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Motivationspsychologie (Fach) / Motivation Rudolph (Lektion)
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- Grundlegende Statistik 3 Kriterien, Formen Exp, Arten der Beobachtung, Normalvert Kriterien für das Exp: Kontrollierbarkeit (hoch in Labor, niedrig in Feld), Variierbarkeit (versch UVs einbeziehbar), Wiederholbarkeit (Dokumentation, sodass Replizierbarkeit gewährleistet) Arten: Gedanken- (vorgelegte Frage beantworten)/ Labor-/ Feld- (höher Realitätsgrad > hohe Validität)/ Quasi-Exp direkte (VL sitzt daneben)/ indirekte Beobachtung (Video) - wissen, dass beobachtet idiographischer Ansatz (Beob eines Individuums - Einzelfallstudie/ Freud) nomothetischer Ansatz (Ziel: allg. Gesetzmäßigkeiten, die für alle gelten) Unterschiede innerhalb der Gruppe = idR größer als Unterschiede zwischen den Gruppen > für biolog/ psycholog Merkmale
- Merkmale motivierten Verhaltens Wahl (aus Handlungsalternativen - Komplexität) Latenz (Beginn der Handlung)/ Leistung Intensität (Anstrengung - körperliche Anstrengung einfacher zu beobachten als geistige) Ausdauer (Persistenz - langes Arbeiten) > leistungsfördernde Faktoren
- Kriterien für gute Theorie Güte & Genauigkeit der Vorhersagen Allgemeinheit der zugrunde liegenden Prinzipien wenige Konzepte, mit denen sie viel erklären kann
- Grundlegende Konzepte nach Epikur Hedonismus: Lust-Unlust-Prinzip > Maximierung pos Zustände (Freude), Minimierung neg Zustände (Schmerz) werden als Folgen unseres Handeln vorweg genommen > Erwartung (Konsequenzen) & Befriedigung von Bedürfnissen Homöostase: Erreichen eines inneren Gleichgewichtzustandes (Hunger)
- Unterscheidungen der Motivationspsy rationales/ irrationales Verhalten experimenteller (nomothet, Gesetzmäßigkeiten) / klinischer (ideograph, dysfunktionales Verhalten) Ansatz Motivationspsy / Common Sense (naive Psy) Ursachen in Vergangenheit (traumat Erlebnisse) / Gründe in Zukunft (Konsequenzen)
- Einordnung der Theorie nach Freud klinischer Ansatz S-R (Reiz-Reaktions-Psy, unbewusstes Verhalten) & S-C-R Ansätze (vermittelnde kogn Prozesse) Persönlichkeitsmodell ohne Forderung systemat interindividueller Unterschiede (Schubladen) Betonung Konflikte/ neg Emotionen Theorie oftmals konträr zum Common Sense
- Naturwissenschaftliche Elemente in psychoanalytischer Theorie Psychische Energie (begrenzt, Aufteilen auf versch Lebensbereiche) psychologischer Determinismus (jedes Geschehnis hat Ursache, keine Zufälle) Fallstudien
- Freuds Triebkonzept Trieb = innere Energiequelle des Verhaltens mit aufsuchendem Charakter (Motivation/Antrieb) Triebdualismus (Ziel: Triebbefriedigung erreichen - Konflikthafte Natur versch Triebe > bestimmen unser Verhalten): Aggression vs Sexualität (Selbst-/ Arterhaltung) Eros (Leben, Aktivität) vs Thanatos (Tod = glücklich, ohne Triebe, Ruhe)
- Persönlichkeitsmodell (Freud) Handlungsmgl auswählen Es > Triebimpulse, angeboren, meist unbewusst, folgt Lustprinzip Ich > vermittelnde Fkt/ Ich-Fkt, Entw über Ich-Umwelt-Differenzierung, tw bewusst, Realitätsprinzip Über-Ich > Werthaltungen/ Anforderungen, soz Normen, Entw in früher Kindheit über Eltern Ödipus-Konflikt: männliches Kind begehrt Mutter, rivalisiert mit Vater (Entw.konflikt, ödipale Phase) Ödipuskomplex: Erwachsener verharrt in dieser Problemstellung, kindlicher Konflikt nicht befriedigend gelöst; Wertevermittlung durch Vater nur bei Lsg
- Freuds Handlungs- und Denkmodelle der Motivation Primärmodell: Handlungsmodell: Es(Bedürfnis) > Handlung > Befriedigung; REFLEXbogen (Saugen) Denkmodell: Es > Objekt abwesend > Halluzination (Ersatzhandlung, an Essen denken) > Befriedigung; Phantasietätigkeit Sekundärmodell - Ich-Stärke nötig: Handlungsmodell: Es > Ich > Umweghandlung > Befriedigung; Ich verhindert unmittelbare Triebbefriedigung (Hunger>Kaugummi - Ersatzhandlung) Denkmodell: Es > Ich > Pläne (für spätere Realisierung) > Befriedigung; Kognitionen helfen bei Zielerreichung
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- Wichtige Stichworte zu Freud Technik der freien Assoziation = Probleme bewusst ansprechen Abwehrmechanismen (nicht beantwortete Begriffe) > dadurch Freuds Theorien nicht falsifizierbar Konflikte als Ursache psychischer Probleme, verdrängt Inhalte = psychologisch aktiv (unterbewusst) Katharsis: Reinigung/ Heilung durch Problemaufarbeitung - stellvertretende Katharsis - Ersatzhandlung, keine direkte Konfliktkonfrontation
- McGinnies: Exp zur Wahrnehmungsabwehr UV, AV, Ergebnisse UV: subliminale Darbietung von neutralen vs Tabuwörtern AV1: benötigte Darbietungsdauer für Benennung > neutrale Wörter schneller AV2: Reaktion der Hautleitfähigkeit > bei neutralen Wörtern nie, bei Tabuwörtern auch bei Nichtbenennung erhöht (Hinweis auf Wahrnehmungsabwehr)
- Kritik am Exp von McGinnies zur Wahrnehmungsabwehr neutrale Wörter kommen häufiger vor in Alltagssprache als Tabuwörter VP scheuen sich evtl Tabuwörter auszusprechen verbale Daten > dichotom; physiologische Daten > kontinuierlich (etwas, was ich bereits evtl sage, kann Stress auslösen), dadurch sind Unterschiede zwischen diesen Daten evtl auf diesen Umstand zurückzuführen
- Blums Exp zur Wahrnehmungabwehr 1) hypnotische Suggestion von Angst 2) Prüfung durch physiologische Indikatoren 3) EG: hypnotische Suggestion von Blindheit für angstauslösenden Stimulus; KG keine Blindheit AV: Erfassung Hautleitfähigkeit in Phase 3 Ergebnis: EG - keine Hautleitfähigkeitsänderung > Wahrnehmungsabwehr; KG - Hautleitfähigkeitsänderung für anstauslösenden Stimulus
- Hypnose Zustand der Hypnose = Bewusstseinszustand, nicht alle können hypnotisiert werden, unterschiedlich tief Wirkungen: Ausführen von Handlungen, post-hypnotische Amnesie, Pos/neg Halluzinationen Anwendung bei Patienten mit Phobien/ chron Schmerzen
- Gemeinsamkeiten Hull und Freud Determinismus, Homöostase, Hedonismus, keine individuellen Unterschiede, Triebkonstrukt
- Triebkonzept von Hull Trieb = motivationale Komponente physiologischer Bedürfnisse; primäre Triebe sind angeboren, an physiologische Mangelzustände geknüpft (Hunger, Schlaf) Triebe als aktuelle, interne Stimuli, die wie externe Stimuli operationalisiert werden empirische Grundlage: durch Nahrungsdeprivation (Hunger) werden Tiere aktiver Versuchsparadigma = Columbia Obstruction Box > Erkenntnis: innere Veränd bewirken Änderungen im Verhalten (nicht nur Änderungen der Situation)
- Versuchsparadigma: Columbia Obstruction Box (Hull) innere Veränderungen bewirken Änderungen im Verhalten Startbox (hungriges Tier > Triebstärke) > elektrisches Gitter > Zielbox
- Konzept des 'Habit' (Hull) Gewohnheitsstärke = Lernerfahrungen, welches Verhalten einen Trieb befriedigt Gewohnheitshierarchie = Gesamtheit aller in Situation verfügbarer Reaktionen; Gewohnheiten erlernt Verhalten=Trieb (Motor) *Habit (Lenkrad) << Verhaltensvorhersage; Motor-Lenkrad-Analogie: Lenkrad gibt dem Verhalten eine Richtung Basis = Thorndikes Gesetzmäßigkeiten des Lernens: Law of Effect = Reaktion wird häufiger auftreten, wenn angenehme Zustände zur Folge; Lernen durch Versuch und Irrtum (S>R-Lernen >> Lernen verstärkt Verbindung zw Situation und Reaktion)
- Exp Perin: Wirkung von Trieb und Habit auf Löschungsresistenz UV1: Habitstärke (Anzahl vorhergehender Verstärkungen Hebel>Futter) UV2: Triebstärke (Nahrungsentzug gering bzw hoch) AV: Löschungsresistenz > Trieb und Habit hoch = länger Hebeldrücken gezeigt, öfter ausgeführt Je stärker Triebzustand während Löschung + größer Anzahl der verstärkten Durchgänge, umso länger wurde Hebeldruck-Reaktion gezeigt Wenige Verstärkungen + geringe Triebstärke = geringe Löschungsresistenz Mittlere Löschungsresistenz bei wenig + hoch bzw viel + gering
- Sekundäre (erlernte) Triebe nach Hull Miller'sche Shuttle-Box: Box1 mit Stromstößen > selbstständige Betätigung einer Walze zum Türöffnen > Box2 ohne Stromstöße Klassisches Konditionieren in Phase 1: NS=Box1 UCS=Stromstoß UCR=Walze/ Vermeidungsverhalten von Schmerz Merkmale des Abteils1 werden zu Auslösern eines sekundären Triebes in Versuchsphase 2 (Furcht) > Öffnen der Tür bereits bevor Schmerzreiz auftritt ABER: nur für Vermeidungsverhalten nachweisbar
- Anreiz bei Hull - Erklärung des abrupten Absinkens der Fehlerrate nach Einführung einer Belohnung (Latentes Lernen) Verhalten=Trieb*Habit*Anreiz biologisch verankerte Energie = Trieb (push-Variable die zu einem Ziel hindrängt, zB Deprivationsdauer) Lernvariable = Habit (situationsspezif Gewohnheitshierarchie, zB Anzahl vorauslaufender Verstärkungen) Kombi aus biologischer und Lernkomponente = Anreiz (Charakteristika des Zielobjekts + erlernte Anreizwerte, operationalisiert durch Qualität & Menge des Futters)
- Latentes Lernen + Exp UV, AV, Ergebnis (Hull) Erwerb bestimmter Reaktionen ohne Belohnung, die bei Einführung eines Reizobjektes zum Vorschein kommen (unsichtbares Lernen) Exp: UV: ob/ ab wann (ab 1. Oder 11. Durchgang) wird Tier verstärkt AV: Fehlerzahl beim Durchlauf des Labyrinths Ergebnis: später verstärkte Tiere haben gleich gute Leistungen wie kontinuierlich verstärkte <|> nach Behaviorismus mentales Modell nicht mgl, da nicht sichtbar Keine Futterbelohnung > leichte Verbesserung aber trotzdem mehr Fehler als andere Bedingungen
- Grenzen der Theorie (Triebreduktionstheorie) von Hull kein Nachweis von sekundären Trieben mit aufsuchendem Charakter (Latentes Lernen) Phänomen des spontanen Reaktionswechsels: Tiere variieren Verhalten auch nach großer Anzahl von Belohnungen für ein Verhalten > Erklärungsmgl: einseitige muskuläre Ermüdung (widerlegt), Stimulus-Sättigungspunkt-Hypothese (langweilig nur nach rechts), Explorationsverhalten - evolutionäre Perspektive (neue Nahrungsquelle?)
- Aktivationstheorie von Berlyne Triebtheorie: je größer die Triebkräfte, desto höher die Auftretenswahrsch, Häufigkeit, Intensität einer gelernten Reaktion > stimmt nicht immer Aktivation = Zustand des Erregtseins als Voraussetzung für die normalen psych. Fkt im Wachzustand (niedrig=müde, hoch=Alarmbereitschaft) je höher Aktivation (Stress), desto niedriger Attraktivität geringe und hohe Reizkomplexität = hohe Aktivation > angestrebt wird mittlere Stimuluskomplexität (U-Form) geringe und hohe Komplexität = niedrige Attraktivität (umgekehrte U-Form) >> aus diesen drei Zshängen: Entw der Theorie der kogn Motivation
- Experimentelle Bestätigungen für Berlyne'sche Theorie Exp zur sensorischen Deprivation > extrem geringe Komplexität = unangenehm, Extremfall: Generierung interner Reize (Halluzination) Reizüberflutung > dauerhafter Lärm = Gesundheitsrisiko Schwierigkeitsgesetz der Motivation (Yerkes, Dodson): umgekehrt U-förmiger Zshang zw physiolog Aktivierungsniveau & kogn Leistungsfähigkeit (Schwierigkeit) (soziale Erleichterung: aktivierender Effekt der Anwesenheit anderer, leistungsförderliche Fkt der Aktivierung bei einfachen Aufgaben)
- Respondentes vs operantes Verhalten (klassisches vs operantes Konditionieren) SKINNER = Antwort- und Wirkverhalten respondentes Verhalten: Reflex, kein kogn Einfluss, ausgelöst durch vorauslaufenden Stimulus operantes Verhalten: willentl Ausführung, zweckgerichtet klassisches Konditionieren: neue Verhaltensweisen/ S-R-Verbindungen - vorauslaufende Bedingungen rufen best Reaktionen hervor operantes Konditionieren: Auswirkungen einer vorhandenen Verhaltensweise bestimmt nachfolgende Auftretenswahrsch (erhöht/ vermindert)
- Operantes Konditionieren: 3 Bsp/Verstärkungsart (Skinner) Bestrafung Typ 1: Schüler erhält schlechte Note für schlechte Arbeit. Hausarrest/ Beschimpfung/ Schläge aufgrund schlechter Note. Bestrafung Typ 2: Handyentzug nach hoher Handyrechnung. Internetverbot/ Ignorieren nach schlechtem Verhalten. positive Verstärkung: gute Note für gute Arbeit. Lob/ Geschenk für freundliches Verhalten. negative Verstärkung: Kind darf Zimmer verlassen, wenn Wutanfall beendet. Kopfschmerzen > Tablette > keine Schmerzen. Entfernung von Angst/ Lärm/ unangenehmer Tätigkeit
- Auswirkungen von kontinuierlicher und intermittierender Verstärkung kontinuierlich = nach jeder richtigen Reaktion > schnell erlernt (Akquisition neuer Reaktionen), schnelle Löschung bei fehlender Verstärkung intermittierende Verstärkung = nach manchen Reakt nach einem variablen/ fixierten Quoten- (nach Anzahl richtiger Verhaltensweisen) oder Intervallplan (zeitlicher Abstand) > bleibt stabil erhalten, löschungsresistenter außerdem Auswirkung auf Reaktionsrate/ Intensität, mit der Reaktion gezeigt wird
- Premackprinzip jeder Stimulus/ Verhalten, das für einen Organismus einen positiven Wert hat, kann eine Verstärkung sein für solche Verhaltensweisen, die für den Organismus einen weniger positiven Wert haben. (Habithierarchie)
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- Empirische Belege für Skinners BEHAVIORISTISCHE 'Theorie' der Motivation Skinnerbox > Taste bei Lichtsignal drücken, dann Futter, mit elektrischem Gitter Verstärkung und abergläubisches Verhalten
- Anwendungen des Skinner'schen Systems Suche nach Schiffbrüchigen mit Tauben > bessere Sehschärfe, Sehfähigkeit ermüdet nicht > operantes Konditionierung - Reaktion auf rot der Rettungswesten Lärmpegel im Klassenzimmer verringern > Phase 1: Erfassung Basisrate > Lernphase 1: ruhiges Verhalten = längerer Sportunterricht (verringert Lautstärke) > Löschungsphase: keine weitere Belohnung (erhöht Lautstärke) > Lernphase 2: ruhiges Verhalten belohnt (verringert Lautstärke) token-System: Wertmarken-Verstärkungssystem > Wertmarken für Leistungen > Tausch gegen motivierende Verstärker (Staffelung in unterschiedl wertvolle, variierende Verstärker) > Ergebnis: verbesserte Leseleistung, verringertes Störverhalten
- Vergleich Psychoanalyse und Skinners System Gemeinsamkeiten - Unterschiede - Determinanten - Repression - Unbewusste Konflikte - Emotion Gemeinsamkeiten: breite öffentliche Beachtung, Determinismus (Ursachen), rationales & irrationales Verhalten, individuelles Verhalten, hist. Ansatz Unterschiede: Ursachen irrationalen Verhaltens, Mentale Konzepte als 'erklärende Fiktionen/Erfindungen' Freud: Reaktion ist tw gedanklich (Kognition - Wahrnehmung, Erleben) vermittelt; Skinner: Gedanken/ Gefühle nicht nötig für Vorhersage, wobei Kognition und Reaktion gleichrangig - Reaktion abh von Konsequenzen > Skinner und Problem des Bewusstseins - Repression, unbewusste Konflikte, Angst Determinanten des Verhaltens: Freud > bewusstes & unbewusstes, mentaler Apparat (Es, Ich..); Skinner > Umweltkontingenzen (verursachen auch mentale Inhalte)
- Konzept der Gegenkontrolle (Skinner) Organisierte Institutionen, Erzieher, Therapeuten besitzen Kontrolle > führt langfristig zu Ausbeutung, da Ausübung von Kontrolle Spaß macht, vor allem wenn Verhaltensänd erzielt > Gegenkontrolle (durch Kontrollierte) > Äquilibrium (GG) eingeschränkte Selbstbestimmungsfähigkeit: Kinder, alte Menschen, Gefängnisinsassen, seelisch Kranke, geistig Behinderte > externe Kontrolle notwendig, da Gegenkontrolle nicht mgl > fehlgeleitetes Verhalten häufig sichtbar
- Grundlegende Postulate der Gestaltpsy das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile Wertheimers Untersuchungen zu Wahrnehmungsfehlern > Scheinbew, Wahrnehm = subjektive Interpretation der objektiven Wirklichkeit Köhlers Untersuchungen zu 'Intelligenz bei Menschenaffen'
- Lewins ahistorischer Ansatz entgegen Freud Untersuchung momentaner Kräfte (Gedanken/ Erlebnisse), die auf Person einwirken = phänomenologischer Ansatz (= subjektive Wahrnehmung, da Gegenstände für Menschen unterschiedlich relevant ...) gestaltende konstruktive Prozesse = Wahrnehmung (phänomenologische Vorgehen« in der Therapie beinhaltet, dass dem genauen Beschreiben der Erscheinungen, der Phänomene, der »Oberfläche«, des Sicht- und Fühlbaren der Vorrang gegenüber Erklärungen, Deutungen, Interpretationen, Hypothesen über Ursachen usw. eingeräumt)
- Grundlegende Begriffe der Lewin'schen Feldtheorie > Lebensraum V=f(P,U) > Verhalten bestimmt durch Person (str = Bereiche, Grenzen, dyn = Spannung) und Umwelt (str = Bereiche, Hindernisse, dyn = Valenz, Kraft) subjektive Wahrnehmung der Person alles außerhalb der Randpunkte des Lebensraums = fremde Hülle, was man nicht weiß, beeinflusst Verhalten nicht Lebensraum besteht aus verschiedenen Lebensbereichen
- Grundlegende Begriffe der Lewin'schen Feldtheorie > Personkonstrukte strukturelle Konstrukte der Person (überdauernd, zB Traits): Bereiche der Person (Nachbarschaft) nach Stärke der Ähnlichkeit geordnet, Grenzwände mit unterschiedlicher Durchlässigkeit (beinhaltet Meinungen, Interessen, Bedürfnisse) dynamische Konstrukte der Person (veränderbar): Bedürfnis (biologisch), Quasibedürfnis (Ziele, Absichten, Vornahmen) - Spannung entsteht, wenn Bedürfnis vorhanden, beseitigt, wenn dieses/ ähnliches gestillt; Bsp: Telefonieren, SMS
- Grundlegende Begriffe der Lewin'schen Feldtheorie > Umweltkonstrukte, strukturell strukturelle Konstrukte: Bereiche mit Grenzwänden als Hindernisse bzw Teilbereiche einer Handlung, beziehen sich auf Handlungen (Kinobesuch) Hindernisse markieren den Raum, der einer Person zugänglich (aufgrund best Fähigkeiten/ Vorgaben der Umwelt), Ziele nur erreichbar, wenn best Teilhandlungen abgeschlossen
- Grundlegende Begriffe der Lewin'schen Feldtheorie > dynamische Konstrukte der Umwelt Valenz (entsteht nur dort, wo Bedürfnisse sind) = Spannung*Merkmale des Zielobjekts Kraft = Valenz / psychologische Entfernung (= subjektiv; Lernvariable, da abh von Erfahrung, Fähigkeiten, Verbesserung ...)
- Verhaltenstaxonomie nach Lewin hodologischer Raum Richtung des Verhaltens: hin zu ein Bereich: konsumatorisches Verhalten - P bleibt in A, da erwartet, belohnt zu werden (Tier an Futterplatz, Bushaltestelle) mehrere Bereiche: instrumentelles Annäherungsverhalten - P geht von A nach B: Räuber begibt sich von Wohnung zu Bank/ Hunger > Restaurant weg von ein Bereich: Fluchtverhalten - P verlässt A, um zB Schock aus Käfig zu entgehen, egal wohin mehrere Bereiche: Vermeidungsverhalten - P ist in B und meidet A: nachdem Verbrecher Bank ausgeraubt hat, begibt er sich weit weg, Rückkehr zur Bank = unwahrscheinlich/ bei Regen Überdachung finden
- Kräfte, die eine Person zu einem Zielobjekt hinführen/ wegführen kann columbia obstruction box: (Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt) hungrige Ratte: je höher das Bedürfnis, desto höher die Spannung Futter mit pos Valenz: steigende pos Kraft mit steigender Deprivation elektrisches Gitter mit neg Valenz: psychologische Entfernung verringert sich, umso höher das Bedürfnis > Hull: je höher der Trieb und Anreiz, desto höher Wahrsch des Losgehens
- Vergleich Hull und Lewins Feldtheorie - FREUD? Personvariable: Trieb: unspezif energetisierende Größe, motivationaler Aspekt primärer Bedürfnisse Spannung: Zustand eines Personbereichs, spezifisch für versch Bedürfnisse/ Ziele einer Person Umweltvariable: Anreiz: Attraktivität des Zielobjekts, biologisch & gelernt Zielmerkmale: ergeben zs mit Spannung die Valenz eines Objekts/ Handlungsalternative Lernvariable: Habit: Gewohnheitsstärke für best Verhalten psycholog Entf: zB Anzahl Umweltbereiche, die bis zum Ziel durchlaufen (subjektive Schwierigkeit)
- Zeigarniks Experimente UV: beendete/ unterbrochene Aufg; UV2: Dauer der Unterbrechung AV: Erinnerungfähigkeit Ergebnisse: kurzfristig 'Zeigarnik-Quotient' von 2:1 & langfristig 1,2:1 Begründung nach Lewin: positive Kraft zu Ziel > gedankliche Beschäftigung > bessere Erinnerungsleistung an Handlungsziel > geringere Erinnerung an vollendete, da Spannungsreduktion
- Marrows Kritik an Zeigarniks Exp Unterbrechung lenkt Aufmerksamkeit auf unterbrochene Aufgaben Alternative: unterbrochene Aufgaben gelten als gut gelöst, vollendete als schlecht gelöst > unterbrochene schlechter erinnerbar Problem: längere Bearbeitungszeit der vollendeten Aufg
- Wiederaufnahme unterbrochener Handlungen (Ovsiankina) > Einflussfaktoren Dauer der Unterbrechung: je länger die Unterbrechung, desto geringer Wiederaufnahmetendenz Zeitpunkt der Unterbrechung: je näher dem Ziel (Abschluss der Aufg), desto größer WAT Art der unterbrochenen Aufg: Aufg mit klar definierten Endzuständen > höhere WAT Valenz der unterbrochenen Aufg: auch bei unangenehmen Aufg gibt es starke WAT, wenn subjektive Verpflichtung zur Erledigung vorhanden Kein Einfluss durch äußere Anreize ehrgeizige VP (innere Einstellung, Personmerkmal) = hohe WAT
- Einfluss Ersatzhandlungen auf Wiederaufnahmetendenz je ähnlicher die Ersatzhandlung, höher der Realitätsgrad dieser (fiktiv funktioniert primär bei Kindern) und positiv valenter, desto stärker wird Spannung reduziert (geringere WAT der ersetzten Handlung, bessere Bedürfnisbefriedigung)
- Typische Sequenz einer Aufgabenbearbeitung (Hobbe, Grundlage: Lewin) 1) Ausgangsleistung pos/ neg Zieldiskrepanz (besser werden wollen) 2) Setzen des Anspruchsniveaus pos/ neg Zielerreichungsdiskrepanz 3) nächste Leistung 4) Reaktion auf das Leistungsergebnis: Erfolg und Misserfolgsgefühle (verbunden mit Differenz zw 2 & 3), subjektive Zufriedenheit 2) neues Anspruchsniveau
- Anwendung der Lewin'schen Theorie Theorie der resultierenden Valenz Resultierende Kraft = k(e) + k(m) = Va(e)*W(e) - |Va(m)*W(m)| Aufgabenwahl ist Resultat eines Annäherungs-Vermeidungs-Konfliktes (mgl Erfolg = Pos Kraft zur Aufg hin, mgl Misserfolg = neg Kraft von Aufg weg) W = subjektive Wahrscheinlichkeit Wahrsch Erfolg = höher bei leichter Aufg, aber bei schweren Aufg = Erfolg attraktiv; Kraft, Erfolg aufzusuchen/ Misserfolg zu vermeiden Leistungsniveau: zu schwierig: Va(e)=10, W(e)/Va(m)=0, W(m)=100 zu einfach: Va(e)/W(m)=0, W(e)=100, Va(m)=-10 Mittelschwer: bei mittlerer Ausprägung von Valenz und Wahrsch ist das Produkt am größten > erfolgssuchende Personen präferieren mittelschweres Niveau (Annäherungskraft) misserfolgsvermeidende Personen vermeiden Leistungssituation > hohe neg Valenz von Misserfolg (doppelt so hoch), dadurch resultierende Kraft fast immer im Minusbereich > schwere, mittelschwere, leichte Aufgaben = 0; Verhalten schwer vorhersagbar
- Ausgangspunkte der Theorie der Leistungsmotivation (Atkinson) Objektive Wahrsch; Erwartung = subjektive Einschätzung dieser Wahrsch Grundgedanke: Menschen treffen Entscheidungen aufgrund von verfügbaren Infos, die in rationaler Weise verknüpft und verarbeitet werden > leiten Handeln