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VT1 (Fach) / VT1 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Johannamaria123 erstellt.

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  • Versorgungslage in Deutschland -5 Mio: -1 Mio: - - - 5 Mio: Menschen erkranken pro Jahr psychisch so schwer, dass sie mindeststens 4 Wochen krankgeschrieben werden -1 Mio: Personen pro Jahr erhalten ambulante Psychotherapie  -Lange Wartezeiten durch Unterversorgung kassenzugelassener Therapeuten -Strukturelle Unterversorgung in manchen Regionen 
  • Jedes Jahr sind __% der Bevölkerung von min. einer Störung betroffen 33
  • Versorgungslage in Europa -25%: -10%: 25% der psychisch Erkrankten erhalten eine zumindest minimale Beratung 10% erhalten eine adäquate Therapie nach modernen wissenschaftlichen Kriterien
  • Abrechnung durch - - - - - 1. gesetzliche Krankenkassen 2. private Krankenkassen 3.Beihilfe  4. Unfallversicherungen 5. Selbstzahler 
  • Wartezeit für Erstgespräch und Beginn der Psychotherapie in Berlin für gesetzlich versicherte Patienten Erstgespräch: 8,4 Wochen Beginn Psychotherapie: 4 Monate  --> In ländlicheren Regionen wie Brandenburg: Wartezeiten fast doppelt so lang!
  • Kostenerstattungsverfahren - - - - - -Bescheinigung, dass psychtherapeutische Behandlng notwenig und unaufschiebbar ist. (Vom Hausarzt oder Facharzt ausstellbar) -Protokoll der vergeblichen Suche nach einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung (mind. 6-10 Psychotherapeuten) -Krankenkasse und kassenärztliche Vereinigung verpflichtet, einen Behandlungsplatz bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung zur Verfügung zu stellen.   -steht kein an der vertraglichen Versorgung der Krankenkassen beteiligter Psychotherapeut zu Verfügung, ist Voraussetzung für eine Kostenerstattung nach §13 abs. 3 SGB V erfüllt. - Wartezeiten länger als 6 Wochen gelten als unzumutbar  
  • Ablauf der Psychotherapie - - - - - Stunden: Kurzzeittherapie, Langzeittherapie, Verlängerung, Ausnahmefälle -Erstgespräch -Probatorik (5 Sitzungen) -Antrag an Krankenkasse -Bericht an den Gutachter/ medizinischen Dienst/ Konsiliarbericht -Bewilligung  ---------------------------------------------------------------------------------------------- -Kurzzeittherapie ( 25 Sitzungen) -Langzeittherapie (45 Sitzungen)  -Verlängerung max. 60 Stunden, Ausnahmefälle 80 Stunden 
  • Frequenz Psychotherapie? Ausnahmefälle? 1x Woche, 50 Minuten Ausnahme: Expositionen, Behandlung von Zwängen, Einbeziehung von Bezugspersonen
  • Strukturreformgesetz für ambulante Psychotherapie: -Sprechstunden -Akutbehandlung -Probatorik -Kurzzeittherapie -Standarddokumentation Sprechstunden: feste Sprechstunden min. 2 Stunden pro Woche, 250 Minuten telefonische Sprechstunden (Freiwillig) Erwachsene: 6x 25 Min, Kinder & Jugendliche: 10x 25 Min, danach Entscheidung Übernahme/Weitervermittlung des Patienten Akutbehandlung: kurzfristige Krisenintervention bis zu 24x 25 Min  Probatorik: 2-4 Stunden Kurzzeittherapie: 12h -->neue Antragstellung -->12h Standarddokumentation: Zu Beginn und Ende der Therapie Fragebögen, KK und Bericht an den Gutachter bei Langzeittherapieantrag 
  • Therapiedauer und Wirksamkeit - - - -die größten Therapieeffekte werden in den ersten 30 Therapiesitzungen erzielt (Lutz et al.) -Zwischen der 30. und 60. Sitzung kommen im Durchschnitt nur noch kleinere Effekte hinzu  -nach der 60. Sitzung zeit sich kein nennenswerter Zuwachs an Therapieerfolg 
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  • wie viel Prozent des Therapieerfolgs gehen auf den Einfluss des Psychotherapeuten zurück ? Was spielt dabei entscheidende Rolle? Welche 4 Faktoren spielen dabei kaum eine Rolle? 5-10%  entscheidend sind dabei interpersonelle Kompetenzen  weniger wichtig: Alter, Geschlecht, Verfahren, berufliche Erfahrung 
  • Was trägt noch zum Therapieerfolg bei? (5) -Wohlbefinden des Therapeuten -angemessene Selbstöffnung -interpersonelle Fähigkeiten (verbal, non-verbal) -gute Beziehung zu Bezugspersonen -sicherer Bindungsstil 
  • 3 Faktoren nach Bordin (Merkmale für therapeutische Beziehung) 1. Task (Übereinstimmung bzgl. der Aufgaben) 2. Goal (Übereinstimmung bzgl. der Ziele) 3. Bond (Übereinstimmung bzgl. der Beziehung, Nähe)
  • Wie nannte Freud die therapeutische Beziehung? positive Übertragung 
  • Mit was kann man die therapeutische Allianz (Bindung, Prozess, Ziele) erfassen? WAI Working Alliance Inventory 
  • Welche Qualitäten muss ein Therapeut haben, damit der P. zur zweiten Sitzung wiederkommt? (Tyron) (6) Verständnisvoll Erklären den Patienten ein besseres Verständnis ihrer Erkrankung Längere Erstgesprächzeit tiefere Gespräche  Vertrauen und warmes Wohlgefühl echtes Interesse zeigen 
  • Welche Therapeuteneigenschaften beeinflussen früh die therapeutische Beziehung? (Ackerman et al.) -10- Erfahrener  Entspannt Warm Wachsam Vertrauensvoll Flexibel Bestätigend Interessiert Kompetent Respektvoll
  • Wichtige therapeutische Kompetenzen (Overholser & Fine) Wissen (z.B. Fachwissen bei Erkennen von Diagnosen)  Beziehungsgestaltung (z.B. Trennung von privat und Therapie)  Durchführung von Techniken (z.B. Anwendung der richtigen/falschen Technik)  Behandlungsentscheidung (z.B. Umgang mit suizidalen oder gewalttätigen Patienten)  Therapeutenmerkmale (z.B. psychische Probleme des Therapeuten) 
  • Therapeutische Kompetenzen 2) nach Milne et al. therapeutische Inkompetenz  Behandlungsentscheidungen (z.B. Umgang mit suizidalen/ gewalttätigen Patienten) Therapeutenmerkmale (z.B. psychsiche Probleme des Therapeuten )
  • Therapeutische Kompetenzen 3) nach James et al. (wie die von Overholser & Fine +0, +6) -7- Therapeutische Inkompetenz  Wissen  Beziehungsgestaltung Durchführug von Techniken  Behandlungsentscheidungen Therapeutenmerkmale  Experte gegenüber Schwierigkeiten (Umgang mit aggressiven Patienten) 
  • Mehrebenenmodell nach Linden et al, (5 Ebenen beschreiben) Beziehungsmerkmale: Merkmale des Therapeuten (z.B. Empathie), die es ihm ermöglichen, eine tragfähige therapeutische Beziehung zu gestalten  Basistechniken: beziehen sich auf Interventionen einer bestimmten therapeutischen Orientierung, die bei verschiedenen Störungsbildern zum Einsatz kommen (z.B. Verhaltensanalyse)  Störungsspezifische Techniken: beziehen sich auf Interventionen einer bestimmten therapeutischen Orientierung, die nur bei einem bestimmten Störungsbild zum Einsatz kommen (z.B. interozeptive Exposition bei Panikstörung)  Stundenstrategien: Fähigkeit des Therapeuten, den Ablauf einer psychotherapeutischen Sitzung zielführend zu strukturieren  Prozessstrategien: Fähigkeit des Therapeuten, den Prozess einer gesamten psychotherapeutischen Behandlung zu strukturieren  Heuristik: Bezieht sich auf theoretisches Wissen über Störungen und therapeutische Interventionen 
  • Therapeutische Kompentenz als Teil der Behandlungsintegrität Unterteilung nach Waltz Behandlungsintegirtät (wird die Behandlung so wie intendiert durchgeführt?) je höher die Behandlungsintegrität desto höher die Kompetenzen! Adhärenz: hält sich Therapeut an Behandlungsmanual? Differenzierbarkeit: lässt sich die Behandlung von anderen Behandlungsformen unterscheiden?  Kompetenz: Wie gekonnt und fachgerecht führt der Therapeut die Behandlung durch?
  • Cognitive Therapy Scale (Young & Beck) -Items? -Rating? 11-Items-Fragebogen Rating durch Beurteiler (Video, Audio, Live)
  • Struktur innerhalb der Therapie (cog. therapy scale) -6- Begrüßung des Patienten Stimmungseinschätzung Tagesordnung aufstellen, Eindruck von angemessenen Zielen vermitteln (Themen des P.&T.) Hausaufgaben besprechen Problem bearbeiten Zusammenfassung der Stunde/Feedback 
  • Häufige Fehler in der therapeutischen Kommunikation (cog. therapy scale) -4- Voreilige Ratschläge Fachsimpeln und Fachsprache benutzen  Dozieren, ohne Patienten einzubeziehen ("Schon im Altertum war Dep. als Melancholie bekannt...") Plaudern
  • Warum braucht die VT Hausaufgaben? -3- wöchentliche Psychotherapie stark eingeschränkt Patient muss im Alltag alleine mit Konflikten und schwierigen Situationen zurechtkommen Hausaufgaben erhöhen die Wirksamkeit von Psychotherapie 
  • Formen von Hausaufgaben in der VT? Nennen & Beschreiben Verhaltensverträge: Vereinbarung zwischen Patient und Therapeut auf bst. Regeln der Zusammenarbeit und Konsequenzen für die Nicht-Einhaltung. Bsp: Anti-Suizidvrträge, Gewichtszunahmevertrag, Verhaltensvertrag bei Waschzwang Psychotherapeutische Hausaufgaben:  Selbstbeobachtung von Verhaltensweisen (z.B. Stimmungstagebücher) Selbstbeobachtung von kognitiven Denkmustern  Information (z.B. Bibliotherapie, Selbsthilfeprogramme) Konfrontation (z.B. Aushalten von Spannungszuständen) Aktivitätsaufbau (z.B. Ressourcenaktivierung, neue Verhaltensweisen aufbauen)
  • Durchführung Hausaufgaben Teil 1: Vor der Übung a) -4- b) -3- Ist Patient kognitiv, intellektuell, zeitlich, vom Belastungsniveau her in der Lage zu HA? Sinn und Zweck der Aufgaben erklären Exakte Planung: wann, was, wo, wie häufig  Einmal zusammen durchgehen  Materialien und Notiz dem P. mitgeben (z.B. Essprotokoll) = erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass HA durchgeführt wird Mögliche Schwierigkeiten schon in der Therapie vorher besprechen ("no-loose-Prinzip") Was hält der Patient für möglich? (z.B. drei Verhaltensexperimente durchführen, dann die Hälfte durchführen lassen)  
  • Hausaufgaben Durchführung Teil 2) Nachbesprechung -5- Nachbesprechung aller HA zu Beginn der nächsten Sitzung  Feste Zeiten dafür einplanen  Schwierigkeiten bei der Erledigung besprechen  Hausaufgaben archivieren  aus den Erfahrungen neue HA ableiten 
  • 3 häufigsten Gründe für nichterledigte Hausaufgaben: Aufgabe zu schwierig  keine Gelegenheit  Aufgabe zu umfangreich 
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  • Nicht durchgeführte oder falsch durchgeführte Hausaufgaben können zu folgendem führen: - - - - Überforderung Förderung von Pessimismus Selbstabwertung Angsterleben
  • Wer trägt die Verantwortung für die Hausaufgaben (auch Scheitern) ? der Therapeut 
  • Metaanalyse Kazantzis et al. Wirksamkeit von Hausaufgaben -Ergebnisse Effektstärken Ohne HA (Kontrollgruppe): d=.63 mit HA: 1.08
  • "Early Homework Compliance" und Wirksamkeit Wie verlaufen die Effekte der Hausaufgaben über den gesamten Therapieverlauf? Die Effekte verlaufen nicht linear über den ges. Therapieverlauf 
  • Sozialphobie-Studie (Leung & Heimberg, 1996) Wann Compliance höher? korreliert womit positiv? Höhere Compliance zu Beginn und zum Ende der Therapie korrelierten positiv mit Symptomreduzierung 
  • Zwang-Studie (Araujo et al., 1996) Compliance einer Expositionsaufgabe zuhause in der ersten Therapiewoche wofür bester Prädikator? für Symptomreduzierung zum Therapieende und Follow-Up 
  • Hausaufgaben Compliance hat wann den stärksten Wirkeinfluss? zu Beginn der Therapie 
  • Therapieerwartungen (Westra et al., 2007) - - - positive Therapieerwartung moderiert anfängliche Motivation und Hausaufgaben "Compliance" Beeinflusst Symptomreduzierung  Höhere positive Therapieerwartung= höhere Hausaufgaben "Compliance"
  • Welche sind die wesentlichen Merkmale einer therapeutischen Beziehung im Internet? -5- Asynchrone, textbasierte Kommunikation Fehlen sozialer und nonverbaler Signale (z.B. Augenkontakt, Körpersprache)  Anonymität Idealisierungseffekte Enthemmungseffekt 
  • Studie von Wagner et al. "Comparing online with face-to-face KVT for Depression" Therapeutische Beziehung wo besser? online besser als ambulant Prä-Post Vergleich WAI: F=.30, p=.32, nicht signifikant
  • Studie von Wagner et al. "Comparing online with face-to-face KVT for Depression" Working Alliance-Therapeut: wo besser? online: sig. besser beim "Task" ebefalls besser beim "Bond" und "Goal"...hier aber nicht signifikant
  • Studie von Wagner et al. "Comparing online with face-to-face KVT for Depression" Therapeutische Beziehung wo besser? online: Task, Bond, Goal 
  • Studie von Wagner et al. "Comparing online with face-to-face KVT for Depression" Vertrauen in Therapeuten wo besser? in etwa gleich online & ambulant p=.98, nicht signifikant 
  • Grundlegende Merkmale des klassischen Konditionierens -Experiment Pawlow- UCS (Futter) löst automatisch UCR aus (Speichel) CS (Ton) löst keine relevante Reaktion aus (kein Speichel) CS (Ton) gefolgt von UCS (Futter) löst UCR (Speichel) aus // KONDITIONIERUNG CS (Ton) löst CR (Speichel) aus // NACH KONDITIONIERUNG 
  • klassische Konditionierung -Furchtkonditionierung- John B. Watson der kleine Albert: Watson trainierte Albert Furcht vor weißen Ratte zu haben durch laute Hammergeräusche  Neutraler Stimulus+ Furchtauslösenden Stimulus  Nur 7 Konditionierungsdurchgänge  Ratte löst alleine Furcht aus 
  • Operante Konditionierung enthält im Gegensatz zur klassischen welchen beiden zusätzlichen Aspekte? kl. Konditionierung= S (Stimulus/Reiz) - R (Reaktion)  bei der operanten Konditionierung stehen die Konsequenzen von Verhaltensweisen im Vordergrund  der Begriff "Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Reaktion" spielt zentrale Rolle 
  • Operante Konditionierung Skinner Box Ratte 1: erhielt Futter, wenn sie den Hebel betätigte -->lernte durch betätigen des Hebels Futter zu erhalten  Ratte 2: erhielt einen Stromschlag, wenn sie Hebel betätigte --> Ratte 2 vermied den Hebel
  • klassische Konditionierung in der Therapie bei Schlafstörungen Im Schlafzimmer werden Verhaltensweisen durchgeführt die mit Schlafen nichts zu tun haben (z.B. Fernsehen, lesen, grübeln) Bett wird zu einem Ort, der mit aktivierenden Tätigkeiten zusammenhängt chronische Schlafstörungen: Häufig nur der Anblick des Bettes reicht aus um Blutdruck zu erhöhen  gesunder Schlaf: Blutdruck fällt ab bei Anblick des Bettes 
  • Operante Konditionierung Was zeigt der Verstärkungsgradient? dass die Verstärkerwirksamkeit umso größer ist, je unmittelbarer die Konsequenzen auf das Verhalten folgen 
  • Operante Konditionierung Woraus bildet sich das Kontingenzverhältnis? S   -   R    - K Reaktion - Konsequenz = Kontingenzverhältnis C