Soziologie (Fach) / allgemein (Lektion)
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- sozial- Begriff Moralisch und politischer Gebrauch (wertender Begriff)-Dem Gemeinwohl, der Allgemeinheit dienend-die menschlichen Beziehungen in der Gemeinschaft regelnd und fördernd-den (wirtschaftlich) Schwächeren schützend“ (Duden 1980, 2431) Sozialwissenschaften / GesellschaftswissenschaftenSammelbezeichnung für all jene wissenschaftlichen Disziplinen, die sich mit den Phänomenen des gesellschaftlichen Zusammen-lebens der Menschen auseinandersetzen. Wertneutraler Begriff in der Sozialwissenschaft„Jedes zwischen-menschliche, wechselseitig orientierte Handeln und Verhalten“
- Geschichte der Hauswirtschaft •Bis ins Mittelalter: Oikos als Unterhaltswirtschaft zur Sicherung des Lebensunterhalts einer „Haushaltsfamilie“ – Erwerbsarbeit und Hausarbeit eng miteinander verzahnt•Industrielle Revolution: Trennung von Arbeitsort und Wohnort (von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Haushaltsarbeit)•Entwicklung der Bürgerlichen Gesellschaft: Ideal der Hausfrauenehe (Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung mit unterschiedlicher Bewertung)
- Das ganze Haus - Oikos Herrschaft des Hausherrn / HausvaterRechtsprechungProduktionVerwaltungReligiöse / kulturelle FunktionErziehung / SozialisationBerufsausbildungSoziale Sicherung
- hisorischer Rückblick 19. Jahrhundert„«Handbucher zur Haushaltsfuhrung finden eine weite Verbreitung„«Bildungsangebote fur Madchen und junge Frauen werden eingerichtet„«Die Armenfursorge unterstutzt Familien mit aufsuchender HilfeEnde des 19. Jahrhunderts„«In der USA werden Home Economics an den Universitaten etabliert20er Jahre„«Hauswirtschaftliche Ausbildungsgange etablieren sich„«Hauswirtschaftliche Schulen sind ein wichtiges Bildungsangebot fur Madchen und Frauen Zweiter WeltkriegSelbstversorgung der Bevölkerung ist ein wichtiges ThemaHauswirtschaftliche Bildung wird für alle Bevölkerungsgruppen angebotenHoher Wert der Mutterschaft und Hauswirtschaft durch NSDAP 50er JahreWiederaufbau in großem Umfang durch FrauenGrundsicherung: u.a. Not überwinden durch rationelle HauswirtschaftFlächendeckender hauswirtschaftlicher Unterricht in den Schulen etabliert 70er JahreMit der Technisierung der Haushalte erscheint das Wissen zur praktischen Hauswirtschaft überflüssigIn allgemeinbildenden Schulen wird der Hauswirtschaftsunterricht abgebautErnährungs- und Hauswirtschaftliche Studiengänge (Ökotrophologie) etablieren sich 21. JahrhundertFamilien- und Haushaltsführungskompetenzen in verschiedenen Feldern (der sozialen Arbeit) werden neu entdecktProjekt „REVIS- Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung an Schulen“Oecotrophologische Studiengänge spezialisieren sich zunehmend
- Grundbedürfnisse des Menschen Selbstverwirklchung- Ausbildung, Individualität, Talententfalltung soziale Beziehungen- Geborgenheit und Liebe, Freundeskreis, Partnerschaft physiolog. Bedürfnisse- Atmung, Wärme, Essn Schlaf Sicherheitsbedürfnisse- Gesundheit, Wohnung. Recht und Ordnung, Freiheit soziale Anrkrennung- Karriere, Unabhängigkeit
- Bedürfnisse und Bedarf Bedürfnisse entstehen aus dem Gefühl eines Mangels und dem gleichzeitigen Wunsch, diesen zu beseitigen.Bedarf ist das konkrete, greifbare Verlangen nach bestimmten Gütern zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Bedürfnisse können sich in unterschiedlicher Weise als Bedarfe aus.Ein bewusstes, verantwortungsvolles Konsumhandeln setzt eine Bedürfnistransparenz voraus und die Kenntnis verschiedener Handlungsoptionen und ihrer Kosten und Wirkungen.
- Ressourcen zur Bedürfnisbefriedigung PersönlicheMaterielleSozialeInfrastrukturelle
- Privater Haushalt Def. nach amtl. Statistik „Einen Haushalt bilden alle Personen, die gemeinsam wohnen und wirtschaften. Wer allein wirtschaftet, bildet einen eigenen Haushalt.“ 40,8 % 1 Personenhaushalt in Deutschland, Insgesamt: 40.223.000 Privathaushalte Durchschnitt: 2 Personen je Haushalt
- Haushalte und ihre Aufgaben Def vom internationalen Verband für Hauswirtschaft „Haushalte nehmen grundlegende Aufgaben der Lebenserhaltung und Lebensgestaltung wahr.Die Erfüllung dieser Aufgaben beinhaltet die Nutzung, Erschließung und Bereitstellung materieller und menschlicher Ressourcen zum Wohle des Einzelnen, der Familie und anderer Lebensgemeinschaften sowie der Gesellschaft und der Volkswirtschaft.“
- Oikos Oikos:Selbstständig wirtschaftende Einheit, die unter der Leitung eines Hausvaters die Daseinsvorsorge einer Menschen-gruppe zu gewährleisten hatte.Oikonomia:Haushaltungskunst, die eine naturgemäße Erwerbskunst einschließtChrematistik:Kunst der Erwerbskunst/ Gelderwerbs:Kunst der Bereicherung ohne Schranken
- Ernährungsverhalten Unter Ernährungsverhalten wird die Gesamtheit geplanter, spontaner oder gewohnheitsmäßigen Handlungen verstanden, mit denen Nahrung beschafft, zubereitet und verzehrt wird.Ernährungsverhalten umfasst eine Vielzahl von Elementen, die sich prinzipiell zwei Gruppen zuordnen lassen: den sichtbaren, beobachtbaren Handlungselementen (Formen) und den intern wirkenden Elementen (Gründen) Natürlich: Naturgebundenheit der Ernährung: Biologie des Menschen zwingt ihn zum Essen und TrinkenPsychisch: Empfindungen und Gefühle, die motivieren zu essen und zu trinken und die vom Essen und Trinken ausgelöst werdenSozial: Essen ist stark sozial geregelt und institutionalisiert und hat eine erstaunliche Dehn- und Gestaltbarkeit.
- Funktionen des Essens für das Individuum Deckung phys. Bedarfs Schaffung von Sicherheit Gemeinschaft bilden und erhalten Regulation von pos. u. neg. Emotionen Schaffung von Identität und Selbstwert Befriedigug von ethischen, religiösen und spirituellen Bedürfnissen Befriedgung ästhetischer und sensorischer Bedürfnisse
- Grundsätze für eine „Nachhaltige Entwicklung“ 1)intergenerationellen Gerechtigkeit: Die Fähigkeit zur Befriedigung der Bedürfnisse der nächsten Generation darf nicht durch die Befriedigung der Bedürfnisse der heutigen Generation beeinträchtigt werden.2)intragenerationellen Gerechtigkeit: Die Notwendigkeit eines Nachrückens der Entwicklungsländer, mit dem Ziel die Wohlstandsschere wieder zu schließenbedeutet nicht notwendigerweise eine nachholende Entwicklung mit den gleichen Fehlern beiderseitige Angleichung!3)Die Betonung des intrinsischen Eigenwertes von Ökosystemen, aber auch ein kultureller Wert von indigenen Völkern.
- Grundsätze nachhaltige Ernährung Bevorzugung pfl. Lbsmittel ökolog. erzeugte Lb.mittel regionale und saisonale Erzeugnisse Bevorzugung gering verarbeiteter Lbmittel fair gehandelte Lbmittel Ressourcenschonendes Haushalten genussvolle, bekömmliche Speisen Begründet mit Dimensionen : Gesellschaft, Umwelt, Gesundheit, Wirtschaft, Kultur
- empirische Sozialforschung 1.Was bedeutet empirisch? Erfahrungsgemäß, Wahrnehmung der Umwelt durch Sinnesorgane Sozialwissenschaft als Erfahrungswissenschaft2.Was bedeutet systematisch? Regelgeleitet vorgehen Forschungsverlauf geplant und in jeder Phase nachvollziehbar Theoriebezogenes Vorgehen3.Was sind soziale Tatbestände? Beobachtbares menschliches Verhalten vom Menschen geschaffene Gegenstände Durch Sprache vermittelte Meinungen, Informationen über Erfahrungen, Einstellungen, Werturteile, Absichten
- Grundfragen der empir. Sozialforschug WAS soll erfasst werden WARUM soll erfasst werden WIE soll erfasst werden Was kann ich an sozialen Phänomenen erhaben? Objektive Tatbestände z.B. Lebensalter, Ausbildung, EinkommenshöheSubjektive Daten z.B. ethnische Identität, Einstellungen zur Gesundheit und zur Nachhaltigkeit, AlltagstheorienReale Handlungen und Verhaltensweisen
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- soziale Wirklichkeit Produkte menschlicher Tätigkeit- wie Bauten Werkzeuge, Kleidung, Waffen, Texte -> Inhaltsanalyse aktuelles menschliches Verhalten - Verhlaten in natürlichen Situationen (Feld)- offenes Verhalten-> Beobachtung, Gespräche über-> Befragung Verhalten im vom Forscher bestimmten Situationen (Labor)-> Experiment
- Quantitative Methoden 1. Standardisierte Befragungen2. Statistische AuswertungAnwendung1. Beschreibung gesellschaftlicher Phänomene2. Überprüfung sozialwissenschaftlicher Theorien3. Häufig deduktives Vorgehen
- Deduktion - Induktion Induktion- Gewinnung von allgemeinen Aussagen aus der Betrachtung mehrerer Einzelfälle Deduktion- Schluss vom allgemeinen auf das Besondere
- qualitative Methoden 1. Nicht - standardisierte Methoden (offene Befragungen,Beobachtungen etc.)2. Inhaltsanalytische oder Interpretative AuswertungenAnwendung1. Tiefergehende Erkundung sozialer Strukturen undProzesse2. Sichtbar machen sozialer Sinnstrukturen3. Häufig induktives Vorgehen
- qualitative Methoden, quantitativ im Vergleich QuantitativStandardisierte und kontrollierte DatenermittlungAuswertung mit statistischmathematischen VerfahrenBewährt bei Sozialberichterstattung, Sozialstrukturanalyse, WahlforschungQualitativWeniger vorstrukturiert Bedeutungs- und Inhaltsanalyse steht im MittelpunktMöglichkeit, die Fragestellung im Erhebungsprozess zu vertiefen und zu erweiternEingesetzt in Explorationsphase eines ForschungsprojektesBewährt im Bereich der Mikrosoziologie oder der Organisationsforschung
- Triangulation/Methodenmix Triangulation / MethodenmixVerknüpfung verschiedener Methoden, unterschiedlicher theoretischerPerspektiven und Datenquellen zur systematischen Erweiterung undVervollständigung von Erkenntnismöglichkeiten
- Grundlagen empirische Sozialforschung 1. Entwicklung der Problemstellung2. Auflösung der Problem-/Fragestellung in Merkmale desUntersuchungsgegenstandes3. Festlegung der Erhebungsmethode undErhebungsinstrumente, um Informationen über diefestgelegten Untersuchungsmerkmale zu gewinnen4. Vorbereitung und Durchführung der Erhebung5. Aufbereitung und Auswertung des erhobenen Datenmaterials6. Verwertung, Verbreitung und Veröffentlichung der Ergebnisse
- Mikrozensus „Kleine Volkszählung“Was wird gefragt?Haushalts- und Familienstrukturen?Arbeitsmarkt und Erwerbstätigkeit?Ausbildung und WeiterbildungEinkommenssituationWarum Mikrozensus?Detaillierte jährliche Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der BevölkerungWie durchgeführt?Wird seit 1957 jedes Jahr bei 1 % der Bevölkerung durchgeführt Mathematische Zufallsstichprobe werden Gebäude- und Gebäudeteileausgewählt – Befragung aller Bewohner dieser Gebäude - Auskunftspflicht
- Einkommens- und Verbraucherstichprobe Warum EVS?Datengrundlage für Armuts- und ReichtumsberichterstattungBemessungsgrundlage GrundsicherungWie durchgeführt?Ca. 60.000 Haushalte, freiwillige TeilnahmeQuotenplan – Berücksichtigung aller sozialer GruppenDurchführung alle 5 JahreVier Erhebungsteile1. Soziographische und sozioökonomische Grunddaten2. Fragebogen zu Geld- und Sachvermögen3. Haushaltsbuch (über drei Monate)4. Feinzeichnungsheft für Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren
- Laufende Wirtschaftsrechnungen Repräsentatives Bild der Lebenssituation nahezu der GesamtbevölkerungWas wird gefragt?Einnahmen und Ausgaben privater HaushalteAusstattung mit GebrauchsgüternWohnverhältnisseWarum LWR?Für Verbraucherpreisstatistik und Volkswirtschaftlichen GesamtrechnungWie durchgeführt?Jährliche Durchführung bei Stichprobe von 8000 HaushalteQuotenstichprobe: Haushalte fast aller sozialer GruppierungenZwei ErhebungsteileAllgemeine Angaben (u.a. zur Ausstattung mit Gebrauchsgütern)Haushaltsbuch über 3 Monate (ein Quartal)Verknüpft mit EVS
- Zeitbudget Erhebung - Befragung zur Zeitverwendung der deutschen Bevölkerung ab 10 Jahre- Repräsentative Daten zur Zeitverwendung in Haushalt, Erwerbstätigkeit, Ehrenamt etc.- Erhebung: 3 Tage Zeit- und Tätigkeits-Tagesbuch- Erhebungen: 1991/92 und 2001/02 und 2012/13- Durchgeführt vom statistischen Bundesamt- Ziel: Sichtbarmachung unbezahlter Arbeit- Satellitenrechnung zur VolkswirtschaftlichenGesamtrechnung
- amtl. Statistik Datenerhebung Volkszählungen (Zensus)Zensus (letzter Stichtag 9. Mai 2011)Mikrozensus (jährlich)WirtschaftsrechnungenEinkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) (alle 5 Jahre)Laufende Wirtschaftsrechnung (LWR) (jährlich)Zeitbudget-Erhebungen (ca. alle 10 Jahre)
- Aussagekraft sozialwissenschaaftlicher Studien Wer hat die Studie in Auftrag gegeben, wer hat sie durchgeführt?Welche Fragestellung für welche Gruppe wird untersucht?Wie transparent ist die Methode dargestellt? (Stichprobengröße und –ziehung, Erhebungsinstrumente, Erhebungszeitpunkt, Auswertungsverfahren)Was wurde untersucht, welche Schlussfolgerungen wurden daraus gezogen, für welche Gruppe gelten diese Aussagen?Auf Basis welcher Theorieannahmen / Konzepte wurden die Daten interpretiert?Wie wurden Gütekriterien überprüft?(Objektivität – Repräsentativität – Validität – Reliabilität)
- Sozialisation Der Mensch wird als Mängelwesen geboren -> physiologische Frühgeburt Gefährung-> nicht überlebensfähig ohne Fürsorge durch andere Menschen Chance-> weltoffenes Lebewesen-fast unendliche Lernfähigkeit und sozio-kulturelle Variabilität
- Sozialisation Unter Sozialisation versteht man den Prozess des Aufwachsens in einer sozialen, materiellen und medialen Umwelt,in dem der Einzelne durch Ausprobieren, Nachahmen, Interaktion, Lernen, Prägung und aktive Aneignung von Sprache, Wissen, Alltagsgewissheiten, Deutungen, kulturellen Mustern usw.zu einem autonomen und handlungsfähigen „erwachsenen“ Subjekt und Mitglied einer Gesellschaft wird.Aus einem neugeborenen biologischen Organismus entsteht nur in der Gesellschaft eine menschliche Persönlichkeit,die in ihrem Wesen durch jenen kulturellen Kontext geprägt ist, in dem sie aufgewachsen ist.Dieser Prozess endet nicht in einem „Erwachsenenalter“, sondern setzt sich in verschiedenen Formen lebenslang fort.
- Erziehung Planmäßiger Umgang Erwachsener mit Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, den jungen Menschen zu selbstständiger, verantwortlichen Lebensführung zu verhelfenGeschieht in spezifischen Bedingungen, im Rahmen von Institutionen und eines gesellschaftlich-politischen Gesamtzusammenhanges
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- Sozialisation Innere Realität- genetische Veranlagerung natürl. ANLAGE körperliche Konstitution Intelligenz psychisches Temperament Grundstrukturen der Persönlichkeit Äußere Realität- Familie UMWELT Freundeskreis Erziehungs- und Bildungseinrichtgen soziale Organisation Massenmedien Arbeitsbedingungen Wohnbedingungen Physikalische Umwelt
- Sozialisation Sozialisation ist der Prozess, in dessen Verlauf sich der mit einer biologischen Ausstattung versehene menschliche Organismus zu einer sozial handlungsfähigen Persönlichkeit bildet, die sich über den Lebenslauf hinweg in Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen weiterentwickelt.Sozialisation ist die lebenslange Aneignung von und die Auseinandersetzung mit den natürlichen Anlagen, insbesondere den körperlichen und psychischen Grundmerkmalen, die für den Menschen die „innere Realität“ bilden und der sozialen und physikalischen Umwelt, die für den Menschen die „äußere Realität“ bilden.
- Soz.phasen und Insatanzen Primärsozialisation- Familie, Verwandschaft, Freunde Sekundär- u. Tertiärsozialisation- Kindergarten, Schule, Gleichaltrige, Medien, Freizeitorganisationen, Medien, Freizeitorganisationen
- Sozialisationsphasen Primäre SozialisationVon der frühesten Kindheit bis zu dem Zeitpunkt, in dem das Kind als autonomes Subjekt lebens-, handlungs- und entscheidungsfähig istSekundäre SozialisationSchließt sich an primäre Sozialisation an und umfasst•kulturelles und soziales Lernen außerhalb des engen Kreises der Bezugspersonen aus der frühen Kindheit•Pubertät•Ausbildung einer Geschlechtsidentität•Auseinandersetzen mit dem Heranwachsen und verschiedenen Erwachsenenrollen
- Sozialisation Für das IndividuumAufbau von Identität und sozialer RolleHandlungskompetenzAufbau der Basis-PersönlichkeitFür die GesellschaftVermittlung gemeinsamer Werte, Normen, Handlungsmuster, die auf das Zusammenleben in einer gemeinsamen sozialen Ordnung abgestimmt sind.
- Haushalts-System Haushalt„« Sozio-okonomische Einheit„« Zusammen wirtschaftende und wohnende Personen Personalsystem (Lebenseinstellungen und Sinnsetzung) -Zusammenlebende Personen (Zahl, Alter, Geschlecht)- Bedürfnisse und Anforderungen der Haushaltsmitglieder- Abstimmungsprozesse- Einstellungen, Werte Marktsystem (Handlungsspielraum) „« Arbeitsplatze /Einkommenserzielung„« Marktangebot„« Infrastruktur Hauswirtschaftssystem (Ressourcen) - Finanzielle Ressourcen- Zeit- Kenntnisse / Fähigkeiten- Ausstattung
- Haushälterisches Handeln •Haushälterisches Handeln ist eine problemlösende (lebensnotwendige) gestalterische Aufgabe•Haushälterisches Handeln ist immer und zu jeder Zeit Vorsorge, Versorgung und / oder Fürsorge zur Abwendung von bestehenden, erwarteten oder möglicherweise kommenden Notlagen•Der Mensch hat das Maß für seine Bedürfnis-befriedigung zu finden, ein Leben lang und über Generationen hinweg
- Funktionen von privaten Haushalten Für das IndividuumLebenserhaltungPersönlichkeitsentfaltungKultur des ZusammenlebensInstitutionell-gesellschaftliche Perspektive:Regenerative Funktion (Fitness und Gesundheit)Ökonomische Funktion (Wohlstand)Generative Funktion (Familienbildung)Sozialisationsfunktion („gute Kinderstube“)Ökologische Funktion (Erhaltung der Lebensgrundlagen)
- Funktionen des Haushaltes für die Gesellschaft Generative Funktion - Geburt von Kindern und BevölkerungsentwicklungSozialisations-funktion - Die gute KinderstubeRegenerative Funktion - Fitness und GesundheitÖkonomische Funktion - Wohlstand und KonsumÖkologische Funktion - Intakte Umwelt
- regenerative Funktion Haushälterische Aktivität um Haushalts-Mitglieder gesund und leistungsfähig zu erhalten•Befriedigung von physiologischen-Essen, Trinken, Schlafen• Befriedigung psychologischen Bedürfnissen-Geborgenheit, Wärme, Liebe, Selbstbewusstsein•Aufgabe in der modernen Gesellschaft erschwert durch z.B.-Ungünstige Ernährung-Bewegungsmangel-Stress
- regenerative Aufgaben Sicherung der Befriedigung der lebensnotwendigen menschlichen GrundbedürfnisseRealisierung eines Konzeptes der alltäglichen Lebensweisedas Erholung ermöglicht und nicht krankmachend wirkt,und Krankheiten und Zivilisationsschäden, die sich im Lebensverlauf und aus dem Alltagsleben ergeben, zu kompensieren, zu pflegen und/oder zu heilen in der Lage ist
- Armut und Gesundheit ZUsammenhang (Bericht) 1.Frauen und Männer mit niedrigem Einkommen haben eine geringere Lebenserwartung2.Von Armut betroffene Personen sind häufiger aufgrund von Gesundheitsproblemen in der Alltagsbewältigung eingeschränkt3.Gesundheitsriskante Verhaltensweisen sind bei Personen, die in Armut leben, starker verbreitet4.Armut geht mit einer geringeren sozialen Unterstützung einher5.Der Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht verringert
- Work life Balance „Work-Life-Balance“ bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben vor dem Hintergrund einer (…) sich dynamisch verändernden Arbeits- und Lebenswelt.“Betriebliche Work-Life-Balance-Maßnahmen zielen darauf ab, erfolgreiche Berufsbiographien unter Rücksichtnahme auf private, soziale, kulturelle und gesundheitliche Erfordernisse zu ermöglichen.Zentraler Aspekt ist die Balance von Familie und Beruf.Dreifache Win-Situation durch Work-Life-Balance :.für die Unternehmen,.für die einzelnen Beschäftigten.sowie einem gesamtgesellschaftlichen, volkswirtschaftlichen Nutzen.
- Strategien zur nachhaltigen Entwicklung Nutzen – Aufwand optimierenEffizienz StrategieIn geschlossenen Kreisläufen wirtschaftenKonsistenz StrategieWeniger verbrauchenSuffizienz Strategie
- Nachhaltige Lebensstile Eine Bedürfnisbefriedigung und Alltagsgestaltung, dieressourcenschonendverantwortungsbewusstachtsam istDies beinhaltet auch die Gerechtigkeit zwischen und innerhalb von Generationen sowie die globale Gerechtigkeit.Nachhaltige Lebensstile entstehen durch Verhaltensveränderungen aller Marktteilnehmer (Konsumenten und Anbieter, privat und institutionell).
- 3 Säulen der Nachhaltigkeit Effizienz: Minimierung des Ressourceneinsatzes bei gleicher LeistungSuffizienz: Reduzierung des Ressourcenverbrauchs durch Änderung von Verhalten (z.B. Lebensstil, Konsummuster)Konsistenz: Anpassung an natürliche Kreisläufe und Prozesse, z.B. durch nachwachsende RohstoffePartizipation: Demokratisierung von Entscheidungsprozessen
- Strukturpolitischer Aktionsradius individuellen Handelns Gesellschaftliches Umfeld IndividuumHaushaltEngeres UmfeldWeiteres Umfeld
- Aufgaben der ökonomischen Funktion Haushaltsperspektive:Ein Haushaltssystem aufzubauen, zu unterhalten, zu sichern undim Sinne der Funktionen und Ziele zu steuern.Gesellschaftliche Perspektive1. Angebot von Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt2. Nachfrage von Konsumgütern3. Vermögensbildung und Vermögensverwaltung4. Bereitstellung der Ressourcen und Leistungen für dieHaushaltsführung5. Akteure für die Wohlfahrtsproduktion
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