UE (Fach) / Philosophen (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 52 Karteikarten
Alle Zitate aus dem Foliensatz
Diese Lektion wurde von allinspace erstellt.
- „Es ist dir zwar nicht vergönnt, das Werk zu vollenden — du hast aber auch nicht das Recht, deinen Anteil daran zu verweigern...“ Talmud
- "Leisten Sie Widerstand! Schämen sie sich nicht, über Dinge mitzureden, die sie nicht ganz verstehen! Alles Wesentliche ist nicht verstanden!" Kafka
- "The social responsibility of business is to increase its profits," Friedman
- „Auf dem schmalen Grat des Überlebens zwischen verschiedenen Alternativen des Untergangs verändert sich der Begriff der Politik. Politik kann heute nur noch als die Kunst verstanden werden, die Existenz der Menschen in einer gefährdeten Welt zu sichern. Sie ist die Kunst, Vernunft zu realisieren.“ Picht
- „Der Mensch beherrscht heute die Natur in weitgehendem Maße, er beherrscht nicht nur Land und Wasser, die Tier- und Pflanzenwelt, er schickt sich neuestens auch an, die Lu¨fte zu beherrschen. Jeder Herrscher hat aber die Pflicht, die von ihm Beherrschten auch zu beschu¨tzen und schon in diesem Sinne du¨rfen wir den Naturschutz als eine Pflicht, die dem Menschen aus ethischen Gru¨nden zukommt, bezeichnen“ Guttenberg
- Das Gemeinsame der Weltreligionen soll gemeinsam vertreten werden. Küng
- Export für den Weltmarkt = Raubbau Schwabe
- „Ich komme immer mehr dazu, alles andere gegen die Nächstenliebe und Menschenfreundlichkeit gering einzuschätzen (…) unser ganzer gepriesener Fortschritt der Technik, überhaupt die Civilisation, ist der Axt in der Hand eines pathologischen Verbrechers vergleichbar.“ Einstein
- „Diese Kette stimmt in keinem Glied. Entwicklung ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Ärmsten.“ Reddy
- Die Dinge haben sich vom Maß des Menschen entfernt. Sie sind ? zu groß ? zu kompliziert ? zu teuer und ? zu „gewalttätig“ geworden Schumacher
- „Nicht in einem Zeitalter leben wir, sondern in einer Frist.“ „Da der Horizont unserer technischen Leistungen global ist, muss es der Horizont unserer moralischen Solidarität ebenfalls werden.“ Anders
- Unsere Industrie ist am Profit orientiert. In ihrem Verhalten ein moralisches Kalkül zu erwarten, ist genauso hoffnungslos wie die Aussicht, eine Maschine lächeln zu sehen“ Hinz Bremen
- "Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft beibehalten wird, so wage ich es heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen." Gesell, 1918
- „Wirtschaftlicher Fortschritt ist nur möglich, wenn wir uns die mächtigen Antriebe der Selbstsucht zunutze machen, denen zu widerstreben alle überlieferten Religionen und Weisheitslehren raten.“ Keynes
- „Willst du einen Menschen glücklich machen, so füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige seiner Wünsche!“ Epikur
- „99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als »nicht existent«. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich.“ Binswanger
-
- "Ketten für Prometheus - Gegen die Natur oder mit ihr". "Jetzt erst beginnt der Mensch zu entdecken, daß sein Gebahren und Tun gegenüber der Natur falsch, zum Teil unverantwortlich war. Wenn der Mensch aber nun zu vernünftigeren Maßnahmen zu kommen sucht, nur, weil er erkannt hat, daß auf lange Sicht die Natur mächtiger ist als er, wenn nur die Angst vor der Rache der Natur ihn leitet, so kann uns dies nicht mit Zuversicht erfüllen. Ausschlaggebend ist, daß er einsieht, daß seine Gesinnung sich ändern muß, so daß nicht mehr Herrscherund Besitzwille bei den Planungen führend sein dürfen, sondern ein Respektieren der Eigengesetzlichkeit der Natur, ein Hinhorchen, um zu erkennen, wie man ihre Harmonie fördert statt zerstört, mit einem Wort: Retten kann uns nur die Erfüllung der Menschen mit Ehrfurcht vor der göttlichen Natur." Demoll
- „Das längst gesuchte Zwischenglied zwischen den Affen und und dem wahrhaft humanen Menschen – sind wir“! Lorenz
- „Sind wir Wissenschaftler nur um zu studieren, zu messen und zu registrieren, was geschieht, während die Menschheit im Abgrund versinkt? Sind wir nur passive und objektive Zeugen all dieser Zerstörung, ohne versuchen zu wollen, sie zu verhindern?... Wald
- „Schließlich ist Gewissen kein nettes oder ehrenwertes oder moralisch neutrales Gefühl unter anderen Gefühlen, dem man sich nach des Tages Arbeit am Abend zwischen seinen vier Wänden hingeben könnte. Minus Handlung ist das Gewissen einfach nichts. Gewissen ist überhaupt nur dann Gewissen, wenn es uns sagt, was wir tun oder lassen sollen. Wird uns nur Gewissen minus Handlung zugestanden, also nur die Freiheit unseren Ruf zu hören, aber nicht die, diesem zu folgen, dann ist dieses Zugeständnis ein Betrug, der sich als Generosität aufführt. Dann wird uns das Recht auf Gewissen genommen. Nun hat aber das Gewissen des wirklich Gewissenhaften die unangenehme Eigenschaft, nicht nur innerhalb des gewissenhaft eingehaltenen Rahmens des Arbeitsressorts seine Stimme zu erheben. Entweder ruft es nämlich gar nicht, oder es ruft zur Einmischung auf. Lassen wir uns durch das Wort Einmischung nicht einschüchtern. Es erschreckt nur denjenigen der die Tatsache der Arbeitsteilung für der Weisheit und der Tugend letzten Schluss hält.“ Anders
- Was uns auf diesem Wege vorwärts führt und -hilft, was uns da geleitet und leitet, das ist: Verantwortungsfreude. Wie steht es jedoch um die Freudigkeit des durchschnittlichen Menschen, Verantwortung auf sich zu nehmen? Verantwortung ist dasjenige, wozu man "gezogen" wird und – dem man sich "entzieht". Frankl
- „Wenn Sie damals (nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager) mit mir gewesen wären, dann hätten Sie sich mit mir geschworen, dafür zu sorgen, daß durch das Weiterleben von uns Überlebenden unser aller Schuld getilgt werde – jawohl: unser aller Schuld! Denn wir Überlebenden wußten ganz genau, daß die Besten, die unter uns dort waren, von dort nicht herausgekommen sind - die Besten waren es, die nicht zurückgekehrt sind! So konnten wir unser Überleben nicht anders denn als unverdiente Gnade empfinden. Sie nachträglich zu verdienen und ihrer halbwegs würdig zu werden, das schien uns, waren wir den toten Kameraden schuldig. Und diese Schuld abzustatten schien nur möglich durch ein Aufrütteln und Wachhalten des Gewissens der Andern ebenso wie je unseres eigenen“. !!Auf unsere Situation bezogen: Die unverdiente Gnade der guten Lebensumstände, die wir genießen, verpflichtet uns, sie zu verdienen: Mit unermüdlichem Einsatz für einen zukunftsfähigen Systemwandel.!! Frankl
- „Innerhalb der Naturwissenschaft ist die Ökologie die oberste Synthese… Sie ist die Lehre vom Verhalten der Naturerscheinungen zueinander und dem Verhältnis des Menschen zu ihnen…“ Friedrichs
- betont, dass die Ökologie den Rahmen der Biologie sprengt und er bezeichnet sie als eine „Brückenwissenschaft“ Thienemann, A.: Leben und Umwelt. Vom Gesamthaushalt der Natur. Thieneman
- Streng genommen kann es Sinn ‘Gebung’ n u r da geben, wo noch Sinnloses ist. Was schon sinngesättigt ist, kann keine Sinngebung mehr erfahren. Nun aber ist Sinngebung an die Welt die spezifische Form der Sinnerfüllung, die einem freien Wesen gemäß ist. Also muß man die alte These umkehren. Nicht so ist es, daß unser Menschenleben sinnlos bliebe, wenn die Welt als Ganzes sinnlos wäre. Sondern vielmehr unser Menschenleben bliebe sinnlos, wenn die Welt als Ganzes auch ohne uns schon vollendet sinnerfüllt wäre. Dem Menschen bliebe dann die ihm gemäße Form der Sinnerfüllung vorenthalten, die durch Sinngebung an die Welt.“ Hartmann
- Der kategorische Imperativ „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ Kant
- Technische Eingriffe in die Natur als Problem der politischen Ethik. „…solange der Mensch die Natur ausschließlich funktional auf seine Bedürfnisse hin interpretiert und seinen Schutz der Natur an diesem Gesichtspunkt ausrichtet, wird er sukzessive in der Zerstörung fortfahren…“ Spaemann
- verdichtet diese Einsicht in dem Satz: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“. Schweitzer
- „Ethik besteht also darin, daß ich die Nötigung erlebe, allem Willen zum Leben die gleiche Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzubringen wie dem eigenen. Damit ist das denknotwendige Grundprinzip des Sittlichen gegeben. Gut ist, Leben zu erhalten und Leben zu fördern; böse ist, Leben vernichten und Leben hemmen“ Schweitzer
- Besonders befremdlich findet man an der Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben, daß sie den Unterschied zwischen höherem und niedererem, wertvollerem und weniger wertvollem Leben nicht geltend mache. Sie hat ihre Gründe, dies zu unterlassen. Das Unternehmen, allgemeingültige Wertunterschiede zwischen den Lebewesen zu statuieren, läuft darauf hinaus, sie danach zu beurteilen, ob sie uns Menschen nach unserm Empfinden näher oder ferner zu stehen scheinen, was ein ganz subjektiver Maßstab ist. Wer von uns weiß, was das andere Lebewesen an sich und in dem Weltganzen für eine Bedeutung hat? Im Gefolge dieser Unterscheidung kommt dann die Ansicht auf, daß es wertloses Leben gäbe, dessen Schädigung und Vernichtung nichts auf sich habe. Unter wertlosem Leben werden dann, je nach den Umständen, Arten von Insekten oder primitive Völker verstanden. Schweitzer
- „Es ist also jedem von uns auferlegt, im Einzelfall zu entscheiden, ob wir vor der unausweichlichen Notwendigkeit stehen, Leiden zu verursachen, zu töten und uns damit abzufinden, dass wir, eben aus Notwendigkeit, schuldig werden... Die Sühne müssen wir darin suchen, dass wir keine Gelegenheit versäumen, lebendigen Wesen Hilfe zu leisten…“ Schweitzer
- Nur subjektive Entscheide kann der Mensch in den ethischen Konflikten treffen. Niemand kann für ihn bestimmen, wo jedesmal die äußerste Grenze der Möglichkeit des Verharrens in der Erhaltung und Förderung von Leben liegt. Er allein hat es zu beurteilen, indem er sich dabei von der aufs höchste gesteigerten Verantwortung gegen das andere Leben leiten läßt. Nie dürfen wir abgestumpft werden. In der Wahrheit sind wir, wenn wir die Konflikte immer tiefer erleben. Das gute Gewissen ist eine Erfindung des Teufels. Schweitzer
-
- Die Wahrheit einer Weltanschauung hat sich darin zu erweisen, daß das geistige Verhältnis zum Sein und zur Welt, in das wir durch sie kommen, innerliche Menschen mit tätiger Ethik aus uns macht. Schweitzer
- „Die Frage ist letzten Endes jedoch ganz einfach die: Sind wir wirklich bereit, jeden Preis für unsere Gesundheit zu zahlen, auch den unserer Menschenwürde?“ Spaemann
- Es gibt drei Wege, richtig zu handeln: ? Durch Nachdenken - das ist der edelste ? Durch Nachahmen - das ist der leichteste und ? Durch Erfahrung - das ist der bitterste... Konfuzius
- „...Was dem Thema einigermaßen gerecht werden soll, muß dem Stahl und nicht der Watte gleichen. Von der Watte guter Gesinnung und untadeliger Absicht, der Bekundung, daß man auf seiten der Engel steht und gegen die Sünde ist, für Gedeihen und gegen Verderben, gibt es in der ethischen Reflexion unserer Tage genug...“ Hans Jonas
- Die „erste Pflicht“ der Zukunftsethik: Beschaffung der Vorstellung von den Fernwirkungen technischer Aktion Die „zweite Pflicht“ der Zukunftsethik: Aufbietung des dem Vorgestellten angemessenen Gefühls Jonas
- ...da nichts durch die Natur sanktioniert und daher alles erlaubt ist, besteht die Freiheit schöpferischen Spielens, die sich von der Laune des Spieltriebes allein leiten läßt und keinen anderen Anspruch erhebt als den, die Spielregeln zu beherrschen, das heißt den Anspruch technischer Kompetenz. Dieser Standpunkt nihilistischer, der Rechtfertigung enthobener Freiheit ist innerlich widerspruchslos, aber wir brauchen ihn nicht zu diskutieren, da wir der erklärten Verantwortungslosigkeit unser Schicksal gewiß nicht anvertrauen werden. Jonas
- Die „Beschleunigungskrise“ Das unvermeidlich „utopische“ Ausmaß moderner Technologie führt dazu, daß der heilsame Abstand zwischen alltäglichen und letzten Anliegen, zwischen Anlässen für gewöhnliche Klugheit und Anlässen für erleuchtete Weisheit stetig schrumpft. Da wir heute ständig im Schatten ungewollten, miteingebauten, automatischen Utopismus leben, sind wir ständig mit Endperspektiven konfrontiert, deren positive Wahl höchste Weisheit erfordert – eine unmögliche Situation für den Menschen überhaupt, weil er diese Weisheit nicht besitzt, und für den zeitgenössischen Menschen im besonderen, der sogar die Existenz ihres Gegenstandes leugnet, die Existenz nämlich absoluten Wertes und objektiver Wahrheit. Wir haben Weisheit am nötigsten gerade, wenn wir am wenigsten an sie glauben. Jonas
- Zur utopischen Hybris gehört auch der Gedanke, es könne Globalplanungen geben, die alle Nebenfolgen großräumiger Aktionen mit bedenken. Je großräumiger die Planung, desto großräumiger die unvorhersehbaren Nebenfolgen. Small ist daher nicht nur beautiful, es ist auch unter dem Gesichtspunkt der Kontrollierbarkeit und Korrigierbarkeit der Folgen immer mehr das einzig Verantwortliche. Spaemann
- „Um einer erfolgreichen Technologie willen muß die Realität Vorrang vor der Werbung gewinnen, denn die Natur kann nicht getäuscht werden“ Feymann
- „Dem Leben können wir keine Bedingungen stellen!“ Frankl
- „Die Natur hat immer recht“ Justus von Liebig
- „Das neuzeitliche Denken hat die Natur auf Begriffe gebracht und hat dank dieses Kunstgriffes Methoden entwickelt, mit deren Hilfe es sich anschickt, das Stück Natur, in dem wir leben, zu zerstören (...) Eine Wissenschaft, die die Natur zerstört, kann keine wahre Erkenntnis der Natur sein.“ Picht
- Wissen und Wahrheit Der riesige Berg ethisch unqualifizierten Wissens könnte und wird falsifiziert werden, wenn unsere wissenschaftlich-technische Zivilisation die ökologische Krise nicht besteht, die sie nicht zuletzt durch die Blindheit und Übermacht dieses Verfügungswissens heraufbeschworen hat. Etzold & Fischbeck
- „Wertinteressen sind es, welche auch der rein empirisch wissenschaftlichen Arbeit ihre Richtung weisen.“ ........ sieht als die vornehmste Aufgabe des Wissenschaftlers, sich „Rechenschaft zu geben über den letzten Sinn seines eigenen Tuns“ Weber
- „Das 17. Jahrhundert war so weise, die Vernunft als ein notwendiges Mittel in der Behandlung der menschlichen Angelegenheiten zu betrachten. Die Aufklärung und das 19. Jahrhundert waren so töricht, in der Vernunft nicht nur ein notwendiges, sondern ein hinreichendes Mittel zur Lösung aller Probleme zu sehen. Noch törichter wäre es, würden wir heute, wie manche es möchten, beschließen, daß die Vernunft, weil sie nicht hinreichend ist, auch nicht mehr notwendig ist“ Jacob Francois
- „Hat die erste Aufklärung die ungeheuren kognitiven Leistungspotentiale des menschlichen Verstandes freigesetzt, so möchte man fast sagen, daß es nun, kaum mehr als 200 Jahre später, vor allem darauf ankommt, durch diese zweite Aufklärung ebenso machtvolle Leitungskräfte urteilender Vernunft zur Geltung kommen zu lassen, die uns nicht nur die Zwecke verantwortlichen Lebens – also auch verantwortlichen Forschens und technischen Entwickelns – deutlich macht, sondern die uns auch dabei hilft, die richtigen Mittel und Wege zu ihrer Erreichung zu wählen und Irrwege oder Sackgassen zu vermeiden.“ Markl
- „Das Lebendige beansprucht nicht Macht, sondern Geltung im menschlichen Leben. Es ruht auf den drei Pfeilern der Liebe, der Arbeit und des Wissens.“ Reich
- "Erst ging es um den Schutz der Mitmenschen vor Naturkatastrophen, allerlei Nöten und Krankheiten, und vor den Feinden. Da wurden eine Menge Probleme gelöst. Und heute geht es vor allem um all die Probleme, die durch solche Lösungen neu erzeugt wurden. Die durch Problemlösung erzeugten Probleme wachsen uns über den Kopf.“ Kafka
-
