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Internes und externes Rechnungswesen (Fach) / Int. / Ext. ReWe (Lektion)

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  • Welche Grundsatzarten gibt es bei den GoB? Dokumentationsgrundsätze Rahmengrundsätze System- und Ansatzgrundsätze Definitionsgrundsätze für den Jahreserfolg und Kapitalerhaltungsgrundsätze
  • Was wird in den Dokumentationsgrundsätzen der GoB gefordert? (§§ 238, 239 HGB) systematischer Aufbau der Buchhaltung vollständige und verständliche Aufzeichnungen Aufbewahrung der Jahresabschlussunterlagen Zuverlässigkeit und Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses Vollständigkeit der Konten Einhaltung des Beleggrundsatzes Einhaltung der Aufstellungsfristen des Jahresabschlusses angemessenes internes Überwachungssystem (IÜS) Dokumentation und Sicherung des IÜS
  • Aus welchen Grundsätzen bestehen die Rahmengrundsätze der Bilanzierung? Wahrheit Vergleichbarkeit Klarheit und Übersichtlichkeit Vollständigkeit Bilanzstichtagsprinzip Periodisierungsprinzip Wirtschaftlichkeit
  • Beschreibe den Grundsatz der Wahrheit der GoB. Grundsatz der Richtigkeit:- richtiges Zahlenmaterial, sachlich zutreffend, von sachverständigem Dritten nachprüfbar Grundsatz der Willkürfreiheit:- Schätzwerte müssen mit der inneren Überzeugung des Kaufmanns übereinstimmen
  • Beschreibe den Grundsatz der Vergleichbarkeit der GoB. Formelle Stetigkeit:- Schlussbilanz vorige Periode = Eröffnungsbilanz aktuelle Periode (auch Gliederung etc.) Materielle Stetigkeit:- Ansatz und Bewertung müssen von früheren Perioden beibehalten werden
  • Beschreibe den Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit der GoB. Buchhaltung verständlich, übersichtlich und systematisch eindeutige Bezeichnung der einzelnen Geschäftsvorfälle und Gliederung Keine Verrechnung von Aktiva und Passiva bzw. Aufwendungen und Erträgen Einzelbewertung der Vermögensgegenstände und Schulden
  • Beschreibe den Grundsatz der Vollständigkeit der GoB. Alle Vorgänge und Sachverhalte wiedergeben Erfassung bestehender Risiken Bilanzidentität
  • Was besagt das Bilanzstichtagsprinzip der GoB? Alle Wirtschaftsgüter sind am Bilanzstichtag zu bilanzieren und zu bewerten.
  • Was besagt das Periodisierungsprinzip der GoB? Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zahlungszeitpunkt im Jahresabschluss zu berücksichtigen.
  • Was besagt der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit der GoB? bisher keine gesetzliche Verankerung z. B. Bewertungsvereinfachungsverfahren
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  • Nenne die Systemgrundsätze der GoB. Unternehmensfortführung Pagatorik Einzelbewertung
  • Beschreibe den Grundsatz der Unternehmensfortführung der GoB. Bewertungsansätze so wählen, dass von einer Fortführung des Unternehmens ausgegangen wird.
  • Beschreibe den Grundsatz der Pagatorik der GoB. Alle erfassten Erträge und Aufwendungen beruhen auf tatsächlichen Zahlungsvorgängen.
  • Beschreibe den Grundsatz der Einzelbewertung der GoB. Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln zu bewerten Aber Bewertungseinheiten zum Ausgleich gegenläufiger Wertentwicklungen möglich
  • Nenne die Ansatzgrundsätze der GoB. Aktivierungsgrundsatz Passivierungsgrundsatz
  • Beschreibe den Aktivierungsgrundsatz der GoB. Aktiva müssen selbstständig verwertbar sein.
  • Beschreibe den Passivierungsgrundsatz der GoB. Verpflichtung, wirtschaftliche Belastbarkeit und Quantifizierbarkeit.
  • Nenne die Definitionsgrundsätze der GoB. Grundsätze der Abgrenzung der Sache und der Zeit nach Realisationsprinzip Vorsichtsprinzip Imparitätsprinzip
  • Beschreibe die Grundsätze der Abgrenzung der Sache und der Zeit nach der GoB. Sachliche Abgrenzung:- Zuordnung der Aufwendungen zu den Erträgen, z. B. wenn produzierte und abgesetzte Mengen nicht gleich sind Zeitliche Abgrenzung:- Berücksichtigung von Aufwendungen und Erträgen unabhängig von den Zeitpunkten der Zahlungen
  • Beschreibe das Realisationsprinzip der GoB. Gewinne sind nur zu berücksichtigen, wenn sie am Abschlusstag realisiert sind.
  • Beschreibe das Vorsichtsprinzip der GoB. vorhersehbare Risiken und Verluste sind zu berücksichtigen Vermögen: Niederstwertprinzip Schulden: Höchstwertprinzip
  • Beschreibe das Imparitätsprinzip der GoB. Zusammenfassung des Realisations- und Vorsichtsprinzips, beschreibt die Ungleichbehandlung von Gewinnen bzw. Erträgen und Aufwendungen.
  • Was gehört zum Anlagevermögen? Gegenstände, die dem Geschäftsbetrieb dauerhaft dienen sollen- Immaterielle Vermögensgegenstände- Sachanlagen- Finanzanlagen
  • Was gehört zum Umlaufvermögen? Gegenstände, die nicht zum Anlagevermögen gehören- Vorräte- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände- Wertpapiere- Liquide Mittel
  • Was ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten? Aktivposten, der zur periodengerechten Ergebnisermittlung gebildet wird Ausgabe jetzt - Aufwand später z. B. im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten etc.
  • Was versteht man unter Eigenkapital? Rechnerische Größe aus mehreren Positionen Indikator für das Reinvermögen
  • Was versteht man unter Fremdkapital? Schulden, bestehend aus- Verbindlichkeiten (sichere Schulden, deren Eintritt und Höhe bereits feststeht)- Rückstellungen (Höhe und/oder Zeitpunkt ungewiss)
  • Nenne die Voraussetzungen für Passivierbarkeit von Verbindlichkeiten. Leistungsverpflichtung dem Grunde und der Höhe nach bestimmt gegenüber Drittem am Bilanzstichtag vorhanden wirtschaftliche Belastung vom Gläubiger durchsetzbar Urkunde/Rechnung muss bereits vorliegen
  • Was ist ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten? Passivposten, der zur periodengerechten Ergebnisermittlung gebildet wird. Einnahme jetzt - Ertrag später z. B. Mieteinnahme im August für 1 Jahr im Voraus
  • Nenne die möglichen Ursachen für Abschreibungen. Technische Ursachen:- Gebrauch (Nutzung)- Natürlicher Verschleiß- Substanzabbau Wirtschaftliche Ursachen:- Nachfrageschwankungen- sinkende Wiederbeschaffungskosten- technischer Fortschritt Zeitliche Ursachen:- Zeitablauf (Patente)
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  • Welche Formen von Abschreibungen gibt es? Planmäßige Außerplanmäßige Steuerrechtliche
  • Welche Abschreibungsmethoden gibt es? Leistungsabschreibung Zeitabschreibung:- Lineare Abschreibung- Progressive Abschreibung- Degressive Abschreibung:   - Geometrisch-degressiv   - Arithmetisch-degressiv
  • Was ist ein Abschreibungsplan? Festlegung der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode späteres Abweichen nur in Ausnahmefällen zulässig Kombination möglich (z. B. degressiv-linear) Nutzungdauer wird nach AfA-Tabellen festgelegt
  • Beschreibe lineare Abschreibung. Restbuchwert des abgeschriebenen VG sinkt jährlich um den selben Betrag. Am Ende der Nutzungdauer ist VG vollständig abgeschrieben. Berechnung Abschreibungsbetrag:Anschaffungs-/Herstellkosten : Nutzungsdauer
  • Beschreibe die geometrisch-degressive Abschreibung. Abschreibungsbetrag = %-Satz des aktuellen Buchwertes gibt es seit 01.01.2008 nicht mehr
  • Beschreibe die Geometrisch-degressive Abschreibung mit Wechsel. Wechsel zu linearer Abschreibung ist möglich. Ab Zeitpunkt des Übergangs Verteilung des vorhandenen Restbuchwertes auf die Restnutzungsdauer Durch Wechsel kann die Abschreibung nicht unter die Höhe der linearen Abschreibung sinken Berechnung Abschreibungsbetrag:Buchwert t-1 * Degressionssatz
  • Beschreibe die arithmetisch-degressive Abschreibung. Fester Betrag statt %-Satz betrachtete Periode erhält um diesen festen Betrag höhere Abschreibung als Folgeperiode Aufteilung der AK/HK in gleich große Abschreibungseinheiten, Anzahl wird durch Nutzungsdauer bestimmt Berechnung Abschreibungseinheiten:Summe der Nutzungsdauerjahre, z. B. bei 5 Jahren: 1 + 2 + 3 + 4 + 5 = 15 Berechnung Degressionsfaktor:AK/HK : Anzahl der Abschreibungseinheiten
  • Beschreibe leistungsabhängige Abschreibung. Schätzung der Gesamtleistung des Vermögensgegenstandes Verteilung der AK gleichmäßig auf alle Leistungseinheiten Berechnung Abschreibungsbetrag:- erbrachte Leistungseinheiten (z. B. produzierte Einheiten) * Stücksatz
  • Nenne die relevanten Parameter einer planmäßigen Abschreibung. Abschreibungssumme: AK/HK - geschätzter Restwert Anschaffungsjahr: zeitanteilige Abschreibung- Anschaffung GWG: Sofortabschreibung (Wahlrecht) Folgejahr: zeitanteilige Abschreibung Abgangsjahr: zeitanteilige Abschreibung
  • Was sind immaterielle Vermögensgegenstände? Gegenstände, die nicht körperlich fassbar sind. z. B. selbst geschaffene Rechte, entgeltlich erworbene Konzessionen, Geschäfts- oder Firmenwert, geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
  • Was sind Sachanlagen? Alle Vermögensgegenstände, die körperlich fassbar sind und die im Unternehmen dauerhaft genutzt werden. z. B. Grundstücke, Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen, Anlagen im Bau
  • Was sind Finanzanlagen? Finanzkontrakte, bei denen Vermögen anderen Institutionen gegen die Einräumung bestimmter Rechte dauerhaft überlassen worden ist. z. B. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Wertpapiere des AV
  • Was sind Vorräte? Vermögensgegenstände, die im Leistungserstellungsprozess erworben, ggf. verarbeitet und veräußert werden. z. B. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse/Leistungen, fertige Erzeugnisse und Waren, geleistete Anzahlungen auf Vorratslieferungen
  • Welche Sammelbewertungsverfahren bei Vorräten gibt es? Gruppenbewertung Bewertung nach Verbrauchs-/Veräußerungsfolge (LIFO / FIFO) Festwertansatz
  • Was sind Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände? Forderungen sind aktuell bestehende Ansprüche auf künftige Geldzahlungen. z. B.: Forderungen aus LL, Ford. gg. verbund. Unternehmen, gg. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Vermögensgegenstände sind z. B. Schadensersatz-Ansprüche, Steuererstattungsansprüche, Vorsteuer etc. Wertpapiere z. B. Anteile an verbundenen Unternehmen, kfr. Geldanlagen und Finanzwechsel
  • Was gehört zu den zu aktivierenden Zahlungsmitteln? Kassenbestand Bestände an Wertmarken z. B. Briefmarken, Frankiermaschinen Bankguthaben, auch Festgelder vorliegende noch nicht eingereichte Schecks
  • Was ist Disagio oder Damnum? Differenzbetrag zwischen Ausgabe- und höherem Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit Anzusetzen ist der Rückzahlungsbetrag
  • Was ist eine Kapitalrücklage? Alle Gesellschaftereinlagen, die nicht gezeichnetes Kapital sind. Mittel fließen von außen zu.
  • Was sind Gewinnrücklagen? Beträge, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet wurden. Werden von innen gebildet, indem Teile des Unternehmensergebnisses einbehalten werden
  • Was sind Gewinnvortrag, Verlustvortrag und Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag? Gewinnvortrag:(Noch) nicht ausgeschüttete Gewinne Verlustvortrag:Negativer Korrekturposten zum EK; Verluste, die zum Bilanzstichtag nicht ausgeglichen wurden Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag:- aus der Geschäftstätigkeit resultierende Veränderung des EK im Geschäftsjahr nach Steuern- = Saldo der Aufwendungen und Erträge aus GuV