Allgemeine Psychologie 1 (Fach) / Neuroanatomie und Sinnessysteme (Lektion)

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  • Nennen Sie die 4 Lappen des Neocortexs Frontallappen, Parietallappen, Temporallappen, Occipitallappen
  • Nennen Sie die 5 Strukturen des Limbischen Systems, welche sind diencephal, welche telencephal? Diencephal: Septum, Amygdala, Hippocampus; telencephal: Mamillarkörper und anteriorer Thalamus
  • In welche 3 Teile wird das Gehirn (Encephalon) unterteilt? Prosencephalon, Mesencephalon, Rhombencephalon
  • Nennen Sie die Teile des Diencephalons (Kerne, Fasern) Thalamus, Hypothalamus, Hypophyse, Chiasma Opticum
  • Nennen Sie die drei Teile des Telencephalons Neocortex, Basalganglien, limbisches System
  • Bennen Sie die Kerne der Basalganglien: Nucleus caudatus, Nucleus lentiformis, Claustrum, Amygdala
  • Definiere Gehirn Das Gehirn ist ein gleichzeitig ganzheitliches, regional spezifisches, multipel verarbeitendes und topographisch darstellendes, geschlechtsspezifisches, lateralisiertes und plastisches Organ. 
  • Optische Täuschung benennen und kurz erklären (Müller-LyerTäuschung): Die wahrgenommene und die tatsächliche Länge können sich unterscheiden. Die beiden horizontalen Linien haben die gleiche Länge, Linie zwei wird aber länger wahrgenommen als Linie 1.
  • Welche Art des Sehens ermöglichen Stäbchen, welche Zapfen? Stäbchen - Hell Dunkel, sehr empfindlich, geringe Schärfe Zäpfchen - Farbsehen, geringe Empfindlichkeit, hohe Schärfe
  • Wie viele Zapfentypen gibt es? 3, rot grün blau
  • Optisches System: Weg von der Retina zum primären visuellen Cortex in der richtigen Reihenfolge notieren. Photorezeptoren -Bipolare Nervenzellen (über Horizontalzellen verbunden) -Ganglienzellen (über Amakrinzellen verbunden, mit ON und OFF Zellen) -Nervus Opticus -Chiasma Opticum -Tractus Opticus - Nucleus geniculatus lateralis -pirmärer visueller Cortex
  • Wie verlaufen die zwei cortikalen Bahnen? Dorsale Bahn : WO Bahn von V1 zu Area PG des ParietallappensVenrtrale Bahn: WAS Bahn von V1 zu Area PT des Temporallappens
  • Die vier Gestaltgesetze - Nähe- Geschlossenheit- Gleichheit- Durchgezogene Linien
  • Beschreiben Sie die zentralnervöse Verschaltung des auditiven Systems Haarzelle überträgt Information auf eine Bipolarzelle.- Bipolarzellenaxone münden in nervus chochlearis und leiten Information zum nucleus cochlearis.  -Von dort zum kontralateralen colliculus inferior. - Dann weiter über nucleus geniculatus medialis zum auditiven Cortex.-Im Rhombencephalon findet komplexe Verschaltung statt: Großteil wird zur kontralateralen Seite geschaltet, ein kleiner Teil jedoch auch auf die andere Seite, was wichtig für das Orten von Reizen ist.
  • Nennen Sie die Strukturen des Außen-, Mittel-, und Innenohrs Aussenohr: Ohrmuschel und GehörgangMittelohr: Trommelfell und gehörknöchelchenInnenohr: Bogengänge und Cochlea
  • Was messen die Cilien des vestibulären Systems bei einer Kopfbewegung? Die Cilien messen die Informationen über die Beschleunigung und Drehung. Zum einen wird die Translationsbewegung, also die lineare Beschleunigung, zum anderen die Drehbewegung von Kopf und Körper, also die Winkelbeschleunigung gemessen.
  • Was sind Pheromone? Es sind Duftstoffe, die von lebenden Organismen zum Zweck der Kommunikation abgesondert werden. Sie steuern unser Verhalten und duften nich (merkbar für den Menschen) - hormonell
  • Beschreiben Sie das Experiment von Cuttler, Friedman und McCoy zu den Pheromonen: Es gab zwei Gruppen von Männern. Die eine bekam Pheromone, die andere Placebo. Die Gruppe mit den Pheromonpräparaten wies ein signifikant ausgeprägteres soziosexuelles Verhalten auf, also die andere Gruppe.
  • Wozu dient die enge Verbindung des olfaktorisches Systems zum limbischen System? Durch die engen und direkten Verbindungen des olfaktorischen Systems zu Strukturen des limbischen Systems besteht eine ausgesprochen enge Assoziation von Riechen/ Emotionen und Gedächtnis.
  • In welche Geschmacksrichtungen kann unterschieden werden? Süß, sauer, salzig, bitter, umami
  • Somatosensorik: was passiert im lemniscalen System? Es kommt zu einer hochdifferenzierten Auflösung des Reizes: Entscheidungshilfe bei der Frage was? Zur Vermittlung von Informationen über Bewegung, Druck und Propriozeption (Tastsinn). Die peripheren Nerven treten über das Hirnwurzelganglion in das Rückenmark ein und werden von dem Hinterhorn aus zum Gehirn geleitet. Auf der Höhe der Medulla oblongata werden die Informationen im nucleus gracilis und nucleus cuneatus zwischengeschaltet. Die Fasern, die von diesen Kernen ausgehen und zumThalamus des kontralateralen Seite kreuzen, bilden den lemniscus medialis. Im Thalamus werden verschiedene Kerne angesteuert.
  • Somatosensorik: was passiert im anterolateralen System? Frage nach dem Wo? Vermittlung von Temperatur- und Schmerzinformationen. Periphere Nerven treffen durch das Hinterwurzelganglion in das Rückenmark und kreuzen schon im Rückenmark zur kontralateralen Sete zum Vorderhorn. Fasern ziehen dann ipsilateral zum Hirnstamm. Dort lassen sich die Fasern in drei Trakte einteilen, die jeweils Informationen abzweigen lassen. Einmal gelangt die Information zur Reticulärformation: motorische Aktionsbereitschaft (Bsp. Hand von Herdplatte nehmen). Dann gelangt Information zu den Colliculi, die das auditive und visuelle System über den Schmerz informieren zur räumlichen Ortung. Im Thalamus kommt es dann zur Schmerzlokalisation. Es gibt eine hohe Redundanz der Schmerzwahrnehmung durch multiple Schmerzschleifen im Thalamus.
  • Nennen Sie die drei Systeme bzw. Qualitäten der Somatosensorik und geben Sie jeweils an, für welche Wahrnehmungsleistungen diese zuständig sind. 1.exterozeptives: Informationen über externe Reize, die auf unsere Haut einwirken 2.propriozeptives: Informationen über die Lage unseres Körpers 3.enterozeptives: Informationen über allgemeine Zustände des Körpers (z.B.Zustand der Eingeweide)
  • In welchen Bereichen des Körpers gibt es keine Nozizrezeptoren? Gehirn und Lunge
  • Welche Schmerzarten unterscheidet man? Somatischer Schmerz (Oberflächenschmerz und Tiefenschmerz) und visceraler Schmerz (Eingeweideschmerz)
  • Benennen Sie die Sensortypen zur somatosensorischen Sensibilität: Mechanosensor (Berührung, Druck, Dehnung), Chemosensor (pH), Thermosensor (Hitze, Kälte), Nocizeptor (Schnittwunden, Quetschungen)
  • Hauptaufgaben des Cortex in der Motorik: Repräsentation eines Handlungsraumes durch Sinne! Zugriffsmöglichkeit zu motivations- und emotionsgesteuerten Systemen Entwicklung eines übergreifenden Handlungsplans Entwicklung eines detaillierten Planes zur Bewegungsabfolge Steuerung von Kraft und Richtung der Bewegung Steuerung der Zeitabfolgen von Bewegungsschritten
  • Exekutive Funktionen: Definition Kontroll- und Steuerungsprozesse, die uns dazu befähigen, planmäßig aber flexibel, zielgerichtet und effektiv zu handeln.
  • Exekutive Funktionen: Komponenten Smith & Jonides-Modells notieren: Aufmerksamkeit und Inhibition: Fokussierung der Aufmerksamkeit auf handlungsrelevante Informationen und Hemmung irrelevanter Informationen Ablauforganisation: Erstellen eines Ablaufprotokolls für komplexe Handlungen, die rasche Wechsel zwischen den beteiligten Komponenten erfordert Planen: Planung der Abfolge von Handlungsschritten zur Zielerreichung Überwachung (Monitoring): Fortlaufende Prüfung und Aktualisierung der Inhalte im Arbeitsgedächtnis zur Bestimmung des jeweils nächsten Schritts in einer Handlungsfolge Kodierung: Kodierung von Repräsentationen im Arbeitsgedächtnis nach der Zeit und dem Ort ihres Auftretens
  • Neurale Korrelate exekutiver Funktionen notieren: -Dorsolateraler Praefrontralcortex für die fünf Komponenten exekutiver Funktionen-Orbitofrontaler Cortex für emotionale und motivationale Aspekte von Entscheidungen (limbische Strukturen, Basales Vorderhirn, Thalamus, Formatio Reticularis) 
  • Norman & Shallice: CS (Contention Sceduling) und SAS (Supervisory Attentional System) erklären + Beispiele Contention Scheduling meint automatisierte Routine Handlungen und das Supervisory Attentional System meint neue, nicht routinierte Handlungen. Grundlage der Theorie ist, dass die handelnde Person Wissen über Handlungen in Form von Handlungsschemata hat, die dazu führen, dass beibestimmten Merkmalen einer Situation festgelegte Prozeduren das Verhalten der Person steuern. Wird ein Handlungsschema aktiviert, so bewirkt CS Hemmung alternativer Schemata. Man handelt ohne groß drüber nachzudenken und ohne geistige Leistung. Bsp: Der Weg nach HauseIn neuen und unerwarteten Situationen ist der CS- Modus jedoch unbrauchbar, da keine Handlungsschemata zur Verfügung stehen könnten. Es wird auf den bewusst kontrollierbaren SAS Modus umgeschaltet, er ist langsamer und verbraucht geistige Leistung. Wichtig ist der SAS in: Planen, Entscheidungen treffen, neuen Situationen und Überwindung von starken Reaktionstendenzen
  • Nennen Sie ein Testverfahren für exekutive Funktionen + welche Bereiche werden in Ihrem Beispiel getestet? Ein Testverfahren ist die verbale Flüssigkeitsaufnahme, bei der Wörter mit restriktiven Suchbedingungen in vorgegebener Zeit benannt werden müssen. Aufgabentypen dabei können sein, formallexikalisch (nach vorgegebenen Buchstaben), semantisch (nach vorgegebener Kategorie) und alternierend (abwechselnd Wörter aus verschiedenen Kategorien). Dabei werden exekutive Funktionen, Speed, Sprache und das semantische Gedächtnis getestet.
  • Beschreiben Sie das Konzept der somatischen Marker Damasio: Somatische Marker sind alle positiven und oder negativen Reaktionen des autonomen Nervensystems, die mit dem Erleben bestimmter Situationen verknüpft werden. Die affektive Bewertung einer Situation kann zusammen mit expliziten Gedächtnisinhalten, also Vorerfahrungen, zu einer Tendenz für oder gegen eine Handlung führen
  • Nennen Sie die fünf Komponenten des komplexen Kognitiven Verarbeitungsprozesses: 1. Informationsanalyse2. Planungsprozess in neuen und unbekannten Situationen3. Automatischer Abruf von verfügbaren Plänen in Routinesituationen4. Ausführen von Handlungen5. Kontrolle von Handlungen durch Rückkopplungsprozess
  • Nennen Sie die Hauptkerne und Strukturen und Faserverbindungen des Diencephalons (Zwischenhirn) - Thalamus- Hypothalamus- Hypophyse- Chiasma Opticum
  • Nennen sie die fünf Langzeitgedächtnissysteme nach Endel Tulving und ordnen Sie diese entsprechend der angenommenen Hierarchi. Beginnen sie mit dem niedrigsten Gedächtnissystem 1. Prozedurales Gedächtnis2. Priming (Bahnung)3. Perzeptuelles Gedächtnis4. Wissensystem5. Episodisches Gedächtnis