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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / SS 2016 (Lektion)

Beantworteter Fragenkatalog

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  • Alternativen zu subventioniertem Kredit (bessere Eigentumsrechte etc., Mikrokredit) Vereinfachter Zugang zu Krediten staatlich oder privat geführtes Informationssystem für Kreditgeber; reduziert das Risiko für diese (z.B. Schufa)- Informationen über Antragssteller (z.B. EK-Quelle, „Kreditvergangenheit“,…)- Sicherheiten (z.B. Land, Häuser) schafft Anreize für Kreditnehmer/-geber àEigentumsrechte Mikrokredite Vergabe von sehr kleinen Krediten (bis 1.000 Euro) kann enormen Effekt auf die EK der Ärmsten haben àMikrofinanzdienstleistung effektiver Jahreszins von 20% p.a. => liegt deutlich über klassischen Krediten Bank vergibt Kredite an arme Familien (einzige Sicherheit: Verpflichtung zu regelmäßigen Treffen mit der Unterstützergruppe- Kreditnehmer ist bekannt; Entscheidung über Kreditvergabe einfacher- Gruppe kann Chancen eines Investitionsprojektes gut beurteilen- bei Rückzahlungsschwierigkeiten könne Gründe besser beurteilt werden- Kreditnehmer haben Anreiz Kredite zurückzuzahlen („Soziales Standing“)    >95% Zurückzahlung
  • Argumente für die öffentliche Förderung von Agrarforschung technologische Neuerungen treibende Kraft hinter steigender landw. Produktion->vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten: Ertragsfähigkeit, Resistenzen, verbesserte Qualität,Lagerung, Transport, Verarbeitung, Arbeitskräftebedarf Investition in Forschung enorm lohnenswert und rentabel Bauern i.d.R. Zu kleines Budget Konsumenten profitieren von Neuerungen, Produzenten haben zunächst oft Nachteil durch fallende Preise private Firmen können chem. Und maschinelle Patente oft besser schützen->biologische(abgesehen von Saatgut) haben öffentliches Gut-Charakter i.d.R führt Staat Forschung zu Züchtung, Bodenwissenschaft, Verfahren usw. Durch Privatwirtschaft: Spezialprodukte <-> Staat: Wissen kleine, arme Staaten haben zu geringes Budget für eigene Forschung->konzentrieren sich auf Adoption geigneter Methoden->internationale Forschungseinrichtungen sollen Lücke füllen
  • Worüber sind typische Optimisten hinsichtlich Ernährungssicherung anderer Meinung als die Pessimisten? Annahmen und Deutung Establishment view (optimisten)-Annahme Landwirtschaftliche Produktion wird weiter wachsen Weltbevölkerung wächst weiter, aber immer langsamer Einkommen wachsen weiter Keine katastrophalen Umweltänderungen Menschen werden sich weiter erfolgreich anpassen Derzeitige Institutionen funktionieren (v.a. Märkte) Antiestablishment view (Pessimisten)-Annahme Ressourcen werden knapp (Land, Wasser) Möglichkeit von Umweltkatastrophen Technische Lösungsmöglichkeiten immer weniger wahrscheinlich Radikale institutionelle Änderungen notwendig (mehr Staatseingriffe, weniger freie Konsum- und Produktionsentscheidungen) Wachstumsskepsis: Weniger Einkommenswachstum, mehr Bevölkerungswachstum stablishment view (Optimisten)-Deutung Moderate Preissteigerungen Preissteigerungen meist niedriger als Einkommenswachstum Daher optimistischer Ausblick bezgl. weiterer Reduktion der Unterernährung Direkte Schätzung der Anzahl der Unterernährten nicht möglich Antiestablishment view (Pessimisten)-Deutung Preise verdoppeln sich Kalorienversorgung weltweit sinkt auf das Niveau der 80er Jahre Biofuels verschlimmern die Situation Unterernährung nimmt wieder massiv zu (Preise steigen schneller als Einkommen!)
  • Wichtige Antriebsfaktoren für die längerfristige Änderung des Agrarpreisniveaus Bevölkerungswachstum Wirtschaftswachstum Fortschritte in den Agrarwissenschaften Trend zu Bio- Produkten Verfügbarkeit von Land, Wasser und Rohstoffen (Metalle, Erdöl, Phosphat) Anbau nachwachsender Rohstoffe Internationale Landakquisitionen Klimawandel
  • Das FAO-Szenario: was sind Schlüsselannahmen für den relativ optimistischen Ausblick bis 2050? Annahmen und Prognose Annahmen: Bis 2050 wächst globales BIP um 250% und pro-Kopf Einkommen um 180% Biofuel-Nutzung entsprechend heutiger Vorgaben bzw. Pläne (mandates), konstant ab 2020 Weltbevölkerung 2050 bei 9150 Mio. Prognose: Afrika und Asien holen bei Konsum weiter auf Unterernährung nur noch ein Randphänomen Sinkende Zuwächse der Tierproduktion Verdopplung von Getreidenutzung für Biofuels; generell Zunahme (ist das bei anhaltend hohen Preisen für diese Produkte wahrscheinlich?) Leider: steigende Importabhängigkeit der Entwicklungsländer
  • Um wieviel müsste die Getreideproduktion bis 2050 ansteigen, um die weltweite Versorgung zu gewährleisten ? Wo kämen die Produktionszuwächse vor allem her, und auf welche Weise? Globale Getreideprod. muss 50% steigen (auf ca 3000 Mio. Tonnen) Nur geringe Zunahme der Landnutzung nötig Zunahme der Bewässerung nur gering Steigende Düngernutzung in Afrika nötig Weiter sinkende globale Ertragszuwächse Steigende Ertragszuwächse in SSA nötig!
  • Was sind yield gaps? Wo in der Welt haben sie vor allem Bedeutung? Yield Gaps = Ertragslücken Actual Yield Attainable yield: in durchschnittlichen Saison (yield gap 2) Maximum Attainable yield: in einer seht guten Saison ( yield gap 3) Yield potential: unter perfekten Umweltbed. max. Ertrag auf gegebenem Standort (yield gap 4) Bedeutung in der Welt: Vor allem in Entwicklungsländern, schließen des Yield Gaps durch Einsatz von Dünger und Wasser Veredelungsnutzung von Getreide (diet gap)
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