Rechnungswesen (Fach) / Allgemein (Lektion)

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  • Allgemeine Kostenstellen Sie geben ihre Leistungen an alle anderen Kostenstellen im Betrieb weiter. z.B. Hausmeister, Mitarbeiterkantine
  • Hauptkostenstellen Sie gebenihre Leistungen dirket an das Produkt / die Leistung bzw. den Gast ab. z.B. Restaurant, Küche
  • Gesamtkostenfunktion Gesamtkosten - variable Kosten = Fixkosten
  • Umsatzfunktion Umsatz = Preis x Menge
  • Gesamtdeckungsbeitragsrechnung   Umsatzerlöse - variable Kosten = Deckungsbeitrag
  • Betriebsergebnis   Umsatzerlöse - variable Kosten = Deckungsbeitrag - Fixkosten = Betriebsergebnis
  • Was ist die zeitnahe Stichtagsinventur? Die Aufnahme muss nicht zwingend am Stichtag erfolgen. aber zeitnah, innerhalb von 10 Tagen vor- oder nach dem Bilanzstichtag voraussetzung: Zu- und Abgänge müssen zwischen Aufnahmetag und Stichtag anhand von Belegen, mengen- und wertmäßig fortgeschrieben bzw. Zurückgerechnet werden.
  • Was ist die vor- bzw. Nachgelegte Inventur? Sie erfolgt an einem beliebigen Tag innerhalb der letzten 3 Monate vor oder der ersten 2 Monate nach dem Stichtag. die einzelnen Gegenstände dürfen nicht zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen werden Vorraussetzung: der am Tag der Inventur ermittelte Bestand wird nur wertmäßig auf den Abschlussstichtag fortgeschrieben bzw. Zurückgerechnet.
  • Was ist die permanente Inventur? Sie ermöglicht es, den am Abschlussstichtag vorhandenen Bestand des Vorratsvermögens nach Art, Menge und Wert auch ohne gleichzeitige körperliche Bestandsaufnahme festzustellen. bestand kann der Lagerkartei entnommen werden mindestens 1x pro Geschäftsjahr muss für jeden Artikel zu einem beliebigen Zeitpunkt eine körperliche Bestandsaufnahme durchgeführt werden, um zu prüfen ob die Bestände stimmen. ein führen einer Lagerkartei, meist edv gestützt, ist voraussetzung für die permanente Inventur
  • Was sind allgemeine Kostenstellen? sie geben ihre Leistungen an alle anderen Kostenstellen im Betrieb weiter, z.B. Hausmeister, Mitarbeiterkantine
  • Was sind Hauptkostenstellen? Sie geben Ihre Leistungen direkt an das Produkt / die Leistung bzw. Den Gast ab, z.B. Restaurant, Küche
  • Warum ermittelt ein Unternehmen betriebswirtschaftliche Kennzahlen? Nenne Gründe. Überblick über die wirtschaftl. Lage des Unternehmens Grundlage für Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Informationsfunktion Grundlage für Beurteilung durch Bank, Kreditgeber, Gläubiger Expansionspläne
  • Wer hat ein begründetes Interesse an Daten aus der Finanzbuchhaltung eines Unternehmens? Kunden, möchten z.b. Wissen ob bei Mängeln Gewährleistungsansprüche erfüllt werden können (Informationsfunktion) Lieferanten, wollen wissen ob eine Lieferung der Ware mit Zahlungsziel evtl. zu risikobehaftet ist. (Informations-Kontrollfunktion) Finanzamt, zur Ermittlung der Steuerschuld (Kontrollfunktion) Kreditinstitute, prüfen der kreditwürdigkeit (Informations - und Kontrollfunktion) Staat, benötigt Informationen für die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
  • Welche Teilgebiete hat das Rechnungswesen? Finanzbuchhaltung (Buchführung, Bilanzierung) Kosten- und Leistungsrechnung (Betriebsbuchhaltung) Betriebsstatistik Planungsrechnung
  • Wie kann ich die Finanzbuchhaltung von der Betriebsbuchhaltung abgrenzen? Also die Bilanzierung von der KLR? Buchführung, Bilanzierung, Finanzbuichhaltung = externes Präsentationsinstrument gesetzlich geregelt vergangenheitsbezogen KLR = internes Steuerungselement freiwillig der Ansatz von Zukunftswerten ist möglich, z.B. Wiederbeschaffungswerte
  • Welche Aufgaben hat die Betriebsstatistik und welche die Planungsrechnung? Betriebsstatistik liefert Vergleichsdaten, Periodenvergleich oder Branchenvergleich Planungsrechnung liefert Investitionspläne, Absatzpläne und Finanzpläne
  • Was ist der Unterschied zwischen Einzahlung, Einnahme und Ertrag? Einzahlung = Zuwachs an Zahlungsmitteln Einnahme = Zuwachs des Geldvermögens Ertrag = Wertezuwachs beim Reinvermögen
  • Wie unterscheide ich nach Art der Darstellung Bilanz & Inventar? Das Inventar = eine ausführliche Bestandsliste von Vermögen und Schulden mit Angabe der Mengen und Werte. Die Bilanz = eine kurzgefasstere Darstellung in Kontenform nur noch mit Angaben der Werte.
  • Welche verschiedenen Arten des Aufwandes gibt es? den Zweckaufwand  den neutralen Aufwand, dieser untergliedert sich in 1. betriebsfremder und 2. in außerordentlicher und 3. periodenfremder und 4. bewertungsbedingter.
  • Wie kann ich die verschiedenen Arten der Kosten systematisieren? Zunächst unterscheiden wir 3 Arten: Grundkosten = Zweckkosten Anderskosten = entw. kalkulatorische Abschreibungen, kalkulatorische Wagnisse, kalkulatorische Zinsen (hier Fremdfinanzierung) Zusatzkosten = kalk. Unternehmerlohn, kalk. Mieten, kalk. Zinsen (hier Eigenkapital)
  • Was sind Zusatzkosten und was sind Anderskosten? Zusatzkosten steht kein entsprechender Aufwand gegenüber z.B. kalk. Unternehmerlohn Anderskosten steht ein Aufwandsposten gegenüber der aber anders bewertet wird z.B. kalk. Abschreibungen.
  • Was ist eine Inventur? Welche Verfahren erlaubt der Gesetzgeber zur Arbeitserleichterung? Inventur = definiert als mengen- und wertmäßige Bestandsaufnahme von Vermögen und Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt. es gibt 4 erlaubte Verfahren: zeitnahe Stichtagsinventur, geschieht zeitnah, entw. 10 Tage vor oder nach dem Stichtag. verlegte Inventur, geschieht 3 Monate vor oder 2 Monate nach Abschlussstichtag. permanente Inventur, geschieht mit einer Lagerkartei oder per EDV Stichprobeninventur, mit Hilfe anerkannter statistischer Verfahren
  • Nenne mir die GOB der Dokumentation. Was kann passieren wenn man Sie nicht beachtet? Klarheit und Übersichtlichkeit Ordnungsgemäße Erfassung aller Geschäftsvorfälle Belegprinzip Wahrung der Aufbewahrungspflichten Verstöße gegen die GOB können dazu führen, dass das Finanzamt die Besteuerungsgrundlage zum Nachteil des Buchführungspflichtigen schätzt.
  • Beschreibe mir die Grundstruktur einer Bilanz. Bilanz = Waage Vermögen und Schulden werden in Kontenform dargestellt Auf der AKTIV-Seite steht die Mittelverwendung Auf der PASSIV-Seite steht die Mittelherkunft die Vermögensposten auf der Aktiv-Seite ordnen sich nach Flüssigkeit die Kapitalposten auf der Passiv-Seite ordnen sich nach Fristigkeit man spricht auch von Strukturbilanz
  • Wie kann ich das Anlagevermögen vom Umlaufvermögen abgrenzen? Anlagevermögen ist dazu bestimmt dem Betrieb auf Dauer zu dienen. Umlaufvermögen verweilt nur kurzfristig im Betrieb
  • Nenne mir je ein Bsp. für Aktivtausch, Passivtausch, Aktiv-Passiv-Mehrung und Aktiv-Passiv-Minderung Aktivtausch = Kauf einer neuen EDV-Anlage, dabei wird das Geld vom Bankkonto überwiesen Passivtausch = Umschuldung, eine kurzfristige Verbindlichkeit wird in eine langfristige Umgewandelt Aktiv-Passiv-Mehrung = Rohstoffe werden auf Ziel gekauft (kurzfristige Verb.) Aktiv-Passiv-Minderung = Rohstoffe werden per Banküberweisung bezahlt
  • Was bedeuten die Begriffe "Grundbuch" und "Hauptbuch"? das Grundbuch enthält die Buchungssätze chronologisch geordnet das Hauptbuch enthält die Buchungen sachlich geordnet auf T-Konten
  • Welchen Sinn hat das Konto "Bestandsveränderungen"? Bestandsveränderungen treten ein wenn: die Produktion größer ist als der Absatz, also per Fertigungserzeugnisse an Bestandsveränderungen Der Absatz größer ist als die Produktion, also per Bestandsveränderungen an Fertigungserzeugnisse Aufwände für Absatz und Produktion beziehen sich auf unterschiedliche Mengen, das Konto Bestandsveränderungen schafft in der GuV den Ausgleich.
  • Was ist der grundsätzliche Sinn der Abschreibungen und welche Verfahren gibt es? durch Abschreibungen wird der Werteverzehr buchhalterisch erfasst. die 3 Verfahren sind: Lineare Abschreibung leistungsbezogene Abschreibung degressive Abschreibung
  • Warum wird buchhalterisch zwischen Vorsteuer und Umsatzsteuer unterscheiden? Vorsteuer = eine Forderung an das Finanzamt, sie entsteht wenn der Unternehmer etwas kauft, Buchungssatz "per Vorsteuer" Umsatzsteuer = eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt, sie entsteht wenn der Unternehmer etwas verkauft, Buchungssatz "an Umsatzsteuer"
  • Wir kaufen Rohstoffe und uns wird Skonto gewährt, wie buchen wir jetzt dieses Skonto? A) Verbindlichkeiten, Leistungen und Lieferungen an Nachlässe an Bank B) Nachlässe an Vorsteuer, also Vorsteuerberichtigung C) Nachlässe an Rohstoffe, also Umbuchung der Nachlässe Uns gewährtes Skonto mindert den Anschaffungspreis
  • Ein Unternehmen kauft bei uns Ersatzteile, dafür gewähren wir ihm Skonto. Wie wird dieses von uns gewährte Skonto gebucht? Bank an Forderungen Erlösschmälerung Umsatzsteuer an Erlösschmälerung Umsatzerlöse an Erlösberichtigung von uns gewährtes Skonto schmälert die Umsatzerlöse
  • Was sind Bezugskosten, wie werden Sie verbucht und wann? Zu den Bezugskosten gehören Fracht, Transportversicherung, Einfuhrzölle Buchung geht so: Bezugskosten an Kasse Vorsteuer das Konto "Bezugskosten" = ein Bestandskonto, es ist als Unterkonto des Kontos "Rohstoff" zu sehen. Durch die separate Erfassung, lassen sich diese Kosten besser überwachen. Am Ende der Periode wird so umgebucht: Rohstoffe an Bezugskosten.
  • Wie kann ich Kontenrahmen und Kontenplan voneinander abgrenzen? der Kontenrahmen ist das generelle Gerüst z.B.der Industriekontenrahmen der Kontenplan ist die Anpassung eines Kontenrahmens an die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens. das grobe Gerüst eines Kontenrahmens wird im Kontenplan betriebsspezifisch angepasst
  • Wie werden die Konten "Vorsteuer" und "Umsatzsteuer" abgeschlossen? Vorsteuer = Forderung gegenüber dem Finanzamt. Umsatzsteuer = Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt. Einzufordern ist nur der Überhang, buchungstechnisch werden also die beiden Konten gegeneinander abgeschlossen.
  • Die Umsatzsteuer ist für den Unternehmer ein durchlaufender Posten. Was heißt das? Die Umsatzsteuer = kein Aufwand für den Unternehmer. Wenn er etwas kauft so ist die von ihm bezahlte Umsatzsteuer, die Vorsteuer eine Forderung an das Finanzamt. Diese Vorsteuer ist für ihn nicht aufwandswirksam, wohl aber liquiditätswirksam Wenn der Unternehmer etwas verkauft, so kassiert er stellvertretend für das Finanzamt die Umsatzsteuer und muss diese abführen.
  • Wie wird jemand Kaufmann nach HGB? Kaufmann = jeder Gewerbetreibende dessen Unternehmen einen nach Art und Umfang in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Liegt also eine entsprechende Größenordnung vor so ist der Betreffende automatisch Kaufmann.
  • Wie unterscheidet man eine Personengesellschaft grundsätzlich von einer Kapitalgesellschaft? Bei Kapitalgesellschaften steht die kapitalmäßige Beteiligung im Vordergrund, ein Wechsel der Gesellschafter berührt das Gesellschaftsverhältnis nicht. Bsp. GmbH, Kommanditgesellschaft auf Aktien und e.G. bei Personengesellschaften stehen die Beteiligten Personen im Vordergrund, wenn diese Personen wechseln, so kann das gesamte Gesellschaftsverhältnis davon berührt werden. Bsp. BGB- Gesellschaft, OHG, GmbH & Co. KG, stille Gesellschaft.