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Politikwissenschaft (Fach) / Quantitative Methoden (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Yixy erstellt.

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  • Definiton: Empirische Sozialforschung (Flick 2009) Sozialforschung ist die systematische Analyse von Fragestellungen unter Einsatz von empirischen Methoden (z.B. der Befragung, Beobachtung, Datenanalyse, etc.) mit dem Ziel, verallgemeinerbare Aussagen empirisch begründet treffen oder überprüfen zu können.Es lassen sich auch unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen, die von der genauen Beschreibung eines Phänomens über dessen Erklärung bis zur Bewertung eines Vorgehens oder einer Institution reichen können.-Flick 2009 Wichtigste Punkte: systematische Analyse empirische Methoden verallgemeinerbare Aussagen treffen oder begründen im sozialen Bereich
  • Unterschied / Abgrenzung zwischen 'Alltagswissen und Handeln' und 'Wissenschaft und Forschung'. (Flick 2009: 13) KontextAlltag:Handlungsdruck, Problemlösung, Entlastung durch RoutinenWissenschaft:Handlungsentlastung, Problemanlayse, Hinterfragung von RoutinenProzessAlltag:implizite (intuitive) oder erfahrungsgeleitete Theoriebildung, PragmatismusWissenschaftexplizite und methodengeleitete Theorienbildung, ForschungsmethodenStatus des WissensAlltag:konkret und SituationsbezogenWissenschaft:abstrakt und verallgemeinerndVerhältnisAlltag:Alltagserkenntnise als Ausgangspunkt für ForschungWissenschaft:Alltagswissen zunehmend beeinflusst von Forschungsergebnissen.-Flick 2009: 13
  • Ursprünge der empirischen Sozialforschung Quantitative Analyse: Interesse an Regelmäßigkeiten und Erklärungen Politische Arithmetik in England im 17. Jhd. Ziel war die Suche nach gesellschaftlicher und ökonomischer Gesetze und deren Anwendung auf politischen Probleme. Von J. Graunt und W. Petty begründet. Sekundäranalyse von Sterbefällen, Auswirkungen das Zeitlebens auf Gesundheit und Heiratsalter, Selbstmordraten auf der Basis von Verwaltungsdaten der KircheQualitative Analyse: Interesse an Darstellung und Erklärung des EinzelfallesUniversitätsstatistik von Hermann Conring in Deutschland. Lehre von den Staatsmerkwürdigkeiten“ (Conring), z.B. in Wirtschaft, Recht, Sitten, LebensgewohnheitenStatistik = Staatskunde (Gottfried Achenwall)
  • Qualitätskriterien der empirischen Sozialforschung 'Regeln' der Wissenschaft (Anspruch, Form, Resultat, Relevanz, Ethos) Anspruch: Objektivität (sachlich, vorurteilsfrei, neutral)Form: Verständlichkeit (einfache, zweckmäßige Darstellung) -Logische Argumentation (folgerichtiges Denken, Begründung von Argumenten, korrekte Schlussfolgerungen) Resultat: Intersubjektive Nachvollziehbarkeit -Methodische Nachprüfbarkeit (Beweis- und Begründungspflicht; Bereitstellen von empirisch erhobenen Daten) -Überprüfbarkeit (Falsifikationismus, potentielle Wiederlegbarkeit) Relevanz: wissenschaftlicher Fortschritt und Originalität (eigenständige Beitrag)Ethos: Ehrlichkeit (Datenmanipulation, Plagiate etc.) und Fairness (Kollegialität, Unparteilichkeit,   gegenseitiger Respekt)
  • Unterschied der Qualitativen und Quantitativen Forschung TheorieQual.Steht am Ende, wird entwickeltQuan.Steht am Anfang, wird überprüft FallauswahlQual.gezielt nach möglicher Relevanz des FallesQuan. an Repräsentativität orientiert, ideal: ZufallsauswahlDatenerhebungQual. offenQuan.standardisierte MethodeDatenauswertungQual.InterpretationQuan.StatistikHypothesenlogikQual.generiert HypothesenQuan.überprüft Hypothesen FallzahlenQual.geringQuan.hoch
  • Wissenschaftstheorie: Theoriebegriff Gegenstand: vollständige, widerspruchsfreie und präzise ErfassungSprache: Festlegung von Begriffen und BedeutungenAxiomatik: Grundsätze, logische Aussagen und Thesen   => Axiom = als absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises                          bedarfWissen: Ordnung von Informationen und Fakten Leistung: Beschreibung und Erklärung der Vergangenheit und Voraussagen für die Zukunft, Begründung von Urteilen und BewertungenSpeziell bezogen auf ESF: Aussagen darüber, wie die soziale Welt strukturiert ist, wie sie funktioniert, wie ihre Teile und diese mit dem Ganzen zusammenhängen
  • Aufgaben und Ziele der Wissenschaftstheorie Reflexion über die Bedingungen, unter denen Wissenschaft entsteht und betrieben wird. Welche (Vor-)Annahmen haben wir über die soziale Welt, die wir erforschen? Wie positionieren wir uns selbst als Forschende? Wie und mit welchen Techniken können wir soziale Phänomene erkennen und erforschen? Klärung, um Verwirrungen bei der Diskussion von theoretischen Standpunkten zu vermeiden und andere Positionen zu erkennen und zu verstehen und eigene Position zu begründen. Wissenschaftstheorien Aussagen über Theorien -> Theorien Aussagen über Realität -> Realität 
  • Ontologie – Lehre vom Sein Die Ontologie befasst sich mit einer Einteilung des Seienden und mit den Grundstrukturen der Wirklichkeit und der Möglichkeit. Aussagen über die Realität und die Welt.Wahl des Forschungsgegenstandes trifft eine Annahme über die Realität. Grundunterscheidung zwischen Realisten und Nominalisten:Realisten: Es gibt eine Welt unabhängig der Subjektiven Beobachtung, die Realität.Nominalisten: Es gibt keine vom Beobachter unabhängige Welt. Realität wird durch das Subjekt mithilfe von Vornahmen konstruiert (Konstruktivismus). Speziell für die Sozialwissenschaften ist ontologisch die Frage zu klären, wie die soziale Wirklichkeit zu erklären ist, d. h. ob ihre Regelhaftigkeit ebenso wie in den Naturwissenschaften auf objektivierbare Ursachen zurückführbar ist (kausale Erklärung) und/oder ob sie vor allem durch subjektive Motive der Handelnden zustande kommt (intentionale Erklärung).
  • Epistemologie - Erkenntnislehre Wie erlangen wir Wissen über uns und unserer Welt?Welche Kriterien zur Rechtfertigung von Wahrheitsansprüchen gibt es? Wie können gültige wissenschaftliche Aussagen bzw. spezifische Aussagensysteme – wissenschaftliche Theorien – begründet und von falschen Aussagen unterschieden werden? Frage nach der Definition von Wahrheit. Relevanz für die ESF: Wissenschaftlichkeit der ESF im Vergleich mit den Naturwissenschaften – angesichts der Komplexität menschlichen Verhaltens (Kausalität) und der vergleichsweise geringen Genauigkeit (Beschreibung, Erklärung und Prognose) Beispiel: Wahlforschung – aber: Differenz zwischen Erklärung und Prognose   Grundunterscheidung zwischen Realisten und Nominalisten Realisten: Empirische Beobachtung, Beschreibung und Erklärung der Welt – Abbild, Kongruenz, Gesetzmäßigkeiten Nominalisten: Subjektivität und Deutungsschema verhindern einen Zugriff auf die Realität – Aufklärung über eigene Deutungsschemata, Beobachtung von Mustern der Konstruktion von Realität 
  • Wissenschaftstheorie - Paradigmen Drei Ansätze Drei Ansätze, mit denen sich soziale Realität beobachten, beschreiben, erklären/verstehen lässt. Jeder Ansatz verbindet sich paradigmatisch mit einem Set an Theorien und Methoden. Paradigma im wiss. Kontext: Grundlegende Denksysteme (verwandte Annahmen, Fragestellungen, Methoden etc.) Positivismus: Übernahme des naturwissenschaftlichen Ansatzes in der ESF Hermeneutik: Gegenprogramm zum naturwissenschaftlichen Ansatz; Verstehen statt Erklären Kritische Theorie: Wissenschaft findet in einem vermachteten Raum statt, der selbst zum Gegenstand der Aufklärung gemacht werden muss.                                
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  • Positivistischer Ansatz Ontologische Grundposition: Realismus – die Welt existiert unabhängig von unserer Kenntnis über sieEpistemologische Grundposition: Möglichkeit eines direkten Zugriffs auf Wirklichkeit aus, die entlang von Regelmäßigkeiten und kausalen Zusammenhängen organisiert ist=> Trennung von Sein und Sollen – Wertfreiheit, Objektivität=> Forscher = getrennt vom Gegenstand, objektivMethodologische Grundposition: Beobachtung, Messung, Experiment – wahr ist, was demonstrierbar und empirisch belegbar ist=> Anspruch: kausale Zusammenhänge feststellen=> Fokussierung auf quantitative Methoden zur Überprüfung von Hypothesen (deduktives Modell)
  • Hermeneutischer Ansatz Ontologische Grundposition: die Welt ist nicht unmittelbar und eindeutig erfahrbar=> Die Welt ist sozial und diskursiv konstruiert; Subjekte agieren auf Grundlage ihrer Werte und Erwartungen – Gesellschaft kann man sich nur denken als intersubjektiv konstruiertEpistemologische Grundposition: es gibt keine unmittelbare Erkenntnis=> Wirklichkeit wird nicht abgebildet, sondern erzeugt – soziale Strukturen existieren nicht unabhängig von unserer Interpretation=> Radikaler Konstruktivismus: jedes Bild, das wir uns von der Welt machen, ist eine KonstruktionMethodologische Grundposition: Abschied von der Objektivität=> Fakten sind ideologisch geladene Tatsachen und keine realen Phänomene=> wissenschaftliche Erkenntnis ist mit Macht verbunden, nicht mit Wahrheit, daher relativ kontextgebunden, kontingent=> Fokussierung auf qualitative Methoden Quantitative
  • Kritischer Ansatz Ontologische Grundposition: Menschheit = Gesellschaft (und alle in einer Gesellschaft bestehenden Verbindungen sind dialektische Verbindungen)=> Geschichte ist die Geschichte eines Kampfes mit offenem AusgangEpistemologische Grundposition=> kritisch-dialektisch: gegen Harmonie, Widersprüche=> Wissen hat Klassencharakter, weil bestimmt von Klassenideologie (Überbau)Methodologische Grundposition=> Ideologiekritik (Kritische Theorie)=> Diskursanalyse (Foucault; Mouffe)=> Dekonstruktion (Derrida)
  • Auswahl des Forschungsproblems nach Flick:=> Forschungsproblem im Alltag entdeckt=> Fehlende Daten und empirische Kenntnisse zu bestimmten Problem=> Forschungslücken in Fachliteratur=> als Folge vorausgegangener Untersuchungen, die neue Fragen aufgeworfen haben oder            bestimmte Fragen unbeantwortet lassen generell: Auftragsforschung vs. selbstinitiierte Forschung
  • Auswahl des Forschungsproblems - Ziel der Forschung 1. Beschreibung: Was ist der Fall?2. Erklärung: Warum ist etwas der Fall? Wissenschaftliche Kriterien:=> Präzision der Problemformulierung=> wissenschaftliche Tragweite=> empirische Untersuchbarkeit Ethische Kriterien:=> Menschenwürde unantastbar=> Freiwilligkeit=> keine physische oder psychische Beeinträchtigung=> Anonymität
  • Operationalisierung Exploration & Präzisierung der Dimensionen Konzeptspezifikation: keine subjektive „Begriffsanarchie“, sondern Konventionen beachten=> Definition, die von den Mitgliedern der wissenschaftlichen Fachgemeinschaft akzeptiert bzw. verstanden wirdMethoden zur Exploration eines theoretischen Konstrukts:=> Literaturstudium (Bandbreite von Definitionen)=> bestehende Theorie auswählen oder aber neue Definition selbst     formulieren & Klärung ob unser Begriff mehrere Dimensionen besitzt Exploration des Vorstellungsfeldes kann ergeben, dass Begriff mehrereDimensionen besitzt (multi-dimensionale Begriffe)=> Einzeldimensionen begrifflich zu präzisieren=> Hilfreich: einzelne Dimensionen noch weiter nach Sub-Dimensionen zu     unterteilen Indikatorenuniversum (IU): es existiert für jedes theoretische Konstrukt ein IU,aus dem eine Anzahl von Indikatoren zu ziehen ist=> d.h. im Prinzip erbringt jeder Indikator dieselbe Messung des Konstrukts=> Indikatoren beliebig austauschbar  Homogenität des IU=> untersucht man verschiedene Fälle und kommt zu verschieden Ergebnisse,      ist IU nicht homogen, daher multiple Indikatoren benutzen Multiple Indikatoren: als Mittel zum Ausgleich von Messfehlern=> Messwert (y) = wahrer Wert (x) + Messfehler (e)     o Indikatoren benutzen, die bereits in früheren Untersuchungen verwendet        wurden:     o Indikatoren erst nach Pretest formulieren     o Informationsbeschaffung von Mitgliedern des zu untersuchenden        Personenkreises
  • Operationalisierung Entwicklung eines Messinstruments Theoriesprache und Beobachtungssprache, Korrospondezsregel Variablen Theoriesprache (Lt): Begriff, Erhält das Forschungsinteresse (Bsp.: politisches Interesse)Korrospondezregel verbindet Theoretischen Begriff (Lt) mit empirischen Indikator (Lo).Bsp.: Personen werden mit u.g. Indikator zu ihrem Politikinteresse befragt. Ihnen stehen folgende Antwortmöglichkeiten zur Verfügung: "sehr stark", "stark", "mittelmäßig", "weniger stark", "überhaupt nicht". Die Antworten auf diese Frage werden durch den Interviewer festgehalten. Beobachtersprache (Lo): Indikator (Wie stark interessieren Sie sich für Politik?) Variablen: Für ein Begriff kann es mehrere Variablen und somit auch Indikatoren geben.Bsp.:Begriff: Individuelle ArbeitsintensitätVariablen: Vorbereitungszeit für LV, Besuch LV, Mitarbeit LVIndikatoren: Arbeitszeit mit Texten, Häufigkeit der Teilnahme, Wortmeldungen
  • Operationalisierung Indikatorenauswahl Theoretische Begriffe werden anhand der Korrespondenzregeln mitbeobachtbaren Sachverhalten verknüpft=> dafür werden Messanweisungen gegeben=> direkt beobachtbare Sachverhalte stellen eine Merkmalsausprägung einer     Konstruktdimension dar (manifeste Variablen) =>  daraus werden     Indikatoren gebildet! Indikatoren zeigen an, ob und in welchem Umfang ein Merkmal einesKonstrukts anzutreffen ist!=> Indikatoren werden über verschiedene Datenerhebungsinstrumente     gemessen     o Beobachtungsplan     o Fragebogen     o Interviewleitfaden     o … Es empfiehlt sich immer die Verwendung multipler Indikatoren => dadurchlassen sich die Auswirkungen von Messfehlern verringern!
  • Was ist eine Variable? Das Gegenteil einer Konstante.Konstante: Eigenschaften, die allen beobachteten Objekten zukommtVariable: Unterschiede zwischen den beobachteten Objekten.                     - Setzt die Existenz von mindestens einer Dimension voraus, auf der Objekte                                   unterschieden werden können.                     - Merkmale, die unterschiedliche Werte annehmen können.Bsp.: Konstante: MenschenVariable: Unterscheidung zwischen Männern und Frauen
  • Operationalisierung Unterschiedliche Arten von Variablen Hinreichend genaue Anweisung, wie die in einem theoretischen Begriff spezifizierten Eigenschaften beobachtbaren Sachverhalte zugeordnet werden sollen (Messung, Skalierung, Indexbildung sind Spezialfälle der Operationalisierung). Wir konstruieren die Kategorien zu den Variablen (-10 bis 10/ Links bis rechts/ Sozialistisch, Liberal, Konservativ). Variablen können dichotom (geteilt: Mann/Frau), diskret (wenige Ausprägungen) oder stetig (Zahlenmengen, die wir begrenzen) sein. Körpergröße kann man messen, für Intelligenz brauch man Indikatoren (ABC lernen auf Zeit, Zeit ist der Indikator / Festivalbänder als Indikator für Interesse). Temperatur - stetiBildungsgrad  - diskret Manifeste Variablen sind direkt beobachtbar(Alkoholmenge, Gewicht, Geschlecht,) Latente Variablen sind nicht beobachtbar (sichtbar).(Konzentrationsfähigkeit, Intelligenz,)
  • Experiment Einmalige Untersuchung Einer Gruppe Individuen wird ein Stimulus verabreicht (Treatment = X), danach wird eine Variable gemessen (Observation = O).Ablauf:t1 = X ,   t2= O (Stimulus -> Messung)Unzulässige Methode, um Ursache-Wirkung-Beziehungen darzustellen.Stimulus X kann nicht zweifelsfrei mit der Messnung O in Verbindung gebracht werden, da ein Vorwert fehlt, an dem eine Verädnerung durch X abzulesen wäre.Maximal zulässig, wenn Vorwert aus anderer Untersuchung bekannt ist.
  • Experiment Vorher-Nachher-Messung Einer Gruppe Individuen wird auf eine Variable untersucht (O), danach wird ein Stimulus verabreicht (Treatment = X), danach wird die gleiche Variable auf Veränderung untersucht / erneut gemessen (Observation = O). Ablauf:t1 = O , t2= X ,  t3= O(Messung -> Stimulus -> Messung) Wenn die 2. Messung von der ersten abweicht, dann kann der Stimulus dafür die Ursache sein, muss es aber nicht sein. Andere Ursachen sind nicht auszuschließen.
  • Experiment Kontroll- Experimentalgruppen Zwei Gruppen1. Gruppe: Eine Gruppe Individuen wird auf eine Variable untersucht (O), danach wird ein Stimulus verabreicht (Treatment = X), danach wird die gleiche Variable auf Veränderung untersucht / erneut gemessen (Observation = O). (OXO-Design)2. Gruppe:  Eine Gruppe Individuen wird auf eine Variable untersucht (O), nachdem der ersten Gruppe ein Stimulus verabreicht wurde wird die gleiche Variable auf Veränderung untersucht / erneut gemessen (Observation = O). Die Gruppe an sich erhält kein Treatment!1. Gruppe: t1 = O ,  t2 = X ,  t3 = O2. Gruppe: t1 = O ,  t2 =     , t3 = ODie beobachteten Messwerte in der Experimentalgruppe unterscheiden sich von den Messwerten in der Kontrollgruppe.Beziehung zwischen Veränderung in t3 und Stimulus in t2 trotzdem nicht beweisbar: Drittvariablen können nicht ausgeschlossen werden. 
  • Experiment Survey Design Befragung einer hinreichend großer Anzahl von Personen. Stimulus wird nicht aktiv gesetzt, sondern legedlich vom Forscher abgefragt!Gruppe 1: t1 = X ,  t2 = O  - ExperimentalgruppeGruppe 2: t1 =    ,  t2 = O  - KontrollgruppeBsp.: Abgefragt wird der Einfluss von häuslicher Gewalt auf die Kindererziehung.Frage 1 (t1): Sind sie in der Vergangenheit Opfer häuslicher Gewalt geworden?Wenn ja, dann Experimentalgruppe, wenn nein, dann Kontrollgruppe.(Ex-Post-Facto-Studien)
  • Störfaktoren Interne Validität (5 Stück) Validität = Gültigkeit einer Messung (größte Bedeutung in Sozialwissenschaften): Ausmaß,in dem das Messinstrument tatsächlich das misst, was es messen soll.Unterschiedliche Störfaktoren, welche Interne Validität beeinflussen:- Zwischenzeitliches Geschehen (history)=> Einflüss, die zusätzlich zum Stimulus die abhängige Variable beeinflussen können. - Reifungsprozess (maturation)=> Innere, biologisch-psychologische Prozesse, die die abhängige Variable beeinflussen. Bei kürzeren Testzeiträumen z.B.: Hunger, bei längeren Zeiträumen z.B.: Veränderte Einstellungen, Erwachsen werden.- Messeffekte (testing)=> Auswirkungen der ersten Messung auf die zweite. Bsp. Intelligenztest: Probanden können aus dem ersten Test lernen und so im zweiten ein besseres Ergebnis erzielen.- Hilfsmittel (instrumentation)=> Einfluss auf die gemessene Variable durch unterschiedliche Fragebögen, Interviewer etc.- Auswahlverzerrung (selection)=> Ungleiche Auswahl an Individuen in der Kontroll- und Experimentalgruppe. Individuen unterscheiden sich auf unterschiedlichen Dimensionen, nicht nur durch den Stimulus.
  • Störfaktoren Externe Validität (2 Stück) Validität = Gültigkeit einer Messung (größte Bedeutung in Sozialwissenschaften): Ausmaß,in dem das Messinstrument tatsächlich das misst, was es messen soll.Störfaktoren der Externen Validität - Reaktive Effekte des Messens=> Durch den Pretest kann die Versuchsperson empfänglich für den Stimulus werden, was Einfluss auf die gemessene Variable haben kann. -Reaktive Effekte der experimentellen Situation=> Messumgebung kann zu sehr von der Alltagssituation abweichen, sodass intern Valide Ergebnisse enstehen, diese aber nie in der Realität so stattfinden. 
  • Störfaktoren Techniken zur Kontrolle -Elimination: Ausschaltung denkbarer Störfaktoren (Laborsituation als Ideal)-Konstanthaltung, sofern Störeinflüsse unvermeidlich sind – Ziel: Störfaktoren sollten in beiden Gruppen (allen Beteiligten) möglichst gleich wirken-Gewährleistung, dass sich Kontroll‐ und Experimentalgruppen nur hinsichtlich des Stimulus unterscheiden=>Matching (Parallelisierung): Auswahl der Gruppen nach Merkmalsausprägungen. Aktive Mitarbeit, dass sich die beiden Gruppen in gewollten Merkmalen gleichen.=>Randomisierung (Zufallszuweisung): Zufallseinweisung in die Gruppen
  • Ex‐post‐facto‐Anordnungen Vor‐ und Nachteile -Ersatz für echte Experimente – soziale Realität wird nachträglich geordnet -Häufigste Form: Befragung – hohe Relevanz für empirische Sozialforschung –und gerade für die Politikwissenschaft -Vorteile: relativ geringer Ressourceneinsatz kann eine große Datenmengeerzielen -Herausforderung: kausale Reihenfolge der Variablen
  • Wirkungen von Drittvariablen auf die gemessenen Dimensionen Bsp.: Einfluss vom Konsum gewaltätiger Filme auf die Aggressivität.1) „Antezedierende Drittvariable“Erziehungsstil (Z) hat Einfluss auf Filmkonsum (X) und auf Aggresivität (Y). (Beeinflussung im Vorfeld)2) „Intervenierende Drittvariable“Der Filmkonsum (X) führt zur steigenden Konflikthäufigkeit mit dem Partner (Z), was wiederum zur steigenden Aggressivität (Y) führt. (Umweg) 3) „Verdeckung der Beziehung durch die Drittvariable“Das Selbstvertrauen (Z) verdeckt die vorhandene Beziehung zwischen X und Y: für Personen mit hohem Selbstvertrauen besteht ein negativer Zusammenhang – bei niedrigem Selbstvertrauen hingegen ein positiver Zusammenhang
  • Ex‐post‐facto‐Anordnungen Querschnitt‐ vs. Längsschnittuntersuchungen Drei Arten der Längsschnittuntersuchung Querschnittuntersuchungen: Die Untersuchung (z.B. Befragung oderBeobachtung) findet nur einmal statt und dienen der Überprüfung von Hypothesen über den Zusammenhang von zwei (bivariate Analyse) oder mehreren Merkmalen (multivariate Analyse). Vorteile: Geringer Kostenaufwand, keine Stichprobenpflege über einen längeren ZeitraumNachteil: Kausalzusammenhänge nur eingeschränkt überprüfbar.Längsschnittuntersuchungen: Die Untersuchung (z.B. Befragung oder Beobachtung) findet mehrmals statt und die Veränderungen werden verglichen.=>PaneldesignWiederholung der Untersuchung mit gleicher Stichprobe. Aussagekräftiger als Trenddesign.=>KohortendesignKohorte: Eine Bevölkerungsgruppe, die sich durch ein zeitlich gemeinsames längerfristiges prägendes Startereignis definiert. Die Idee hinter dem Kohortenkonzept ist, dass beispielsweise die Mitglieder einer Geburtskohorte gemeinsamen kulturellen und sozialökonomischen Einflüssen ausgesetzt sind, die sich auch in einem mehr oder minder starken Grad auf den Lebensverlauf auswirken.=>TrenddesignWiederholung der Untersuchung mit unterschiedlicher Stichprobe. Kann Trendveränderungen der Gesamtgrundmenge abzeichnen, jedoch sind die Ergebnisse nicht auf die Individualebene abzuleiten.
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  • Ex‐post‐facto‐Anordnungen Kohorteneffekt, Lebenszykluseffekt (Alterseffekt), Periodeneffekt Kohorteneffekt: Unterschiede, die zwischen verschiedenen Kohorten bestehen und sich somit auf das Vorhandensein unterschiedlicher sozialer und umweltbedingter Einflüsse zurückführen lassen, werden als „Kohorteneffekte“ bezeichnet.Lebenszykluseffekt:Effekte, bei der der Effekt auf die gemessene Variable (z.B. Scheidungsrisiko) von der Zeit abhängt, die seit dem Startereignis (z.B. Eheschließung) vergangen ist. Veränderung ist abhängig von der Prozessdauer. Periodeneffekt:Historisch einmalige Ereignisse, die Einfluss auf eine gemessene Variable haben. (z.B.: Wirtschaftskrise hat in allen Kohorten ein Einfluss auf die gemessene Variable "Häuserkauf") 
  • Ex‐post‐facto‐Anordnungen Trendstudien Regelmäßige Datenerhebung mit demselben Messinstrument mit wechselnder Stichprobe der gleichen Grundgesamtheit. Nachbauten vormals durchgeführter Studien und Vergleich der Ergebnisse. 
  • Einstellungsfragen Frage nach der Wünschbarkeit oder Beurteilung eines Statements. (lehne ab / stimme zu, sollte / sollte nicht, gut / schlecht, …)
  • Was sind Überzeugungsfragen? Fragen nach dem, was Befragte für wahr oder falsch halten. Zielt auf die Einschätzung vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger Realität. (richtig / falsch, wahr / unwahr, …)
  • Verhaltensfragen Fragen nach Verhalten der Befragten
  • Was sind Eigenschaftsfragen? Fragen nach persönlichen oder demographischen Eigenschaften, wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand…
  • Klassifizierung von Befragung Strukturierungsgrad Wenig strukturierte Situation: Mündlich, ohne Fragebogen. Der Interviewer ordnet und formuliert die Fragen je nach Situation. Interviewer passiv, Befragter bestimmt Gesprächsablauf. Bietet sich an, wenn Forschungsgegenstand noch nicht klar umrissen ist, um standardisiertere Methoden vorzubereiten oder zu ergänzen. Im Einzelgespräch oder Gruppen möglich. Teilstrukturierte Situation: Gespräch wird auf vorbereiteten und vorformulierter Fragen strukturiert. Interviewer kann nur Reihenfolge der Fragen bestimmen, nicht Anzahl oder Formulierung. Leitfadengespräch.Starkstrukturierte Situation: Reihenfolge und Fragen sind für jeden Probanden gleich. Standardisierte Fragebögen und Neutralität des Interviewers. Standard-Vorgehensweise in den Sozialwissenschaften. Grundprinzip der Messung: Fragestellung von Fall zu Fall vergleichbar, Antworten unterscheiden sich nur aufgrund verschiedener Merkmale der Probanden. Interviewer muss seine eigenen Einstellungen verbergen und darf nicht auf Antworten zustimmend oder ablehnend reagieren. Interviewer sollten regelmäßig getauscht werden.
  • Klassifizierung von Befragung Strukturierungsgrad - Verschiedene Arten von Interviews nicht standatisiertmündlich: Experten-, narratives Interviewschriftlich: Umfragen bei Experten /Zielgruppenteil-standartisiertmündlich: Leitfadeninterviewschriftlich: Experten-, Zielgruppenbefragungstandatisiertmündlich: face-to-face-, Telefoninterviewschriftlich: postalisches Interview
  • Arten von Frageinhalten Typologie - Einstellungen, Meinungen=> Aspekt der Wünschbarkeit=> Negative/positive Beurteilung zu einem Statement- Überzeugungen=> Was hält der Befragte für wahr und falsch- Verhalten=> Überzeugungen zum eigenen Verhalten
  • Einstellungs‐ und Meinungsfragen Typisches Wording Einstellungsfragen: Frage nach der Wünschbarkeit oder Beurteilung eines Statements. (lehne ab / stimme zu, sollte / sollte nicht, gut / schlecht, …) Aus Einstellungsfragen kann nicht ohne weitere theoretische Grundlage auf zukünftiges Verhalten geschlossen werden.Labaw: Lieber aktuelles Verhalten und objektive Umgebungsbedingungen analysieren. „Behavior tells a complete story.“ Häufig: Einstufung einer Frage auf Rantingskala (z.B.: 1-10) oder Likert-Skala (stimme nicht zu...)
  • Überzeugungsfragen Kennzeichnen Überzeugungsfragen: Fragen nach dem, was Befragte für wahr oder falsch halten. Zielt auf die Einschätzung vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger Realität. (richtig / falsch, wahr / unwahr, …) Mit Überzeugung sind subjektive Aussagen über Fakten gemeint. Wahrnehmung und Einschätzung vergangener, gegenwärtiger oder zukünftiger Realität. Werden Kategorien vorgegeben, ist zu bedenken, dass diese nicht unbedingt neutral wirken, sondern ungewollt Informationen vermitteln können.
  • Verhaltensfragen Kennzeichen Verhaltensfragen: Fragen nach Verhalten der Befragten.In der Regel retrospektive Fragen. Überzeugungen der Befragten bezüglich ihres eigenen Handelns im Gegensatz zu kognitiv erfahrenen Sachverhalten bei ÜberzeugungsfragenFragen nach Verhalten in der Zukunft unzuverlässig => eher Meinungsfragen.
  • Fragebogenstruktur Fragen: offen vs. geschlossen Offene Fragen: Versuchsperson muss Antwort selbst niederschreiben, keine vorgegebenen Antworten. Geschlossene Fragen: Mulitiple-Choice-Questions. Auch mit Rangordnung möglich: Häufigkeit (nie, selten, oft, immer) / Intensität (nicht, wenig, mittelmäßig, ziemlich, sehr) / Bewertung (Stimmt nicht, stimmt mittelmäßig, stimmt) / Wahrscheinlichkeit (keinesfalls, wahrscheinlich nicht, vielleicht, ziemlich wahrscheinlich, ganz sicher).Vorteil offener Fragen: Proband wird nicht in bestimmte Richtung gelenkt, Wissenstand wird besser widergespiegelt. Vorteil geschlossener Fragen: Bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse.Nachteil offener Fragen: Artikulationsfähigkeit bezüglich Einstellungen und Meinungen der Probanden unterschiedlich (Unterschiedliche Antworten =! Unterschiedliche Meinungen). Fehler durch den Interviewer, der die Antworten niederschreibt. Hoher Auswertungsaufwand, Verallgemeinerbarkeit schwierig. Nachteil geschlossener Fragen: Können Antworten vorgeben, an die der Proband noch nie gedacht hat. Zwang zu wählen, wenn Alltagswissen nicht ausreicht. In der Praxis werden oft Hybridfragen verwendet.
  • Hybridfragen Kennzeichen Kombination aus geschlossenen und offenen FragenTypische Erscheinungsform: meist geschlossene Antwortvorgaben, ergänztdurch eine Kategorie Sonstiges
  • Wortwahl und Satzbau Regeln einfache Worte/Aussagen, keinesfalls überfordern kurz und konkret formuliert nicht suggestiv, nicht hypothetisch, sondern neutral formuliert auf einen konkreten Sachverhalt bezogen keine doppelten Stimuli und Negationen balancierte Aufgaben einfache Wortwahl, kurze Sätze, Vermeidung von Suggestivfragen, neutrale Wortwahl, konkrete Fragestellung, keine hypothetischen Formulierungen, auf den Sachverhalt bezogene Fragen, keine doppelte Verneinung, keine überfordernden Fragen, Fragen sollten balanciert sein (negative und positive Antwortmöglichkeiten mit abfragen)
  • Kategorienbildung Disjunkt & erschöpfend Disjunkt = getrennt, geschieden (von gegensätzlichen Begriffen, die zu einem Gattungsbegriff gehören) [Duden] Antwortkategorien sind disjunkt, wenn sich jede Person zweifelsfreieiner einzigen davon zuordnen kann=> disjunkt = überschneidungsfrei / nicht überlappend=> 0‐100; 101‐200; 201‐300, 301‐400, … Erschöpfend: Abdeckung aller möglichen Antworten durch Antwortvorgaben=> Frage: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten SonntagBundestagswahl wäre?“=> Antwortmöglichkeit: CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne
  • Fragenblöcke Sinnvolle Strukturbildung Fragen können sich gegenseitig beeinflussen. Erste Frage sollte leicht und interessant gestaltet werden, um in das Thema einzuführen. Zu einem Themenbereich immer mehrere Fragen stellen, Themen-gebundene Frageblöcke, neue Frageblöcke mit Überleitungsfragen einleiten. Vermeiden, dass ein Proband zu oft ‚trifft nicht zu` Ankreuzen muss, um nicht zu langweilen: Anfangsfrage, die entscheidet, ob ein Themenkomplex übersprungen werden kann. Sensible Fragen am Ende abarbeiten, um Abbruch des Interviews nicht zu provozieren. Keine Fragen ohne theoretischen Wert aufnehmen: Idealerweise ist späteres Analyseverfahren vorab klar. - Fragen, die ähnliche Inhalte erfragen, sollten zu (sinnvollen!) Fragenblöckenzusammengefasst und nacheinander abgefragt werden- Zusammenhang zwischen Frageblöcken durch Überleitungssätzegewährleisten=> Beispiel: „Uns interessiert auch noch etwas Anderes, und zwar …“- Technik der Trichterung: Frageblock sollte mit allgemeiner Frage zum Themabeginnen und mit spezielleren Themen enden
  • Pretest Welche Funktionen hat er? Was sollte man beachten? - Hypothesen‐ und Variablenbildung- Prüfung der inhaltlichen undoptischen Struktur des Fragebogens1) frame of reference probing, Frage wird gestellt, und danach versucht herauszufinden, wie es zu der Antwort kam, um den Bezugsrahmen des Probanden zu bestimmen. 2) paraphrasing, Gestellte Fragen sollen in eigenen Worten wiederholt werden. 3) think aloud, Gedanken während der Beantwortung sollen laut geäußert werden. Zeit, die benötigt wird um eine Frage zu beantworten, als Maß für die Schwierigkeit einer Frage.
  • Befragteneffekte Antworttendenzen Mehrere Antwortverzerrungen lassen sich unterscheiden – beispielsweise…- Explizite Antwortverweigerung (Item‐Nonresponse)- Abgabe einer inhaltlichen Antwort, obwohl keine Meinung vorhanden ist(Non‐Attitude)- under‐ oder overreporting (Angabe eines niedrigeren/höheren Wert als real)- Bevorzugung von mittleren und neutralen Antwortkategorien (Response Set)- Tendenz, sozial erwünscht zu antworten (Social Desirability)- Inhaltsunabhängige Zustimmungstendenz (Acquiescence)
  • Fragen‐ und Fragebogeneffekte Merkmale Welche Faktoren beim Fragebogendesign beeinflussen das Antwortverhalten? (3 Stück) -Frageposition: Position im Fragebogen beeinflusst Antwortverhalten(Ausstrahlungseffekt, Halo‐Effekt) -Frageformulierung: Art der Frageformulierung beeinflusst Antwortverhalten -Effekt von Antwortkategorien: z.B. Skaleneffekte, Response Order Effekt etc. Response Order Effekt:1. und letzte Antwort einer Frage haben größere Wahrscheinlichkeit ausgewählt zu werden, da diese am besten im Kopf bleiben. Daher: Aufspaltung der Frage in eine Hauptfrage und eine zweite differenziertere Frage => 2-Stufen-Technik