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Sozialpsychologie (Fach) / Aggressionen & Gehorsam (Lektion)

Definitionen und Verfahren zur Erfassung von Aggressionen Theorien und Modelle „Klassische Untersuchungen“ Gewalt in der Schule Gewalt am Arbeitsplatz Gewalt in den Medien Situative Gewalt Sexuelle Agression Häusliche Gewalt und Gewalt in der Partnerschaft Gewaltprävention

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  • Gegenmaßnahmen nach Ardelt, Buchner & Gattinger bei Mobbing Für das Individuum Prävention: Stressmanagement, Gruppentraining, Konflikttraining, Führungstraining, Arbeitssituationsdiagnose Intervention: Coaching, unterstützende Psychotherapie
  • Gegenmaßnahmen nach Ardelt, Buchner & Gattinger bei Mobbing Für die Gruppe Prävention: Aufklärung über Gruppenprozesse, Kommuniktaionstraining, Supervision Intervention: Konfliktberatung, Gruppensupervision
  • Gegenmaßnahmen nach Ardelt, Buchner & Gattinger bei Mobbing Für die Organisation Prävention: durch Organisationskultur, Organisationsentwicklung Intervention: Organisationsentwicklung
  • Nach Leymann: Auf der Basis von 40 Mio Erwerbstätigen in Deutschland ca. -------- Mobbingopfer 1,4 Mio pro Jahr 
  • Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Altersgruppen bezogen auf Mobbing am Arbeitsplatz? Nein
  • Nach Leymann: zwischen wem ist Mobbing am häufigsten? zwischen ranggleichen Kollegen am zweithäufigsten geht es von einer Führungskraft aus
  • Geschlechterverteilung bei Mobbing am Arbeitsplatz Täter und Opfer meist männlich
  • 2 Grundannahmen zu Gewalt in den Medien Allgemein zugängliche Medieninhalte enthalten substantielle Gewaltanteile Kinder und Jugendliche konsumieren diese Inhalte in nennenswertem Ausmaß.
  • Analyse des deutschen Fernsehprogramms (Grimm & Weiß, 2005 Auswertung von 1.162 Programmstunden in 10 Kanälen58% aller Sendungen enthalten mindestens eine Gewaltdarstellung.33% stellen Gewalt aus sozial akzeptierten Motiven dar.In fast alle Genres wird Gewalt größtenteils mit einer neutralen Botschaft, d.h. ohne explizite Bewertung gezeigt.Je stärker der fiktionale Charakter der Gewalt, um so eher ist der Täter positiv charakterisiert.
  • Effekte von Mediengewalt Nachahmungshandlungen, kognitive Effekte, affektive Effekte
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  • Ergebnisse der Columbia Television Violence Study Präferenz für Fernsehgewalt mit 8 Jahren korreliert mit .21 mit Aggressionen mit 8 Jahren Präferenz für Fernsehgewalt mit 8 Jahren korreliert mit .24 mit Aggressionen mit 18 Jahren Aggressionen mit 8 Jahren korrelieren zu .32 mit Aggressionen mit 18 Jahren
  • Meta-Analyse zum Einfluss gewalthaltiger Medieninhalte gewalthaltige Medieninhalte korrelieren mit aggressivem Verhalten um .19 Hilfeleistung um -.0.8 aggressiven Kognitionen um .18 Ärger-Affekt um .27 physiologischer Erregung um .26
  • Vermittelnde Prozesse zwischen Mediengewalt und Aggression Aktivierung aggressiver Gedanken und Gefühle Erregungsanstieg Erwerb neuer Reaktionen  Veränderung von Wissensstrukturen  Abstumpfung/ Desensibilisierung  Schwächung von Hemmungen
  • Wann kann es zu situativer Gewalt kommen ? bei Alkoholkonsum  Hitze  sozialer Dichte
  • Warum löst Alkoholkonsum Aggressionen aus ? Aufmerksamkeitshypothese •Alkohol wirkt sich indirekt über eine eingeschränkte Informationsverarbeitung aus•situative Hinweisreize werden nur noch in Ausschnitten wahrgenommen und dabei nur die zentralen Hinweisreize beachtet •Diese lösen dann erhöht Aggressionen aus, sofern sie auf aggressives Verhalten verweisen disinhibition hypothesis  •durch Alkohol geht die kortikale Kontrolle verloren und Reaktionen werden in eher primitiven Hirnregionen gesteuert
  • Wie kann man überprüfen on Hitze Aggressionen aus ? Ansatz der geographischen Regionen („geopgraphic regions approach“) •Prävalenzraten für Gewalttaten in kälteren und wärmeren geographischen Regionen werden in der Regel auf der Basis von Archivdaten über Klimainforationen und Gewalttaten miteinander verglichen•Problem: zwischen den Regionen (vielfach Norden und Süden der USA) gibt es eine Reihe von weiteren nicht unerheblichen Unterschieden gibt (Wohlstand, Zusammensetzung der Bevölkerung etc.) Zeitspannen-Ansatz („time-periods-approach“) •Vergleiche zwischen Temperaturunterschieden und Gewalttaten in ein und derselben Region•Die Ergebnisse belegen den Zusammenhang von erhöhter Aggressivität und  Sommermonaten
  • Warum kann Hitze Aggressionen auslösen Hitze wird als unangenehm empfunden, löst negative affektive Erregungen aus, beeinflusst die kognitive Verarbeitung aggressiver Stimuli und kann so Aggressionen auslösen
  • Warum kann soziale Dichte Aggressionen auslösen? Verbunden mit erhöhter affektiver Erregung bietet damit entsprechende Voraussetzungen für Aggressionen und Gewalt Die mit solchen Situationen verbundenen Deindividuierungs-Effekte (verstärkt durch Alkohol, Lärm und entsprechende Musik) führen zum Verlust der sozialen Kontrolle Große Menschenmengen, Schutz der Dunkelheit (situative Faktoren), Situationen von Anonymität führen zu einem Zustand von Deindividuation und können kollektive Aggressionen fördern. aggressionsfördernde Bedingung Mögliche Folgen: Massenschlägerei
  • Sexuelle Aggressionen erklären „umfasst unterschiedliche erzwungene sexuelle Aktivitäten, wie Geschlechtsverkehr, Oralsex, Küssen und Petting unter Einsatz verschiedener aggressiver Strategien, etwa Androhung oder Anwendung körperlicher Gewalt, Ausnutzen der Unfähigkeit des Opfers, sich zu wehren, oder verbaler Druck“  (Krahe, 2007, p.287/288) außerdem Stalking und obszöne Telefonanrufe
  • Ergebnisse der Meta-Analyse (Conway et al. 2005) •das Geschlecht ist mit dem sozialen Status konfundiert •vor allem dann, wenn an den aggressiven Auseinandersetzungen Fremde beteiligt sind•Aggressionen richten sich in der Regel gegen Schwächere•egal ob eine Frau oder jemand mit einem geringeren sozialen Status➡Möglicherweise hat Aggression mehr mit dem Status als mit dem Geschlecht zu tun
  • Hauptthema bei häuslicher Gewalt physische Gewaltanwendung bei Kindern und Kindesmissbrauch innerhalb der Familie
  • Risikofaktoren für häusliche Gewalt aggressives Verhalten gegenüber Kindern steigt an, wenn die Erwachsenen in ihrer Kindheit derartige Erfahrungen machen mussten.
  • Risikofaktoren für erhöhte Gewalt gegenüber Kindern Geringe Schulbildung der Mutterdas Alter (geringes Alter) der Mutterder familiäre Wohlstand (Armut)die frühe Trennung von der Mutterdie geringe soziale Wärme des Vaters und dessen geringes Interesse an der Familie
  • Risikofaktoren für Kindesmissbrauch die Behinderung des Kindes psychische Störungen der Mutter negative Lebensereignisse die Anwesenheit eines Stiefvaters
  • Wo ist häusliche Gewalt weiter verbreitet ? In kollektivistischen Kulturen oder individualistischen? Offensichtlich ist häusliche Gewalt (Archer, 2006) bzw. Gewalt in der Partnerschaft in kollektivistischen Kulturen weiter verbreitet als in individualistischen (Frauen erfahren sehr viel physische Gewalt von ihren Männern)
  • Erklärungen für höhere Rate an häuslicher Gewalt in kollektivistischen Kulturen Keine Geschlechtergleichberechtigung andere Gesetze
  • Gewaltprävention Trainings oder Bewältigungsprogrammen (1. Phase) Erkennen der situativen Auslöser (2. Phase) Erlernen von Entspannungstechniken (3. Phase) Konfrontation mit Ärgersituationen
  • Was geht oft eigentlichen Aggressionen voraus? Ärger und negative affektive Erregung
  • Maßnahmen zur Ärgerbewältigung erklären Beim Ärgerbewältigungstraining sollen vor allem die Prozesse verdeutlicht werden, die zu Ärgererleben führen. (Verweis auf innere Hinweisreize und auf äußere Bedingungen) 
  • Meta-Analyse von Robinson et al. (1999) Ergebnisse zu Gewaltprävention •zeigt einen d-Wert von .64 für die Wirksamkeit von Ärgerbewältigungs-Interventionen im schulischen Bereich an•Erfolg ist aber nur dann einigermaßen garantiert, wenn die Personen den Zusammenhang zwischen Ärgerkontrolle und Aggression verstehen•Bei Gewaltverbrechern zeigte sich z. B. keine nennenswerte Verbesserung der Affektregulation