Wirbelsäule Bildgebung (Fach) / Tumore (Lektion)
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Tumore der Wirbelsäule.
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- Nenne die primären Knochentumore der Wirbelsäule. Osteom Osteoidosteom Osteoblastom Osteochondrom Chondrosarkom Riesenzeöötumor Wirbelhämangiom Chordom Aneurysmatische Knochenzyste
- Was ist das Osteom? Wie stellt dieser sich in der Bildgebung da? Ein benigner Knochentumor des reifen Knochens mit langsamem Wachstum. Als rundliche solide Sklerosierung (Osteoma durum) oder scharf begrenzte Sklerosierung mit multiplen Hohlräumen (Osteoma medullare). Entsprechend im MRT ist das O.durum in allen Sequenzen hypointens und das O.medullare mit einem dem Knochenmark entsprechendem Signal.
- Wo tritt das Osteom am häufigsten auf? Osteome treten am häufigsten am Schädel und in den Nasennebenhöhlen auf. Befall der Wirbelsäule sehr selten.
- Welche zwei Varianten des Osteoms gibt es? das kompakte Osteoma durum besteht nur aus solidem Knochengewebe das schwammartige Osteoma medullare (im Osteom befinden sich auch knochenmarkhaltige Hohlräume)
- Was ist das Osteoidosteom? Wie ist das Osteoidosteom zusammengesetzt und welche Klinik ist typisch? Wie stellt es sich in der Bildgebung da? Benigner osteoblastischer TumorBesteht aus gefäßreichem Osteoidgewebe mit peripherer Sklerose, v.a. nächtlicher Schmerz. Als rundliche osteolytische Läsion (der Nidus), daneben zentrale Matrixverkalkungen Ev. Umgebungssklerose ev. umgebende knöcherne oder die Muskulatur betreffende Entzündungsreaktion (Ödem und KM-Aufnahme) Meist mit zentraler KM-Aufnahme, Nidus ist hyperintens (T2)
- was ist das Osteoblastom? Synonym? Abgrenzung zum Osteoidosteom? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Riesenosteoidosteom. Langsam wachsender Knochentumor, der Gefäße, Osteoid und Knochen bildet. Mit mind 1,5 cm Durchmesser größer als das Osteoidosteom, ist stärker vaskularisiert und hat mehr Osteoid. kann Weichteilkomponente haben, kein Ansprechen auf Salicylate, kein nächtlicher Schmerz. expansiv wachsend von einer Kortikalis/Periost umgeben zentral osteolytisch mit Verkalkungen ist (im CT hypodens, in der T1 Osteoid mit gleichem Signal wie Knochenmatrix, in T2 heterogen aufgrund von zentralen Verkalkungen, sonst eher T2 hyperintens), stark vaskularisiert, nimmt KM auf (durch zentrale Verkalkungen heterogen Aufnahme) ev. peritumorales Ödem, ev. Weichteilkomponente (bei agressiven Formen)
- Was ist das Osteochondrom? Wodurch kann er entstehen? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Welches Merkmal spricht für eine Entartung zu einem Chondrosarkom? Ein von Knorpel bedeckter Knochenvorsprung,es ist die häufigste benigne Läsion des Knochens (nur 5 v% an der WS) der entstehen kann wenn Epiphysenknorpel während der Entwicklung ausserhalb der Wachstumsfuge gefangen ist. oder strahleninduzier entsteht stellt sich da als ein breitbasiger oder gestielter Knochenvorsprung (Kortikalis und Knochenmark gehen vom Wirtsknochen ohne Unterbrechung in das Osteochondrom über) Knorpelkape kann Verkalkungen enthalten (Knorpelkappe ist T2 hyperintens). Wenn Knorpelkappe breiter als 1,5 cm ist spricht dies für eine maligne Entartung.
- Was ist das Chondrosarkom? Welche Entstehungswege sind bekannt? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Ein maligner meist primärer Knochentumor, der von Knorpelgewebe ausgeht. Kann jedoch auch sekundär durch Entartung aus einem Osteochondrom entstehen. Stelt sich als ein expansiv und osteolytisch sowie infiltrierend wachsender Tumor, ausgehend von Knorpelgewebe oder bei einer sekundärer Entstehung einem Knochenstiel aufsitzend. Die Matrix des Tumors ist stark T2 hyperintens und weist chondroide Verkalkungen auf (ring-, bogenförmige Verkalkungen) hypointens in T1/2. KM Aufnahme ist homogen oder heterogen (je nach Vorliegen von Verkalkungen)
- Was ist das Riesenzelltumor? Synonym? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Auch als Osteoklastom bezeichneter primärer Knochentumor, der hauptsächlich aus osteoklastischen Riesenzellen besteht. Eine osteolytische expansiv wachsende Raumfprderung mit keinen oder nur wenigen Verkalkungen, dafür zystische Anteile. Inhomogenes Signal und sowohl in der T1 wie auch in der T2 eher hypo- bis isointens.
- Was ist das Wirbelhämangiom? Welchen Subtyp gibt es, wie stellt er sich im Bild da? Wie ist das Wirbelhämangiom aufgebaut? Wie stelt sich dieser in der Bildgebung da? Ein benigner Gefäßtumor des Wirbelkörpers, der aus vertikal verlaufenden blutgefüllten (oder mit Knochenmark/Fett) sinusoidalen Hohlräumen besteht. Er kann auch als aggressives Hämangiom vorliegen mit schnellen Wachstum (Osteolyse ohne verkalkte Ränder und ev. pathologische Fraktur). Da es sich meist nur in der Kindheit um ein Hämangiom handlet sieht man bei Erwachsenen lediglich das Residuum mit rarefizierten Spongiosa und verstärkten Trabeln, dazwischen Knochenmark/Fett. Wenn jedoch noch aktiv, dann liegt noch angiomatöses Gewebe vor. Kann KM aufnehmen (sehr starke Aufnahme spricht für ein aggressives Hämangiom, ein iso bis hypointenses Signal in der T1 auch) Hyperintens in T1 und T2 Grobe senkrecht verlaufende Trabekel
- Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage wenn eine Läsion der Wirbelsäule ein hyperintenses Signal in der T1 zeigt? Wirbelkörperhämangiom (wenn Fett durch Fettsupprimierung nachgewiesen wird) M. Paget Metastasen von Malignem Melanom
- Was ist das Chordom? Wo ist er am häufigsten lokalisiert? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Maligner primärer Tumor der Wirbelsäule, der aus Notochordresten entsteht (Notochord bildet sich bis auf wenige Zellen Zurück, aus diesen kann ein Chordom entstehen) und langsames Wachstum zeigt. Am häufigsten sakrokokzygeal lokalisiert, zweithäufigsten am craniozervikalen Übergang/Clivus. Osteolytisch destruierender Tumor mit einer Weichteilkomponente und häufig intratumorösen Verkalkungen. Leichte bis mäßige KM Aufnahme. T1 iso bis hypointens und hyperintens in der T2.
- Was ist die Aneurysmatische Knochenzyste? Wie ist sie aufgebaut? Welche Variante kann vorliegen? Wie entsteht eine Aneurysmatische Knochenzyste? Wie stellt sie sich in der Bildgebung da? Expansiv wachsende, dünnwandige, blutgefüllte Läsion mit zystischen Hohlräumen bei jungen Menschen (< 20) Knöcherne Zyste mit Septen, die aus Bindegewebe, Knochen oder Riesenzellen bestehen Sie kann auch als solide aneurysmatischen Knochenzyste vorkommen, dabei nehmen die Zwischenräume mehr Raum ein als die zystischen Anteile (dann relativ homogene KM Aufnahme) Entsteht a.e. durch vorausgehendes Trauma, die eine Störung der Blutzirkulation verursacht Selten auch sekundäre aneurysmatische Knochenzysten innerhalb eines Tumors (Riesenzelltumor, Osteoblastom, Osteochondrom) von schmalem eierschalenähnlichen Kortex umgebene expansiv wachsende Läsion (deren Septen verkalken können, aber keine echten Matrixverkalkungen) Flüssigkeitsspiegel in den Hohlräumen KM Aufnahme im Randbereich oder in den Septen im MR heterogen je nach Alter des Blutigen Inhaltes, der dünne Rand hypointens in T1 und T2
- Nenne sekundäre Tumoren der extraduralen Wirbelsäulenanteile. Metastasen Plasmozytom Multiples Myelom Langerhans-Zell-Histiozystose
- In welcher abnehmenden Reihenfolge bezüglich der Lokalisation treten die Wirbelkörpermetastasen auf? Weshalb? Die Lokalisation von Wirbelmetastasen korreliert mit der Menge des roten Mark, da die Metastasierung der Wirbelsäule fast immer hämatogen stattfindet LWS>BWS>HWS
- Wie stellt sich eine typische Metastase des Wirbelkörpers da? Anhand von welchem Zeichen kann man eine Metastase von einem entzündlichen destruierenden Prozeß abgrenzen? Meist osteolytische Läsion, die den dorsalen Anteil des Wirbels destruiert und sich auch in die Wirbelbögen fortsetzt. Hypointens in der T1 und hyperintens in der STIR (T2 variabel) mit KM Aufnahme Die Bandscheibenräume werden "verschont" Wenn die Metastase/Tumor in den Epiduralraum einbricht zeigt sie häufig das zeichen des "drappierten Vorhangs", d.h. dass in der Mittellinie (axial) der Tumor durch das Lig. meningovertebrale zurückgehalten wird (Duralsack wird durch diese Bänder ventral am hinteren Längsband gehalten)
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- Was ist das Plasmozytom? Wie stellt sich dieser da? Solitärer Plasmazelltumor des Knochens mit Infiltration des Knochenmarks durch maligne veränderte Plasmazellen (B-Lymphozyten). Stellt das Frühstadium des Multiplen Myeloms (mehrere Läsionen) da. Kann, muss jedoch nicht, eine Weichteilkomponente aufweisen. Befällt auch die Bandscheibe (als DD zu Metastasen) Am besten in der STIR erkennbar. T1 hypointens, T2 hyperintens mit je nach Frakturausmaß des knöchernen Kortex mit hypointensen strich oder bogenförmigen Linien (Mini Brain).
- Was ist das Multiple Myelom? Wie sieht das Befallsmuster aus? Wie kann dieser von Metastasen am Knochen unterschieden werden? Häufigster maligner Primär- Knochentumor der durch Infiltration von maligne veränderten Plasmazellen in das Knochenmark entsteht. Entwickelt sich aus einem Plasmozytom (solitäre Läsion). Kann entweder fokal, diffus oder kleinfleckig auftreten. Ev. mit Weichteilkomponente, ev. darstellung als Mini brain. Bogenwurzeln werden erst spät befallen (bei Metastasen wird der dorsale Wirbelkörper und die Bogenwurzeln zuerst befallen)
- Was ist die Langerhans Zell Histiozytose? Synonyme? Eosinophiles Granulom, Histiozytosis X Es handelt sich hierbei um eine Ansammlung abnormer Histiozyten (Langerhans-Zellen) im Knochenmark die durch Störung der Immunregulation verstärkt proliferieren. Es sind fast immer nur Kinder betroffen. Als osteolytische Läsion ohne einer Sklerose, häufig mitt Sinterung. Kann einen beglietenden Weichteiltumor beinhalten (mit kräftiger KM Aufnahme). Bandscheiben sind nicht betroffen.
- Was ist das intraspinale Meningeom? Welche ist die häufigste Lokalisation? Wie stellt sich dieser in der Bildgebung da? Benigner meningealer Tumor mit langsamen Wachstum. Am häufigsten intradural extramedullär, selten extradural im Epiduralraum lokalisiert. Am häufigsten in Höhe der BWS. Kräftige und homogene KM-Aufnahme. T1 isointens zum Rückenmark, in der T2 hyper bis isointens. Breitbasig der Dura aufsitzend Ev. Verkalkungen Ev. Dural tail (seltener als bei intrakraniellen Meningeomen)
- Was ist das Schwannom? Synonyme? Welche ist die häufigste Lokalisation? Welche Veränderungen bewirkt er? Wie stellt sich dieser da? Neurinom Langsam wachsender, benigner Nervenscheidentumor der spinalen Nervenwurzeln. Meist solitär, aussser im Rahmen der NF typ 2 auftretend. Selten mit maligner Entartung (bei NF 2 häufiger Entartung vorkomend) Meist extramedullär intradural und weniger häufig entweder extradural oder als Sanduhrform (teils intra und teils extradural). Sich als kräftig KM aufnehmende Raumforderung der Nervenwurzel darstellend (je nach Aufbau homogen oder heterogen). STIR hyperintens In etwa Hälte der Fälle mit zystischen Veränderungen und seltener mit Einblutungen. Häufig Arrosion/Remodelling des benachbarten Knochens, ev. auch Aufweitung der Neuroforamina.
- Was isst das Neurofibrom? Welche drei Typen des Neurofibroms gibt es? Wie kann dieser von einem Schwannom unterschieden werden? Langsam wachsender, benigner Nervenscheidentumor der spinalen Nervenwurzeln. 3 Typen: Umschriebenes Neurofibrom (am häufigsten, kein Zusammenhang mit NF) Diffuses Neurofibrom (infiltrierend, meist periphere Nerven auch in der Haut, Zusammenhang mit NF 1, plaqueartig wachsend) Plexiformes Neurofibrom (pathognomonisch für NF 1, meist bilateral, langstreckige knotige Auftreibung der Nerven, kann maligne entarten) Neurofibrome wachsen zirkulär um die Nervenwurzel und die Schwanomme wachsen auf einer Seite der Nervenwurzel, so dass dier Nervenwurzel lateral "anliegt". Sonst keine Unterscheidung bildmorphologisch möglich. Ebenfalls kräftige KM Aufnahme.
- Welche sind die häufigsten spinalen Tumore mit einer intraduralen extramedullären Lokalisation? 1. Schwannom (Neurinom) 2. Meningeom
- Was ist die häufigste Ursache einer Vertebra plana bei Kindern? Langerhans Zell Histiozytose
- Wo manifestiert sich Morbus Paget am häufigsten? (in abnehmender Reihenfolge) Wirbelsäule Becken Schädel
- In welchen drei Syndromen tritt die Langerhans Zell Histiozytose auf? Tritt in 3 klinischen Syndromen auf: eosinophiles Granulom (70 %): umschriebene Form, nur Knochenläsionen, betrifft ältere Kinder (5–15 Jahre) M. Hand-Schüller-Christian (20 %): chronische disseminierte Form, jüngere Kinder (1–5 Jahre) M. Abt-Letterer-Siwe (10 %): akute disseminierte Form, Säuglinge/Kleinkinder (<3 Jahre)
- Welche sind die drei häufigsten Tumore am Os Sacrum (in abnehmender Reihenfolge)? Plasmozytom Chordom Riesenzelltumor
- Welcher ist der häufigste Tumor der WS? Hämangiom
