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Allgemeine & Biopsychologie (Fach) / Sprache, Denken & Emotionen (Lektion)

Prof. Heiss, FOM

Diese Lektion wurde von anitawandinger erstellt.

Lektion lernen

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  • Was können Sie zur Wortverarbeitung sagen? In geschriebener Sprache sind Wörter durch Leerzeichen klar abgegrenzt, bei gesprochener Sprache ist das ein komplexer Vorgang, dennoch wirken beim Verstehen von Sprache auch visuelle Informationen mit (vgl. McGurk-Effekt).  Ein Wort ist die Zuordnung eines Sprachlauts oder einer Buchstabenfolge zu einer Bedeutung. Ein Wort kann mehreren Bedeutungen zugeordnet sein (z.B. Bank) Eine Bedeutung können mehrere Wörter entsprechen (vgl. Apfelsine und Orange)  Segmentierungsproblem: Sprachstrom muss in einzelne Wörter geteilt werden. Kapazität: Es können 2 - 4 Wörter pro Sekunde produziert werden, das Arbeitsgedächtnis kann etwa 7 Wörter behalten.  Variabilitätsproblem: Die Aussprache von Wörtern wechselt nach Sprecher und Kontext. Hinzu kommt das Weglassen von Phonemen (wolln)
  • Erkläre die 2 Modelle der Satzverarbeitung! Neurokognitives Modell: Um einen Satz verstehen zu können, muss mentales Abbild seiner Struktur und Bedeutung erzeugt werden. Ist der Satz semantisch inkorrekt (Die Sonne schneit.) spiegelt sich das in neuronalen Korrelaten wider.  Holzweg-Model: beschreibt gut den Ablauf bei Mehrdeutigkeiten. Zunächst wird syntaktische, dann semantische Information verarbeitet. Es wird immer nur eine Bedeutungsalternative erwogen (serielle Verarbeitung). Entscheidung für Alternative aufgrund struktureller Eigenschaften, z.B. die Variante mit weniger Knoten (die Pistole wird dem Polizist zugeordnet)
  • Was sind die Phasen des Spracherwerbs? 2-9 Monate: Erwerb prosodisch-phonologischen Wissens: erste und zweite Lallphase & Bewusstemundbewegung (dada,gaga, papa) 8-18 M: Erwerb lexikalischen Wissens: Wortrezeption & produktion (Kennen der Wortbedeutungen aber noch benutzung von Propwörtern: Wauwau. + Wortschaftexplosion (Kind verfügt über Lernstrategien zum Wortverstehen. 1,5-10 Jahre: Erwerb grammatikalischen Wissens: Wortkombination (zwei Wort Sätze: mein Ball, Papa schläft), Konplexere Sätze (Grammatik Grundlagen Präsens + NS), Abstraktionen (Geshcichten, Reime, Nutzen von Vorstellung), Komplexe Grammatik (Fälle, Zeiten...) 
  • Was besagt das Wernicke-Geschwind-Modell des Sprachprozesses? Ein Sprachsignal wird im primären auditorischen Kortex verarbeitet und an das Wernicke-Areal weitergeleitet, wo das auditorische Signal analysiert und die Wortbedeutungen ermittelt wird. Die Fasciculus arcuatus leitet Informationen aus dem Wernicke-Areal in das Broca-Areal und umgekehrt. Im Broca-Areal wird ein motorischer Plan zum Aussprechen eines Wortes gebildet und an den motorischen Kortex weitergeleitet, welcher ein Signal generiert, das an den Vokaltrakt weitergeleitet wird, so dass das Wort gesprochen wird.
  • Beim Sprechen eines gelesenen Wortes spielt wer eine Rolle? Beim Sprechen eines gelesenen Wortes spielt der Gyrus angularis eine zentrale Rolle. Er vernetzt visuelle Informationen mit dem Wernicke-Areal.
  • Durch Schädigung von Gehirnarealen verursachte Sprachstörungen werden wie benannt? Sogenannte Aphasien wie  Broca-, Wernicke-, Leitungsaphasien, globale Aphasie. Die Art der Beeinträchtigungen hängen davon ab, welches am Sprachverstehen und der Sprachbildung beteiligte Gehirnareal betroffen ist.
  • In welcher unserer Hemisphären findet die Sprachverarbeitung statt? 92 % der Bevölkerung sind Rechtshänder. Bei fast allen wird die Sprache in der linken Hemisphäre verarbeitet, jedoch unklar warum.  Bei den 8 % Linkshändern ist die Sprachverarbeitung bei ca. 50% ebenfalls links lateralisiert. Sprache ist somit von allen kognitiven Fähigkeiten am stärksten lateralisiert. Die Lateralisierung kann mit dem Wada-Test (Natriumamytaltest) geprüft werden  Wichtige Erkenntnisse zur Lateralisierung der Sprachverarbeitung kam von Experimentenmit Split-Brain-Patienten.
  • Wann denen wir?  Informations- und Wissensverarbeitung  Probehandeln & Lösen  gedankliche Auseinandersetzung mit der Umwelt  Schlussfolgern  Orientierung schaffen unter Unsicherheit  Einsichten erzeugen  Kreativität Denken über das Denken (Metakognition)
  • Denken über das Denken wird auch wie genannt? Metakognition
  • Wissen als Basis von Denken Deklaratives Wissen Deklaratives Wissen: Faktenwissen, enthält Tatsachen und Ereignisse ist explizit, d.h. unmittelbar zugänglich lässt sich gut beschreiben --> Repräsentation in Kategorien: fassen Begriffe nach Ordnungsprinzipien zusammen, sorgen für Kontinuität im Erleben, interagieren und können durch Lernen von anderen Kategorien verändert werden. Mögliche Lernwege von Kategorien: Regeln über Eigenschaften & Einsortieren nach Ähnlichkeit (Prototyp)
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  • Wissen als Basis von Denken prozedurales Wissen Prozedurales Wissen: Abläufe / Fertigkeiten (wie), enthält oft eine motorische Komponente, ist implizit, d.h. nicht unmittelbar zugänglich, lässt sich gut vormachen --> Repräsentation in Skripten: repräsentiert Handlungen im Gedächtnis, erlauben Prognosen, wie sich jemand in einer Situation verhalten wird, verknüpfen Begriffe und Merkmale in einem raum-zeitlichen Kontext (Restaurantbesuch: Eintreten, Platz nehmen,Bestellen, Warten...)  Skripte können situationsspezifisch angepasst werden (Selbstbedienung, fremdes Land).
  • Definition und Arten von Problemlösen Definition: Reduktion der Diskrepanz zwischen Ist-Zustand und angestrebtem Zustand (Soll-Zustand)  Einfaches Problemlösen (z.B. Schach): Ausgangs- und Zielzustand bekannt, Operatoren sind verfügbar (Sequentielle & Einsichtsprobleme) Komplexes Problemlösen (z. B. Führung eines Arbeitsteams): Ausgangs- und Zielzustand oft nicht klar definiert, Operatoren zur Lösung müssen erst gefunden oder generiert werden.
  • Problemlösendes Denken - Sequentielles Vorgehen Ausgangszustand  Ausgangszustand und Zielzustand sind bekannt.  Mit (bekannten) Operationen wird der Ausgangszustand in Richtung Ziel verändert. Danach wird erneut ein Soll-Ist Vergleich durchgeführt und eine passende Operation durchgeführt. Das wird wiederholt, bis der Zielzustand erreicht ist. Manchmal ist es einfacher, vom Zielzustand rückwärts zu gehen (Backward-Planning).
  • Wie treffen Menschen Entscheidungen unter Unsicherheit? --> Arten schlussfolgernden Denkens: Induktives Schlussfolgern Viele alltägliche Entscheidungssituationen (Wahl aus mind zwei Alternativen) lassen sich nicht rein logisch lösen. Oft steht nur ein Teil der für eine sichere Entscheidung notwendigen Informationen zur Verfügung. Entscheidung unter unsicheren Bedingungen erfordern das Einschätzen von Wahrscheinlichkeiten aus empirisch gewonnenen Informationen wird eine allgemeine Gesetzmäßigkeit abgeleitet, die bei der Entscheidungsfindung unterstützt Eine typische Strategie ist der Wechsel zu einfachen Heuristiken, die häufig nützen und manchmal in die Irre führen. Heuristik: “Faustregel”, die zu einer Aussage verhilft, ohne dass logische Schlüsse erforderlich sind 
  • Kognitive Täuschungen - Erkenntnisse von Kahneman & Tversky Verfügbarkeitsheuristik: Entschieden wird auf Basis der Information, die einem am leichtesten in den Sinn kommt und damit am ehesten verfügbar ist. (Kommen mehr Menschen bei Flugzeug- oder Autounfällen ums Leben?)  Repräsentativitätsheuristik: Es werden die Objekte, Personen oder Ereignisse bevorzugt, die als prototypisch eingeschätzt werden. (Was wird der Anzugträger mit Koffer am Kioskkaufen - Bild oder FAZ? - Vorurteile) Ankerheuristik: Eine zufällig im Kontext auftauchende Zahl wird als Basis für eine Schätzung genommen (Was ist das Produkt der Zahlen 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 oder 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 (ø 512 bzw. 2250))
  • Kognitive Täuschungen - Erkenntnisse von Kahneman & Tversky Verfügbarkeitsheuristik: Entschieden wird auf Basis der Information, die einem am leichtesten in den Sinn kommt und damit am ehesten verfügbar ist. (Kommen mehr Menschen bei Flugzeug- oder Autounfällen ums Leben?)  Repräsentativitätsheuristik: Es werden die Objekte, Personen oder Ereignisse bevorzugt, die als prototypisch eingeschätzt werden. (Was wird der Anzugträger mit Koffer am Kioskkaufen - Bild oder FAZ? - Vorurteile) Ankerheuristik: Eine zufällig im Kontext auftauchende Zahl wird als Basis für eine Schätzung genommen (Was ist das Produkt der Zahlen 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 oder 10,9,8,7,6,5,4,3,2,1 (ø 512 bzw. 2250)) Basisraten-Missachtung: Entscheiden, ohne die Grundwahrscheinlichkeit von Ereignissen zu beachten. (Wird es morgen regnen? Erfahrungen der letzten Tage vs. Monatsdurchschnitt der letzten Jahre)  Konjunktionsfehler: Die meisten Menschen schätzen: die Wahrscheinlichkeit zweier (konjunkter) plausibler Ereignisse größer als die Wahrscheinlichkeit einer der beiden plausiblen Ereignisse ein. Die Wahrscheinlichkeit zweier (konjunkter) Ereignisse ist jedoch immer kleiner als die der Einzelereignisse. (Linda ist sehr klug. Sie hat Philosophie studiert und war als Studentin in Fragen der sozialen Benachteiligung sehr engagiert. Außerdem nahm sie an Anti-Kernkraft-Demonstrationen teil. Welche Aussage halten Sie für wahrscheinlicher? A) Linda ist Bankangestellte B) Linda ist Bankangestellte und in der Frauenbewegung aktiv)  Überschätzte Sicherheit: Die subjektiv empfundene Sicherhels und tatsächliche Richtigkeit liegen häufig deutlich auseinander. Experten sind sich ihrer Unsicherheit mehr bewusst
  • Benenne einfache Heuristiken für Alltagssituationen Es gibt schnelle und sparsame Heuristiken, die mit wenig Informationen auskommen und passende Entscheidungen liefern, man benötigt lediglich drei Arten von heuristischen Prinzipien: Suchregeln: In welcher Reihenfolge wird nach Informationen gesucht (zufällig, definiert)? Abbruchregeln: Welches Kriterium bewirkt ein Abbrechen der Suche? Entscheidungsregeln: Auf welcher Grundlage wird eine Entscheidung getroffen?  Rekognitionsheuristik: Welche Stadt ist größer: San Diego oder San Antonio?  Nimm als Entscheidungsgrundlage die Information, die du wiedererkennst. (Man erinnert sich eher an Objekte, von denen man öfter gehört hat. Das sind meist die bedeutsameren.)  Take-the-best-Heuristik: Man sammelt zu einer Frage mit zwei Alternativen Kriterien, die zwischen den Alternativen unterscheiden. Wenn man ein Kriterium gefunden hat, dass gut unterscheidet, bricht man ab.  Beispiel: Welche Stadt ist größer: Hannover oder Braunschweig? Kriterium: Hat eine Universität ist nicht sehr trennscharf. Kriterium: Hat einen internationalen Flughafen - passt
  • Was meint der Begriff Kreativität? In kreativen Situationen ist der Soll-Zustand unbekannt und nur manchmal der Ist-Zustand. Kreativ sein heißt, Neues, Ungewöhnliches, Originelles, Nützliches oder Ansprechendes zu erfinden.
  • Benenne 6 Psychische Merkmale von Kreativität nach Guilford  Problemsensitivität (erkennen, dass und wo ein Problem besteht),  Flexibilität (gewohnte Wege des Denkens verlassen; neue Sichtweisen entwickeln) Flüssigkeit (in kurzer Zeit viele Ideen hervorbringen), Re-Definition (bekannte Objekte neu verwenden, improvisieren), Elaboration (anpassen der Ideen an Realität),  Originalität
  • Was fördert Kreativität?  positive Stimmung  Wissen & Ausdauer Offenheit für neue Erfahrungen  Risikobereitschaft  Glaube an die eigene Person  kein Zeitdruck  Kooperation  inspirierende Räumlichkeiten
  • Was genau bedeutet jetzt Heuristik? Bezeichnet die Kunst, mit begrenztem Wissen (unvollständigen Informationen) und wenig Zeit dennoch durch analytisches Vorgehen zu wahrscheinlichen Aussagen oder praktikablen Lösungen zu kommen. Also, mutmaßende Schlussfolgerungen liefern Aussagen über das System 
  • Was sind Emotionen und was bewirken sie? Objektgerichteter Zustand: man freut sich/ist traurig über xx. Objektlose Emotion wird nicht als voll empfunden. Verändertes Erleben: Jede Emotion fühlt sich anders an/Qualität und beeinflusst auch die Wahrnehmung: Nachts im Wald spazieren. Einfluss auf körperliche Erregung: Herzschlag, Blutdruck, Atemfrequenz, Schweißdrüsen- & Magen und Darm aktivität Verändertes Verhalten: Ärger führt zu Angriff, Furcht zu Flucht. Traurigkeit lässt die Tränen fließen. Freude drängt zu Bewegung und Lachen.
  • Affekt – Gefühl – Emotion - Stimmung was ist hier der Unterschied? Alle sind bewertende Stellungnahmen eines Organismus zu seiner Umwelt Affekt: Kurz, intensiv Gefühlszustände, die starke Verhaltenstendenzen besitzen (vgl. Affekttaten vor Gericht)  objektbezogen Emotion: weniger intensiv als Affekt, halten dafür aber länger an, objektbezogen Stimmung: geringere Intensität und längere Dauer als Emotionen, fehlende Objektbezogenheit Gefühl: erlebnisbezogener Aspekt einer Emotion (subjektive Komponente)
  • Theorien über Emotionen Es wird angenommen, dass die Wechselwirkung zwischen physiologischen Veränderungen und deren mehr oder minder bewusste Wahrnehmung die Emotion bestimmt oder modifiziert.  Wenn physiologische Faktoren am Emotionsgeschehen beteiligt sind, sind sie dann Ursache, Folge- oder Begleiterscheinung?  Auf welche Weise greifen physiologische Faktoren ein?  Geschieht die Verarbeitung zentral oder peripher?  Ist Emotion physiologische Erregung plus Kognition? oder ist es genau umgekehrt?
  • Was besagt die James-Lange-Theorie? = Physiologische Theorie Wir sind traurig, weil wir weinen!  Emotionen entstehen, weil wir unsere peripher-physiologischen körperlichen Reaktionen (z.B. Herzklopfen, schwitzige Hände) auf emotionsauslösende Reize wahrnehmen. Diese bewusst wahrgenommene körperliche Reaktion ist das Gefühl (Zustand = Gefühl). Somit müsste jedes Gefühl ein spezifisches Muster physiologischer Erregung haben. Kritik: Die Reaktionen des Körpers sind nicht spezifisch genug, um für die verschiedenen Gefühle verantwortlich sein zu können. & In nur 7 von 14 physiologischen Markern unterscheiden sich Ärger und Furcht.
  • Cannon Brands Theorie besagt? Ebenfalls enei Physiologische Theorie: Wir weinen und sind gleichzeitig traurig!  Emotionen entstehen nicht peripher im Körper, sondern zentral im Gehirn. Der Sitz der Emotionsentstehung ist der Thalamus (widerlegt! Thalamus aber an Verarbeitung von Emotionen beteiligt). Gleichzeitig mit der Emotionsentstehung wird das vegetative Nervensystem angeregt und löst peripher-physiologische körperliche Reaktionen aus. Die körperlichen Symptome sind nicht spezifisch genug für die Vielzahl unterschiedlicher Emotionen und Emotionen entstehen schneller als das physiologische Muster. Argumente für eine zentrale Emotionsentstehung (und gegen James-Lange): Ergebnisse Experiment mit Querschnittsgelähmten & künstliches Herbeiführen physiologischer Erregung (z.B. durch Adrenalin-Injektion)
  • Erkläre die Zwei-Faktoren-Theorie von Schachter & Singer! Physiologische Theorie: körperliche Erregung-> kognitive Interpretation (Erfhrungen) -> Emotion Emotionen entstehen, wenn eine wahrgenommene periphere körperliche Erregung auf eine emotionale Einschätzung der Situation zurückgeführt wird (Wechselspiel) Die Erregung ist zunächst emotionsunspezifisch und bestimmt die Emotionsintensität. Welche Emotion erlebt wird, wird durch die kognitive Einschätzung der Situation definiert. Die Interpretation wird beeinflusst von Erfahrungen.
  • Experiment von Watson & Rayner war ...? Angstinduktion durch Konditionierung ("lernen" von Angst) 9 Monate altes Kind hat Angst (UR) vor Hammerschlag (US) aber nicht vor weißer Ratte (neuraler Reiz). -> Hammershlag bei weißer Ratte --> wird CS mit Angst als CR Generalisierung: Kind zeigt Angstreaktionen auch bei ähnlichen Objekten (weißem Kaninchen)  Stabilität: Auch einen Monat später zeigt er dieselbe Furchtreaktion.
  • Was zeigte das Experiment von Jones? Angstreduktion durch Konditionierung. Kind hatte Angst vor Ratten, Kaninchen, Fell, Federn usw. Ursache war unbekannt.  Gegenkonditionierung: Paarung des Angstreizes mit einem positiven Reiz, der eine angenehme Reaktion hervorruft. Während Peter aß, wurde ein Kaninchen in den Raum gebracht. Die Entfernung wurde immer weiter reduziert. Zum Schluss konnte er das Kaninchen streicheln.  Modelllernen: In einigen Sitzungen waren andere Kinder anwesend, die mit dem Kaninchen spielten und Peter sah zu.  Systematische Desensibilisierung ist noch heute eine wichtige Methode der Verhaltenstherapie.
  • Erkläre das Lazarus Appraisal Modell (Appraisaltheorien) Appraisal: laufen sehr schnell, nicht reflexiv und oft automatisch ab. Appraisalmuster lösen unterschiedliche Emotionen aus. Auslösender Situationsreiz -->  Primäres Appraisal: Bedeutung: Zielrelevanz: Betrifft es mich und meine Ziele? Zielkongruenz: Fördert oder behindert es die Zielerreichung? Art der Ego-Beteiligung: Was von mir ist betroffen? (Bedrohung von Ansehen: Ärger, Verletzung moralischer Normen: Schuld, Bedrohung des Ich-Ideals: Scham) --> Sekundäres Appraisal: Bewältigung: Verschulden oder Verdienst: Copingmöglichkeiten zur Situationsverbesserung (problemorientierte Bewältigung) oder Veränderung der mit der Situation verbundenen Emotionen. Zukunftserwartungen: Wie verändert sich die Situation? --> Emotion
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  • Ekmans Universalemotionen Evolutionstheoretische Emotionstheorien: Ekman konnte nachweisen, dass die Mimik bei grundlegenden Emotionen kulturübergreifend identifiziert wird. Er geht davon aus, dass die Mimik von Basisemotionen genetisch festgelegt ist, jedoch ob eine Mimik tatsächlich gezeigt wird, hängt von den kulturell geprägten Darstellungsregeln ab. Wichtige Regeln sind z.B. Verstärkung / Abschwächung sowie Neutralisierung / Maskierung.  Ekman hat ein Auswertungssystem mimischer Aktivitäten mit 44 grundlegenden Aktionseinheiten entwickelt. Aus deren Zusammenspiel lassen sich fast alle Ausdrucksformen identifizieren. Besonders interessiert war er an falscher Mimik und Lügen. (vgl. Testlächeln)  Echte Gefühlslagen drücken sich auch bei Unterdrückung in kurzen Mikroexpressionen aus
  • Was sagen Neurowissenschaftliche Theorien über Emotionen? Amygdala-Theorie der Angst: Die affektive Verarbeitung von Emotionen findet besonders in der Amygdalla und im Thalamus statt. An der kognitiven Verarbeitung sind besonders der sensorische und der präfrontale Kortex beteiligt.  Bei Angst konnte ein direkter Weg vom Angstreiz zur Angstreaktion ohne Beteiligung des Kortex (des Bewusstseins) nachgewiesen werden. Dieser schnelle Weg ist ein Frühwarnsystem, das auf Grundlage sehr grober Verarbeitung einfacher Merkmale den Körper frühzeitig in Alarmzustand versetzt und ist bei Phobikern sehr sensibel für potentiell bedrohliche Merkmale  Bei anderen Emotionen lässt sich ein unterer, „schneller“ Weg bisher nicht identifizieren.
  • Was sagen Neurowissenschaftliche Theorien über Emotionen? Amygdala-Theorie der Angst (LeDoux): Die affektive Verarbeitung von Emotionen findet besonders in der Amygdalla und im Thalamus statt. An der kognitiven Verarbeitung sind besonders der sensorische und der präfrontale Kortex beteiligt.  Bei Angst konnte ein direkter Weg vom Angstreiz zur Angstreaktion ohne Beteiligung des Kortex (des Bewusstseins) nachgewiesen werden. Dieser schnelle Weg ist ein Frühwarnsystem, das auf Grundlage sehr grober Verarbeitung einfacher Merkmale den Körper frühzeitig in Alarmzustand versetzt und ist bei Phobikern sehr sensibel für potentiell bedrohliche Merkmale  Bei anderen Emotionen lässt sich ein unterer, „schneller“ Weg bisher nicht identifizieren.
  • Welche Formen von Emotionstheorien gibt es? Physiologische Theorien (James-Lange, Cannon-Bard, Zwei-Faktoren-Theorie von Schachter & Singer)  Verhaltenstheorien (Watson, Jones)  Appraisaltheorien: Lazarus‘ Appraisal-Theorie (kognitiv-motivationale Theorie der Emotion)  Evolutionstheoretische Emotionstheorien:  Modell der Universalität der Emotionsmimik (Ekman)  Neurowissenschaftliche Theorien: Die Amygdala-Theorie der Furcht (LeDoux)
  • Auswirkungen von Emotionen auf Kognitionen Kurz: Emotionen beeinflussen weche infos wir verarbeiten und was und wie wir denken Gedächnis: Emotionale Ereignisse werden besser erinnert als neutrale. Eine wichtige Funktion hat die Aktivität der Amygdalla während der Verarbeitung. Milder Stress fördert das Erinnern. Starker Stress mit hohem Cortisolspiegel führt zu funktionellen Ausfällen im Hippocampus und zu Gedächtniseinbußen. Info-Verarbeitung: Positiver Affekt führt zu gesteigerter Kreativität aber auch zu verstärkter Ablenkbarkeit. Mehrfache Rückmeldung von Fehlern kann aber auch die Kreativität steigern (Not macht erfinderisch). Entscheidungsverhalten: handlungsleitende Funktion. Emotionen helfen dabei, die Folgen von Entscheidungen (besniders Risiken) besser abschätzen zu können.