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Wissenschaftliches Arbeiten (Fach) / VO330015 (Lektion)
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- Techniken und Methoden Einfache Suche – Voreingestellte Suchmaske der Datenbank, Basic Search– Suche in den nicht‐numerischen Feldern der Datenbank– Eingabe einfacher Suchbegriffe• Schlagworte• Stichworte – Schlagworte• In Gebrauch seit ca. 1980• Vergeben nach bestimmten Regeln (vom Autor der Publikation, dem Editor,dem Herausgeber, dem Betreiber der Datenbank)• Regeln nicht immer eindeutig definiert• Hilfsmittel für eine Suche nach Schlagworten– Alphabetischer Schlagwort‐Index, Register– Stichworte• Begriff aus der Publikation• Muss exakt in dieser Form dort vorkommen → Systematscher toter Winkeleiner Suche →• Die meisten Datenbanken sind nicht Kontext‐sensitv →• Zink‐Zufuhr ≠ Zinkzufuhr ≠ Zinkaufnahme ≠ Ziknaufnahme– Kombination aus Schlagwort‐ und Stichwortsuche: Eher zu viele Treffer als zu wenige →
- Techniken und Methoden Erweiterte Suche – Differenzierten Zugriff auf einzelne Suchkriterien einer Datenbank inkl.numerischer Felder, Advanced Search – Formale Suchkategorien, eindeutige Identifikation• Autoren• Titel• Verlag• Erscheinungsjahr• ISBN‐Nummer• Zeitschrift• Auflage• Ausgabe• Seitenzahl Beginn• Seitenzahl Ende – Inhaltliche Suchkategorien• Schlagworte• Stichworte
- Was bedeutet Trunkierung? – Werkzeug zur Erleichterung der Suche nach Stichworten– Verwendung eines Platzhalters (Joker) als Ersatz für beliebige andere Zeichen *, ?, % oder $– Mit * → Abschneiden grammatikalische Endungen →mehrere Zeichen als variabel gekennzeichnet• Zinkmangel* → Zinkmangel, Zinkmangels, Zinkmangelerscheinung– Maskierung mit ? → ein Zeichen als variabelgekennzeichnet• Zin? → zinc, Zink
- Was sind Platzhalter? *, ?, % oder $
- Was sind Boolesche Operatoren? – George Booles (1815‐1864), englischen Mathematiker Operatoren für logische Verknüpfungen:• UND – AND• ODER – OR• NICHT – NOT• (XOR) • UND– Liefert die Schnimenge → Treffer, die alle Suchbegriffe gleichzeitig enthalten– Bei den meisten Datenbanken „vorgegeben“– Zink UND Mangel → Eingabe von UND nicht nötig • ODER– Liefert die Vereinigungsmenge → Treffer, die mindestens einen der Suchbegriffeenthalten– Bei Suche nach Synonymen– Zinkaufnahme ODER Zink‐Aufnahme ODER Zinkzufuhr ODER Zink‐Zufuhr • NICHT– Liefert die Differenzmenge → Treffer, die besmmte Begriffe exklusiv enthalten– Zink NICHT Eisen → nur Treffer mit Zink und keine mit sowohl Zink als auch Eisen • XOR = ODER ‐ UND
- Was ist Berry Picking? - Suchstrategie zur erweiterten Suche– Nutzen formaler und inhaltlicher Informationen aus einer ersten Trefferliste für eine weitere Suche– Herauspicken nützlicher Informationen (Stichworte, Schlagworte) →– Liste der Suchbegriffe wird schrittweise erweitert
- Assoziative Suche – Schneeballprinzip als Recherchestrategie– Ausgehend von einer gefundenen vielversprechenden Publikation (F0) →– Über deren Literaturverzeichnis die zitierte Literatur verfolgen (F1) →– Mit den gefundenen relevanten Publikationen ebenso verfahren (F2)– Zahl der Such‐Generationen sollte vorher festgelegt sein
- Was tun mit der Trefferliste? – Moderner akademischer Dreikampf: Beschaffen – Lesen – Bewerten – Zuvor: Sortieren• Aktualität (Erscheinungsjahr)• Publikationsform (z.B. „review articles“ nach vorne)• Autoren• Eigene Relevanz‐Kriterien• Häufigkeit des Suchbegriffs
- Was tun bei zu wenigen Treffern? – Null‐Treffer‐Falle → Aufgeben ohne Analyse der• Suchbegriffe• Suchkriterien• Verknüpfungen• Einschränkungen – Suchstrategien zur erweiterten Suche (!!!!)• Trunkierung• Berry picking• Assoziative Suche• Verknüpfungen (OR)
- Was tun bei zu vielen Treffern? – Veränderung der Suchbegriffe– Einschränkungen• Veröffentlichungszeitraum• Publikationsformen– Verknüpfungen (AND, NOT)
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- Präsenz‐Bibliothek – Alles vor Ort →– Keine Ausleihe (gelegentlich Mitnahme übers WE möglich)– Recherche über Standort‐Katalog– Direktentnahme der gefundenen Treffer (Buch, Zeitschrift)– Nutzung nur innerhalb der Bibliothek (Kopierer, Leseräume, Laptop‐Arbeitsräume etc.)– Meist eigenverantwortliche Rückgabe an den Standort am selben Tag
- Magazin‐Bibliothek – Ausleihen oder Arbeit im Lesesaal nach vorheriger Bestellung aus dem Archiv– Recherche nur über Katalog (OPAC)– Information über Standort im Archiv, Nutzungsbedingungen, Bestellmöglichkeiten, Leihfristen, Reservierung
- Freihand‐Bibliothek – Medien frei zugänglich– Suche im Katalog (OPAC) oder frei am Regal– Ordnung mit Signatur (Auskunft über Inhalt und Standort)– Aufstellung der meisten Medien nach Sachgebieten– Zeitschriften• Ältere Jahrgänge in Sammelbänden, evtl. im Archiv (Platzmangel)• Neue Jahrgänge lose– Servicekriterien: Kopierer, Scanner für USB oder e‐mail derDokumente, Lesekabinen, Gruppenarbeitsräume, Laptop‐Arbeitsräume
- Was ist Ideendiebstahl? Ausbeutung von fremden Forschungsansätzen und Ideen, auch als Gutachter
- Wer ist für die Kontrolle für wissenschaftlich korrektes Arbeiten zuständig? Office of Research Integrity‐Konferenz Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität
- Was ist ein review article? (Tertiärquelle) Berichte über den aktuellen Stand der Diskussion in einem Forschungsbereich
- Was sind Referenzwerke? Zusammenfassende Information über Inhalt von Primär- und Sekundärquellen (Tertiärquelle)
- Was ist Salamitaktik? Die Portionierung von Studienergebnissen in kleine Häppchen.
- Sekundär- und Tertiärquellen Sekundärquellen: Monografie Zeitschriftenartikel Arbeitspapier Tagungsband Sammelband? Tertiärquellen: Lehrbuch Monografie Zeitschriftenartikel (review article) Handbuch Online-Enzyklopädie Referenzwerke: Online-Kataloge, Suchmaschinen, eigene Literaturverwaltung Hilfsmittel bei der Recherche
- Reihenfolge "Level of evidence" RCTs Other controlled clinical trials (andere kontrollierte, klinische Studien) Observational studies (cohort and case control) (Beobachtungsstudien, Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien) Case studies, anecdote, bench studies and personal opinion (Fallstudien, Anekdoten, Bankstudien und persönliche Meinung)
- INterheart Studie – 52 Länder– 15.152 Fallpatienten– 14.820 Kontrollen– Beziehungen von Raucherstatus, anamnestischemBluthochdruck oder Diabetes mellitus, Waist‐to‐Hip‐Ratio,Ernährungsgewohnheiten, körperlicher Aktivität,Alkoholkonsum, Apolipoprotein‐(Apo‐) Blutspiegeln undpsychosozialen Faktoren mit dem Auftreten vonMyokardinfarkten – Signifikanter Zusammenhang mit dem Auftretenvon akuten Myokardinfarkten• Rauchen (Risko)• Diabetes mellitus (Risiko)• Abdominelle Adipositas (Risiko)• Täglicher Verzehr von Obst und Gemüse (Schutz)• Regelmässiger Alkoholkonsum (Schutz)
- Kohortenstudien • Sammlung von Daten in einer Gruppe gesunder Teilnehmer (Körperzusammensetzung,Ernährungsweise, körperliche Aktivität etc.)• Beobachtung der Kohorte über einen längeren Zeitraum (follow up‐Periode):– Bei einigen Mitgliedern der Kohorte entwickeln sich bestimmte Krankheiten– Bei anderen nicht • Vorteile von Kohortenstudien– Vergleich bestimmter Verhaltensweisen zwischen beiden Gruppen– Kein Bias durch retrospektive Berichterstattung– Ableitung mehrerer Zusammenhänge (Tumor und Diät, Tumor und Rauchen, Tumor undkörperliche Aktivität)– Proben der Teilnehmer werden gespeichert → Material für spätere Untersuchungen • Nachteile von Kohortenstudien– Berücksichtigung von Störgrößen erforderlich– Statistische Aussagekraft (power) nur bei vielen Teilnehmern → Unterschiedliche Verhaltensmuster zwischen den Subgruppen →– Studien sind teuer– Meist auf Länder mit hohem pro‐Kopf‐Einkommen beschränkt• Berechnungsmaß → RR
- EPIC Studie EPIC‐Studie (European Prospective Investigation intoCancer and Nutrition)– > 525.000 Teilnehmer (ca. 365.000 Frauen und 160.000Männer zwischen 35‐70 Jahren)– 23 Zentren in 10 europäischen Ländern• Daten über den Lebensstil• Daten über das Ernährungsverhalten (Diet History, FFQ, 7‐Tage‐Schätzprotokolle)• Blutproben– Ergebnis u.a.• Zusammenhang zwischen Ballaststoffen und kolorektalemKarzinom → In Gruppen mit niedrigem Ballaststoffverzehr würdeeine Verdopplung des Konsums das Risiko um 40% vermindern
- EndNote Web – Online → Referenzquellen verfügbar– Direkter Zugriff auf Artikel– Cite while you write– Größere Auswahl an Zitationsstilen– Exzerpieren über Leerfelder möglich, eher umständlich
- Citavi – Offline– Kein direkter Zugriff auf Artikel (es sei denn, Sie sind online)– Cite while you write– Bearbeiten von Zitationsstilen möglich– Felder für Exzerpieren– Aufgabenverwaltung– Wissensmanagement
- Was kann bei der Bachelorarbeit als Anhang angefügt werden? • Rohdaten• Probandenaufklärung• Gesetzestexte• Abgewandelte oder eigens entwickelte Formeln• Abgewandelte oder eigens entwickelte Fragebögen• Diagramme zum Versuchsaufbau
- Was macht der Hochschulschriftenserver? Überprüft hochgeladene Arbeiten auf Plagiate