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Englisch (Fach) / logistics (Lektion)
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- 1.2.1 Wie viele Personen sind in der Logistik beschäftigt? Wie groß ist der deutsche Logistikmarkt? Welche logistische Aufgabe hat daran den größten Anteil? (3 Punkte) In der Logistik sind 2,7 Millionen in verschiedenen Branchen beschäftigt. Der Logistikmarkt hat einen Umsatzwert von 205 Milliarden Euro. Zum Vergleich, der Bundeshaushalt hat einen Umsatzwert von 327 Milliarden Euro. Der Bereich Transport hat den größten Anteil von 44%.
- 1.2.2 Nennen Sie drei Bereiche, die in die Logistik-Zulieferwirtschaft fallen. (3 Punkte) Die Logistik- Zulieferschaft hat einen Umsatzwert von 85 Milliarden Euro mit ca. 0,7 Millionen Arbeitsplätzen und umfasst folgende Bereiche: ü Fahrzeuge und Ladegefäße (18 Mrd.) ü Informations- und Kommunikationsdienste (4 Mrd.) ü Förder-, Lager-, Verpackungstechnik und Verpackungsmittel (20 Mrd.) ü Fahrzeugservice, Facility Management (9 Mrd.)
- 1.2.3 Erläutern Sie jeweils einen typischen Beruf aus dem Bereich des Transportes und der Lagerung. (2 x 2 Punkte) 1. Disponent/in – Lager Die Tätigkeit im Überblick Lagerdisponenten und -disponentinnen sind für die bedarfsgerechte Materialbeschaffung im Warenlager zuständig. Lagerdisponenten und -disponentinnen können in Betrieben nahezu aller Wirtschaftszweige arbeiten, z.B. in der chemischen, Metall-, Elektro- oder Fahrzeugindustrie. Zugang Um diese Tätigkeit ausüben zu können, ist üblicherweise eine Aus- oder Weiterbildung im Bereich Lagerwirtschaft und Logistik erforderlich. Auch eine kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung kann den Zugang ermöglichen. 2. Disponent/in – Güterverkehr Die Tätigkeit im Überblick Disponenten und Disponentinnen im Güterverkehr sind für den reibungslosen Transport von Frachtgütern im Straßen- und Schienenverkehr verantwortlich. Sie planen und koordinieren die Güterverteilung, Fahrzeugauslastung, den Personaleinsatz und die Routen. Disponenten und Disponentinnen im Güterverkehr arbeiten in der Logistikbranche, vor allem in Speditionen, im Eisenbahnverkehr, bei Postverwaltungen oder privaten Post- und Kurierdiensten. Zugang Um diese Tätigkeit ausüben zu können, ist üblicherweise eine kaufmännische Aus- bzw. Weiterbildung in den Bereichen Logistik und Verkehr oder ein betriebswirtschaftliches Studium mit entsprechender Schwerpunktsetzung erforderlich.
- 2.2.3 Wo liegen die Systemgrenzen der Unternehmenslogistik. (4 Punkte) Die Aufgabenfelder der Unternehmenslogistik sind im Einzelnen die Beschaffungslogistik mit dem Zulieferungs- und Beschaffungslager, sowie Produktionslogistik, welches den Produktionsprozess und das Zwischenlager umfasst sowie die Distributionslogistik mit dem Absatz- und Auslieferungslager und Entsorgungslogistik. Dementsprechend beinhaltet die Unternehmenslogistik lediglich die einzelnen Funktionen innerhalb der Organisationsstrukturen im einzelnen Unternehmen. Das Beschaffungsnetzwerk (Beschaffungsmarkt und Entsorgungsmarkt) sowie das Distributionsnetzwerk (Absatzmarkt) werden nur aus Sicht des Unternehmens angeschnitten. Die Systemgrenzen liegen somit nach dem Beschaffungsmarkt und Entsorgungsmarkt sowie vor dem Absatzmarkt. (Folie 26)
- 2.3.1 Erläutern Sie den Begriff Logistikservice. (2 Punkte) Der Logistikerfolg setzt sich aus zwei Komponenten, bestehend aus Logistikleistung und Logistikservice, zusammen. Die Logistikleistung wird auch als Service bezeichnet. Dieser Service wird als Versorgungs-/ Lieferservice bezeichnet. Kurz: Das richtige Gut im richtigen Zustand zur richtigen Zeit am richtigen Ort. 1. Versorgungsservice: Bereitstellung von Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen oder Kaufteilen für den Produktionsprozess. 2. Lieferservice: Bereitstellung von Fertigfabrikaten, Ersatzteilen oder Handelsware
- 2.3.3 Erläutern Sie den Begriff Logistikkosten. (2 Punkte) Die Logistikkosten stellen die beim Input (Produktionsfaktoren: wie Arbeit, Betriebsmittel, Material einschließlich Energie sowie Informationen) des Logistiksystems entstehenden Kosten dar, beispielsweise entstehen Lagerkosten bei Lagerung des zu verarbeitenden Materials.
- 3.1.1 Mittels welcher Elemente können Logistiknetze graphentheoretisch dargestellt werden und welche Elemente des realen Logistiknetzes werden dadurch repräsentiert. (4 Punkte) Knoten (Elemente eines Systems) repräsentieren Quellen( z.B. Produktionsprozesse), Senken( z.B. Kunden) sowie Lager-, Umschlagprozesse und Produktionsprozesse Kanten (Beziehungen zwischen den Knoten) repräsentieren Transportprozesse, Güterflüsse und Informationsübertragungen
- 3.1.3 Erläutern Sie den wesentlichen Nachteil eines zweistufigen, indirekten Netzes im Vergleich zu einem einstufigen, direkten Netz? (2 Punkte) Bei einem einstufigen System mit einem direkten Güterfluss werden die Produkte direkt vom Werklager bzw. Hersteller zu den einzelnen Filialen geliefert. Bei einem zweistufigen System mit indirektem Güterfluss werden die Produkte vom Werklager bzw. Hersteller zu einem Zentrallager (Lagerstufe Handel) geliefert und anschließend auf die Filialen verteilt. Der größte Nachteil dieses Netzes ist die Dauer der Lieferzeit, die sich durch die Zwischenstufe verlängert, wenn benötigte Produkte nicht im Zwischenlager vorrätig sind. (Folie 37)
- 3.1.4 Unter welchen Voraussetzungen sind zweistufige, indirekte Netze wirtschaftlicher als einstufige, direkte Netze? (2 Punkte) Zweistufige, indirekte Netze können unter folgenden Voraussetzungen wirtschaftlicher sein als einstufige, direkte Netze. Zum einen, dass eine große räumliche Distanz zwischen dem Produzenten und dem Endverbraucher herrscht. Zum anderen, dass die Nachfrage nach produzierten Waren des Herstellers schwankend und sehr kurzfristig ist. Dies hätte eine Hohe Lieferflexibilität zur Folge, welche mit hohen Transportkosten verbunden wäre, da die einzelnen Transportfahrten nicht ausreichend ausgelastet wären. Durch die Inanspruchnahme der Lagerstufe Handel können Bündlungseffekte beim Transport genutzt werden und somit die Transportkosten gesenkt werden. Des Weiteren kann durch die räumliche Annäherung an den Endverbraucher eine hohe Flexibilität sicher gestellt werden und somit der Bedarf der Nachfrager sicher gestellt werden.
- 3.2.1 Erläutern Sie die Funktion eines Zentrallagers. (2 Punkte) Vorhalten eines Vollsortiments, Versorgung nachgelagerter Lagerstufen bzw. Bereitstellung der Kundenbestellung zur Auslieferung bei zentralisierter Struktur.
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- 3.2.2 Erläutern Sie die Funktion eines Auslieferungslagers. (2 Punkte) Vereinzelungsfunktion zur Zusammenstellung der vom Abnehmer geforderten Menge in einem bestimmten Verkaufsgebiet.
- 3.2.3 Nennen und erläutern Sie jeweils einen qualitativen und einen quantitativen Faktor in der Standortplanung? (2 x 2 Punkte) Quantitativ: · Grundstückpreis-wie hoch sind die regionalen Grundstückpreise im Vergleich · Personal-wie hoch sind die Lohnstückkosten Qualitativ: · Arbeitskräftebeschaffung- und Qualifikation-wie ist das Ausbildungsniveau/die Arbeitslosenzahl in der Region · Verkehrsanbindung-Autobahnanschluss, nahe gelegener Flughafen usw.
- 1.1.1 Was versteht man unter "Transportkonsolidierung"? (2 Punkte) Zusammenfassung von Sendungen mehrerer Verlade- und / oder Empfangspunkte im Rahmen von Sammel- und / oder Verteiltouren. Kurz: Zusammenschluss mehrerer kleiner Liefermengen in eine Große Liefermenge Eine Konsolidierung kann auch mithilfe eines bestandlosen Umschlagspunktes (Transitpunkt) vollzogen werden. Dabei findet am Transitpunkt eine Umgruppierung statt, bei der Sendungen von einzelnen Lieferanten in relations-und empfängerreine Sendungen umdisponiert werden.
- 3.3.2 Nennen Sie zwei Nachteile der Transportkonsolidierung? (2 Pkt.) · Kosten durch Aufbau und Betrieb der Transitpunkte · es fallen zusätzliche Umschlagsvorgänge an · höherer Dispositionsaufwand der zu konsolidierenden Warenströme
- 3.3.3 Erläutern Sie die beiden wesentlichen Vorteile einer Hub-and-Spoke-Struktur im Vergleich zum Rasternetz (S. Buch S. 178f.)? (2 x 2 Punkte a) Realisierung von Bündelungsvorteilen · Durch den Transport von Sendungen verschiedener Destinationen im Zulauf bzw. verschiedener Quellen im Ablauf des Hubs können Fahrzeuge besser ausgelastet oder größere Fahrzeuge eingesetzt werden b) Verringerung des Sortieraufwandesin den Depots · Da die Sendung nur noch auf eine Relation , das Hub, „sortiert“ werden müssen · Durch die Konsolidierung über das Hub können evtl. größere Mengen von einem Kunden unsortiert als Komplettladung direkt zum Hub transportiert werden Ø Ohne das Hub-and Stoke- Konzept könnten auf verkehrsarmen Relationen Transporte nur mittels hoher zeitlicher Bündelung angeboten werden
- 4.1.1 Erläutern Sie den Begriff "Order Penetration Point". (2 Punkte) „Der OPP ist der Punkt auf der Wertschöpfungskette, bei dem ein spezifischer Kundenauftrag einfließt“ [BICH00, S. 242]. „(Der) Order Penetration Point (ist) ein in den Dimensionen Raum und Zeit beschriebener Punkt in der Wertschöpfungskette, jenseits dessen ein zuvor anonym gefertigtes Produkt auftragsspezifisch weiterverarbeitet wird; mithin also der Punkt, an dem eine prognosegetriebene Fertigung zu einer auftragsgetriebenen Fertigung wird“ [LOGI04a].
- 4.2.1 Erläutern Sie den Begriff "Externer Auftrag" und geben Sie ein Beispiel dafür an. (3 Punkte) Bindeglied zwischen interorganisatorischen Logistiksystemen, z.B. zwischen der Distributionslogistik des Lieferanten und der Beschaffungslogistik des Kunden: · Kundenauftrag · Lieferantenauftrag · Transportauftrag,….
- 4.2.2 Benennen Sie die drei zeitlichen Relationen, in denen der Informationsfluss zum Güterfluss steht. (3 Punkte) · Gewährleistung eines dem Güterfluss vorauseilenden Informationsflusses · Gewährleistung eines dem Güterfluss begleitenden Informationsflusses · Gewährleistung eines dem Güterfluss nacheilenden Informationsflusses
- 4.2.3 Erläutern Sie zwei Ziele im Rahmen der Auftragsabwicklung. (2 x 2 Punkte) (siehe Folie 60) · Reduzierung der Lagerbestände und Kapitalbindung Die Lagerhaltungskosten sollten möglichst gering sein und totes Kapital möglichst vermieden werden. · Erhöhung der Transparenz Die Auftragsabwicklung sollte möglichst Transparenz sein, um den Güterfluss optimal zu planen, zu steuern und zu kontrollieren.
- 4.3.1 Benennen und erläutern Sie drei Logistik-Funktionen einer Verpackung. (3 x 2 Punkte) Produktionsfunktion · ermöglicht die mengenmäßige Bereitstellung des Produktionsinput bzw. die mengenmäßige Aufnahme des Produktionsoutput Verwendungsfunktion: · Wiederverwendung der Verpackung beim Kunden oder die Verwendung für andere Zwecke Marketingfunktion: · wesentlicher Bestandteil der Produktpolitik
- 4.3.2 Warum ist die Bildung "Logistischer Einheiten" sinnvoll und welches Ziel wird damit verfolgt? (3 Punkte) · der Güterfluss durch das logistische Netzwerk entsteht durch die Aneinanderreihung von Lager-, Verpackungs-, Handhabungs-, Kontroll-und Transportvorgängen. Die Aneinanderreihung wird auch als Transportkette bezeichnet · der Güterfluss vom Lieferanten zum Kunden ist umso reibungsloser, aus je weniger "Bestandteilen" er sich zusammensetzt. Dies reduziert die Handhabungs-, Mess-und Zählvorgänge · Güterfluss vereinfachen und die anfallenden Kosten senken
- 4.3.3 Wann ist eine "Logistische Einheiten" ideal? (1 Punkt) Bestell-, Lager-, Verpackungs-, Lade- und Transporteinheiten sind im Idealfall identisch.
- 5.1.1 Benennen und erläutern Sie zwei Produktkategorien der Beschaffung? (2 x 2 Punkte) Sachprodukte: · materielles Ergebnis durchgeführter Faktorkombinationen o Repetierfaktoren( Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Teilfabrikate, Fertigprodukte) o Potentialfaktoren( Werkzeuge, Maschine, Anlagen) Dienstleistungsprodukte: · immaterielle Bereitstellung und Vollzug von Faktorkombinationen o Outsourcingleistungen( z.B. Werbung) Energieprodukte: · immaterielles Ergebnis durchgeführter Faktorkombinationen Rechte: · Verfügungsgewalt über Sachen, Dienste, Energien o Eigentumsrechte o Ertragsrechte o Nutzungsrechte( Miete, Pacht, Leasing)
- 5.2.3 Erläutern Sie eine Ursache zur Wiedereingliederung von outgesourcten Prozessen und Funktionen. (2 Punkte) Ursachen für „Incourcing“ sind meist Unzufriedenheit und Qualitätsverlust bei der Fertigung, die zu einem Imageverlust führen können.
- 5.3.1 Benennen Sie drei Sourcing-Konzepte, die sich daraus ergeben. (3 Punkte) (Folie 78) Sole Sourcing: · Dem Unternehmen steht aufgrund einer Monopolstellung des Lieferanten (z.B. durch staatliche Regulierungsmaßnahmen oder exklusiven Rechten) nur eine mögliche Bezugsquelle zur Verfügung. · Dadurch entsteht eine Abhängigkeit von der Geschäftspolitik des Lieferanten. Dual Sourcing: · Der Bezug eines Gutes von zwei verschiedenen Anbietern (Zweiquellenbezug). Das Risiko wird dadurch gestreut. Multiple Sourcing: · Ein Produkt wird von mehreren, untereinander konkurrierenden, Lieferanten bezogen (Mehrquellenbezug). · Die Beziehung zu dem Lieferanten ist eher kurzfristig und lose. · Durch einen möglichen Quotenbezug liefern mehrere Anbieter gleichzeitig Anteile des jeweiligen Produktbedarfs. · Dieses Vorgehen erhöht die langfristige Bezugsstabilität.
- 6.1.1 Benennen Sie zwei Entwicklungen, durch die sich der Strukturwandel äußert. (2 Punkte) Gütermengeneffekt: die globale Reduzierung der Fertigungstiefe hat einen starken Anstieg der zwischenbetrieblichen Warenflüsse zur Folge. Die Zunahme der Arbeitsteilung führt zu einem Anstieg des Güterverkehraufkommens (gemessen in t) und der Güterverkehrsleistung( gemessen in tkm) Güterstruktureffekt: der Anteil typischer Massengüter am Güterverkehrsaufkommen nimmt ab, während der Anteil hochwertiger Stückgüter aufgrund geänderter Beschaffungs-und Produktionsstrategien zunimmt (z.B. beim Modular Sourcing) Logistikeffekt: moderne Logistikkonzepte beeinflussen insbesondere den Transportsektor (z.B. JIT, JIS, VMI). Diese Konzepte erfordern den Transport kleiner Sendungsgrößen bei hoher Transportfrequenz, Termintreue und Transportqualität Integrationseffekt: durch die Öffnung nationaler Märkte im Rahmen von Freihandelszonen und WTO-Abkommen, verbunden mit der Ausweitung von Absatz-und Beschaffungsgebieten, sowie der Aufbau weltumspannender Produktionsnetze ^
- 6.2.3 Was versteht man unter "Verkehrswertigkeit", was unter "Verkehrsaffinität". (2 x 2 Punkte) Verkehrswertigkeit: · definiert die einzelnen Qualitätsmerkmale von Verkehrsträgern Verkehrsaffinität: · beschreibt die Anlehnung dazu die Anforderungen des Transportobjektes bzw. des Nachfragers
- 7.1.1 Was versteht man unter Bestandsmanagement? (2 Punkte) Das Bestandsmanagement befasst sich mit allen Entscheidungstatbeständen, die einen Einfluss auf die Lagerbestände haben. Lagerbestände sind Puffer zwischen Input- und Output-Flüssen von Gütern. Diese Puffer entstehen, sobald sich die zeitliche und quantitative Struktur der Input-Flüsse von der der Output-Flüsse unterscheidet.
- 7.1.2 Welche vier Fragen sind im Rahmen des Bestandsmanagements zu lösen? (4 Punkte) (1) Welches Gut soll gelagert werden? (2) Wie viel soll von dem Gut gelagert werden? (3) Wie viel soll zur Wiederauffüllung des Lagerbestandes bestellt werden? (4) Wann soll zur Wiederauffüllung des Lagerbestandes bestellt werden?
- 7.1.3 Ein Kriterium zur Gliederung der Materialarten ist "Ermittlung nach Ursprung und Erzeugnisebene". Erläutern Sie die drei Materialarten, die nach diesem Kriterium unterschieden werden? (3 Punkte) · Primärbedarf o absatzfähige Erzeugnisse( Marktbedarf) · Sekundärbedarf o Rohstoffe, Teile und Module zur Befriedigung des Primärbedarfs · Teritärbedarf o Betriebs- und Hilfsstoffe
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- 7.1.4 Benennen Sie das zweite Kriterium zur Gliederung der Materialarten. (1 Punkt) Ermittlung unter Berücksichtigung der Lagerbestände · Bruttobedarf o periodenbezogener Bedarf(Primär-, Sekundär- und Teritärbedarf) · Nettobedarf o Bruttobedarf-( verfügbarer Lagerbestand+ erwartete Lieferungen)
- 7.3.1 Benennen Sie die drei wesentlichen Gruppen von Lagerhaltungsmodellen? (3 Punkte) · statische Lagerhaltungsmodelle( optimale Bestellmenge) · dynamische Lagerhaltungssysteme · bestandsgesteuerte Lagerhaltungsmodelle( Bestellrythmus, Bestellpunkt)
- 7.3.2 Erläutern Sie kurz, welche beiden Kostenarten im Rahmen des Modells der "Optimalen Losgröße" entscheidungsrelevant sind. (4 Punkte) Im Rahmen des Modells der „Optimalen Losgröße“ sind die Lagerhaltungskosten und die Bestellkosten entscheidungsrelevant. Je häufiger bestellt wird, umso höher sind die Bestellkosten und umso niedriger die Lagerhaltungskosten. Bei einer geringeren Bestellhäufigkeit sind die Lagerhaltungskosten höher und die Bestellkosten niedriger. Die optimale Bestellmenge ist erreicht, wenn die Summe aus Bestell- und Lagerhaltungskosten am geringsten ist. (Folie 117)
- 8.1.3 Nennen und erläutern Sie zwei Teilsysteme des Warehouse-Management? (2 x 2 Punkte) Teilsysteme des Warenhouse-Management: · Materialflusssystem: Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Bearbeiten sowie der Verteilung von stofflichen Gütern innerhalb festgelegter Bereiche. · Organisationssystem: Wahl der Struktur und Steuerung der Abläufe innerhalb eines Systems. · Informationssystem: Gesamtheit der Informationselemente, die Materialflussvorgänge auslösen oder zu deren Durchführung notwendig sind.
- 8.2.1 Nennen und erläutern Sie zwei verschiedene Lagerhaltungsmotive. (2 x 2 Punkte) Um im Betrieb die laufende und termingerechte Versorgung mit Sachgütern sicherzustellen, wird die Lagerhaltung benötigt. Beispiele dafür können sein: · Mindestbestellmengen · Beschaffungsmarktsituation (z.B. saisonabhängige Rohstoffe wie Zuckerrüben) · Negative Preisschwankungen (Erhöhungen) · Größere Mengen (Rabatte) · Sicherheits‐ und Reserveeinlagerungen (wenn durch den Lieferanten eine pünktliche Lieferung nicht gewährleistet werden kann) · Produkte müssen einen Reifungs‐ oder Gärungsprozess durchmachen (z.B. Holz, Wein) · Geringere Lieferanten Abhängigkeit
- 8.2.2 Benennen Sie zwei Kriterien zur Bildung von Lagerzonen. (2 Punkte) · Lagertemperaturen (temperaturgeführt oder nicht temperaturgeführt) · Gewicht und Volumen der Artikel · Umschlagshäufigkeit (Schnell- oder Langsamdreher, ABC-Artikel) · Eigentumsverhältnisse der Artikel (Kunden-, Konsignations-, Zolllager) · vom Artikel ausgehende Gefahr (Gefahrgutklassifizierung) · Wert und Schwundhäufigkeit der Artikel
- 8.2.3 Nennen Sie jeweils zwei Einlager- und zwei Auslagerstrategien. (2 x 2 Punkte) Einlagerstrategien: · feste Lagerplatzvergabe · freie Lagerplatzvergabe · chaotische Lagerung Auslagerstrategien: · kürzester Bedienweg zur Auslagerung · Mengenanpassung( nur volle oder bereits angebrochene Ladeeinheiten werden ausgelagert) · FiFo( First In- First Out) · LiFo( Last In- First In) · FeFo( First Expired- First Out)
- 9.3.3 Grenzen Sie diese beiden Logistikdienstleistungs-Typen anhand von zwei Kriterien gegeneinander ab. (2 Punkte) Unterschiede grün. 3PL-Konzept: · 4PL sind „ non-asset-based” – 3PL sind “ asset- based” · 4PL sind meist Joint Ventures zwischen einen „ Federführer“ und mindestens einem weiteren Partner · Aus Kundensicht wird die ganze ( bzw. ein großer Teil) der Supply Chain an den 4PL ausgelagert und durch diesen geführt 4PL-Dienstleister koordinieren 3PL-Dienstleister und bieten eine zentrale
- 10.1.2 Benennen Sie drei Arten einer vertikalen Kooperation. (3 Punkte) Partner unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen · Externes Beschaffungslager · Lieferantenansiedlung und –parks · Quick Response · ECR=Efficient Consumer Response
- 10.1.3 Definieren Sie den Begriff "Gebietsspeditionskonzept". (2 Punkte) Ein Logistikdienstleister organisiert im Auftrag eines Abnehmers die Sammlung und Bündelung von Sendungen von Lieferanten in einem abgegrenzten Gebiet sowie den Transport der Sendungen bis zur Produktionsstätte des Abnehmers.
- 10.1.4 Benennen Sie im Rahmen des Gebietsspeditionskonzeptes zwei Aufgaben des Abnehmers und zwei Aufgaben des Gebietsspediteurs? (2 x 2 Punkte) Abnehmer: · Zuordnung Gebietsspediteur- Lieferantenstandort · Festlegung der Prozesse des Lieferanten an der Schnittstelle zum Gebietsspediteur · Vorgaben an den Spediteur bzgl. Transportmittel, Behälter, Lieferzeiten… Gebietsspediteur: · Durchführung der Sammeltouren( Fahrplan) · Konsolidierung der Einzelsendungen in zentralen Transitpunkten · Transport zum Abnehmer in Form von zielreinen Komplettladungen
- 10.2.1 Benennen und erläutern Sie die beiden wesentlichen Ziele von Quick-Response-Systemen. (2 x 2 Punkte) Minimierung der Reaktionszeit auf Kundennachfrage indem · die Nachfrage so genau wie möglich beim Verbraucher erfasst wird · Wiederbeschaffungszeiten über alle Stufen reduziert werden geringere Lagerbestände zur Sicherstellung der Verfügbarkeit
- 10.2.2 Benennen Sie die beiden Schwerpunkte des ECR. (2 Punkte) Efficient Consumer Response (ECR) ist eine Weiterentwicklung des Quick-Response-Konzeptes mit den beiden Schwerpunkten: · Nachfrageseitige Kooperationskonzepte im Bereich Marketing (Category Management) · Angebotsseitige Kooperationskonzepte im Bereich in der Logistik (Supply Chain Management)
- 10.2.3 Nennen Sie drei Ziele des ECR. (3 Punkte) · Reaktionsfähigkeit auf Veränderung des Marktes erhöhen und · Gleichzeitig die Sortimente · die Warenbeschaffung und Bestandsführung · die Werbemaßnahmen sowie · Produktneueinführungen unternehmensübergreifend zu optimieren
- 10.2.4 Welche beiden betrieblichen Funktionen integriert der Ansatz des ECR. (1 Punkt) ECR umfasst als ganzheitlichen Ansatz Marketing (Category Management) und Logistik (Supply Chain Management)
- 10.3.2 Benennen und erläutern Sie drei Ursachen des „Bullwhip-Effektes“! (3 x 2 Punkte) · Information o Nachfrageinformation lokal auf jeder Stufe ( Bestmenge, Prognose) o keine Transparenz und Visibilität der gesamten Supply Chain · Losgrößen bzw. Bestellmengen o Batchbildung, d.h. das Zusammenfassen von Bestellungen bzw. die losweise Produktion o Planung/ Bestellung zu bestimmten Zeitpunkten( z.B. am ersten Montag eines Monats) o Perioden ohne Bestellung folgen auf eine Periode mit einer großen Bestellmenge · Preisfluktuation o Erwartung von Preisänderungen o Preisschwankungen in Form von Promotions oder Mengenrabatten · Knappheit o Antizipation von Minderbelieferungen aufgrund von Bestandsrationierungen o Kontingentierung und Engpasspoker bei begrenzten Kapazitäten der Produktionsressourcen oder Materialverfügbarkeit eines Zulieferers
- 11.1.1 Benennen Sie zwei Anforderungen an die Informationslogistik. (2 Punkte) · Vermeidung von Medienbrüchen (mündlich – Schriftform – Dateiform) · Vermeidung von Datenredundanzen · Unternehmens- und länderübergreifende Kommunikationsstandards · zeit- und bedarfsgerechte Bereitstellung von Informationen
- 11.1.2 Was versteht man unter EDIFACT? (2 Punkte) = Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport. · bezeichnet den automatisierten und interventionsfreien Austausch von strukturierten Daten zwischen Geschäftspartner nach einheitlichem Standard (Maschine-zu- Maschine-Kommunikation)
- 11.1.3 Welche drei technologisch grundsätzlich unterschiedlichen Alternativen für das maschinelle Identifizieren werden im Rahmen der automatischen Datenerfassung unterschieden? (3 Punkte) · optisch( z.B. Strichcode-Leser) · elektromagnetisch( z.B. Magnetschrift-Leser) · funkfrequenzbasiert( z.B. RFID passiv/ aktiv)
- 11.2.1 Benennen und erläutern Sie zwei Vorteile von Transpondern im Vergleich zum Barcode. (2 x 2 Punkte) · Wiederverwendbarkeit · hohes Datenvolumen speicherbar · Lesbarkeit ohne direkte Sichtverbindung und über weitere Distanzen zum Transponder (Laber oder Tag) · Relative Schmutzunempfindlichkeit