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Wissenschaftliches Arbeiten (Fach) / VO330015 (Lektion)

Uni Wien

Diese Lektion wurde von JohnnyPi erstellt.

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  • Nennen Sie Gründe für die Literaturrecherche Wettbewerbsvorteil Begründung --> ultima ratio der wisschenschaftlichen Arbeit Kommunikation --> Darstellung der eigenen Befunde in der Öffentlichkeit --> Kenntnis bestimmter Standards und der Terminologie der eigenen Disziplin Übung, Schutz vor Fehlern
  • Wissenschaftliches Fehlverhalten Erfindung und Verfälschung von Daten Plagiat Selbstplagiat: Redundanz, Duplikation Verletzung geistigen Eigentums anderer Wissenschaftler Sabotage/Behinderung/Beseitigung von Daten Conflict of Interest Autorenstreit Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Verstoß gegen Rechtsgrundlagen bei Humanstudien Reviewer Concerns
  • Publikationsethik Erfindung und Verfälschung von Daten Präsentation fiktiver Daten Manipulation von Daten Manipulation von Methoden Herausnahme unerwünschter Ergebnisse Manipulation der Darstellung/Abbildung Probleme dabei: Verletzung der Integrität anderer Forscher Verschwendung der Zeit anderer Forscher Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit Fehlinterpretation mit Auswirkung
  • Gründe der Literaturrecherche Was zählt zur "Theoretischen Begründung"? Eine Aussage wird zu anderen gültigen Aussagen in eine logische Beziehung gesetzt Geeignete Textpassagen aus einer Quelle müssen sachlich richtig zitiert werden                → Zitierregeln Literatur- oder Theoriearbeit
  • Gründe der Literaturrecherche Was zählt zur "Empirischen Begründung"? Quellen befinden sich noch im „Rohzustand“ (statistische Daten, Ergebnisse von Fragebögen, Versuchsergebnisse) Daten werden mit einer quantitativen oder qualitativen Methode erhoben und ausgewertet Quanititative Methode: Hypothese → repräsentatives Datenmaterial → Hypothese überprüfen (z.B. Fragebögen mit geschlossenen Fragen, FFQ) - z.B. Einstellung zum Studium über Auswahlliste Qualitative Methode: Unstrukturierte Daten → Ableitung von Hypothesen → Überprüfung mit quantitativen Methode (z.B. Interviews) - z.B. Einstellung zum Studium über eigene Formulierungen, die später kategorisiert werden
  • Publikationsethik Plagiat Aus dem lateinischen plagium= Menschenraub– Direkte Abschrift vom Original– Sinngemäße Wiedergabe eines Originals– Reproduktion eines Originals– Paraphrasieren (Umschreibung)
  • Publikationsethik Selbstplagiat (Redundanz, Duplikation) Was ist ein Selbstplagiat? Die Publikation eines Artikels, dessen Inhalt mit anderen Artikeln desselben Autors überlappen Die Portionierung von Studienergebnissen in kleine Häppchen (Salamitaktik) Der Verstoß gegen Copyrights durch wiederholte oder redundante Publikationen der/die Studierende gibt ein und dieselbe Arbeit in mehreren Lehrveranstaltungen ab bzw. verwendet bestehende eigene Texte in wissenschaftlichen Arbeiten, ohne dies auszuweisen (zur Frage: was ist ein Selbstplagiat?) Beispiele Veröffentlichung derselben Kontrollwerte in verschiedenen Publikationen Veröffentlichung identischer Tabellen und Abbildungen in verschiedenen Publikationen Veröffentlichung verschiedener Subgruppen aus einer Studie in mehreren Manuskripten Veröffentlichung derselben Daten aus verschiedener Perspektive (klinisch, grundlagenwissenschaftlich)
  • Redundanz (Selbstplagiate) Die Veröffentlichung von Copyright-Material, auch mit ergänzenden Angaben. Probleme der Redundanz– Verstoß gegen Copyright– Zeitverschwendung der Reviewer– Unnötige Erhöhung des publizierten Materials– Irreführung der wissenschaftlichen Fachwelt– Überbewertung der eigenen Befunde– Bias für Metaanalysen
  • Duplikate (Selbstplagiate) Die Veröffentlichung eines identischen ArtikelsProbleme:– Inflation der eigenen Publikationsliste– Verfälschung der Evidenz Zulässigkeit– Zur Überwindung von Sprachbarrieren– Nur unter Angabe der Erstveröffentlichung• Konsequenzen– Ablehnung des Manuskripts– Veröffentlichung einer Begründung in den betroffenen Zeitschriften und/oder PubMed– Information anderer Zeitschriften– Information des Dienstgebers– Evtl. zivilrechtliche Schritte bei Verstoß gegen Copyright• Motiv für Selbstplagiate– Publish or perish-Phänomen– Bedürfnis der Außendarstellung Konsequenzen– Ablehnung des Manuskripts– Veröffentlichung einer Begründung in den betroffenenZeitschriften und/oder PubMed– Information anderer Zeitschriften– Information des Dienstgebers– Evtl. zivilrechtliche Schritte bei Verstoß gegen Copyright • Motiv für Selbstplagiate– Publish or perish-Phänomen– Bedürfnis der Außendarstellung
  • Wie können Plagiate vermieden werden? Aussagen referenzieren alle verwendeten Quellen angeben alle Personen angeben, die bei der Durchführung der Arbeit geholfen haben (Danksagung, Acknowledgements) direkte Zitate in Anführungszeichen setzen Ausschließliches Paraphrasieren ist keine Eigenleistung → Quelle angeben Ausgiebige Zitate (z.B. Bedienungsanleitung, Zutatenliste, experimentelle Methode, Fragebogen etc.) benötigen evtl. die Erlaubnis des Verlags der Quelle Verwendung bereits publizierter eigener Abbildungen oder Tabellen → Zustimmung des Verlags (copyright assignment) (kein Paraphrasieren und keine ausgiebigen Zitate)
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  • Conflict of Interest Politisch, religiös, persönlich, finanziell Häufigste Form → finanzielle COI durch Nähe zur Industrie New England Journal of Medicine … führen zum Ausschluss eines Autors (allerdings „nur“ bei Übersichtsartikeln) COI sind nicht verboten → COI müssen deklariert werden (Transparenz)
  • Was ist eine Autorenschaft? National Institute of Health Substanzieller Beitrag bei Konzeption und Design der Studie, Akquise der Daten, Analyse der Daten, Interpretation der Ergebnisse Nachweislicher Anteil an der Erstellung des Manuskripts, seiner Überarbeitung (evtl. der Revision) Zustimmung zur Publikation des Manuskripts Bereitschaft, für die Studie und deren Veröffentlichung Verantwortung zu übernehmen KEINE Autorenschaft: International Committee of Medical Journal Editors Ausschließliche finanzielle oder räumliche Unterstützung oder Unterstützung Sachmittel Schreibhilfe
  • French paradox - MONICA MONICA (Monitoring Cardiovascular Disease): – Projekt der WHO: 1976 und 2002, 21 Länder, 37 Zentren, 10 Mio. Patienten– Die Mortalitätsrate ischämischer koronarer Ereignisse in Frankreich ist niedriger als die in anderen westlichen Industrienationen (gleich der von Japan und China)
  • Wie sieht der Zustand der Franzosen aus? • 15en% gesättigte Fette• Cholesterinwerte wie USA und Großbritannien• HDL‐Cholesterin nicht höher als in Vergleichsländern• Gleiche Verteilung der Risikofaktoren Hypertonie, Übergewicht, Rauchen, Inaktivität wie in anderen westlichen Industrienationen• Aber: Statistisch höchster Pro‐Kopf‐Verbrauch eines bestimmten „Lebensmittels“, Rotwein
  • Was ist Apoptose? - Wesentlicher Mechanismus für das natürliche Absterben der Zellen– Programmierter Zelltod:• Zellmembranen verlieren ihre Struktur• Chromosomen werden abgebaut• Der Kern wird zerstückelt• 30‐120 Minuten• Die zellulären Fragmente werden dann innerhalb von 24h von Nachbarzellen aufgenommen• Eine Entzündung findet nicht statt
  • Was ist Angiogenese? – Neubildung von Gefäßen– Um eine bestimmte Größe überschreiten zu können, muß ein Tumor die Fähigkeit entwickeln, den Angiogeneseprozeß steuern zu können (jede Zelle muß näher als 200 μm an ein Blutgefäß heran)– Pro‐ und anti‐angiogenetische Faktoren fördern oder hemmen das Tumorwachstum– Tumorzellen produzieren selbst Angiogenesefaktoren wie VEGF oder FGF → Gleichgewicht aus angiogenetischen Faktoren und ihren Hemmern wird verschoben– Beeinflussung der Angiogenese gilt als der vielversprechendste therapeutische Ansatz
  • Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität – www.oeawi.at– Seit 2008– Gegründet durch:• Austrian Academy of Sciences• Vienna Science and Technology Fund (WWTF)• IST Austria• Austrian Science Fund (FWF)• 12 Universitäten (u.a. Uni Wien)
  • Was macht ORI? – http://ori.hhs.gov/case_summary der letzten Jahre mit Nennung von:• Name• Affiliation• Art der Verstöße• Grants, die betroffen waren• Veröffentlichungen, die betroffen waren• Art der Bestrafung
  • Wann liegt wissenschaftliches Fehlverhalten vor? Bei vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Falschangaben• Erfinden von Daten• Verfälschen von Daten– Herausnahme unerwünschte Ergebnisse– Manipulation einer Darstellung oder Abbildung• Unrichtige Angaben in einem Bewerbungsschreiben oder einem Förderantrag• Wahrheitswidrige Behauptungen, eingereichte Arbeiten seien durch Fachwissenschaftler geprüft• Befürwortung von Arbeiten anderer ohne solche Prüfung Bei Verletzung geistigen Eigentums anderer Wissenschaftler• Unbefugte Verwertung unter Anmaßung derAutorenschaft (Plagiat)• Ausbeutung von fremden Forschungsansätzen und Ideen, auch als Gutachter (Ideendiebstahl)• Hinnahme unbegründeter Ko‐Autorenschaften• Unbefugte Veröffentlichen oder Zugänglichmachen für Dritte vor der Freigabe durch den Autor Bei Vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Behinderung der Forschungstätigkeit sowie leichtfertigem und unlauterem Versuch der Imageschädigung anderer Wissenschaftler– Sabotage von Forschungstätigkeit– Beseitigung von Daten und Verletzung der Dokumentations‐ und Aufbewahrungspflicht– Mitverantwortung bei Beteiligung, Mitwissen um Fälschungen, Ko‐Autorenschaft gefälschterPublikationen und grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht
  • Was ist ein Vollplagiat? der/die Studierende gibt eine fremde Arbeit ohne Einverständnis des tatsächlichen Urhebers bzw. der tatsächlichen Urheberin als seine eigene aus
  • Was ist ein Zitat ohne Beleg? der/die Studierende übernimmt Teile eines fremden Werkes ohne entsprechende Quellenangabe
  • Was ist ein Übersetzungsplagiat? der/die Studierende übersetzt fremdsprachige Arbeiten (bzw. Teile davon) und übernimmt sie ohne entsprechende Quellenangabe
  • Was ist Ghostwriting? der/die Studierende gibt eine fremde Arbeit mit Einverständnis des tatsächlichen Urhebers bzw. der tatsächlichen Urheberin als seine eigene aus
  • Irrelevant bei Plagiaten ist grundsätzlich: – ob der fremde Text bzw. die fremden Textteile aus einer Monographie, aus Fachzeitschriften oder aus dem Internet stammen– ob das fremde Werk wörtlich übernommen (Wortlautplagiat) oder leicht abgeändert oderangepasst wurde (Paraphrasieren ‐ inhaltliches Plagiat) → auch ein in eigenen Wortenwiedergegebener Text kann ohne entsprechende Quellenangabe ein Plagiat darstellen
  • Welche Folgen hat ein Plagiat? Konsequenzen sind durch das Rektorat zu veranlassen: – Aberkennung der Titel– Information anderer Universitäten– Disziplinarverfahren– Kündigung– Strafanzeige– Weitergabe der Information an die Medien
  • Was sind die "Drei Säulen zur Verhinderung von Plagiaten"? – Bewusstseinsbildung – Softwarecheck• StudentInnen müssen ihre Diplomarbeiten, Master‐ Thesis und Dissertationen auf denHochschulschriftenserver hochladen• Plagiatssoftware Ephorus und iThenticate• Übereinstimmungen werden für eine weitere Begutachtung markiert• Dauer: 24 Stunden – Menschliche Kontrolle• Bewertung der Ergebnisse durch Studienprogrammleitungen und BetreuerIn– Freigabe (wenn alles korrekt ist)– Überarbeitung (bei kleinen Mängeln)– Neues Thema (bei schweren Mängeln)
  • Primärquellen Betreffen den Gegenstand der eigenen wissenschaftlichen Arbeit (z.B. erhobene Daten,statistische Daten (Statistik Austria), Fragebögen, Interviews, Gesetzestexte) • Theoretische Primärquelle– Wissenschaftlicher Text als Forschungsgegenstand (Literaturanalyse)– Wird recherchiert, inhaltlich ausgewertet , interpretiert und zitiert • Empirische Primärquelle– Rohmaterial an Daten aus einer Versuchsreihe, Daten aus Fragebögen– Wird erhoben, ausgewertet (beschreibende und schließende Statistik) undanschließend interpretiert
  • Sekundärquellen – Wissenschaftliche Arbeiten über den Forschungsgegenstand– Basis für theoretische Begründung– Wird recherchiert, inhaltlich ausgewertet, interpretiert, verglichen, diskutiert im Hinblick auf die eigenen Forschungsfrage und zitiert
  • Tertiärquellen – Theoretische Quelle über den Forschungsgegenstand und dessen theoretischem Unterbau– Überblick über Theorien → inhaltlich orienterte Tertärquellen, z.B. Lehrbücher– Berichte über den aktuellen Stand der Diskussion in einem Forschungsbereich → review articles– Zusammenfassende Information über Inhalt von Primär‐ und Sekundärquellen → Referenzwerke – Sonderform: Referenzquellen → Informationen über Informationen = Metainformationen• Information darüber, wo Sie andere Quellen finden können– Online‐Kataloge– Suchmaschinen– Eigene Literaturverwaltung• Hilfsmittel bei der Recherche
  • Was ist MEDLINE? Medical Literature Analysis and Retrieval System Online; EMBASE, Excerpta Medica Database, © Elsevier B.V. Medizinische/Naturwissenschaftliche Datenbank von Zeitschriftenarktikeln zu EW, Public Health und Medizin
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  • Publikationsformen Bücher → Online‐Katalogen der Uni‐Bibliotheken, Datenbanken des Buchhandels Zeitschritenartkel → Referenz‐ und Volltextdatenbanken e‐Publikationen– Keine eigenständige Publikationsform– Medientyp der Publikation Lehrbuch Monografie Arbeitspapier Sammelband Tagungsband Handbuch Nicht alle Dokumente sind veröffentlicht (eigene Forschungsergebnisse, Laborbuch) Nicht alle Dokumente sind allgemein zugänglich („graue Literatur“: Institutsberichte, Forschungsberichte, Seminararbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen)
  • Was sind e-Publikationen? (Publikationsform) – Keine eigenständige Publikationsform– Medientyp der Publikation
  • Lehrbuch (Publikationsform) – Sammlung von etabliertem Wissen (Grundlagenwissen)– Strukturiert und verständlich– Ein oder mehrere Autoren– Erster Kontakt mit wissenschaftlichen Informationen für Studierende– Tertiärquelle, evtl. Referenzquelle (Literaturverzeichnis)– Keine Eignung als Sekundärquelle, wenn aktuelle wissenschaftliche Diskussion ausgeklammert wird– Uneinheitliche (didaktische) Qualität• Hilfsmittel: Revisionen
  • Monografie (Publikationsform) – Einzeluntersuchungen, Dissertationen, Habilitationsschriften– Meist nur ein Autor– Erscheinungsjahr → Auskun􀅌 über Aktualität– Sekundärquelle– Tertiärquelle (je nach Literaturverzeichnis und theoretischem Teil, als „review article“)– Uneinheitliche Qualität• Gesunkene Produktionskosten → Veröffentlichung einer Vielzahl solcher Schriften• Qualitätskriterium ist die Annahme der Arbeit durch die Hochschule• z.B. AV Akademiker Verlag, Shaker‐Verlag, Verlag Dr. Kovac, disserta Verlag
  • Zeitschriftenartikel (Publikationsform) – Tertiärquelle („review article“)– Sekundärquelle → Ort der aktuellen wissenschaftliche Diskussion in den Naturwissenschaften– Qualitätsmerkmale• Peer Review (peer = ebenbürtig, gleichrangig)– Begutachtung des eingereichten Artikels durch Experten eines Fachgebiets• Impact factor (jährlich veröffentlichter Aktienindex, Journal Citation Report)– Institute for Scientific Information (ISI) des Medienkonzerns Thomson Reuters– Zahl gibt an, wie oft die Artikel einer Zeitschrift in den zurückliegenden 2 Jahren zitiertwurden– IF = 1 im Jahr 2011: Jeder Artikel der Zeitschrift aus den Jahren 2009 und 2010 wurdedurchschnittlich einmal zitiert wurde
  • Was ist der Impact Factor? Jährlich veröffentlichter Aktienindex, Journal Citation Report – Institute for Scientific Information (ISI) des Medienkonzerns Thomson Reuters– Zahl gibt an, wie oft die Artikel einer Zeitschrift in den zurückliegenden 2 Jahren zitiertwurden
  • Was ist ein Peer Review? (peer = ebenbürtig, gleichrangig)– Begutachtung des eingereichten Artikels durch Experten eines Fachgebiets
  • Kritik am Impact Factor: Welche Nachteile hat er? – Keine Auskunft über die Zitierhäufigkeit eines einzelnen Artikels– Wird nicht für alle Zeitschriften ermittelt– Verlage zahlen Thomson Reuters für die Aufnahme in die Datenbank– Selbstzitate werden nicht herausgefiltert– 2 Jahre berücksichtigt zu sehr Zeitschriften, die kurzlebige Themen veröffentlichen– Gremium ist nicht international (englischsprachige Zeitschriften haben einen Vorteil)– Innovation findet auch außerhalb von Zeitschriften statt
  • Arbeitspapier und Sammelband (Publikationsformen) • Arbeitspapier– Diskussionspapiere, Forschungsberichte, working papers– Von einer Arbeitsgruppe z.B. auf ihrer Homepage zugänglich gemacht– Nicht Peer‐reviewed– Sekundärquelle • Sammelband– Mindestens ein Herausgeber, der für das Gesamtkonzept verantwortlich ist– Beiträge stammen von verschiedenen Autoren– Unterschiedliche Qualität• Systematisches Konzept• Sammelsurium unzusammenhängender Beiträge– Genutzt als last resort für abgelehnte Zeitschriftenartikel– Ping‐Pong‐Prinzip• A schreibt für den Sammelband von B• B schreibt dann später auch für A
  • Tagungsband und Handbuch (Publikationsformen) • Tagungsband– Sonderform des Sammelbands– Herausgabe der Vorträge, Präsentationen, Workshops und Diskussionen vonKongressen, Symposien, Tagungen– Kann sehr aktuell sein– Qualität hängt ab von der Tagung• Manche Kongressveranstalter akzeptieren jede Präsentation, da sie über die Teilnahmegebühr denKongress finanziert– Sekundärquelle • Handbuch– Nachschlagewerke, Enzyklopädie– Ein oder mehrere Herausgeber– Einzelbeiträge von Experten zu einer Wissenschaftsdisziplin oder einemForschungsbereich– Tertiärquelle → Eins􀆟egssuche
  • Sonderform des Handbuchs - Online Enzyklopädie im Internet – Web 2.0: Beteiligung der Nutzer an der Erstellung von Informationen– quick and dirty‐Recherche – Kritikpunkte: (!!!!)• Authentizität der Information• Verlässlichkeit der Information• Anonymität der Autoren (Experte, Laie, Scharlatan)• Plagiatsverdacht• Förderung der copy‐paste‐Gesellschaft– Schneller Überblick, kein Ersatz für „echte“ Recherche
  • Referenzquellen • Angebote der Bibliothek– Bibliothekskataloge– Bibliografische Datenbanken– Elektronische Zeitschriftenbibliothek • Option außerhalb der Bibliothek– Suchmaschinen im Internet
  • Bibliothekskataloge • 4 miteinander verbundene Ebenen: Lokal, Regional, National, International• Fast alle Ebenen in Form elektronischer Datenbanken • Lokaler Katalog– Bestände einer Institution (z.B. Universität)– OPAC (Online Public Access Catalogue)‐Standard– Schlagwörter– Standortbezeichnung– Individualisierende Signatur– Schnelles Auffinden erzielter Treffer • Uni Wien (bibliothek.univie.ac.at)– u:search ‐ Die Suchmaschine der UB Wien– Online‐Katalog der UB Wien– Für ältere Publikationen• Kataloge der Hauptbibliothek bis 1988• Zentralkatalog der Institute 1972‐1991 • Fachbereich (bibliothek.univie.ac.at/fbpharmazie/kataloge.html)– Online‐Katalog FB Pharmazie/Ernährungswissenschaften 1996 ff.– Für ältere Publikationen• Zentralkatalog der Institute 1972‐1991 • Regionale Kataloge– Verbundkataloge– Mehrere Einzelkataloge einer Region • Überregionale Kataloge (national, international)– Suche in mehreren Verbundkatalogen– Suchanfragen werden separat abgearbeitet undErgebnisse gemeinsam angezeigt
  • Was bedeutet OPAC? (Online Public Access Catalogue)‐Standard
  • Bibliothekskatalog - Uni Wien • Uni Wien– Österreichischer Bibliothekenverbund ‐ Suchmaschine und Katalog– EOD ‐ Digitalisierte und digitalisierbare Bücher der UB Wien und von 17 Partnerbibliotheken– Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK)– Linkliste: Österreichische wissenschaftliche Bibliotheken– Online‐Katalog der Büchereien Wien • Weltweit größter Bibliothekskatalog Worldcat(www.worldcat.org)
  • Elektronische Zeitschriftenbibliothek (Referenzquelle) • Portal aller Zeitschriften, die Artikeln imelektronischen Volltext anbieten (ca. 45.000)• Rotes Symbol: Kein Zugriff möglich• Grünes Symbol: Freier Zugriff• Gelbes Symbol: Von Ihrer Bibliothek lizenzierteZeitschri􀅌en → Zugriff im Lizenzzeitraum• Auswahl nach Fachgebieten• Suche nach eingetragenen Zeitschriften
  • Suchmaschinen (Referenzquelle) • Geschäft mit Metainformation• Konzept der Volltextindizierung• Suche als maschinelle Leistung, nicht auf intellektueller Ebene• Crawlers (Spiders) durchsuchen das Netz nach bestimmten Algorithmen• Nicht (immer) formal einheitliche Ergebnisse ↔ im Unterschied zu bibliografischen Datenbanken, die nach einem vorgegebenen System organisiert sind
  • Was sind Crawlers? (Spiders) - durchsuchen das Netz nach bestimmten Algorithmen
  • Was versteht man unter deep web/hidden web? Versteckter Bereich des Internets, der von den Suchmaschinen ausgeklammert wird • Unklarheit der verwendeten Algorithmen → Darstellung derErgebnisse nach ?Relevanz? • Ranking kann manipuliert sein – Häufigkeit der Suchbegriffe in einem gefundenen Dokument(Mehrfachnennung im unsichtbaren Quelltext)– Anzahl von Hyperlinks, die von anderen Webpages auf die betreffendeSeite verweisen (Search Engine Marketing, Search Engine Optimization →Wirtschaftszweige zur Analyse, wie Suchmaschinen hierfür zukommerziellen Zwecken benutzt/angepasst werden können)– Unternehmen können sich den Platz als Kurzanzeige neben den Top Tenkaufen
  • Auswahlkriterien für eine Referenzquelle – Publikationsform• „review article“ → u:search• Lehrbücher → u:search, Online Katalog Uni Wien bzw. FB• Definitionen von Begriffen → Suchmaschine – Wissenschaftsdisziplin• Vorauswahl über Datenbankservice/Metalib, EZB oder FB – Zugänglichkeit• Option zur direkten Ansicht der Treffer → u:search, EZB – Erscheinungszeitraum (evtl. Kataloge der Uni Wien ausvergangenen Jahrzehnten) – Sprache• Oberfläche u:search → deutsch• Oberfläche pubmed → englisch