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HWO (Fach) / P. ERn (Lektion)
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- 108. Welche Möglichkeiten zur Verminderung der Nitrat-Gehalte beispielsweise bei der Spinat-Ernte gibt es? Erklären Sie! (4P) - hoch schneiden à wenig Stengel - nachmittags schneiden à viel Nitrat verbraucht durch Stoffwechsel - Sommer/Frühjahr schneiden à hohe Lichtintensität
- 113. Wie und warum (!) wirkt sich eine Düngung mit Nitrat(NO3--N) oder Ammonium(NH4+-N) auf die P-Aufnahme aus? (4P) - niedrige pH-Werte(Ammoniumdüngung) fördern die P-Verfügbarkeit - Anstieg der pH-Werte(Nitratdüngung) haben negativen Einfluss auf die P-Verfügbarkeit(KAK) o Transporter die für die Phosphoraufnahme zuständig sind benötigen H+-Ionen, deshalb ist bei geringerem pH-Wert der P-Gehalt im Spross höher
- 114. Beschreiben (und erklären) Sie den Einfluss von Mycorrhiza-Pilzen auf das Pflanzenwachstum in P-verarmten Böden. (4P) - unabhängig von der Frucht hat das Vorhandensein des Pilzes einen positiven Einfluss auf die P-Versorgung der Pflanze. Der Pilz wird durch die Kulturpflanze mit Kohlenhydraten versorgt und verbessert im Gegenzug die P-Verfügbarkeit. - ist im Mais nur bedingt sinnvoll, weil es im Frühjahr oft noch zu kalt ist, der Pilz entwickelt sich nicht ausreichend
- 115. Nenne sie 4 Bindungsformen des Phosphats in Pflanzen und geben Sie jeweils 1 Beispiel! (4P) - anorganisches Ion (P, H2PO4-, HPO42-, PO43-) - anorganisches Salz (CA3,(PO4)2) - Esterbindung (Zuckerphosphate, Phytinsäure) - Di-Esterbindung (Nukleinsäuren, Phospholipide)
- 119. Nennen Sie 4 wichtige Funktionen, die P in der Pflanze hat? (4 x 0,5 = 2P) - Strukturelement - wichtig für Energietransfer (ATP) - Kohlenhydrathaushalt - Photosynthese - Wasserhaushalt
- 120. In welcher Form wird P im Getreidekorn gespeichert und welche Bedeutung hat dies für die Fütterung? (3P) - Phosphor wird in der Pflanze als Phytin gebunden. Phytin ist ohne Zusätze nur bedingt verdaulich und bindet außerdem wichtige Mengenelemente wie Calcium, Magnesium und Eisen welche dann ebenfalls festgelegt werden können.
- 122. An welchen Blättern ist K-Mangel zuerst sichtbar und warum? (3P) - bei schlechter Versorgung werden die jüngsten Sprosse immer noch mit der höhsten Priorität versorgt. Ein Mangel tritt also zuerst an den älteren Sprossen/Blättern auf. - Kalium ist gut translozierbar und phloemmobil, kann also verlagert werden
- 123. Vergleichen Sie die K-Gehalte jeweils in Stängeln, Blättern und Körnern bei normalem und deutlich überhöhtem K-Angebot. (3P) - Die K-Gehalt in den Körnern bleibt unabhängig von dem Angebot des Kaliums stets der gleiche, in den Blättern steigt der Gehalt mit zunehmender Versorgung an, das größte Steigerung des K-Gehalts vollzieht sich allerdings in den Stängeln der Pflanze.
- 124. Nennen sie 6 Funktionen des Kaliums im pflanzlichen Stoffwechsel. (6 x 0,5 = 3P) - vielfältige Funktion im Stoffwechsel durch hohe osmotische Wirksamkeit - Phloembeladung - Osmoregulation - Begleitkation - Enzymaktivierung - Proteinsynthese - Photosynthese - Atmung
- 126. Warum beobachten wir bei K-Mangel die Welketracht? (3P) - Kalium ist auf für die Öffnung der Stomata verantwortlich – steht kein Kalium zur Verfügung um die Öffnung zu regulieren dann reichern sich lösliche Zucker in der Schließzelle an, sodass sich die Zelle nicht mehr schließen kann. è Wassermangel, weil Schließzellen dauerhaft geöffnet, Turgor bleibt dauerhaft bestehen
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- 132. Wie wirkt sich eine steigende K-Düngung (keine Düngung – mittlere Düngung – hohe Düngung) zu Kartoffeln aus auf (a) Knollenertrag, (b) Stärkegehalt und (c) Stärkeertrag? Erklären Sie anhand eines einfachen Diagramms! (5P) keine Düngung: höchste Stärkegehalte! mittlere Düngung: maximaler Stärkeertrag hohe Düngung: maximaler Knollenertrag - je nachdem welche Nutzung man für die Ernte anstrebt sollte auch die Kaliumversorgung ausfallen. - verschiedene Zwecke haben bei verschiedenen Versorgungsstufen ihren Höhepunkt
- 133. Beschreiben Sie den Zusammenhang zwischen K-Gehalt und reduzierenden Zuckern in der Kartoffelknolle. (3P) - liegt in der Kartoffel nicht ausreichend Kalium vor, so wird in Folge die Protein-Biosynthese gehemmt, dementsprechend liegen viele Aminosäuren vor. Infolgedessen befinden sich mehr niedermolekulare Kohlenhydrate in der Knolle(reduzierte Zucker) – werden benötigt um die osmotische Wirkung des Kaliums zu ersetzen. - Anders verhält es sich bei einem reichen Angebot an Kalium und einer verhaltenen N-Versorgung. àes liegt wenig N vor, wenig AS, geringe Photosynthese = wenig reduzierte Zucker
- 136. Welche physiologischen Funktionen hat Magnesium bei der Proteinsynthese? (3P) - Aktivierung der RNA-Polymerase - Bindung von Aminosäuren an tRNA - Aggregation der Ribosomenuntereinheiten
- 139. Wie wirkt sich Mg-Mangel auf die Chlorophyll-Gehalte in der Pflanze und auf den Anteil des Magnesiums im Chlorophyll aus? (2P) - Magnesium ist das Zentralatom im Chlrorophyll, ohne Magnesium = kein Chlorophyll. - bei Magnesiummangel steigt der Mg-Gehalt im Chlorophyll verhältnismäßig
- 140. Beschreiben sie Mg-Mangelsymptome! Unterscheiden sie dabei zwischen ein- und zweikeimblättrigen Pflanzen. (3P) Chlorosen und Nekrosen (bei Anhaltendem Auftreten) – treten an den älteren Blättern auf Dikotyledonen: Blattadern bleiben grün, Zwischenraum hellt auf – Intercostalchlorosen Monokotyledonen: an den Blattadern setzen sich helle Punkte an – perlschnurartige Marmorierung
- 145. Warum ist die Ca-Versorgung von Früchten oft zu niedrig? (2P) - keine Versorgung durch das Xylem, Ca ist jedoch fast ausschließlich xylemmobil
- 147. Wie wirken sich eine Erhöhung der rel. Luftfeuchte bzw. die Erhöhung des Ca-Angebotes auf die Ca-Gehalte in Früchten (z.B. bei Paprika) aus? Erklären sie. (4P) - geringe Luftfeuchte à hohe Transpiration = viel Ca-Einlagerung - hohe Luftfeuchte à wenig Transpiration = wenig Ca-Einlagerung - das Calciumangebot selbst ist für die die Menge der Einlagerung nicht so entscheidend wie die Transpirationsrate.
- 146. Vergleichen Sie die Ca- und K-Gehalte in Kartoffelblättern und -knollen. (4P) - in den Blättern viel Calcium à Ort der Transpiration, das Calcium wandert durch das Xylem mit dem Wasser in die Blätter. - Die Knollen werden eher durch den Zustrom des Phloems versorgt und beheimaten dementsprechend weniger Calcium
- 152. Erklären Sie stichwortartig den Mechanismus der S-Assimilation in Pflanzen! (5P) - aufgenommenes SO42- wird mittels ATP aktiviert und unter Apspaltung von Pyrophosphat entsteht APS (Adeninphosphosulfat) - APS reagiert mit einem SH-Enzym unter Abspaltung von AMP (H wird durch Sulfuryl-Gruppe ersetzt) - das am Enzym hängende Sulfuryl wird reduziert bis zum SH - neu gebildete SH-Gruppe wird auf Acetylserin übertragen -> Bildung von Essigsäure und Cystein
- 153. Welche Bindungsformen des Schwefels in der Pflanze kennen Sie? (3P) - Speicherung von SO42- in der Vakuole - Einbau in organische Verbindungen (Sulfatester) R-SO3- - Einbau in organische Verbindungen H2S ß-> R-SH
- 154. Welche Unterschiede bestehen im Sulfat-Gehalt zwischen alten und jungen Pflanzen? Geben sie eine kurze Begründung. (2P) - Der Sulfat S-Gehalt steigt bei älteren Pflanzen deutlich an. - Das liegt daran, dass ein Teil des Proteinschwefels während des Eiweißabbaus zu Sulfat S rückoxidiert -> der Gehalt steigt entsprechend
- 155. Welche Funktionen der Glucosinolate kennen Sie? (2P) - fungieren als wichtiger Schwefelspeicher - Frasschutz (Bitterstoff)
- 157. Nennen Sie 4 wichtige physiologische Funktionen von Schwefel in der Pflanze.(4P) - Proteinaufbau - Redoxpotenzial - Aktivierung von Enzymreaktionen - Bindung von Metallen
- 161. Welche Bedeutung hat Mn bei der Photosynthese? (2P) - Enzymaktivator, wichtig für Phosphorübertragung - beteiligt bei der Chlorophyllsyntehse!!! - Photooxydation des Wassers, erster Schritt in der Lichtreaktion, spielt hier eine wichtige Rolle -> ist Bestandteil eines Proteins das bei dieser Umwandlung zwangsläufig benötigt wird
- 165. Erläutern sie die Unterschiede zwischen einer Hoftor-Bilanz und einer Schlag-Bilanz? (4P) - Zufuhr und Ausfuhren werden genau verglichen. - Zufuhren: Futtermittel, Tiere, organische Dünger, Saatgut etc. Einträge aus der Atmosphäre - Abfuhr: Verkauf tierischer und pflanzlicher Produkte, Abgabe org. Dünger, Auswaschung und gasförmige Verluste. - Hoftor: o Nährstoffflüsse werden auf den Betrieb bezogen bilanziert(FM, Düngemittel Zukauf und Produkt/Gülle Abfuhr/Aufnahme etc.) - Schlagbilanz: o Nährstoffflüsse werden schlagbezogen dokumentiert mit allen relevanten Faktoreinsätzen und Erträgen. Ausbringverluste Prallteller bis zu 70% als Ammoniak N2O-Verluste: sind für den Landwirt zu vernachlässigen: ist aber sehr sehr schädlich
- 167. Erläutern Sie die N Salden für verschiedene Betriebstypen (Ackerbau, Rinder bzw. Schweine haltenden Betriebe). (3P) - Ackerbau: 2/3 mit akzeptable N-Salden, - viehhaltende Betriebe stehen somit eher schlecht da - Schweinehalter durch mehr Zukäufe und höhere GV-Dichten pro ha noch etwas negativere Bilanz als bei den rinderhaltenden Betrieben
- 168. Nennen Sie 3 wichtige Einflussgrößen, die den Nitrat-Gehalt im Sickerwasser beeinflussen und erklären sie! (3 + 3= 6P) - Bewirtschaftung: o Intensität: § Mineraldünger § Viehbesatz o Fruchtfolge - Boden - Witterung
- 169. Wie wirken sich überhöhte Nährstoffeinträge auf Oberflächengewässer aus (nennen sie 4 Beispiele)? (2P) - Veralgung - Sauerstoffknappheit(durch Zersetzung der entstandenen org. Substanz) - aerotrophe Lebewesen sterben ab - Umkippen der Gewässer - Algenblüte kann Toxine mit sich bringen
- 170. Wie haben sich die N- und P-Überschüsse auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland in den letzten 5 Jahrzehnten entwickelt? Welche Gründe kennen Sie? (4P) - ein Großteil der Proben waren unbedenklich, dennoch ist (gerade) in den viehhaltenden Regionen oftmals ein Überschuss festzustellen der in Zukunft beseitigt werden sollte.
- 173. Was ist im Düngegesetz (DüG 2009) geregelt (Stichpunkte)? (6P) - Ernährung von Nutzpflanzen sichern - Erhalten und Fördern der Bodenfruchtbarkeit - Gefahren für Mensch, Tier und Naturhaushalt vorbeugen bzw. abwenden - Umsetzung von EG-Recht bezüglich Düngemitteln umsetzen
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- 174. Was ist in der Düngemittelverordnung (DüMV 2008) geregelt (nennen Sie 4 Stichpunkte)? (4P) - Einteilung der Düngemitteltypen - klare Trennung von nationalen und EG-Düngemitteln - Zusammenfassung zahlreicher Düngemitteltypen - Anforderungen an Wirksamkeit - Ausgangsstoffe müssen Düngewirkung haben - Zusatzstoffe müssen pflanzenbaulichen Nutzen aufweisen
- 177. Was ist entsprechend der Dünge-VO beim Einsatz von Düngemitteln mit überwiegend organischen Bestandteilen zu beachten? (5P) - N- und P-Gehalte sind zu ermitteln (Analyse oder LWK-Richtwerte) - bei Gülle, Jauche, sonstigen flüssigen organischen Düngemitteln (inkl. Gärreste) oder Geflügelkot zusätzlich NH4-N - Einarbeitungspflicht - maxmiale Ausbringmengen o Acker max. 170 kg Gesamt-N / ha*a - Sperrfristen: o Ackerland: vom 01.11. bis zum 31.01. o Grünland: vom (01.)15.11. bis zum 31.01. - Begrenzung der Nachernte-Applikation: o max. 40(30) kg NH4-N/ha oder 80(60) kg Gesamt N/ha o zu Folgekulturen (inkl. Zwischenfrüchte) max. aktueller Düngebedarf noch Zwischenfrüchte, Winterraps, Wintergerste, nach Getreide
- 180. Welche 3 physikalischen Kenngrößen werden oft für die Charakterisierung von festen Mineraldüngern verwendet? Geben Sie jeweils eine Faustzahl an (Einheit nicht vergessen)! (3P) - Schüttdichte in t / m3 - Kornhärte in Newton (N) - mittlerer Korndurchmesser in mm
- 183. Was passiert wenn die Luftfeuchtigkeit im Düngerlager zu hoch ist und welche Gegenmaßnahme ist möglich? (2P) - Da der Dünger stark hygroskopisch ist zieht er das Wasser aus der Luft förmlich an – es entstehen unerwünschte Klumpen und die Qualität der Ware wird verringert. - Als wirksame Gegenmaßnahme bietet sich das Abdecken von Düngerhaufen mit wasserdichten Planen an. Dabei sollten die Folien so liegen, dass das Kondenswasser über die Planen abläuft und den Dünger erst gar nicht erreicht
- 184. Nennen Sie jeweils (!) 2 Beispiele für Mineraldünger, die besonders empfindlich bzw. unempfindlich gegen hohe Luftfeuchte sind. (2P) - Empfindlich: o Kalksalpeter o NPK o KAS - Unempfindlich: o Kaliumsulfat o MAP o Kali
- 185. Was versteht man unter „Segregation“ im Zusammenhang mit der Düngerlogistik? (2P) - Die Segregation beschreibt das entmischen verschieden großer Düngepartikel. Dies geschieht vor allem beim aufschütten z.B. durch Förderbänder, wenn diese immer an der gleichen Stelle „abwerfen“
- 186. Erklären Sie den Unterschied zwischen „Misch-Dünger“ und „Volldünger“ und erläutern Sie worauf bei der Herstellung eines Mischdüngers besonders geachtet werden muss. (4P) - Mischdünger sind verschiedene Dünger die extra vermischt werden. In einem Volldünger befinden sich alle Nährstoffe innerhalb des gleichen Korns. - Bei dem Mischdünger besteht die Gefahr, dass der Dünger sich während der Logistik und besonders beim Streuen nicht gleichmäßig verteilt und somit eine ungenaue Versorgung erzielt wird.
- 187. Was kann während der Ausbringung von Misch-Düngern passieren? Wovon hängt dies ab? (4P) - Es kann zu einer ungleichmäßigen Verteilung kommen. Das hängt mit verschiedenen Korn- und Partikel- größen & -formen zusammen. - Diese können unterschiedliche Flugeigenschaften aufweisen und werden sozusagen beim Streuen von dem Luftwiederstand „sortiert“
- 188. Benennen Sie jeweils 3 Vor- und Nachteile von Flüssigdüngern. (3P) Vorteile: - leichter Umschlag (pumpfähig) - präzise Ausbringung o Spritzen/Sprühen o Injektion o Beregnung/Bewässerung - Mischbarkeit mit anderen Düngern und anderen PSM Nachteile: - temperaturabhängige Auskristallisation - teilweise sehr korrosiv - normalerweise relativ niedrigere Nährstoffkonzentrationen
- 189. Vergleichen Sie Flüssigdünger und Suspensionsdünger. (2P) - Angaben sind meist volumenbezogen (kg / 100 l) - Vorteile gegenüber Flüssigdünger: höhere Nährstoffgehalte möglich - Nachteile: o Formulierungshilfen notwendig o Entmischung möglich
- 195. Vergleichen Sie die Nutzung (Vor- bzw. Nachteile) von Zentrifugaldüngerstreuern und PSM-Spritzen für die Applikation von Dünger. (3P) - Zentrifugalstreuer: + Arbeitsbreite bis 48 m + Behälterkapazität + Streubild unempfindlich gegen Fahrfehler + günstiges Verhältnis Nutzlast:Eigengewicht + hohe Arbeitsgeschwindigkeit + Variation der Ausbringmenge stufenlos von 0 – 100 % + leicht zu reinigen - Windeinfluss auf das Streubild - Pflanzenschutzspritze: + Mischung mit PSM + einfache Teilbreitenschaltung -hohe Lagerungskosten Flüssigdünger -hohe Anschaffungskosten -Gefahr der Verätzung der Kulturen -begrenzte Änderung der Ausbringmege durch eingeschränkten Druckbereich der Düsen -Streubild empfindlich gegen Fahrfehler
- 197. Wie können die Nährstoffgehalte in Wirtschaftdüngern bestimmt werden (nennen Sie 4 Möglichkeiten)? (2P) - Faustzahlen - Vorort-Analysen o Güllespindel o Quantofix - Laboranalyse
- 198. Beschreiben und beurteilen Sie den Einsatz des „Quantofix N-Volumeter“ im landwirtschaftlichen Betrieb und nennen Sie Vor- und Nachteile! (4P) repräsentative Gülle Probe wird mit Reaktionsflüssigkeit in einem geschlossenem System vermengt und anhand der Gasbildung wird der NH4-Gehalt der Gülle bestimmt. - Vorteile: o leicht zu bedienen o sofortiges Ergebnis o Gerätkosten ca. 250 € o Analysekosten 1,5 € je Probe - Nachteil: o erfasst nur NH4-Gehalt o Ammonium N ~ Ammonium *2 = Gesamt-N
- 203. Erläutern Sie die Preisstellung für Wirtschaftdünger am Beispiel von Rindergülle im Vergleich zu HTK. (4P) - Preise für Mineraldünger lassen sich einfach auf die Nährstoffgehalte beziehen, bei den Wirtschaftsdüngern ist es ähnlich. - Der HTK ist dabei vom Mineralstoffgehalt deutlich konzentrierter, weil er weniger Wasser beinhaltet und somit im Feststoff allg. mehr Nährstoffe konzentriert sind.
- 205. Benennen Sie die N-Wirkung organischer Dünger im Anwendungsjahr (Angaben in % der ausgebrachten N-Menge) und unterscheiden Sie dabei nach Kulturartengruppen und organischen Düngertypen. (4P) Wintergetreide HackfrüchteSchweinegülle 50 – 70 % 60 – 90%Geflügelkot 40 – 50 % 70 – 90 %Biokompost 10 – 20 % 10 – 20 % - Hackfrüchte stehen in der Regel deutlich länger auf dem Feld und Nutzen dementsprechend besser aus
- 206. Wie kann die N-Effizienz beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern verbessert werden im Bezug auf N-Auswaschungsverluste? (4P) - Einsatz von Nitrifikationshemmstoffen - Anbau von Zwischenfrüchten - Anpassung der Ausbringzeit an N-Aufnahme - Kombination von Stroh- und Gülledüngung
- 207. Wie kann die N-Effizienz beim Einsatz von Wirtschaftsdüngern verbessert werden im Bezug auf gasförmige N-Verluste? (3P) - Ausbringung bei kühlem Wetter - bodennahe Ausbringtechnik - schnelle Einarbeitung nach oberflächlicher Ausbringung - Zumischung von Schwefel(säure)
- 215. Welche Methoden stehen zur Prognose des Düngebedarfs zur Verfügung? (3P) - Berechnungsverfahren: o Faustzahlen/Bilanzen o Simulationsrechnungen - Bodenuntersuchung - Pflanzenanalyse
- 216. Benennen Sie Vor- und Nachteile bei der Nutzung von Nährstoff-Bilanzen zur Ableitung des Düngebedarfs. (4P) - Vorteile: o einfach, schnell, günstig o Berechnungen sind Standortdifferenziert möglich - Nachteile: o ungenau, da wichtige Bilanzgrößen nur geschätzt werden können o eventuell wird der Nährstoffmangel forciert
- 218. Wie ist die Bodenprobenahme für die Untersuchung auf Grundnährstoffe zu gestalten? Erstellen Sie eine kleine Tabelle und unterscheiden Sie für Grünland/Acker bzgl. Anzahl Einstiche, Probenahmetiefe bzw. –zeitpunkt. (6) - Grünland mehr weil: o keine Durchmischung o Hotspots z.B. durch Beweidung - konservierende Bodenbearbeitung unzureichend erforscht, keine genauen Kenntnisse wie die Probe zu erfolgen hat GUCK AUF DEIN DESKTOP