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ORL (Fach) / Larynx (Lektion)

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Diese Lektion wurde von estoffel erstellt.

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  • Laryngitis acuta Ätiologie: - viral (Influenzaviren)- übermässige Stimmbelastung Klinik:- Heiserkeit, Trockenheitsgefühl, Kitzeln/Brennen- Hustenreiz Diagnostik:- gerötete, ödematöse Stimmlippen, vermehrte Gefässzeichnung- Fibrinbeläge- Stroboskopie: reduzierte Randkantenverschiebung bei normaler Stimmlippenbewegung Therapie:- Stimmruhe- Inhalation Stimmlösung- Antiphlogistika
  • Chronische unspezifische Laryngitis Ätiologie:- Folge einer akuten Laryngitis- Gastroösophagealer Reflux- Fortgeleitete Infektionen (Tracheitis, Bronchitis)- Inhalative Noxen (Rauchen, Stäube)- stark beanspruchte Stimme- behinderte Nasenatmung Klinik:- Dysphonie- trockener Husten- Globusgefühl- Dyspnoe- geringe Schmerzsymptomatik Diagnostik:- Stimmlippen gerötet, verdickt, trocken- Schleimfäden- evtl. Stimmlippenödeme- Leukoplakische Veränderungenlässt sich lupenlaryngoskopisch nicht von einem Kehlkopfkarzinom unterscheiden!
  • Laryngitis posterior Ätiologie:- Refluxösophagitis- Chronische Säureschädigung der Schleimhäute von Larynx und Pharynx Klinik:- Rötung und Ödem der hinteren Kehlkopfabschnitte- "Gartenzaunphänomen" = Gewebsvermehrung im Interarytaenoidbereich Therapie:- Protonenpumpenhemmer- Schlafhygiene
  • Stimmlippenstillstand - Ätiologie - Schilddrüsen-Operationen- Bronchialkarzinom, Ösophaguskarzinom, Mediastinaltumoren- Aortenaneuysma- nach thorakochirurgischem Eingriff- Halstrauma- infektionsbedingt
  • Lähmung des N. laryngeus superior - Lähmung des M. cricothyroideus - Verlust der Spannungsfähigkeit der Stimmlippen--> Dysphonie--> Einschränkung der Singstimme mit Ausfall der hohen Töne--> Vertiefung der Sprechstimmlage--> Verkürzung der Phonationsdauer--> Stimmlippenbeweglichkeit nicht beeinträchtigt!
  • Lähmung des N. laryngeus inferior (recurrens) - Aufhebung der respiratorischen Beweglichkeit der betroffenen Stimmlippe - Heiserkeit - abhängig von der Position der gelähmten Stimmlippe - bei beidseitiger Stimmlippenparese: Atemnot im Vordergrund
  • Stimmlippenlähmungen - Diagnosik - Laryngoskopie, ggf. MLS - Stroboskopie (Video) - Sonogrfie des Halses, Farbdoppler - CT/MRT - Abklärung der Schilddrüsenfunktion (Serologie bei Influenza, Parainfluenza; Mikrobiologie bei Borrelien)
  • Stimmlippenlähmung - Therapie Einseitig:- Stimmübungsbehandlung (Logopädie)- operativ--> Stimmlippenmedialisierung--> Stimmlippenaugmentation Beiseitige Recurrenslähmung --> Atemnot im Vordergrund
  • Reinke-Ödem Subepitheliales Ödem in der Lamina propria, zwischen dem Glottisepithel und dem daruntergelegenen Lig. vocale - Frauen > Männer  Ätiologie:- inhalative Noxen, Stimmüberbelastung- chronisch-hyperplastische Laryngitis Klinik:- Heiserkeit (Whisky-Stimme)- Tieferwerden der Stimme Diagnostik: - Laryngoskopie: glasige ödematöse Schwellung Therapie:- Nikotinkarenz- Abtragung unter phonochirurgischen Gesichtspunkten
  • Stimmlippenpolyp - häufigste gutartige stimmbeeinträchtigende Veränderung- oberflächlich, gut abgrenzbare Verdickung im membranösen Teil des Stimmlippenepithels Ätiologie:- chronische Entzündung- übermässige Belastung der Stimme- Inhalationsnoxen Klinik:- Heiserkeit- Globusgefühl- Räusperzwang Therapie: phonochirurgische Abtragung
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  • Stimmlippenzyste - Supepithelial im Reinke-Raum, unmittelbar unter dem Plattenepithel DD: Stimmlippenknötchen, Stimmlippenpolypen Ätiologie:- Retention von Sekret nach Verschluss von Ausführungsgängen im Bereich der Schleimdrüsen nach Entzündung oder Trauma Klinik:- Heiserkeit- Globusgefühl- Räusperzwang
  • Phonationsverdickungen "Schreiknötchen", "Sängerknötchen" - v.a. junge Frauen - fehlerhafte Beanspruchung der Stimme (Stimmüberbelastung) - doppelseitige Knötchenbildung an korrespondierenden Stellen am Übergang vom vorderen zum mittleren Drittel der Stimmlippe - Fibrosierung mit Epithelverdickung und submuköser Gewebsverdickung Therapie: logopädische Behandlung (evtl. phonochirurgische Abtragung nötig)
  • Dysphagie Störung der Aufnahme, Zerkleinerung oder Transports von Nahrung/Flüssigkeit in der oralen/pharyngealen/ösophagealen Phase(Odynophagie: Schmerzhaftes Schlucken) Klinik:- verlängerte Essdauer- Vermeidung bestimmter Speisen- Haltungsänderung beim Schlucken- Notwendigkeit des Nachtrinkens- Probleme der Medikamentenaufnahme Ätiologie:- primäre strukturelle Schädigungen- Störungen nach chirurgischer/chemotherapeutischer Tumorbehandlung (Resektionen der Zungenbasis)- neurogen, psychogen, entzündlich Diagnostik:- Fiberendoskopische/Transorale Evaluation des Schluckens (FEES, TEES)
  • Zenker-Divertikel Ausstülpung der Mucosa und Submukosa durch das Kilian-Dreieck (kaudal der Pars obliqua und kranial der Pars fundiformis des M. cricopharyngeus zwischen Pharynx- und Ösophagusmuskulatur) = Pseudodivertikel - häufiger bei Älteren, Männern Ätiologie:- pathologische intrahypopharyngeale Druckspitzen durch Dysfunktion der pharyngealen Muskulatur Klinik:- Klossgefühl- Foetor ex ore- Regurgitation von unverdauter Nahrung Diagnostik:- Röntgenbreischluck- Videofluoroskopie Therapie: Resektion von aussen; transoral: endoskopische Schwellendurchtrennung
  • Laryngomalazie - abnorme Weichheit von Epiglottis und den Aryknorpel - häufigste Ursache für einen angeborenen inspiratorischen Stridor
  • Akute subglottische Laryngitis (= Pseudokrupp) - bei Kindern 10x häufiger als Epiglottitis - Virale Infektion (Parainfluenza-, Influenza-, Masern-, Adenoviren) Klinik und Diagnostik:- subfebrile Temperatur- trockener, bellender Husten- inspiratorischer Stridor- subglottische Schwellung; im Verlauf mit Borken
  • Epiglottitis Erreger: Haemophilus influenzae Typ B, Streptokokken, Pneumokokken - Alter meist zwischen 2-7 Lebensjahren Klinik:- plötzliches, hohes Fieber- klossige Sprache- starke Schluckschmerzen- inspiratorischer Stridor und Atemnot- selten Husten (im Gegensatz zu Krupp) Die Inspektion sollte unterbleiben --> Gefahr eines Atemstillstandes Therapie:- Gabe von O2 und Steroiden- Cephalosporine der 3. Generation
  • Kontaktgranulom - v.a. Männer Ätiologie:- Gastroösophagealer Reflux- chronische Über- oder Fehlbelastung der Stimme --> Zusammenschlagen des Processus vocales der Aryknorpel. Im Verlauf Granulationen. Klinik:- Heiserkeit, Räusperzwang- Globusgefühl- Halsschmerzen- stimmliche Auffälligkeiten gering Diagnostik: dorsaler Knoten Therapie: Diätetische Antirefluxtherapie, Protonenpumpenhemmer, Stimmtherapie--> Mikrochirurgische Abtragung äusserst zurückhaltend, da Rezidivneigung!
  • Larynxkarzinom - häufigste Malignom im Kopf-Hals-bereich- 95% sind Plattenepithelkarzinome Klinik:- Schluckschmerzen- Schmerzausstrahlung ins Ohr- Dyspnoe- Hämoptoe- Foetor ex ore
  • Globuspharyngis (hystericus) = Globussyndrom - Fremdkörpergefühl - Schmerzen auch beim Leerschlucken - bei Nahrungsaufnahme in der Regel keine Beschwerden