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Einführung in wissenschaftliches Denken (Fach) / Vom Verstehen zu den qualitativen Methoden (Lektion)
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- Zusammenfassung -> Menschliches Verhalten und Empfinden ist nicht nur „rational“-> gültige (valide) Forschung muss das in Betracht ziehen (Bsp. Phänomenologie)-> qualitative Forschung führt zu gültigen Ergebnissen-> menschliches Verhalten zu verstehen bedeutet nicht Verhalten zu deuten
- Wurzeln der qualitativen Methoden - Menschenbild Mensch als empfindendes soziales WesenWilhelm Dilthey: Einleitung in die Geisteswissenschaften (1883)“Mein Bewußtsein ist der Ort, welcher diese ganze, scheinbarso unermeßliche Außenwelt einschließt, der Stoff, auswelchem alle Objekte, die sich in ihr stoßen, gewoben sind.“-> Primat kultureller und historischer Einflüsse auf die Vernunftund die Erkenntnismöglichkeiten-> gegen Leib-Seele-Differenz-> gegen Erklärungen, für Verstehen auf Basis subjektiverEmpfindungen, vor allem auch in der Psychologie-> Psychologie als Geisteswissenschaft (nicht alsNaturwissenschaft)
- Mensch als empfindendes soziales Wesen -Hermeneutik von Wilhelm Dilthey-> Auslegekunst, Interpretationskunst-> beginnend mit Grundverständnis (häufig Texte, Bilder etc.),das als Hintergrund für Feinanalysen verwendet wird-> an Teilen erzieltes Verständnis wird auf Grundverständnisrückbezogen-> schrittweise Wiederholung des Verfahrens für einverbessertes Gesamtverständnis
- Mensch als empfindendes soziales Wesen Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen (1919) -> Menschliches Verhalten und Erleben kann man nicht„erklären“, man muss es „verstehen“.-> Betonung der Relevanz subjektiver Empfindungen.-> Methodisch: Betonung der Nachempfindung und des „sichEinfühlens“ (des Mitgefühls, der Empathie).-> Genetisches Verstehen: Wie ergibt sich Seelisches ausSeelischem?-> Im Gegensatz zum Deuten, dass sich auf spärlicheAnhaltspunkte stützt und ein Erklärungsmodell zugrunde legt.
- Mensch als empfindendes Wesen Franz Brentano: Psychologie vom empirischen Standpunkte (1874) Phänomenologie„Jedes [psychische Phänomen] enthält etwas als Objekt insich, obwohl nicht jedes in gleicher Weise. In der Vorstellungist etwas vorgestellt, in dem Urteile ist etwas anerkannt oderverworfen, (…). Diese intentionale Inexistenz ist denpsychischen Phänomenen ausschließlich eigentümlich. Keinphysisches Phänomen zeigt etwas Ähnliches.“
- Hermeneutik und Phänomenologie Bsp.: Das Märchen von der chinesischen Prinzessin, die sichden Mond wünscht. Alle sind verzweifelt, weil sie nicht wissen,wie sie den Wunsch erfüllen sollen. Ein Weiser wird gebetenzu helfen. Er fragt die Prinzessin, wie der Mond aussieht. Siesagt er sei so groß wie ihr Daumennagel und aus Silber.Die Prinzessin bekommt daraufhin einen rundenSilberanhänger. Aber man sorgt sich noch: Was wird siesagen, wenn nun der Mond wieder aufgeht? Auch diese Sorgeerweist sich als unbegründet. Die Prinzessin erklärt, sie habedoch schon oft mit eigenen Augen gesehen, dass der Mondnachwächst.
- Mensch als empfindendes Wesen: Phänomenologie -Beispiel Die Emotionstheorie von Alexius Meinong (Glauben Wunsch-Theorie)Glaube dass(z.B. Astrid reist nach Bali.) Ι Ι ———→ Lustgefühl über * (z.B. Astrid freut sich, dass sie nach Bali reist.) Ι Wunsch nach *(z.B. Astrid möchte nach Bali reisen.)
- Mensch als empfindendes Wesen: Phänomenologie Bsp.: Die Emotionstheorie von Alexius Meinong unterscheidet (1) Urteilsgefühle (beziehen sich auf Sachverhalte, z.B. Freude)(2) Vorstellungsgefühle (beziehen sich auf Einzeldinge, z.B. Ekel)(3) Phantasie-Urteilsgefühle oder Annahmegefühle(4) Phantasie-Vorstellungsgefühle
- Bsp.: Die Urteilsgefühle nach Alexius Meinong siehe Grafik
- Mensch als empfindendes soziales Wesen -Thomas-Theorem “If men define situations as real, they are real in their consequences.“Bsp.: … im Einklang mit Sapir-Whorf-Hypothese-> starker Einfluss der Sprache auf das Denken.-> Bsp. der Schneewörter der Inuit ist moderner Mythos.gegenseitige Einflüsse von Sprache und Denken/Wahrnehmen…-> …gut belegt durch GedächtnisverzerrungenVerzerrung der Gedächtnisrepräsentationen durch das verbal eindeutige Bezeichnen zweideutiger Bilder (Carmichael, Hogan, & Walter, 1932)Methode: Probanden merkten sich zweideutige Bilder, z.B.:Sanduhr ← zwei parallele linien mit Kreuz in der Mitte verbunden → Tisch Das Beispielbild wurde entweder als „Stundenglas“ oder „Tisch“bezeichnet (variierte zwischen Probanden).Wiedergabe war in Richtung der Bezeichnung vereindeutigt.
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- George Herbert Mead (1934) Mind, Self and Society. Hrsg. C. W. Morris.→Symbolischer Interaktionismus
- Symbolischer Interaktionismus -> Psychische und soziale Welt werden durch bedeutungsvolleInteraktionen zwischen Menschen konstruiert.-> Verhaltenswirksame Bedeutung entsteht in sozialenInteraktionen.-> Bedeutungen sind nicht festgelegt, sondern variabel undsubjektiv.
- Harold Garfinkel (1986) Ethnomethodological Studies of Work.→ Ethnomethodologie
- Ethnomethodologie -> Mit welchen Techniken und nach welchen Prinzipienerfolgen menschliche Bedeutungszuweisungen?-> Wie genau kommen Menschen zu ihren Interpretationenvon (gesellschaftlicher) Wirklichkeit und Alltagshandeln?
- Franz Brentano: Psychologie vom empirischen Standpunkte (1874)→ Phänomenologie
- Karl Jaspers: Psychologie der Weltanschauungen (1919)
- Wilhelm Dilthey: Einleitung in die Geisteswissenschaften (1883)→ Hermeneutik
- Alexius Meinong Die Emotionstheorie von Alexius Meinong (GlaubenWunsch-Theorie)
- Harold Garfinkel (1986) Breaching experiments-> „Krisenexperimente“
- Breaching experiments -> „Krisenexperimente“ durch abweichendes Verhalten des Untersuchers in Alltagssituationenund die Beobachtung der „Reparaturversuche“ im sozialen Umfeld.
- Jürgen Habermas (1983). Theorie des kommunikativenHandelns.
- Theorie des kommunikativen Handelns. -> für Wertrationalität gegen Zweckrationalitätwissenschaftlicher Forschung-> aktive Teilnahme des Forschers und dialogischeAuseinandersetzung mit den Beforschten-> Wissenschaft soll nicht bestehende Herrschaftsverhältnissereproduzieren.
- Theorie des kommunikativen Handelns. -> Dialektik -> Dialektik: Erkenntnis schreitet durch These, Antithese undresultierende Synthese fort.-> Dialektischer Erkenntnisprozess wird als „sozialer Dialog“zwischen Forschern und Erforschten bewerkstelligt.-> Ziel ist wertrationale Erkenntnis.
- Zwischenfazit -> Menschliches Verhalten und Empfinden ist nicht nur „rational“;Bsp.: Glaube-Wunsch-Theorien-> gültige (valide) Forschung muss das in Betracht ziehen (Bsp.Phänomenologie); Bsp.: Breaching-Experimente, die zeigen, dassdie Übertretung sozialer Regeln gravierende Folgen haben kann
- Quantitative Methoden vs. qualitative Methoden nomothetisch idiografischnaturwissenschaftlich geisteswissenschaftlichLabor Felddeduktiv induktivexplanativ explorativahistorisch historischerklären verstehenmessen beschreibenStichprobe EinzelfallVerhalten Erleben
- Qualitative Methoden: -prototypische Merkmale Naturalistische Situation: Feldforschung-> möglichst wenig Manipulation Ziel: Beschreibung, mit Hilfe offener Verfahren„Welche Art von Person ist das große Dreieck?"- aggressiv, kämpferisch, ablenkbar, doof, dumm, hässlich, schüchtern, schlau Emergente Flexibilität (Offenheit) Fallorientierte, idiografische und holistische VorgehensweiseBsp.: Gardners Kreativitätsforschung Induktives Vorgehen interpretationsbedürftige Daten
- Gardners Kreativitätsforschung -> Methode: qualitativer Biografienvergleich von Genies, SigmundFreud, Albert Einstein, Pablo Picasso, Igor Stravinsky, T.S. Eliot,Martha Graham und Mohandas Ghandi-> Ergebnisse:- relativ unterstützende aber kühle und strenge Erziehung- frühes Interesse an innovativen Themen- ca. 10 Jahre Praxis bis zum Durchbruch- Ausbeutung, Vernachlässigung oder Verlassen der engenBeziehungspartner im Erwachsenenalter- meist gab es nach 20 Jahren einen zweiten, wenigerrevolutionären Beitrag
- Induktives Vorgehen -> Schluss vom Speziellen auf das Allgemeine-> logische Gültigkeit kann nicht erreicht werden;Schlussfolgerungen stimmen nur mit einer Wahrscheinlichkeit-> Vorgehen entspricht der empirischen Generalisierung imAllgemeinen-> Nutzen dieses Vorgehens: es erlaubt Vorhersagen
- Induktives Vorgehen: irrationale Einflussfaktoren -> basiert auf Präferenz für einfache Prinzipien (z.B. Fortsetzungder Reihe „2, 4, 6, …“ mit „8“)-> basiert auf Heuristiken (Verfügbarkeitsheuristik etc.)-> Zusammenhänge werden als kausale Ereignisketteninterpretiert-> Nichtweitersuchen (“discounting error“): wenn ein potentiellerUrsachenfaktor gefunden wurde, wird nicht weiter gesucht-> Bestätigungstendenz: die Schlussfolgerung verletzendeDaten/Informationen werden nicht berücksichtigt oder gesucht Bsp.: Analogieschluss von der Laminierung auf den Neocortex
- Qualitative Methoden Klassifikation der Verfahren nach Hussy et al. (2013) 1. Fallstudien2. Grounded Theory3. deskriptive Feldforschung4. Handlungsforschung (Aktionsforschung)5. Biografieforschung6. Qualitatives Experiment7. Forschungsprogramm subjektive Theorien (kombiniertqualitative und quantitative Forschung)
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- Qualitative Methoden Klassifikation der Verfahren nach Spöhring (1989) Basismethoden Kontextnahe Untersuchungsanordnungen1. teilnehmende Beobachtung 1. Gruppendiskussionsverfahren2. qualitative Interviews 2. objektive Hermeneutik3. qualitative Inhaltsanalyse 3. biografische Verfahren4. Handlungsforschung undFrauenforschung
- Qualitative Methoden Klassifikation der Verfahren nach Denzin & Lincoln (1994) 1. Interviews2. Beobachtungstechniken3. Analyse von Dokumenten und anderen kulturellen Gegenständen4. visuelle Methoden (Film, Foto)5. Selbsterfahrung6. Datenmanagement und Datenanalyse7. computergestützte Analyse8. Inhaltsanalyse
- Qualitative Methoden: -Qualitative Interviews -> Ziel: Ermittlung subjektiver Sichtweisen, Erfahrungen undMeinungen, z.B. über Beziehungen oder Arbeit-> meist mündlich, seltener schriftlich-> offene Befragungen (auch Feldgespräche genannt, denn esfehlt die Frage-Antwort-Struktur): keine Struktur; erlaubenspontanes Eingehen auf Gefühle, werden gut den Charakteristikader Offenheit und der Einfühlung gerecht-> halbstandardisierte Befragungen: Interviewleitfaden, von demabgewichen werden darf-> standardisierte Befragungen: präzise formulierte Fragen,manchmal inklusive Antwortvorgaben („ja“ oder „nein“, zumAnkreuzen); bessere Planbarkeit, höhere Vergleichbarkeit derInterviews
- Qualitative Methoden: -Qualitative Interviews Dimensionen subjektiver Erfahrungen nach Wiedemann (1987): 1. Realitätsbezug (z.B. Phantasien vs. Beschreibungen)2. Zeitdimension (z.B. Erinnerungen vs. Zukunftspläne)3. Reichweite (z.B. Tagesablauf vs. Lebensgeschichte)4. Komplexität (z.B. einfache Personenbeschreibung vs.Charakterisierung)5. Gewissheit (z.B. Vermutungen vs. Erfahrungswissen)6. Strukturierungsgrad (z.B. freie Assoziationen vs. Erklärungen)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews „Gestalten“ subjektiver Erfahrungen nach Wiedemann (1987): 1. Dramen, Episoden (z.B. Erlebnis eines Unfalls)2. Mentale Modelle (z.B. naive Theorien desGegenstandsgebietes, umfassendste Gestalten der Erfahrung)3. Verlaufsstrukturen (z.B. generalisierte Episoden, z.B.routinisierte Verläufe)4. Geschehenstypen (Erfahrungsgestalten über einenverallgemeinerten Ereignis- oder Situationsaufbau, z.B. Helfen)5. Konzeptstrukturen (Orientierungswissen, Klassifikationen,Typologien über Erfahrungsgestalten, z.B. Typen vonFreundschaften, Beziehungstypen)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - inhaltliche Vorbereitung:- organisatorische Vorbereitung: - Gesprächsbeginn: - Gesprächsdurchführung:- Gesprächsende:- Verabschiedung:- Gesprächsnotizen- Dokumentation: Tanskription
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - inhaltliche Vorbereitung Stichprobenauswahl; Wahl der Befragungstechnik; Interviewleitfaden
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - organisatorische Vorbereitung: Kontaktaufnahme und Terminabsprache; Zusammenstellung des Interviewmaterials(Video-, Audiorekorder, Prospekt, Leitfaden, Visitenkarten etc.)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - Gesprächsbeginn Smalltalk (Eis brechen), Bedanken, Hinweisauf die Aufzeichnung, auf Datenschutz
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - Gesprächsdurchführung: Überwachen des Gesprächsverlaufs,Abschweifen ggf. verhindern, Nachfragen bei Unverständlichem,Vorsicht bei „freien Fragen“, dem Befragten nichts unterstellen
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - Gesprächsende: Abschalten des Rekorders, informellesAbschlussgespräch, Achtung – seien Sie nochmals aufmerksam,oft wird noch Wichtiges/Persönliches nachgeliefert
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - Verabschiedung: Visitenkarte, Informationsmaterial hinterlassen,ggf. kurze Ergebnismitteilung ankündigen, ggf. Angebot derNachbetreuung (z.B. Telefonnummer, Beratungsstellenadresse etc.)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte… - Gesprächsnotizen unmittelbar nach der Befragung ergänzendeNotizen zur Gesprächssituation, z.B. äußere Erscheinung der/sBefragten, seelische Verfassung der/s Befragten,Gesprächssituation, Räumlichkeiten, Unterbrechungen, Uhrzeit, Datum
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Spezialfall: Gruppenbefragungen und Gruppendiskussion -Ziele: Ziele: Erkundung von- Meinungen Einzelner, z.B. individueller Einstellungen (hier:ökonomischer als Einzelbefragung)- Meinungen ganzer Gruppen (vor allem relevanter, natürlicherGruppen, z.B. Schulklassen)- öffentlichen Meinungen (Gruppe als Stellvertreter breitererÖffentlichkeit)- Prozessen der Meinungsbildung (Gruppendynamik,Kleingruppenforschung)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Spezialfall: Gruppenbefragungen und Gruppendiskussionen -Merkmale/Dimensionen -> künstliche vs. natürliche Gruppen-> homogene vs. inhomogene Gruppen-> zufällige oder bewusst ausgewählte TeilnehmerInnen-> Anzahl der TeilnehmerInnen; Diskussionsdauer-> Diskussionsort: Labor oder Feld-> thematische Vorgabe: ja oder nein-> strukturierter oder unstrukturierter Verlauf-> direktive vs. non-direktive Diskussionsleitung-> Aufzeichnungsart: Protokolle?; Video?; Audio?
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Spezialfall: Gruppenbefragungen und Gruppendiskussionen -Moderation – Richtlinien -> fragen statt sagen-> zwischen Wahrnehmungen, Vermutungen und Bewertungen unterscheiden-> nicht bewerten, nicht beurteilen-> nicht gegen die Gruppe ankämpfen-> Störungen haben Vorrang-> nicht über die Methode diskutieren
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Spezialfall: Gruppenbefragungen und Gruppendiskussionen -Moderation – hilfreiche Vorabüberlegungen -> Zielgruppe (woher kommt sie, was tut sie)-> Ziele, Absichten, Erwartungen der TeilnehmerInnen-> Vorwissen der TeilnehmerInnen-> mögliche Konflikte (persönlich, sachlich, organisatorisch)-> Rahmenbedingungen (Veranstaltungsort, Zeitrahmen)-> Zukunftsperspektive (dauerhafte Änderungen nach der Moderation? Problemlösungen?)
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Spezialfall: Gruppenbefragungen und Gruppendiskussionen - pro und contra -> pro: entspanntere Atmosphäre, die Einzelne ist nicht so gefordert-> pro: Einblick in Gruppendynamik möglich-> pro: größere Ökonomie-> contra: größere Unübersichtlichkeit-> contra: mehr Aufwand, z.B. mehrere ForscherInnen (Interviewer) und Videoaufzeichnungen notwendig
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews Schritte... - Dokumentation: Tanskription Transkripte enthalten-> ca. 50 Zeichen pro Zeile-> einzeiliger Text-> Leerzeilen bei jedem Sprecherwechsel-> Sprecherkennzeichnung durch Großbuchstaben undDoppelpunkt-> zeilen- und seitenweise durchnummerierten Text-> Hinweise auf Gesprächsverlauf, z.B. Tonhöhe, Pausen,Lachen, gleichzeitiges Sprechen, verschluckte Silben etc.
- Qualitative Methoden: Qualitative Interviews -> fokussiertes Interview: - Fokussierung auf Gegenstand (z.B. einen Film)- keine Beeinflussung des Befragten („nondirektiv“)- situationsspezifische Gesprächsführung zur Ergründung der Bedeutung des Gegenstandes- lassen Sie Raum für unerwartete Reaktionen- greifen Sie unerwartete Reaktionen auf- „tiefgründige“ Befragung (z.B. nach Gefühlen, Empfindungen)