Allgemeine Psychologie (Fach) / Grundbegriffe 1 (Lektion)

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1. Semester

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  • Distaler Reiz Reiz kommt von außen, diesen können wir physikalisch messen
  • Proximaler Reiz Gesamtheit der messbaren physikalischen oder chemischen Einwirkung eines distalen Reizes auf die jeweiligen Sinneszelle
  • Aussage Satz, der wahr oder falsch sein kann
  • Argument Reihung von Prämissen, die zu einer Konklusion führen.
  • Prämisse   Voraussetzung oder Annahme aus der Schlussfolgerung gezogen wird à wirkt begründet
  • Axiom Halte die Aussage für so glaubhaft, dass ich sie nicht zu beweisen brauche
  • Deduktiver Schluss Vom Allgemeinen zum Einzelnen
  • Induktiver Schluss Vom Besonderen zum Allgemeinen
  • Modus tollens Gegeben q trifft nicht zu, daraus kann geschlossen werden, dass p auch nicht zutrifft
  • Modus ponens Gegeben p trifft zu, daraus geschlossen q trifft auch zu
  • Denial of atecedent Gegeben p trifft nicht zu, daraus geschlossen q trifft auch nicht zu à nicht valide
  • Affirmation of consequent Gegeben q trifft zu, daraus geschlossen p trifft auch zu à nicht valide                                                       
  • Konjunktion p und q
  • Einschließende Konjunktion p oder q oder beide
  • Ausschließende Konjunktion P oder q aber nicht beide
  • Syllogismus/ Prädikatenlogik Es untersucht unter welcher Voraussetzung logische Schlüsse gültig sind.
  • Kategorialer Syllogismus Besteht aus zwei Prämissen und einer Konklusion, benutzt Quantoren
  • Quantor Operatoren der Logik, wie alle/ einige/ kein/ einige nicht
  • Shadowing-Task dichotomes Hören Eine von zwei Nachrichten soll ignoriert werden
  • Attenuation Der Filter schwächt Analyse von unbeachteten Informationen ab. à manchmal können sie aber die Schwelle des Bewusstseins überschreiten
  • Fokussierte/ selektive Aufmerksamkeit Man bekommt mehrere Stimuli und darf sich nur auf einen konzentrieren
  • Geteilte Aufmerksamkeit Man bekommt mehrere Stimuli und muss sich auf alle konzentrieren.
  • Aktive Aufmerksamkeit Top-down: Die Aufmerksamkeit wird durch unsere Ziele und Erwartungen geformt.
  • Passive Aufmerksamkeit Bottom-up: Die Aufmerksamkeit wird durch externale Stimuli gesteuert.
  • Covert-Attention Wenn man die Aufmerksamkeit verlagert ohne die Augen zu bewegen.
  • Endogenes System Top-down-Verarbeitung: Wird von individuellen Intentionen, Erwartungen, Wissen und Zielen beeinflusst. à bei peripheren Cues beteiligt, wenn einen noch nicht präsentierten Stimulus erwartet dorsal-frontalperietales Netzwerk
  • Exogenes System Bottom-up-Verarbeitung: Aufmerksamkeit wird automatisch durch den Stimulus zugewiesen; dies ist bei peripheren uniformativen Cues der Fall. Saliente Cues werden am ehesten von diesem System wahrgenommen. Es reagiert auch um einen Notfall in der Umgebung zu erkenne. ventral-frontalparietales Netzwerk
  • IOR (inhibtion of return) Phänomen der Blickbewegung, wenn man ein Objekt an einer Position beobachtet, dann ist es unwahrscheinlich, dass man nach einem Fokuswechsel erneut dorthin schaut. Man hat viele Belege gefunden, dass dies ortsbasiert ist, aber nur wenige, dass es objektbasiert ist.
  • Neglect Es kommt zu einem fehlenden Bewusstsein der einen Gesichtshälfte, welche durch eine Schädigung der kontralateralen Seite des Gehirns zu Stande kommt. Meist im rechten Parietallappen à linksseitiger Neglect.
  • Line bisection task Man soll einen Strich in die Mitte einer Linie zeichnen, die Neglect Patienten machen es meist rechts (linsseitiger Neglect).
  • Extinction Unfähigkeit einen Stimulus wahrzunehmen, der auf der gegenüberliegeneden Seite eines Gehirnsschadens liegt, während auf der Seite des Gehirnschadens ein anderer Stimulus präsentiert wird. à das ist ein Problem weil wir immer mit sehr vielen Stimuli in usnerem täglichen Leben zu tun haben. Der Stimulus auf der kontralateralen Seite des Hirnschadens wird salient und verdräng dadurch die Wahrnehmung des Stimulus auf der ipsilateralen Seite des Schadens.
  • Disengagement of attention Abkoppelung der Aufmerksamkeit von einem Stimulus
  • Shifting Attention Verlagerung der Aufmerksamkeit von einem Target zum Anderen
  • Engaging Attention Einnahme der Aufmerksamkeit durch einen neuen Stimulus
  • Psychologische Refraktärperiode Wenn ein Stimulus direkt nach einem Anderen präsentiert wird, dann dauert es länger bis wir ihn erkennen. Es ist ein zentraler Flaschenhals in dem nur eine Aufgabe zur eine Aufgabe bearbeitet werden kann à Task Kombination kann man nur durch Multiplexing machen, indem man zwischen zwei Aufgaben hin und her schaltet. à Studie die perzeptuelle Begrenzung spielt kaum eine Rolle, sondern die Reaktionsauswahl. Man kann erst dann auf einen Stimulus reagieren, wenn die Reaktion auf den ersten Stimulus abgeschlossen ist. Die Refraktärperiode (keine weiteren Reize mehr verarbeitet) ist umso länger, je kürzer die SOA zwischen zwei Stimuli.
  • Performance-Ressource-Function Setzt die Leistung in einer bestimmten Aufgabe zu den investierten Ressourcen in Beziehung. à Aufgaben in daten- und ressourcenlimitiert unterteilt.
  • Datenlimitiert Die Leistung wird durch die Einfachheit der Aufgabe erreicht. Wenn die Aufgabe bearbeitet wurde, dann lohnt es sich nicht mehr Ressourcen einzusetzen. à Leistung der Aufgabe eins beeinflusst nicht die Leistung der Aufgabe zwei
  • Ressourcenlimitiert Bei kognitiv-komplexen Aufgaben führt der Einsatz von Ressourcen zu besseren Leistungen. Aber irgendwann ist der Höhepunkt der Kapazität erreicht und man kann keine Ressourcen mehr investieren. à Leistung der Aufgabe eins beeinflusst die Leistung der Aufgabe zwei
  • Separate Ressourcen Wenn zwei simultane Aufgaben gleichzeitig gleich gut gelöst werden können.
  • Selection of action Wir haben laufende Handlungsalternativen. Die Aufmerksamkeit ist dafür da, dass nur handlungsrelevante Reize verarbeitet werden, während irrelevante ausgeblendet werden. Die selektive Aufmerksamkeit ist kein Defizit, sondern ermöglich Leistung.
  • Ressourcentheorie: zentrale Kapazität Unsere Ressourcen sind z.B. Exekutive Funtkonen oder Aufmerksamkeit. Wenn wir etwas ausführen wollen, dann brauchen wir diese Ressourcen. Wenn wir zwei Aufgaben haben, dann greifen beide auf dieselben Ressourcen zurück.
  • Ressourcentheorie: multiple Ressourcen Unser Verarbeitungssystem besteht aus mehreren Ressourcen. Wenn Aufgaben sehr ähnlich sind, dann greifen sie auf die gleichen Ressourcen zurück. Es gibt drei aufeinanderfolgende Prozesse, welche aus verschiedenen Cues bestehen: Enkodierung: Wahrnehmung der Stimuli: visuell, auditiv, räumlich, verbal Zentrale Verarbeitung: Räumlich, verbal Antwort: manuell, vokal à zwei Annahmen Es gibt mehrere Ressourcen Bereiche je nachdem welcher gerade notwendig ist. Wenn zwei Aufgaben auf unterschiedliche Ressourcenbereiche zurückgreifen, dann sollte man auch parallel ohne Beeinträchtigung verarbeiten können.
  • Unteradditivität Wenn zwei Aufgaben gleichzeitig ausgeführt werden müssen, dann kann man weniger Aktivität in den Gehirngebieten verzeichnen, als wenn die Aufgaben einzeln ausgeführt werden.
  • Exekutive Funktionen Dies soll uns die Anpassung an neue oder komplexere Situationen erleichtern. Bei Doppelaufgaben sind Aufmerksamkeitskontrolle, Koordination der Aufgabenanforderungen und Management der gleichzeitigen Ausführung der beiden Aufgaben wichtig. à präfrontaler Kortex wichtig. Bei geteilter Aufmerksamkeit ist der dorsolaterale präfrontale Kortex aktiv.
  • Automatischer Prozess Laufen schnell ab, sie beanspruchen keine Ressourcen und interferieren auch nicht mit anderen Aufgaben auch sind sie unvermeidbar. Allerdings sind sie sehr unflexibel.
  • Kontrollierter Prozess Diese laufen langsam ab, beanspruchen Ressourcen und interferieren mit anderen kontrollierten Prozessen. Sie sind aber bewusst und beliebig steuerbar.
  • Syntaxanalyse (Parsing) Hier geht es um das Verständnis zwischen der Syntaktik und Semantik. Warum verstehen wir einen Satz? Es gibt vier Möglichkeiten der Syntaxanalyse: ·       Syntaxanalyse geht semantischer Analyse voraus und beeinflusst diese ·       Semantische Analyse geschieht meistens vor der syntaktischen Analyse ·       Beide Analysen werden parallel ausgeführt ·       Syntax und semantische Analyse sind sehr eng miteinander verbunden
  • Prosodische Cues Die Prosodie wird bei doppeldeutigen Sätzen genutzt, um dem Inhalt einen Sinn zu geben, z.B.: Intonation, Pausen im Satz Weg für Zuhörer, syntakt. Struktur gespr. Sprache zu erkennen besonders wichtig bei Doppeldeutigkeit Sätze
  • Pragmatik Dies sind die praktische Anwendung und das Verständnis von Sprache. Es wird dabei die wortwörtliche Bedeutung überschritten.
  • Seductive Details Effect Ablenkung durch unwichtige Details. Dies ist eher bei Personen der Fall, welche geringe Arbeitskapazität haben.