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Kognition (Fach) / Kognition 2 (Lektion)

Kognition 2 (nicht Krems)

Diese Lektion wurde von Lunax erstellt.

Lektion lernen

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  • affektive Hemmung Affekte (Trauer, Schock) im Anschluss an Lernvorgang stören die Wiedergabe gelernten Materials
  • Fan-Effekt + Fazit (Vergessen) Je mehr Fakten mit einem Begriff assoziiert sind, desto länger dauert Abruf jedes Faktums (Anderson 1974) Gedächtnisnetzwerk aus Knoten, Verbindungen repräsentieren Assoziationen > mehr Wege + mgl Interferenzen durch Vielzahl von Verknüpfungen > erschwerter Abruf Fazit > begrenzte Gedächtnisressourcen + störungsanfällig; Vergessen wird sowohl durch Zerfall der Stärke der Spur als auch durch Interferenzen hervor gerufen 
  • gilt Fan-Effekt auch bei alltägl Material (nicht nur künstl Lernaufg)? Lewis & Anderson 1976 Wiedererkennen von wahren und erfundenen Fakten UV: Anzahl der gelernten Phantasiefakten Bsp: tatsächlich wahr: Napoleon = Kaiser; im Exp wahr: Napoleon stammte aus Indien Ergebnis: Beurteilungszeit steigt, wenn mehr erfundene Fakten (größerer Fächer) gelernt werden mussten; längste Reaktionszeit für nicht gelernte falsche Fakten; auf tatsächlich wahre Infos am schnellsten reagiert Fazit: Fan-Effekt kann, mit Material bestehend aus dem was VPen aus ihrem Leben schon wussten, nachgewiesen werden
  • grundlegende Einschränkung bei Interferenzeffekten Interferenz findet nur dann statt, wenn Infos gelernt werden, die keine intrinsische (innere, kausale) Beziehung zueinander haben - i.d.R. nur bei künstl Lernmaterial Interferenz tritt nicht auf, wenn Infos redundant > Redundanz kann dazu führen, das Lernen + Abruf von Infos zu erleichtern
  • Exp Bradshaw und Anderson 1982 - UV, AV (Einfluss von Redundanz) Fakten über berühmte Persönlichkeiten lernen; Bsp: einzelnes Faktum: Newton war als Kind emotional instabil. Zielfaktum für irrelevante Fakten: Locke war als Student in Westminster unglücklich; irrelevantes Faktum: Locke erachtete Obst für Kinder als ungesund Zielfaktum für relevante Fakten: Mozart machte lange Reise nach München; relevantes Faktum: Mozart wollte München verlassen um romantische Verstrickungen zu vermeiden (=innerer/kausaler Zshang) UV1: Lerninhalt - einzelnes Faktum oder redundante Fakten (in irrelevanter/ relevanter Ausführung); UV2: Zeitraum zw Lernvorgang und Abruf (sofort vs nach Woche); AV: Zielfakten erinnern anhand von Hinweisreis
  • Assoziationen und Gedächtnisabruf Hinweisreize: lösen Assoziationen zu Gedächtnisinhalten/ einem Fakt aus = Erhöhung der Erinnerungsleistung Bsp: Wortliste, Hund Katze Maus > Wiedergabe der Wörter erleichtern, wenn Kategorienamen weiß (z.B. Säugetiere) > von Kategorienamen besteht Assoziation zu einzelnen Untermitgliedern Kontext-Kongruenz-Effekte (Lernkontext als Hinweisreiz für Wiedergabe) Enkodierkontexte (Orts-, Stimmungskongruenz) zustandabh Lernen: Marihuana beim Lernen und Erinnern > Lernkontext beeinflusst was in Gedächtnisspur enkodiert (verarbeitet, eingegeben)
  • Kontext-Kongruenz-Effekt mit Enkodierkontext Ort Godden & Baddeley, 1975 > Enkodierort Taucher lernen Wortlisten: UV1: Lernort an Land vs unter Wasser, UV2: Testort, Lernumgebung kongruent vs inkongruent; AV: durchschnittl Anzahl rep Wörter (free recall) Ergebnis: Wortlisten besser lernbar wenn Ortskongruenz vorhanden; schwerer unter Wasser zu reproduzieren > Diagramm Gedächtnis2 > andere Befunde: kein/ kleiner Effekt - Stärke des Kontexteffekts abh vom Ausmaß, in dem die Probanden den Kontext mit Gedächtnisinhalten verbinden
  • Eich 1985 - Einfluss auf Kontexteffekt Stärke des Kontexteffekts abh von Ausmaß, mit dem VP Kontext mit Gedächtnisinhalt verbindet Effekt kann verringern, wenn VP nicht explizit hingewiesen werden, den Kontext mit einzubeziehen Anwendung: Klausur findet in Vorlesungsraum statt
  • Stimmungskongruenzeffekt Enkodierstimmung > Teasdale & Russel 1983 Wortlisten lernen (pos + neg + neutrale Wörter) > Stimmungsinduktion > Wiedergabe; UV: nach Lernen pos oder neg Stimmung; AV: Reproduktionsleistung der Wortlisten Ergebnis: in Hochstimmung werden pos Wörter häufiger reproduziert, in gedrückter Stimmung mehr neg; Reproduktionsleistung bei neutralen Wörtern weitgehend unabh von induzierter Stimmung (in neg Stimmung etwas erhöht, Welt analytische betrachten); leichte UV2 übergreifende Tendenz in gedrückter Stimmung besser zu reproduzieren Fazit: Stimmungskongruenz (assoziativer Inhalt) erhöht Wiedergabeleistung
  • zustandsabh (physiolog) Lernen Eich et al 1975 Wortlisten lernen, frei reproduzieren unter Einfluss von Rauschmitteln UV1: Marihuana- vs Nikotinkonsum beim Lernen; UV2: Marihuana- va Nikotinkonsum beim Erinnern (Kongruenz); AV: prozentuale Erinnerungsleistung Ergebnis 1: zustandsabh Effekt bei Kongruenz > bessere Leistung wenn Lern- und Testsituation kongruent; Ergebnis 2: Reproduktionsleistung höher, wenn kein Marihuana konsumiert
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  • Prinzip der Enkodierspezifität Tulving 1976: Wahrsch für die Reproduktion eines Items abh von der Ähnlichkeit bei Enkodierung zum Testzeitpunkt mit Enkodierung beim Lernzeitpunkt
  • Explizites Lernen / Gedächtnis Exp Methoden + Bsp Lernen: absichtsvoller, bewusster Vorgang des Erwerbs von Wissen/ Fertigkeiten Gedächtnis: Wissensbestand, der bewusst (absichtlich) erinnert + artikuliert werden kann; erfordert das bewusste Erinnern früherer Erfahrungen exp Methoden: freie Reproduktion, Wiedererkennen bsp: Vokabellernen, Prüfungsvorbereitung 
  • Implizites Lernen/ Gedächtnis + exp Methoden, Bsp, Paradigma Lernen: nicht-bewusste, -absichtliche Indentifikation und Speicherung von Regelmäßigkeiten Gedächtnis: Wissensbestand, der nicht bewusst erinnert werden kann, sich aber in verbesserten Leistungen zeigt; nicht bewusst zugänglich/ verbalisierbar (zB Fertigkeitengedächtnis, Tänzer verbalisieren Bew, Tastatur Belegung frei reproduzieren) Exp Methoden: Wortstammergänzung, Lückenvervollständigung, Wortidentifikationszeit Bsp: Laufen lernen, Sozialverhalten, Priming Paradigma: serielle Reaktionszeitaufgabe (Sequenzlernen)
  • Sequenzlernen UV AV Ablauf Ergebnis Fazit Nissen und Bullemer 1987; serielle Reaktionsaufg - VP beobachtet blinkende Lichter, soll möglichst schnell die zugehörigen Knöpfe drücken UV: systemat vs zuf Abfolge der blinkenden Lichter; AV: Reaktionszeit in ms Ergebnis: bei systemat Abfolge niedriger werdende Reaktionszeiten; typ Verlauf einer Potenzfkt, trotz Unterbrechung mit zuf Abfolge, die verlangsamt Fazit: VP können, ohne sich dessen bewusst zu sein, die systemat Abfolgen implizit erkennen, in Handlungen umsetzen Indikator für implizites Lernen - VP erkennen keinen Unterschied zw systemat und zuf Abfolgen >> Sequenzlernprozess läuft unbewusst ab >> experimentelles Paradigma des prozeduralen Gedächtnisses
  • Priming Voraktivierung der Repräsentation eines Zielreizes (target) aufgrund eines zuvor gezeigten Bahnungsreizes (prime) > schnellere und/ oder genauerer Verarbeitung als Konsequenz einer vorangegangenen Verarbeitung Verfügbarkeit von Infos erhöhen (aufgrund Verarbeitung des Primes), Reaktionszeit & Fehlerrate verringern
  • Exp Ratcliff & McKoon 1981 - Priming Lernphase: Sätze: Der Arzt mochte das Buch (Substantiv-Verb-Substantiv) Testphase: Entscheidung, war Buch (Zielwort) in gelernten Sätzen vorhanden? nachdem Wort "Arzt" als Primewort (mit gewisser Verzögerung) eingeblendet, oder überhaupt kein Bahnungsreiz stattfand UV1: Verzögerung zw Primewort und Zielwort; UV2: KG vs Priming; AV: Reaktionszeit auf Zielwort Ergebnis: je höher Verzögerung zw Prime und Zielwort, desto schneller Reaktionszeit; Prime erhöht Verfügbarkeit des Satzes im LZG (bei Präsentation des Primes sinkt die Reaktionszeit)
  • Gedächtnisarten deklaratives (explizites) Gedächtnis: semantisch (Fakten, Vokabeln, Wörterlisten) & episodisch (Ereignisse, Abiball, Hochzeit > Raum-Zeit-Kontext) nondeklaratives (implizites) Gedächtnis: prozedurale Fähigkeiten (motorisch, perzeptuell, kogn > Tanz, Zehnfingerschreiben); Priming (perzeptuell, semantisch); Konditionierung; nichtassoziativ (Habituation, Sensibilisierung)
  • Einschränkungen der seriellen Positionseffekte kein Primacy Effekt beim Erinnern von Handlungen > Ausführen von Handlung zwingt mich dazu, mich darauf zu konzentrieren, welche Schritte zu tun >> Aufmerksamkeitsfokus auf Ausführen anstatt Wdh des Ablaufs > keine Übertragung ins LZG Einfluss von Verzögerung auf Recency-Effekte
  • Exp Radvansky 2006 - Verzögerung und Recency Einfluss von Verzögerung auf Recency-Effekte AV: Wiedergabeleistung, UV1: Position in Wörterliste, UV2: Verzögerungsvariation (0; 10; 30s) Recency Effekt elimiert bei verstärkter Verzögerung > weitere erhaltene Infos überschreiben die zu lernenden Wörter
  • Arbeitsgedächtnismodell - kurz Baddeley 1986, Baddeley & Hitch 1970 getrennte Speicherung von verbal-phonolog und visuell-räuml Infos > Aufrechterhaltung zentrale Exekutive: Überwachung und > Manipulation der anderen Subsysteme
  • Belege für phonologische Schleife 1/4 Wortlängeneffekt 4-5 einsilbige Wörter merken und korrekt wiedergeben - nur 2,6 längere Wörter Wortlänge hat Einfluss darauf wie viele Wörter gemerkt werden > längere Artikulationszeit (lesen, aussprechen)
  • Belege für phonologische Schleife 2/4 artikulatorische Suppression während des Lernens kontinuierlich "das, das, das, das" aussprechen > hemmt Aufnahme von anderen phonologischen Material durch Unterdrückung des inneren Sprechens
  • Belege für phonologische Schleife 3/4 Irrelevant speech effect aufgabenirrelevante Hintergrundgeräusche (von anderen gesprochen) vermindern die Behaltensleistung für gelesene Wörter
  • Belege für phonologische Schleife 4/4 phonologischer Ähnlichkeitseffekt lautähnliche Wörter sind schwerer zu merken, da rehearsal schwer fällt
  • Kurzzeit-/ Arbeitsgedächtnis: visuell-räumlicher Speicher erlaubt die Manipulation visuell-räumlicher Inhalte Unabhängigkeit der Sklavensysteme, da phonologische Aufgaben nebenbei bearbeitbar
  • Exp Brooks 1968 - Doppelaufgaben "F" vorstellen (=visuell-räumliche Aufgabe) mit Stern, der wandert > UV: Entsch, ob Stern an oberen oder unteren Extrempunkt, UV2: Art der Antwortweise > in Worten (=phonologisch), Klopfen (=Haptische Repräsentation), Zeigen auf Tafel mir Ja/Nein (=visuell-räumlich) AV: Reaktionszeit für Ja/Nein-Antwort in Worten Ca 10s (schnellste Reaktion, da beide Systeme beansprucht), Klopfen Ca 15s, Zeigen Ca 28s Zeit (Doppelbeanspruchung eines Systems) > Interferenz bei gleichzeitiger räumlicher Zweitaufgabe im Vergleich zu gleichzeitiger verbaler Zweitaufgabe>> Unabhängigkeit der zwei Sklavensysteme
  • Zentrale Exekutive exekutive Fkt: Verarbeitung, Koordination (Verteilung der Aufmerksamkeit, Multi-Tasking) Steuerungs-, Kontrollfkt: Aktualisierung von Kurzzeitspeichern (Neugruppierung Gefächtnisinhalte, neue Infos ergänzen), Zielvorgabe & Planung, Aufmerksamkeitssteuerung bei Aufgabenwechselsituationen, Reizauswahl & Reaktionsunterdrückung z.B. Raven's Progressive Matrices
  • Bsp logisches Denken (zentrale Exekutive) Ravens Progressive Matrizen
  • Erweiterung des Arbeitsgedächtnismodells Baddeley 2000: episodischer Puffer Hintergrund: Satzüberlegenheitseffekt (satzbildende Wörter besser merkbar > Anordnung und Bedeutung werden im Ganzen mitgespeichert) Infointegration aus anderen Subsystemen > Schnittstelle multimodal (Speicherung von visuellen & phonolog Infos) >  in Form von Episoden Zugriff auf Infos des LZG begrenzte Kapazität 
  • Working Memory Süß et al (2002), Oberauer et al (2003) inhaltliche (Material, Aufgabeninhalte: verbal vs. räumlich-figural vs. numerisch)  und funktionale (kognitive Prozesse: Supervision vs. Koordination vs. simultane Speicherung & Verarbeitung) Facetten systematisieren > Klassifikation von WM-Testaufgaben, strukturiert, WM-Leistungen spezifisch beschreibend >> Arbeitsgedächtnisprozesse erfassen verbale und numerische Aufgaben > Phonologische Schleife; spatial-figurative > Notizblock >> siehe GedächtnisIII Oberauer et al (2008): Hauptfkt von WM: Informationsintegration, Konstruktion neuer Beziehungsrepräsentationen (Verbinden von Inhalten)
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  • DEF LZG dauerhafter Bestand des Wissens (explizit) in der erworbenen Fertigkeiten (implizit) einer Person dauerhaftes Speichersystem des Gehirns mit (nahezu) unbegrenzter Kapazität, unterteilt in explizites und implizites Gedächtnis
  • Prozesse im LZG Lernen/ Einspeichern (encoding), Wissensorganisation (storage, Speicherung), Abruf (Retrieval)
  • Methoden beim LZG freie Reproduktion von vorher gelernten Infos (free recall) Wiedererkennen (recognition) Erinnern mit Hinweisreizen (cued recall): feature cues (selbst Erinnern an Gedankeninhalt, keine äußere Einwirkung; Hinweisreiz = Bestandteil der Erinnerung, Hinweise durch Komponenten aus gesuchten Erinnerung) & Context Cues (Erinnern durch Rahmenbed (Stimmungskongruenz ..) für das Enkodieren)
  • Einteilung des LZG explizit/ Deklarativ: episodisch und semantisch implizit: Prozedural und Priming
  • LZG Amnesie Ablauf UV AV Ergebnis Fazit Dissoziation von implizitem und explizitem Wissen Vergleich von gesunden Menschen und Patienten mit Amnesie (UV 1) bezüglich der Fähigkeit (AV - Anteil der erinnerten Wörter), gelernte Wörter frei zu erinnern (explizit) vs. diese mittels Vervollständigung von Wortfragmenten implizit abzurufen (UV 2) Befund - Amnestiker bei freier Reproduktion (explizites Gedächtnis) stark beeinträchtigt - bei Wortergänzung (implizites Gedächtnis) nicht Interpretation - explizite und implizite Informationen an verschiedenen Orten im Gehirn gespeichert Graf, Squire, Mandler (1984)
  • LZG Tulving - Komponenten 1983: episodisch = umfasst alle Gedächtniselemente für die eine individuelle Raum-Zeit-Koordinate vorhanden (autobiographische Elemente) semantisch = umfasst Gedächtnisinhalte ohne Raum-Zeit-Koordinate (Begriffe, Fakten) > Differenzierung Versch Gedächtnissysteme
  • Episodisches Gedächtnis - Ebenen der Verarbeitung Ereignisse in Versuch Stufen verarbeitet > Repräsentationsebenen, zB beim Textverstehen/Gedächtnis  (van Dijk & Kintsch, 1983) (1) Oberflächenebene, wortwörtlich - zerfällt leicht (2) Textbasis - Bedeutung, abstrakte Repräsentation (3) mentales Modell - Kernessenz/ Sachverhalt des Textes, länger erinnerbar > je höher die Ebene, desto besser die Erinnerung
  • Kintsch et al 1990 - Repräsentationsebenen AV: Gedächtnisspur; UV: Verzögerung bis zur Abfrage; UV2: Repräsentation der Wiedergabe (mental Model, Textbase, Surface Form) mental Model nach längerer Verzögerung ohne Erinnerungseinbußen, Surface Form am schnellsten vergessen, Abnahme der Gedächtnisspur (Details vergessen) auch bei Textbase
  • Bower et al (1969) - episodisches Gedächtnis Organisation, UV, AV, Ergebnis Organisation verbessert das episodische Gedächtnis - Chunking funktioniert auch im LZG Rolle der Wissensorganisation: Mineralienarten hierarchisch in Levels geordnet > gelernt; falls nicht vorgegeben: Probanden bilden sich subjektive Organisation mit eigener Struktur AV: recalled words; UV: Durchgänge; UV2: Lernbedingung (organisiert oder zufällige Präsentation der Wörter) zufällig (selbst Struktur bilden zu müssen) hat schlechtere Erinnerungsleistung als klare Gliederung des Wissens; je mehr Durchgänge desto besser Leistung
  • Semantisches Gedächtnis > Netzwerke Semantische Netzwerke Collins & Quillian (1969): hierarchisch, aufeinander aufbauende Ebenen - Unterkategorien vereinen die Eigenschaften der höheren Ebenen um sich bei Aufgaben zu entscheiden, benötigen VP länger umso höher benötigte Eigenschaft liegt bzgl des genannten Untergruppengegenstandes > längerer Weg Bsp: schnellere Reaktionszeit bei Apfel ist essbar (öfter erlebt) gegenüber Apfel hat dunkle Kerne (Aber Unterschiede bei richtigen Nein-Antworten > sollten gleich schnell sein)
  • Collins und Loftus (1975) - Spreading-Activation Theory of Semantic Processing Aktivierungsausbreitung im Gedächtnis (semantisch) korrespondierende Konzepte zu einem Begriff ebenfalls aktiviert, wenn man über diesen nachdenkt Aktivierung bewegt sich entlang der Verbindungen im Netzwerk, verzögert sich, verblasst mit zunehmender Distanz nur ein Konzept kann zu einem Zeitpunkt aktiv verarbeitet werden, Quelle für Aktivierung anderer Konzepte sein
  • Merkmale der Gedächtnissysteme im Vgl Sensorisches Gedächtnis: große Kapazität, Vergessen durch Zerfall und Interferenz, Repräsentation von externen sensorischen Reizen sehr ähnlich, Speicherdauer sehr kurz, ikonisch: Ca 500ms, echoisch: 2-4s Arbeitsgedächtnis: kleine Kapazität, Vergessen durch Zerfall, Interferenz, Repräsentation von phonologischen, visuell-räumlichen, multimodalen Codes, kurze Dauer <15s Langzeitgedächtnis: praktisch unendlich, Vergessen durch Abruffehler, Zerfall, Interferenz, Repräsentation semantischer, episodischer, non-deklarativer Infos, lange Dauer
  • Repräsentation im LZG Visuelle vs verbale Infos > Vorstellungen - Gehirnaktivitäten - Repräsentation Mentale Vorstellungen > Mentale Bilder (=innere Repräsenation der wahrnehmbaren visuell räumlichen Infos) Gehirnaktivitäten bei Verarbeitung: versch Hirnareale beteiligt + ähnliche Aktivitätsmuster bei mentalen Vorstellungen und tatsächlichen visuell/ verbalen Infos Dominanz der Informationsbedeutung gegenüber 'Oberflächenmerkmalen' von Infos (bei visuellen uznd verbalen) Unterschiede in der Repräsentation
  • Repräsentation im LZG Visuelle (!) vs verbale Infos - Santa geometrische Bedingung: Vergabereiz (Zielreiz aus drei geometrischen Elementen, angeordnet wie Gesicht - einprägen) Prüfreiz: 1 identisch, gleiche Konfiguration; 2 gleiche Elemente, lineare Konfiguration; versch Elemente, gleiche Konfiguration; versch Elemente, lineare Konfiguration Befund: 1&2 als richtige Antwort mgl; 1 schnellere Reaktionszeit als 2; gleiche Elemente in gleicher Anordnung und verschiedene Elemente in gleicher Anordnung wurden am schnellsten erkannt >> visuelle Infos eher als Muster wahrgenommen, entsprechend ihrer räumlichen Anordnung gespeichert
  • Repräsentation im LZG Visuelle vs verbale (!) Infos: Santa (1977) Verbale Bedingung: Vergabereiz (Zielreiz aus drei geometrischen Begriffen, ähnelt nicht wirklich einem Gesicht - einprägen) Prüfreiz: 1 identisch, gleiche Konfiguration; 2 gleiche Elemente, lineare Konfiguration; versch Elemente, gleiche Konfiguration; versch Elemente, lineare Konfiguration 1&2 als richtige Antwort mgl; 1 langsamere Reaktionszeit als 2; am schnellsten gleiche Worte in linearer Anordnung erkannt; Enkodierung entsprechend der Leserichtung >> verbale Infos linear repräsentiert und gespeichert
  • Repräsentation im LZG Visuelle mentale Vorstellungen: Shepard & Metzler (1971) - Versuchsaufbau, UV, AV mentale Rotation - Beurteilung: gleiche Objekte? > Objekte mental drehen Reizmaterial (UV): Rotation in Bildebene (um 80 Grad in 2 Dimensionen) oder in Bildtiefe (Kippen, 80° in drei Dimensionen) oder keine Mentale Überdeckung mgl, da unterschiedliche Objekte Erfassung Reaktionszeit bis zur Antwort (AV)
  • Shepard & Metzler (1971) - Ergebnisse bei mentaler Rotation + Rückschluss  je größer der Rotationswinkel, desto höher die Reaktionszeit (proportionale Erhöhung) - unabh von Rotation in 2 oder 3 Dimensionen (gl Reaktzeit) Rückschluss auf dreidimensionale Repräsentationen im Gehirn, Annahme einer analogen Repräsentation
  • Standing 1973 hohe Leistungsfähigkeit des visuellen Gedächtnisses (bezogen auf Inhalt der Abb.) 1000 Bilder identifizieren/ wiedererkennen, ob bereits gesehen > Großteil richtig identifizierbar (nur 17% falsch)
  • Mandler & Ritchey 1977 - Erinnern visuelles Material bei visuellem Material werden in erster Linie Bedeutung/ Interpretation, nicht exakte Details erinnert > Abb. einer Szene gesehen > 8 Vergleichsbilder > Wiedererkennungstest Originalbild; Merkmalsdistraktor (Muster von Gegenstand im Bild geändert, optisches Detail, das unwichtig für Interpretation der Bildbedeutung) & Typendistraktor (Gegenstand in Bedeutung verändert) AV: Wiedererkennung des Originalbildes Ergebnisse: 77% Originalbild wiedererkannt, 60% Merkmalsdistraktor ausgeschlossen, 94% Typendistraktor richtig ausgeschlossen >> besonders hohe Sensibilität für Bedeutungsveränd, Interpretation und nicht exakte Details erinnert
  • Verhältnis von visueller Wahrnehmung und visueller Vorstellung Überschneidung zw Mechanismen Wahrnehmung und Mechanismen Vorst, dennoch getrennte Prozesse: Wahrnehmung: visuelle Verarbeitungsebene (-Prozesse) niedrig Vorstellung: Rückgriff auf Strukturen, Inhalte aus LZG (Gedächtniskomponente) - visuelle Verarbeitungsebene hoch Überschneidungspunkt: visuelle Verarbeitungsebene Mittel