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Internes und externes Rechnungswesen (Fach) / Int. / Ext. ReWe (Lektion)

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  • Welche Rentabilitätskennzahlen gibt es in der Analyse der Ertragslage (Erfolgsquellenanalyse)? Umsatzrentabilität Eigenkapitalrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Betriebsrentabilität
  • Was besagt die Kennzahl "Umsatzrentabilität" und wie wird sie berechnet? Höhe der Kennzahl ist immer im Kontext zu bewerten Umsatzrentabilität = Ordentlicher Betriebserfolg (§ 275 II 1.-8. HGB) : Umsatzerlöse
  • Was besagt die Kennzahl "Betriebsrentabilität" und wie wird sie berechnet? Betriebsrentabilität = Ordentlicher Betriebserfolg : durchschn. betriebsnotwendiges Vermögen
  • Was besagt die Kennzahl "Eigenkapitalrentabilität" und wie wird sie berechnet? Gedanklich ähnlich wie Verzinsung einer Geldanlage Höhe wird deshalb mit aktuellem Zinsniveau von Geldanlagen verglichen durchschn. Wert EG: (Wert letztes Jahr + Wert aktuelles Jahr) : 2 Eigenkapitalrentabilität = Jahresüberschuss : durchschn. EigenkapitalStatt Jahresüberschuss auch mit Steuerbilanzgewinn und Cash Flow möglichJahresüberschuss beinhaltet auch zahlungsunwirksame Vorgänge, Cash Flow ist bereinigt
  • Was besagt die Kennzahl "Gesamtkapitalrentabilität" und wie wird sie berechnet? Gesamtkapitalrentabilität= (Jahresüberschuss + Fremdkapital-Zinsen) : durchschn. GesamtkapitalStatt Jahresüberschuss auch mit Steuerbilanzgewinn und Cash Flow möglich
  • Was bedeutet die Abkürzung "RoI"? Return on Investment
  • Was besagt die Kennzahl "Return on Investment" und wie wird sie berechnet? Messung der Rentabilität des Kapitaleinsatzes bei - gesamter Unternehmung oder Teilbetrieben, Abteilungen, Produkten, Projekten erfolgsorientiert: RoI = Jahresüberschuss : Gesamtkapital x 100% liquiditätsorientiert: RoI = Cash Flow : Gesamtkapital x 100% detaillierte Analyse: RoI = Jahresüberschuss : Umsatz x 100% x Umsatz : Gesamtkapital= Umsatzgewinnrate x Kapitalumschlagshäufigkeit
  • Wozu dienen das interne und externe Rechnungswesen? ReWe erfasst, speichert und verarbeitet BWL-relevante quantitative Informationen über realisierte und geplante Geschäftsvorgänge und -ergebnisse ReWe erstellt zahlenmäßiges Abbild der eines Unternehmens Externes ReWe: Entscheidungsgrundlagen für Externe Personen / Institutionen mit berechtigtem Interesse an Informationen- Gewinn als Steuerbemessungsgrundlage => Steuerbilanz- Vermögens- und Ertragslage für Handelsbilanz Internes ReWe: Entscheidungsgrundlagen für Interne Personen- Gewinn für Investitions- (lfr.) und Kostenrechnung (kfr.)- Liquidität für Finanzrechnung
  • Nenne die Bestandteile des betrieblichen Rechnungswesens. Buchführung Bilanzierung Kosten- und Leistungsrechnung Finanz- und Investitionsrechnung Statistiken und Planungsrechnungen
  • Was sind die Aufgaben der Buchhaltung? Zeichnet wirtschaftlich bedeutsame Vorgänge (Geschäftsvorfälle) in geeigneter Form auf Liefert Zahlenwerte zur Erstellung von Bilanzen etc.
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  • Was ist die Aufgabe der Bilanzierung und welche sind ihre Haupt-Rechengrößen? Einblick in Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage zu einem bestimmten Stichtag Bestandsgrößen: Vermögen, EK und FK Stromgrößen: Aufwendungen, Erträge
  • Was sind die Aufgaben der KLR und welche sind ihre Haupt-Rechengrößen? Erfassung, Verteilung und Zurechnung der Kosten der betrieblichen Leistungserstellung Feststellung des kfr. Erfolges durch Vergleich Kosten : erstellte Leistungen Kontrolle d. Wirtschaftlichkeit der Betriebsprozesse (Soll-Ist-Vergleich) Kalkulation v. Angebotspreisen / Preisuntergrenzen aufgr. ermittelter Selbstkosten GuV: Kosten (Aufwendungen), Leistungen (Erträge)
  • Was ist die Aufgabe der Finanz- und Investitionsrechnung und welche sind ihre Haupt-Rechengrößen? Planung und Steuerung d. Beschaffung und Verwendung v. finanziellen Mitteln Bestandsgröße: Bestände liquide Mittel (Kasse, Bank) Stromgrößen: Auszahlungen, Einzahlungen
  • Nenne die möglichen externen Interessenten der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens. Gläubiger Arbeitnehmer Geschäftspartner (Kunden, Lieferanten, Banken etc.) Potentielle / nicht geschäftsführende Gesellschafter
  • Was ist die Handelsbilanz? Durch § 242 I HGB vorgeschriebene Bilanz, die ein Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes (Eröffnungsbilanz) und zum Ende eines jeden Geschäftsjahres (Schlussbilanz) aufstellen muss. Veröffentlichung d. handelsrechtl. Jahresabschlusses richtet sich an verschiedene Interessentengruppen
  • Was ist die Steuerbilanz? Aus der Handelsbilanz nach einkommensteuerlichen Vorschriften abgeleitete Vermögensübersicht Dient u. a. als Grundlagge zur Ermittlung d. Bemessungsgrundlagen von ESt, KSt. u. GewSt. (Summe = Ertragssteuer) Richtet sich nur an den Fiskus
  • Nenne die Funktionen der Finanzbuchhaltung. Dokumentation Information Ausschüttungsbemessung
  • Beschreibe die Dokumentationsfunktion der Finanzbuchhaltung. Alle wirtschaftlich relevanten Vorgänge müssen erfasst werden Chronologisch (Grundbuch, Kassenbestand), zeitnah, systematisch (Hauptbuch, alles was mit Bilanz u. GuV zu tun hat), lückenlos
  • Beschreibe die Informationsfunktion der Finanzbuchhaltung. Informationsquelle für interne und externe Interessentenz. B. Banken, Lieferanten, Kunden, Investoren, Rechtsanwälte, Finanzamt Instrument: Bilanz & GuV
  • Beschreibe die Ausschüttungsbemessungsfunktion der Finanzbuchhaltung. Bestimmt auf Basis des in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnes Abflüsse von liquiden Mitteln Ertragssteuer (aus Gewinn Steuerbilanz)(KSt. 15% + ESt. + GewSt.) Gewinnausschüttungen an Anteilseigner (aus Gewinn Handelsbilanz) Buchführung hat Ausschüttungsbemessungsfunktion, da Bilanz mit Daten der FiBu erstellt wird
  • Was wird im Grundbuch aufgezeichnet und welche Informationen müssen mindestens enthalten sein? Geschäftsvorfälle in chronologischer Folge Datum des Geschäftsvorfalles Belegnummer Art des Geschäftsvorfalles Buchungssatz (Betrag und Sachkonten)
  • Was wird im Hauptbuch aufgezeichnet? Im Grundbuch erfasste Geschäftsvorfälle, nach systematischen (sachlichen) Gesichtspunkten.
  • Was ist die Gewinn- und Verlustrechnung? Auch Erfolgsrechnung Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen Ermittlung des Unternehmensergebnisses und Darstellung seiner Quellen Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses
  • Wie ist die Bilanz definiert? Die Bilanz ist im Grundsatz der Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag) in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Aufstellung in Kontoform ohne Mengenangaben, gleichartige Positionen werden zusammengefasst.
  • Was stellen die beiden Seiten der Bilanz dar? Linke Seite: Aktiva, Mittelverwendung Rechte Seite: Passiva, Mittelherkunft EK = Saldo zwischen Vermögen (Aktiva) und Fremdkapital (Passiva) Vermögen und Kapital stellen die selbe Wertgesamtheit dar Aktiva = Passiva!
  • Aus welchen Vorschriften ergibt sich die Buchführungspflicht? Handelsrecht: § 238 HGB (nicht für Freiberufler) Steuerrecht: EStG, §§ 140, 141, 143, 144 AO GoB teils im HGB geregelt
  • Wer ist von der Buchführungspflicht befreit und nach welchen Vorschriften? § 4 III EStG: Freiberufler und andere selbstständig Tätige § 241 a HGB: Einzelkaufleute, wenn Umsätze </= 600 T€ und Jahresüberschuss </= 60 T€
  • Wie ist Inventur definiert? Inventur ist die mengen- und wertmäßige Erfassung von Vermögen und Schulden durch körperliche Bestandaufnahme (Zählen, Messen, Wiegen) oder in Form der Beleg- oder Buchinventur (z. B. Bankkontoauszüge).
  • Wie ist bei einer Inventur mit unbeweglichem Anlagevermögen zu verfahren? Stichtagsinventur Führung eines laufenden, detaillierten Bestandsverzeichnisses (Anlagekartei) Vollständige körperliche Aufnahme oder Stichprobeninventur
  • Wie ist bei einer Inventur mit beweglichem Anlagevermögen zu verfahren? Stichtagsinventur Führung eines laufenden, detaillierten Bestandsverzeichnisses (Anlagekartei) Alle 4 Inventurmethoden möglich
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  • Wie ist bei einer Inventur mit Vorratsvermögen zu verfahren? Stichtagsinventur oder ausgeweitete Stichtagsinventur relativ häufig zeitverschobene Inventur (nicht bei unkontrolliertem Abgang wie Schwund, Verdunsten oder besonders wertvollen Gegenständen) Permanente Inventur mit Lagerbuchführung, jährliche körperliche Erfassung, Berichtigung bei Inventurdifferenzen (nicht bei s. o.) Alle 4 Inventurmethoden sind möglich
  • Wie ist bei der Inventur mit sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten zu verfahren? körperliche Bestandsaufnahme am Bilanzstichtaginsbesondere bei Kassenbeständen, Wechseln, Schecks, Wertpapieren Saldenbestätigungen, Auszüge usw.bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben, Wertpapieren im Depot Vollständige körperliche Bestandsaufnahme, Stichprobeninventur, Gruppeninventur
  • Wie ist die Definition von Inventar? Die Ergebnisse der Inventur werden unterteilt nach Art, Menge und Wert in ein Bestandsverzeichnis = INVENTAR übertragen. Ein Inventar besteht aus drei Teilen:- Vermögen- Schulden- Reinvermögen
  • Beschreibe die Schritte der Buchführung und Bilanz im Laufe eines Geschäftsjahres. Eröffnungsbilanz Übertragung auf Bestandskonten Durchführung der Buchungen im laufenden Geschäftsjahr- Bestandskonten (Bilanz)- Erfolgskonten (GuV) Abschluss der Erfolgskonten über das GuV-Konto- Haben-Saldo: Gewinn- Soll-Saldo: Verlust GuV-Konto: Jahresergebnis Übertragung der Bestandskonten in Schlussbilanz
  • Welche Zurechenbarkeiten zum Unternehmen gibt es? Subjektive (persönliche) Zurechenbarkeit:Frage nach dem wirtschaftlichen Eigentum Objektive (sachliche) Zurechenbarkeit:Zuordnung zum Unternehmen oder zur Privatsphäre des Kaufmanns?(z. B. Autos, Notebooks etc., die dem Unternehmen gehören, aber auch privat genutzt werden) Zeitliche ZurechenbarkeitZeitpunkt und Zeitraum der Zuordnung
  • In welchen Gesetzen finden sich Regelungen zum Jahresabschluss? HGB (Kaufleute, für mehr als eine Rechtsform) EStG, UStG, KStG, AO (Steuergesetze) Vers., Kred.Inst. (Branchenabhängige Regelungen) PublG (Größenabhängige Regelungen) AktG, GmbHG (Rechtsformspezifische Regelungen)
  • Nenne die wesentlichen Rechtsformen von Unternehmen. Einzelunternehmer / Gesellschaften Gesellschaften: Personengesellschaften / Kapitalgesellschaften Personengesellschaften: GbR, oHG, KG, GmbH & Co. KG Kapitalgesellschaften: AG, GmbH, KGaA Handelsgesellschaften: oHG, KG, GmbH & Co. KG, AG, GmbH, KGaA
  • Aus welchen Teilen besteht der Jahresabschluss etc. bei Kapitalgesellschaften? Jahresabschluss: Bilanz, GuV, Anhang Lagebericht
  • Was ist eine Bestandsgröße? Ein Wert zu einem bestimmten Zeitpunkt, z. B. Bestand an Forderungen am 31.12.2016
  • Wann spricht man von einer Stromgröße und was sind wichtige Stromgrößen? Veränderung einer Bestandsgröße in einem bestimmten Zeitraumz. B. Mietaufwand eines Jahres = Verringerung des Reinvermögens innerhalb des Jahres aufgrund von zu entrichtenden Mieten Stromgrößen Bilanz:Auszahlung / Einzahlung (ausschließlich Zahlungsvorgänge)Ausgabe / Einnahme (Zahlungsvorgänge + Forderungen - Verbindlichkeiten) Stromgrößen GuV:Aufwand / ErtragKosten / Leistung
  • Wann spricht man von einer Auszahlung? Verringerung des Zahlungsmittelbestandes
  • Wann spricht man von einer Einzahlung? Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes
  • Woraus setzt sich der Zahlungsmittelbestand (Bestand an liquiden Mitteln) zusammen? Kassenbestand + jederzeit verfügbares Bankguthaben
  • Wann spricht man von einer Ausgabe? Verringerung des Geldvermögens
  • Wann spricht man von einer Einnahme? Erhöhung des Geldvermögens
  • Wie setzt sich die Größe Geldvermögen zusammen?    Zahlungsmittelbestand+ Bestand an sonstigen Forderungen -  Bestand an Verbindlichkeiten
  • Woraus setzt sich das Reinvermögen zusammen und wann spricht man von Aufwand und Ertrag? Reinvermögen = Geldvermögen + Sachvermögen Aufwand: Verringerung des RV, soweit nicht durch Ausschüttungen Ertrag: Erhöhung des RV, soweit nicht durch Einlagen
  • Welche Funktionen hat der Jahresabschluss? Informationsfunktion:- Dokumentation- Rechenschaftsbericht für die Gesellschafter- Information von aktuellen und potenziellen Gläubigern- Information von Aufsichtsbehörden und sonstigen Interessenten Zahlungsbemessungsfunktion:- Ausschüttungssperre zum Gläubigerschutz- Festlegung der Gewinnverteilung und Entnahmekompetenzen von Gesellschaftern im Innenverhältnis- Steuerbemessung (Maßgeblichkeit für Steuerbilanz)- Sonstige Zahlungsbemessungsaufgaben
  • Welche Möglichkeiten der Inventurvereinfachung gibt es? Stichprobeninventur Permanente Inventur Zeitlich verlegte Inventur Festwertansatz Gruppenbewertung
  • Wie lautet die Definition der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und Bilanzierung (GoB)? Allgemein anerkannte Regeln über die Führung der Handelsbücher (Dokumentation) und die Erstellung des Jahresabschlusses (Rechnungslegung).