52

Unternehmensführung Priorität 1 (Fach) / Die wichtigsten Themen (Lektion)

Alle Themen die sehr geeignet sind für Schreibaufgaben. Kategorie 1 = höchste Priorität

Diese Lektion wurde von elizfuchs erstellt.

Lektion lernen

  • Die zwei Säulen der Führungsethik (Treviño/Hartmann/Brown) - Moralische Person und Moralischer Manager „moralische Personen“  Eigenschaften – das heißt, „moralische Personen“ verfügen erkennbar über gute (Charakter-)Eigenschaften, die das eigene Verhalten nachhaltig in einer ethischen Weise prägen; als solche Eigenschaften gelten vor allem Aufrichtigkeit, Vertrauenswürdigkeit und – als in den Befragungen meistgenanntes Charakteristikum – Integrität.  Verhaltensweisen – das heißt, „moralische Personen“ leben ihre moralischen Eigenschaften erkennbar, in dem sie sich stets bemühen, das Richtige zu tun, Menschen ungeachtet ihrer Position mit Würde und Respekt behandeln, offen sind für (auch schlechte oder unangenehme) Rückmeldungen seitens der Mitarbeiter und ihre ethischen Maßstäbe auch im privaten Bereich zugrunde legen. Entscheidungsverhalten – das heißt, „moralische Personen“ sind erkennbar bestrebt, objektiv und fair zu entscheiden; dies bedeutet, dass sie nicht nur die erfolgsrelevanten Konsequenzen ihrer Entscheidungen berücksichtigen, sondern auch deren lebenspraktischen Auswirkungen auf andere mitbedenken.  „moralische Manager“   Vorbild durch sichtbares Handeln – das heißt, „moralische Manager“ sind sich bewusst, dass die Geführten ihr Handeln an den Handlungsweisen der Füh- renden ausrichten, weshalb sie ethisches Verhalten sichtbar vorleben und ethi- sche Verhaltensweisen bei den Geführten damit bestärken.  Bewusstes Ansprechen ethischer Werte und Ziele – das heißt, „moralische Manager“ kommunizieren die ethischen Werte und Ziele der Organisation in ge- eigneter Weise (vor allem: nicht „predigend“) sowie in angemessener Häufigkeit. Einführung eines ethischen Sanktionssystems–das heißt, „moralische Manager“ belohnen ethische Verhaltensweisen der Mitarbeiter systematisch, bestrafen überdies aber auch entschieden – und erkennbar – alle Mitarbeiter, die ethischen Standards bewusst zuwider handeln; dies impliziert, dass sich eine dezente Trennung oder auch eine unauffällige Versetzung von unethischen Mitarbeitern grundsätzlich verbietet. 
  • Typologie der Führungsethik unethischen Führer (schwache moralische Person und schwacher moralischer Manager), der damit gleichsam von grundlegender Bedeutung für das Phänomen der „unethischen“ Führung sein dürfte;  scheinheiligen Führer (schwache moralische Person, aber „starker“ moralischer [sprich: moralisierender] Manager), der viel über Ethik spricht, im praktischen Handeln jedoch Integrität und Moralität weitestgehend vermissen lässt und aus Sicht der Geführten deshalb als unglaubwürdig gilt;  ethisch neutralen Führer, der zwar durchaus eine moralisch starke Person sein kann, jedoch auf ein moralisches Management verzichtet und von den Geführten deshalb als „ethisch neutral“ wahrgenommen wird.