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Kühlkettenmanagement (Fach) / Einflüsse auf LM-Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit (Lektion)

Vorlesung CCM

Diese Lektion wurde von paulili78 erstellt.

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  • Einflussfaktoren auf die Haltbarkeit tierspezifische Faktoren (Fütterung, Haltungsbedingungen, Rasse, ...) Produktfaktoren (Nährstoffe, pH-Wert, aw-Wert, Textur, ...) Prozessfaktoren (Anfangskeimgehalt, Hygiene, Maschinen, ...) Umweltfaktoren (Temperatur, Zeit, Feuchtigkeit, Druck, Verpackung, Gasatmosphäre, Licht)
  • aw-Wert Maß für frei verfügbares Wasser in einem Material Quotient des Wasserdampfdrucks über einem Material (p) zu dem Wasserdruckdampf über reinem Wasser (p0) bei einer bestimmten Temperatur
  • pH-Wert ·         Optimum für Bakterien: pH = 6,5 – 7,5 ·         Minimum: ≥ 4,5 ·         Grenzen nicht fix! Bei anderen optimalen Bedingungen können diese pH-Werte auch unterschritten werden!
  • Verpackungsmöglichkeiten, um Qualität, Sicherheit und Haltbarkeit zu verbessern ·         Aerobe Lagerung ·         Vakuumverpackungen, Schrumpfverpackungen, Skinverpackungen ·         Modified atmosphere packaging (MAP) = modifizierte Atmosphäre
  • Eigenschaften Sauerstoff Hemmung obligater Anaerobier Notwendig zur Farberhaltung von Frischfleisch (Hochsauerstoff; rotes Fleisch, z.B. Rind)
  • Eigenschaften Kohlendioxid Sehr gute Löslichkeit in Wasser und Fett (Löslichkeit steigt mit sinkender Temperatur) à Bildung von Kohlensäure --> Senkung pH-Wert Bakteriostatischer und fungistatischer Effekt (>20%) Erzeugt „Pseudovakuum“ Haupteffekt: Verlängerung der lag-Phase + antimikrobieller Effekt
  • Eigenschaften Stickstoff Inert (reagieren nicht) Geschmacks- und geruchslos Geringe Löslichkeit in Wasser und Fett Kein direkter Einfluss auf MO Stützgasfunktion
  • Eigenschaften Argon Seit kurzem als Alternative zu Stickstoff in der Diskussion Inert Geschmacks- und geruchslos Geringe Löslichkeit in Wasser und Fett Indirekter Einfluss auf MO Stützgasfunktion
  • Definition: aktive Verpackungen Zusatz von Substanzen, die aktiv mit dem Produkt reagieren
  • Definition: intelligente Verpackungen können den Zustand des LM oder der Umgebung überwachen
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  • Prinzipien von antimikrobiell wirkenden Kunststoffen Abperlen von MO durch Ladung oder ultrahydrophobe Oberflächen Inhibierung/Reduzierung von MO durch Aktivität am Material fixiert oder Freisetzung von Additiven
  • antimikrobielle Wirkungen von Silber ·         Vielfältige Angriffspunkte der Silberionen in MO o   Bevorzugte Bindung mit Thiolgruppen o   Veränderungen in den Zellmembranen und Zellwändenn (erhöhter Transport von Ag+ in die Zelle) o   Reaktion mit Enzymen, Proteinen und der DNA à Zelllyse ·         Antimikrobielle Wirkung abhängig von Temperatur, Zeit und Art der MO
  • antimikrobiell wirkende Substanzen und Verfahren Enzyme (Peroxidase, Lysozyme) Bacteriozine Pflanzenextrakte (Wasabi, Rosmarin) organische Säuren (Milchsäure) Metalle (Silber, Kupfer) Sonstiges (UV-Licht)
  • SAM-Polymere ·         Antimikrobielle Funktion ist im Polymer verankert ·         Keine Additive ·         Träger für breite antimikrobielle Wirksamkeit sind Amino-Gruppen (hohe Dichte an Polymeroberflächen erforderlich) ·         Starke Polarität der Polymeroberfläche ist ausschlaggebend für antimikrobielle Wirkung ·         Wirksamkeit beruht auf elektrostatischen Wechselwirkungen mit der Zellwand von MO (Depolarisierung der Membran à gesteigerte Permeabilität), sowie Protonierung der Aminogruppen (lokale pH-Wert-Steigerung) --> führen zur Lyse ·         Polymeres Kontaktbiozid unschädlich für höhere Organismen ·         Hohe Wirksamkeit gegen Bakterien, Pilze und Algen ·         Struktur: Kohlenstoffgrundgerüst mit aminofunktionalisierten Seitenketten