AVO (Fach) / Galenik (Lektion)

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Galenik

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  • Emulgatoren und Stabilisatoren für Emulsionen Emulgatoren (= Tenside)- setzen Oberflächenspannung herab „Micellen“- Bildung- sind amphiphil- Phase, in der sich der Emulgator besser löst, ist i.d.R. das Dispersionsmittel- HLB (Hydrophilie-Lipophilie-Balance)-Wert gibt an wie sich der Emulgator verhält W/O-Emulsionen Metallseifen Partialfettsäureester des Polyoxyethylensorbitans Fettsäureester des Polyoxyethylens O/W–Emulgatoren Alkaliseifen Alkylsulfate amphotere Emulgatoren, wie Phospholipide, z.B. Lecithin StabilisatorenSog. Pseudoemulgatoren (in äußerer Phase gelöste Stoffe, die zur Viskositätserhöhungführen) --> Bentonit (quellfähiges Al-Silikat)
  • Herstellung von Emulsionen - Suspensionsmethode (Emulgator wird in innerer Phase verteilt – dann äußere Phase schrittweise hinzugegeben)- Lösungsmethode (d.h. Emulgator wird in äußerer Phase gelöst, dann Einarbeitungder inneren Phase)+ Stabilisatoren und Konservierungsmitteln, spez. Homogenisatoren Mikroskopisch: Homogenität u. Tröpfchengröße Bestimmung der Phasenverteilung: Verdünnungsmethode Färbemethode (Sudanrot - lipoidlöslich; Malachitgrün - wasserlöslich) Leitfähigkeitsmessung (O/W leitet) Sonderformen: - Mikroemulsionen (Zwischenform der Emulsion und kolloidalen Systemen)   = kleinste Tröpfchen, durchsichtig- Liposomen (aus Phospholipiden mit Lipiddoppelschicht)(Kosmetik)- Nanokapseln (i.v. Applikation, Akkumulation i.d. Leber)
  • Salben Definition: halbfeste (streichfähige) Zubereitungen Applikation auf Haut oder Schleimhaut plastische Verformbarkeit, topische Anwendung Disperses System aus fest/flüssig Salbe im engeren Sinne: Einphasensystem ohne wässrigen Anteil Einteilungen 1 klinisch-dermatologisch Oberflächensalben (Deck-, Schutz-, Wund-, Kühlsalben) Penetrationssalben Resorptionssalben 2 aus pharmazeutischer Sicht Cerata: Mischung aus Wachs und Öl Cremores: Creme, enthält große Wassermengen (ev. Phase umgekehrt) Gele: gelierte Flüssigkeiten, hergestellt mittels geeigneter Quellmittel Pasta: hoher Anteil fester Stoffe (verdichtete Suspension, Feststoff >10%) Occulenta: Ungt. ophthalmica, bes. Anforderungen an Reinheit + Teilchengröße 3 nach Art der Einarbeitung des Wirkstoffs Suspensions Lösungs Emulsionssalben
  • lipophile Sallbengrundlagen Wachse Ester langkettiger Fettsäuren mit höheren Alkohole bei 20°C knetbar ab 40°C schmelzend --> Bienenwachs: Cera flava = gelb, Cera alba = gelblich (Mischung mit Öl oder Paraffin)--> Wollwachs (Cera lanae; - Wollfett) - Hautprodukt des Schafes nach Wollwäsche (CAVE: Insektizid-Rückstände) - Stearinalkoholen (v.a. Cholesterol) mit Emulgatoreigenschaften Lanolin besteht aus Wollwachs, dickflüssigem Paraffin, Wasser (hydrophobe Cremes) Wollwachsalkohole sind rückstandsarme Produkte aus dem Wollwachshervorragendes Emulgator-Gemisch (W/O-Typ) Wollwachsalkoholsalbe (= Eucerin) 93,5 Teilen Vaselin (weiß) 6 Teile Wollwachsalkohol 0,5 Teile Cetylstearylalkohol (= Emulgator) kann bis zu 60% Wasser aufnehmen zu verwenden, wenn keine Grundlage angegeben wird gut verträglich, haltbar, indifferent...
  • hydrophile Salbengrundlagen a. „Hydrophile Salbe“ (O/W-Emulsion, Cethylstearlyalkohol = 30 Teile), fettig „Lanettensalben“ enthalten in höheren Mengen Cetylstearylalkohole „Stearatcremes“ – „Mattcremes“ in der Kosmetik) --> Grundlage für hydrophile (O/W) Cremes b. Hydrogele streichfähige Zubereitung mit Gehalt von 80-90% Wasser (äußere Phase), fettfrei Stützgerüst: Gelbildner Verdunstung von Wasser bewirkt Kühlung auf der Haut Konservierungsmittel, evtl. Feuchthaltemittel 1 organische Gelbildner: Methylcellulose, Stärke2 anorganische Gelbildner Bentonite (= wasserhaltige Aluminiumsilikate)Salbengrundlagen Oleogele (= hydrophobe Gele)- ähneln den Salben (mit KH- oder Triglycerid-Grundlagen)- bestehen aus öligen Anteilen mit Gelbildnern, wie Siliciumdioxid (Kieselsäure)
  • Herstellung von Salben Suspensionssalben Teilchengröße bis 50 µm Feststoffe fein zerkleinern und mit kleiner Menge der Grundlagen verreiben Schrittweise restliche Salbengrundlage(n) zumischen Pulver –> Paste –> Suspension Lösungssalben nur für wenig Wirkstoffe: Camphersalbe Schmelzen der Grundlage (Gelgerüst bricht) Lösevermittler: Arzneistoffes in einem Lösungsmittel z.B. Alkohol oder Ether lösen und  in die Salbengrundlage einarbeiten so lange verrühren bis das Lösungsmittel verdunstet ist EmulsionssalbeFlüssigkeit muss in kleinsten Mengen in die Salbengrundlage eingearbeitet werden AugensalbenPartikel < 25 µm, kleine Abgabemengen (max. 10 g), Deklaration von Hilfsstoffen
  • Suppositoria Definition: Einzeldosierte, feste Zubereitungen zum Einführen in Körperhöhlen Zusammensetzung: Zäpfchengrundlage (Massa suppositoria) Wirkstoffe Hilfsstoffe Einteilung: Rectalia:  Zylindrisch, Konisch, Torpedoförmig, bis 30 g Vaginalia: Globuli, Ovula, Stäbchen, bis 15 gAnforderungen: glatte Oberfläche, indifferent gegenüber Schleimhäuten, gute Lagerfähigkeit aber rasches Schmelzen bei Körpertemperatur Zäpfchengrundmasse: gleichmäßige Wirkstoffverteilung möglichst viskös gute Kontraktibilität bei Erstarren in der Gießform
  • Grundlagen von Suppositorien Lipophil: Kakaobutter (Triglyceridgemisch, obsolet da schnell ranzig) Hartfett aus Palmkern- und Kokosölen für Rectalia --> gute H 2O-Aufnahme, gute Kontraktibilität, stabil, Schmelztemperatur: 33-37°C Hydrophil Glycerol-Gelatine --> sehr geschmeidig, eher für Vaginalia, laxierend (Obstipation),leicht verderblich Polyethylenglykole --> gute Haltbarkeit, hoher Schmelzpunkt: ca. 60°C (tropenfest), hygroskopisch,Inkompatibilitäten möglich Vorteile: lokale und systemische Wirkung, geringe Belastung des Magen-Darm-Trakts Umgehung des entero-hepatischen Kreislaufes --> Einsatz bei unangenehmen Geschmack des Wirkstoffes, magensaftlabilen Wirkstoffen, Schluckbeschwerden, Erbrechen Nachteile: langsame und z.T. unvollständige Resorption
  • hydrophobe Salbengrundlagen Anforderungen gut verträglich, streich- und haftfähig, indifferent gegen die Wirkstoffe chemisch und physikalisch stabil ggf. steril (Wundsalbe) penetrationsfähig Eigenwirkungen beachten: fett-, feuchtigkeitsspendend, kühlend, abdeckend a. KohlenwasserstoffeVaselin (= Erdölraffinationsrückstand) weißes und gelbes Gemisch von Paraffinöl  und aromat. KH Thioxantropie Qualitätsmerkmal: Ölabscheidung typische Decksalben-Grundlage: kaum H 2O-aufnahmefähig; luftundurchlässig) Plastibase: Kunstvaselin b. TriglycerideNatürliche Fette: Schweineschmalz und gehärtetes Erdnussöl, hautfreundlich, verderblichSynthetische: z.B. Miglycol 812 (Neutralöl) gut haltbar, verträglich