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Methodenlehre II (Fach) / Fragen Tutorium (Lektion)
Wiederhohlungsfragen aus dem Tutorium
Diese Lektion wurde von FrederikeHannahBoeff erstellt.
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- wann berechnet man das nicht-partielle und wann das partielle etaquadrat? partiell: Vergleich des Effektes eines bestimmten Faktors über verschiedene Studien hinweg nicht partiell: Vergleich verschiedener Effekte innerhalb einer Studie
- Welche Voraussetzungen gilt für die additive Zerlegung der Quadratsummen bei der zweifaktoriellen Varianzanalyse? stichprobe in allen Zellen gleich groß (orthogonal)
- Was macht man, wenn die Stichproben für alle Zellen nicht gleich groß sind? Durchführung einer non-orthogonalen Varianzanalyse
- was versteht man unter der Partialkorrelation und wie wird sie bestimmt? Korrelation zwischen X und Y, nachdem der Einfluss von Z beseitigt wurde Berechnung durch die Korrelation zwischen den Residuen
- Worin unterscheidet sich die Partialkorrelation von der Semipartialkorrelation? Partialkorrelation: Drittvariable Z wird aus beiden Variablen auspartialisiert (Residualvariable wird für beide Variablen X und Y berechnet) Semipartiakorrelation: Drittvariable Z wird aus nur einer der beiden Variablen auspartialisiert (Residuavariable wird nur für X und Y berechnet)
- Notieren sie die Gleichung für eine multiple Regression mit drei Prädiktoren. Geben sie für jeden Koeffizienten (auch Achsenabschnitt)an, wie man ihn interpretiert Y = b0 + b1*x1 + b2*x2 +b3*x3 b0: Erwarteter Wert auf Y, wenn alle x = 0 b1: Veränderung in Y, wenn Variable 1 um eine Einheit erhöht wird, kontrolliert für alle anderen x
- Wie ist die multiple Korrelation definiert? Korrelation zwischen beobachteten und vorhergesagten Werten
- Was ist das Partialregressionsgewicht? relativer Beitrag des Prädiktors zur Aufklärung der Varianz in AV, kontrolliert über die anderen Prädiktoren
- Warum wird für die Schätzung des Populationsdeterminationskoeffizienten das adjustierte R^2 verwendet?er wird e R2 ist kein erwartungstreuer Schätzer, da er tendenziell immer überschätzt. Daher berechnen wird das korrigierte R2 durch eine Schrumpfungskorrektur
- Was ist der Unterschied zwischen standartisierten und nicht standartisierten Regressionskoeffizienten? Standartisiert: geben die Veränderung in den vorhergesagten Werten von Y in Standardabweichungen an unstandartisiert: geben die Veränderungen in dern vorhergesagten Werten von Y in der Originalmetrik an
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- Welche Variablen sind bei der multiplen Korrelation korreliert? beobachte und vorhergesagte Werte
- Welche gemeinsamen Annahmen sind für die Partial- und Semipartialkorrelation vorrausgesetzt? Eine Drittvariable beeinflusst die eine oder die beiden anderen Variablen kausal
- Welche Variablen gibt es, wenn eine Partialkorrelation vorhanden ist und wie stehen sie zueinander? Variable X, Y, und Drittvariable Z (kann auch mehrere geben) X ist mit Y korreliert, Z mit X und mit Y
- Multiple Regression: R^2 ist nicht gleich der Summe der quadrierten bivarianten Korrelationen zwischen Prädiktoren und Kriterium. Nehmen Sie dazu Stellung. Die Prädiktiren sind meistens nicht vollständig unabhängig, dh. sie erklären zum Teil das "gleiche" und sind zum teil redundant
- Was versteht man unter einer hierachischen Regressionsanalyse? Vergleich zweier Modelle: A (enthält X nicht) und B (enthält X)
- Was versteht man unter Nützlichkeit und wie wird sie bestimmt? Wie viel Varianz ein bestimmer Prädiktor über alle anderen im Modell ernthaltenden Prädiktoren hinaus erklärt
- Was versteht man unter Mulitkollinerarität? Ein Prädiktor korelliert sehr starkt mit allen anderen Prädiktoren
- Wie kann man prüfen, ob die Residuen normalverteilt sind? QQ-Plot Kerndichtediagramm
- Welche Auswirkungen haben die Verletzungen verschiedener Annahmen auf die geschätzten Regressinskoeffizienten und deren Standardfehler? Korrekte Spezifikation des Modells: beide verzerrt Messfeherfreiheit der Prädiktoren: beide verzerrt Homoskedastizität: nur Standardfehler verzerrt Unabhängigkeit der Residuen: nur Standardfehler verzerrt Normalverteilung der Residuen: nur Standardfehler verzerrt
- Wie lässt sich ein Steigungskoeffizient bj bei der multiplen linearen Regression interpretieren? Einfluss der Variable auf die AV, bei Erhöhung um 1, kontrolliert für alle anderen Prädiktoren
- Was bedeutet es, wenn man beim Signifikanztest der multiplen Determination die Nullhypothese nicht verwerfen kann? Der Prädiktor hat keinen signifikanten Einfluss auf die Varianzaufklärung in der Av
- Wofür steht k im Zusammenhang der multiplen linearen Regressen? Anzahl der verwendeten Prädiktorvariablen
- Was versteht man unter geschachtelten Modellen Modelle die entweder durch hinzufügen oder entfernen eines Prädiktors ineinander überführt werden können
- Welche Verfahren zur Auswahl der Prädiktoren kennst du? Theoretische Auswahl Datengesteuerte Auswahl Vorwärtsselektion Rückwärtsselektion Schrittweise Regression
- Definiere den Begriff "Homoskedastizität". Welche Auswirkungen hat eine Verletzung dieser Annahme bei der multiplen linearen Regression? Unter Homoskedastizität versteht man, dass die bedingten Residualvarianzen sich in der Population nicht voneinander unterscheiden, dh. die Varianz der Residuen muss unabhängig sein von den vorhergesagten Werten Folgen bei Verletzung: Standardfehler verzerrt (nicht mehr erwartungstreu geschätzt)
- Was versteht man unter "korrekter Spezifikation des Modells"? keine relevanten Variablen rausgelassen, und keine irrelevanten Variablen aufgenimmen
- Wozu braucht man Kodiervariablen? Zuordnung der Werte zu den Ausprägungen ist arbiträr, muss aber eindeutig sein Polytome Variablen können also nicht einfach in Regressionsmodelle aufgenommen werden Achsenabschnitt ist nicht interpretierbar Regressionskoeffizienten nicht interpretierbar
- Welche Kodierungsschemata gibt es und wie unterscheiden sie sich? Dummy Kodierung -> Variable nur 0 oder 1 Effektkodierung -> Trichotomes Kodierschemata: -1,0,1 Ungewichtet gewichtet Kontrastkodiernung Unterschied in der Interpretation der Koeffizienten
- Was versteht man unter einer Kovarianzanalyse? Erweiterung der Varianzanalyse um kontinuierleiche unabhängige Variablen (Kovariaten) -> Kontrolle von Störvariablen und Verbesserung von Power und Varianzaufklärung
- Was sind adjustierte Mittelwerte? Mittelwert einer bestimmten Gruppe auf der AV nach statistischer Kontrolle der Kovariaten
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- Warum sollten die kontinuierlichen Prädiktoren in einer Kovairanzanalyse zentriert werden? Damit der Achsenabschnitt eindeutig interpretiert werden kann
- Was für Werte kann eine Dummy-Variable annehmen? 0 und 1
- Wie viele Dummy-Variablen sollte man für eine kategoriale Variable mit 3 Ausprägungen erstellen? c-1 = 3-1 =2
- Wann sollte man welches Kodierschema verwenden? abhängig von Forschungsfrage! Dummy-Kodierung, wenn es eine spezielle Referenz/-kontrollgruppe gibt Effektkodierung, wenn es keine spezielle Referenz-/Kontrollgruppe gibt ungewichtet -> schwache unterschiede in Gruppengröße (unsystematisch) gewichtet -> Unterschiede in Gruppengröße inhaltlich interessant
- Welchem statistischen Verfahren entspricht die Regression, sobald eine oder mehr kategoriale Variablen in das Regressionsmodell aufgenommen werden? Mehrfaktorielle Varianzanaylse
- Die varianzaufklärung R^2 ist abhängig vom Kodierschema: Wahr oder falsch? falsch
- Warum ist es wichtig zu wissen, welches Kodierschema verwendet wurde? Interpretation der Regressionskoeffizienten hängt vom Kodierschema ab
- Unterschied zwischen gewichtetem und ungewichtetem Mittelwert der Mittelwerte bei der Effektkodierung? ungewichtet: Berücksichtigt die Gruppengröße nicht gewichtet: entspricht dem Gesamtmittelwert
- Welche Art von Fragestellung kann man mit dem Einstichproben X^2 Test und dem Zweistochproben X^2 Test beantworten? eine Stichprobe: Vergleich der Stichprobenvarianz mit der Populationsvarianz Vergleich der Häufigkeitsverteilung einer kategorialen Variable mit der theoretisch erwarteten Verteilung zwei Stichproben: Vergleich von Häufigkeitensverteilungen zwischen zwei unabhängigen Stichproben
- Was drückt der X^2 Koeffizient allgemein aus? unstandartisiertes Assoziationsmaß für den Zusammenhang zweier nominalskalierter Variablen
- Welche Bedeutung haben die Residuen beim X^2 Test? Welche Art von Residuen gibt es Je größer die Residuen, desto größer die Abweichung zwischen den verlichenen Verteilungen (nicht standartisiert) unstandartisiertes Residuum: Abweichung zwischen beobachteter Zellhäufigkeit und erwarteter Zellhäufigkeit Pearson-Residuum: Unstandartisiertes Residuum wird durch die Quadratwurzel der erwarteten Zellhäufigkeit geteilt standartisiertes Pearson-Residuum: Pearson-Residuum wird durch seinen Standardfehler geteilt -> asymptotisch standardnormalverteilt -> z-Test
- Wie berechnet sich der empirische X^2 Wert bei X^2 Test häufig? Aus der Abweichung zwischen beobachteten und erwareten Werten. Je größer diese Abweichung ist, desto größer wird der X^2 Wert
- Durch wie viele Freiheitsgrade wird die X^2 Verteilung beschrieben? Wie ist der Wertebereich? 1 Freiheitsgrad Wertebereich: 0 bis +∞
- Für welche Vergleiche können X^2 Tests verwendet werden? Vergleich einer Stichprobenvarianu mit einer vorgegebenen Populationsvarianz Vergleich der Häufigkeitsverteilung einer kategorialen Variable mit einer theoretische erwarteten Verteilung Vergleich der Verteilung einer stetigen Variable mit einer theoretisch erwarteten Verteilung Vergleich von Häufigkeitsverteilungen zwischen zwei unabhängigen Stichproben
- Welche Ursachen werden für die geringe Reproduzierbarkeit von psychologischen Studien diskutiert? Publikationsbias unabsichtliche Fehler fragwürdige Forschungsparaktiken
- Was versteht man unter "Questionable Research Practices"? = fragwürdige Forschungspraktiken z.B. diverse Methoden um Ergebnisse etc. besser dastehen zu lassen
- Nenne drei Beispiele für Questionable Research Practices selektive Ergebnismitteilung Wahl des anaytischen Verfahrens mit dem "besten" Ergebnis Beeinflussung der Zusammensetzung der Stichprobe Auswahl und Zusammensetzung der Variablen p-Hacking
- Durch welche Maßnahmen wird versucht, die Verbreitung von Questionable Research Practices zu verringern? Transparenz fördern (Open Data, Open Materials, Präregestrierung von Studien) Replikationsstudien fördern Ergebnisse vollständig berichten Erforderliche Maßnahmen: Infrastruktur schaffen, Anreize verändern
- Was sind Replikationsstudien? Welche Formen können unterschieden werden? Replikationsstudien versuchen, das Ergebnis einer bestimmten Stuide in einer unabhängigen Stichprobe zu reproduzieren. Dabei unterscheidet man direkte Replikations (exakte Nachstellung der Originalstudie) und konzeptuelle Replikation (veränderte Nachstellung der Originalstudie mit robustem Effekt)
- Nehmen Sie Stellung zur aktuellen Lage der Replikation in der Psychologie und nennen Sie Gründe dafür. Die Replikationsrate psychologiescher Studien ilegt bei sehr geringen 36% Dies liegt daran, dass Replikatin lange Zeit nicht lukrativ war, da sie keine Chance auf Publikation hatte und die Reputation verschlechtern kann. Replikation zeigt außerdem nicht das Können der Wissenschaftler