfung auf eine Fayol-Funktion2. Lineare Programmierung- Zentraler Bestandteil zur Lösung von Optimierungsmodellen 3. Modellierung von Entscheidungen-  Konstruktion von Modellen für praktisch vorgegebene Entscheidungssituationen- Maximierung von ZFW unter NB
  • 7. Systemtheorie Die Systemtheorie definiert Unternehmen erstmals als offene Systeme und integriert damit die Umwelt des Unternehmens explizit in die Betrachtung. Zentraler Beitrag der Systemtheorie: Unternehmen sind offene Systeme, die mit der Umwelt in Interaktionsbeziehungen stehen Umwelt ist komplex und veränderlich; Anpassungen an die Umwelt sind erforderlich Unternehmen können die Umwelt auch selber beeinflussen Weiterentwicklung der Systemtheorie:  Kontingenzansatz: Unternehmensstrukturen und ihre Effizienz hängen von internen und externen "Kontingenzfaktoren" ab Ressourcen-Abhängigkeits-Theorem: Unternehmen sind von externen Ressourcen abhängig