Kommunikation (Fach) / Foliensatz 2 (Lektion)

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Kommunikationsmodelle

Diese Lektion wurde von Katharina9L erstellt.

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  • Welche Typen von Kanälen für die menschliche Wahrnehmung gibt es? visuell (sehen) Gestik, Mimik, Körperhaltung auditiv (hören) Stimme, Prosodie, Intonation Visuell & Auditiv:Schnellere Informationsübertragung: wirkt über größere Distanzen Empfangsresistenz (in der Regel kein direkter Zugang zu physiologischen Reaktionen) olfaktorisch (riechen) Körpergeruch bzw. dessenÜberdeckung taktil (berühren) Beim Sprechen berühren, z.B. Händeschütteln, Schulterklopfen, Arm streife Olfaktorisch & Taktil: Intensivere Informationsübertragung zuverlässige Informationen über Zustand u. Absicht von Sender Reaktion bei Empfänger kann leicht hervorgerufen werden wirkt nur im Nahbereich
  • Welche Rolle haben visuelle Kanäle? In der face to face Kommunikation überträgt nicht nur der auditive Kanal, auch der visuelle Kanal Gebärdensprache Gehörloser visuelle Kanal übernimmt die Kommunikationsleistung des auditiven, komplexes und ausdifferenziertes System Berliner Lexikon der Alltagsgesten Gesten sind - kultur- und religionsabhängig verändern sich durch technische und kulturelle Entwicklungen mehrdeutig
  • Was sind Bestandteile von Kommunikationsprozessen? 1. Jemand, der etwas mitteilen will Kommunikator, Sender, Sprecher, Produzent, Quelle, Adressant 2. Aussage / Botschaft mitzuteilende Bedeutungsinhalte, Intentionen 3. Medium Instanz, mit deren Hilfe der mitzuteilende Inhalt „transportabel“ wird 4. jemand, an den die Botschaft gerichtet ist Empfänger, Konsument, Adressat, Rezipient Publikum
  • Was meint Reziprozität beim Kommunikationsprozess Doppelseitigkeit des Kommunikationsgeschehens Mitteilungshandlung <-- verlangt nach --> Verstehenshandlung Feedback als Erfolgskontrolle kommunikativen Handelns Rückkopplung, Rückmeldung, Rücksteuerung
  • Wir verläuft Feedback in Einzel face to face Kommunikation? Prototypisch bei face to face Kommunikation: Feedback (back channel behavior) gibt Sprecher Hinweise auf Qualität der Verstehensleistung des Rezipienten (über Grad der erreichten Verständigung) diagnostiziertes Ergebnis (Erfolg, Misserfolg) beeinflusst / korrigiert weiteres kommunikatives Verhalten
  • Wie funktioniert Feedback bei Massenkommunikation? Direkt: meist spontane Rückmeldung der Rezipienten an die Produzenten, von Produzenten i.d.R. gewollt bzw. einkalkuliert (usualisiert) Leserbriefe, Mails oder Anrufe an Redaktionen (Zeitungen, Sender) Teilnahme von Rezipienten an Sendungen (Fernsehen) Einbezug digitaler sozialer Netzwerke (Social TV) Indirekt: von Produzenten nicht gewollt (Kündigung des Abonnements), von Produzenten gewollt (Publikumsforschung: Medienanalysen,Leser-, Hörer-, Zuschauerforschung)
  • Welche Kommunikationsmodelle kennen Sie? Kommunikations-Modelle  nachrichtentechnischer Ansatz: Shannon/Weaver Zeichenmodell: Bühler ein integrativer Ansatz
  • Was besagt das Shannon/Weaver (1949) Kommunikationsmodell? Und wie heisst dieses? The Mathematical Theory of Communication Kommunikation als Übertragung von Information --> reduziert auf den technischen Übertragungsvorgang Reduktionistische Sicht von Kommunikation:  im Zentrum der Betrachtung NICHT wechselseitige Vermittlung von Inhalten (Bedeutung), sondern - Inhalt wird ignoriert - Verstehen = fälschungssicheres Übertragen (auch verschlüsseln zur Geheimhaltung) - Störungen („Rauschen“) wichtiger als Signal selbst--> Modell basiert auf dem Prinzip der Telegrafie
  • Wie läuft die Übertragung des Nachrichtentechnischen Kommunikations-Modell (Shannon/Weaver) ab? Ein Sender übermittelt eine Nachricht in Form elektrischer Impulse (Signale) über einenKanal an einen Empfänger. Die Qualität der Übertragung wird durch eine Störquelle gemindert. Sender --> Kanal ---> Empfänger III Störquelle III
  • Wie funktioniert die Übertragung auf face to face Kommunikation?                                          signal  received signal  Info Source --> transmitter --> Luft --> receiver --> destination                                           noise source
  • Wie heisst das Modell nach Bühler und wie ist es aufgebaut? Zeichenmodell: Sprache (Zeichen) als in dreifacher Funktion: 1. Kundgabe, 2. Auslösung und 3. Darstellung 1. Ausdruck (Kundgabe): „Innerlichkeit“ des Sprechers (psychische Verfassung)Interjektionen, Prosodie 2. Appell (Auslösung): Richtung auf den Rezipienten (Intentionen --> Reaktionen)z.B. Aufmerksamkeit erregen, etwas tunSprechen wird als Handeln gesehen und geschrie 3. Darstellung: Darstellung: Gegenstände und Sachverhalte beruht auf konventionalisierten Laut-Ding-Relationen Nomina, Verben, Adjektive ... Ebene Sprache (Text) als aus der konkreten Handlungs-Situation heraus gelöstes Produkt des Handelns - Sprache als Werkzeug
  • Woraus besteht ein Organum? Organum - Sprache als Werkzeug Sprache als organum, mit dem eine Person einer anderen, etwas über einen bestimmten Sachverhalt mitteilen kann
  • Was bedeutet beim Zeichenmodell von Bühler: Prinzip der abstraktiven Relevanz? Prinzip der abstraktiven Relevanz Kreis schneidet Ecken vom Dreieck ab:  Nicht alle objektiv vorhandenen Eigenschaften der kommunizierten Gegenstände und Sachverhalte werden bewusst wahrgenommen oder sprachlichausgedrückt Wahrnehmung wird durch Relevanzstrukturen gesteuert An der Verkehrsampel wird lediglich das Licht wahrgenommen, NICHT jedoch das drumherum
  • Was meint das Zeichenmodell von Bühler: Prinzip der apperzeptiven Ergänzung? Prinzip der apperzeptiven Ergänzung (Apperzeption = bewusste Wahrnehmung) Dreieck (Zeichen) greift über den Kreis hinaus: das sinnlich Wahrnehmbare überlagert Teile des Zeichens Notwendigkeit der apperzeptiven Ergänzung, um das Zeichen verstehen zu können Wenn Auto an der Ampel steht und durch das Sonnenlicht die Ampelfarben nicht sichtbar sind, dann schaut man auf die fahrenden Autos vor einem, als Referenzkategorie