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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / SS 2016 (Lektion)
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- Extensivierung, Intensivierung, kontinentale Bedeutung weitere Extensivierung in Entwicklungsländern Intensivierung bei Getreide seit 1970; besonders in Afrika & Asien; Extensivierung des Getreideanbaus in Europa - aber: Ertragssteigerung; bessere Flächennutzung Intensivierung: abnehmende prozentuale Ertragszuwächse FAO-Schätzung: 2,57 Mrd. ha an Land mit Bewirtschaftungspotenzial bestehen noch in Entwicklungsländern (ohne China) - davon werden nur 0,75-0,85 Mrd. ha genutzt 67% des potenziellen Anbaulandes hat eine schlechte Qualität (unebener Boden, schlechter Boden, Drainage) Südasien, Naher Osten & Nordafrika haben ein geringes Expansionspotenzial Brasilien, Kongo & Nachbarländer haben hohes Potenzial der Expansion; außerdem hohe Wasserreserven 80 Mio. potenzielle Anbauflächen im Kongo; davon nur 1/10 genutzt Stagnation der Intensivierung: Rückgang der Forschungsausgaben, öffentliche Skepsis gegen technologische Lösungen, agrarische Innovationen verlieren den Charakter als öffentliche Güter (da private Forschungsfinanzierung)
- Bedeutung der Bewässerung (Zahlen zu Wasserverbrauch und Nahrungsproduktion) Landwirtschaft verbraucht große Wasserressourcen, besonders in Entwicklungsländern- Entwicklungsländer 81%- High Income OECD Länder 41%- Weltweit 69% bewässerte Landflächen haben stetig zugenommen bewässerte Flächen produzieren 40% der LM weltweit (je nach Region unterschiedlicher (z.B. im Reisanbau wird wesentlich mehr Wasser benötigt)) Ertrag auf bewässerten Flächen ist 30-200% höher als auf unbewässerten Flächen weitere 100 Mio. ha könnten bewässert werden LM für 1,5-2 Mrd. Menschen
- Probleme der Bewässerung Wassermangel (nicht global, sondern regionales Relokationsproblem) verfügbare Wasserreserven seien kleiner als geschätzt (Postel 1997) Umweltschäden durch zusätzliche Bewässerung von Ackerland (z.B. absinkender Grundwasserspiegel à Aral-See)- Versalzung- Staunässe- Grundwasserabsenkung- Verlagerung von Schadstoffen in Gewässer Wasservebrauch in LW birgt Gefahren: Erosion, chemische Belastung des Wassers & des Bodens mit Herbiziden, Insektiziden =>hohe Investitionskosten (Schadensbegrenzung) Dammprojekte stoßen auf Widerstände => bewässerte Flächen nehmen langsamer zu Effektive Wassernutzung „schafft“neue Wasserquellen Auffangung von Regenwasser, effiziente Bewässerung, Züchtung neuer dürreresistenter Pflanzen usw
- Umweltwirkungen der Landwirtschaft Degradierung, Folgen der Flächenausweitung, Wasserqualität, Klimawandel Bodendegradation (Veränderung am Boden => schränken Leistung für Ökosystem ein)- Bodenerosion- Chemische Bodendegradation- Physische Bodendegradation =>Veränderung: Bodenabtrag, Versauerung, Versalzung, Versiegelung, Kontamination Extensivierung = Flächenausweitung => Entwaldung, Verlust von Feuchtgebieten, Savanne => Abnahme der Biodiversität (steigert Anfälligkeit für Krankheiten) Kontamination der Umwelt mit Chemikalien (Herbizide, Fungizide, Insektizide, Dünger) Nutzung von Oberflächenwasser hat Auswirkungen auf Flüsse, Seen & sogar Ozeane Gesundheit der Arbeiter, Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität durch Chemikalien
- Umwelt: Extensivierung vs. Intensivierung Umweltwirkungen von Extensivierung durch Flächenausweitung · Entwaldung (v.a. in Lateinamerika, Asien & SSA) à erhöhter CO2-Ausstoß· Verlust von Feuchtgebieten & Savannen· Bedeutung von der Politik (Vgl. Brasilien)· Positiv: Boden pro Fläche wird weniger ausgebeutet Umweltwirkungen von Intensivierung a) Bewässerung Umweltschäden durch zusätzliche Bewässerung von Ackerland (z.B.absinkender Grundwasserspiegel z.B Aral-See) Versalzung Staunässe Grundwasserabsenkung Verlagerung von Schadstoffen in Gewässer LW kann Wasserquali. beeinflussen à Absinken der Wasserpegel bei zu intensiver Wassernutzung b) Dünger und Pflanzenschutzmittel Böden werden mit Chemikalien belastet Ökosystem wird gestört (Tiere, Pflanzen beeinträchtigt) Wasser wird kontaminiert c) Neue Technologien neue Sorten => Biodiversität sinkt Ackermaschinen zerstörten Bodenleistung (wird fest, verliert Luftigkeit, Wasserhaltefähigkeit) Positiv: neue Anbaumethoden, chemische Produkte, die Feuchtigkeit im Boden halten
- Klimawandel: wahrscheinliche regionale Muster der Erwärmung LWS großer Produzent von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxid)- Anstieg von CO2 --> fördert Pflanzenwachstum Globale Erwärmung weltweit nicht gleichmäßig --> Erwärmung v.a. in nördl. Hemisphäre häufigere extreme Wetterphänomene (z.B. Tornados,Regenstürme, Dürren, Taifune) veränderte Niederschläge- Niederschläge erhöhen sich in polnahen Gegenden- in Tropen Rückgang von bis zu 20% große Unsicherheit bezüglich Realisierung und Effekten Temperatur anstieg- verlängerte Anbauzeiten „double“/„tripple-cropping“ mancherorts- Anbaugrenzenausweitung --> näher am Nord- und Südpol - z.B. Canada, Russland- fördern Schadorganismen --> mehr Plagen und Krankheiten
- Folgen für kontinentale und globale Produktion optimistische Sichtweise:-LW kann sich an verränderte Bedingungen durch K-Wandel anpassen-einige werden sogar profitieren (USA) pessimistische Sichtweise-mehr Pflanzenkrankheiten, Dürre etc.-Rückgang der LM-Produktion in USA um 27 % andere Möglichkeiten:-Rückgang in einer Region, Zuwachs in der anderen (Nordamerika, Nordafrika)-Institutionen und Infrastruktur für Transport müssen geschaffen werden in Regionenin denen die Produktion sinkt-global eher geringes Problem, lokal könnte LM-Sicherheit abnehmen ->starke regionale Differenzen zwischen Klimamodellen-> große Unsicherheiten bzgl.Abschätzung Wasserverfügbarkeit und Ertragsänderungen-> Unsicherheit bei der Abschätzung von tatsächlichen Schäden-> Unsicherheit bei Abschätzen Anpassungsfähigkeit und -kosten
- Environmental Kuznets Curve: Erklärung der postulierten Wirkmechanismen Hypothese aus der Umweltökonomie auf Basis der Kuznets-Kurve- Zusammenhang zwischen Pro-Kopf-Einkommen und Grad der Umweltverschmutzung (Verringerung der Umweltqualität) umgekehrte U-Form- Umweltzerstörung steigt mit zunehmendem Wachstum bis zum Gipfel- fällt dann wieder im Laufe der Zeit Steigende Umweltschäden mit Wirtschaftswachstum- Wachstum führt zu höherem Verbrauch von Ressourcen- Ressourcensparende sowie umweltschonende Technologien noch nicht entwickelt oder noch zu teuer- Relativ geringes Interesse von Verbrauchern/Wählern an Umwelt- Oft noch demokratische Defizite in armen und Schwellenländern Sinkende Umweltschäden bei weiter steigendem Wachstu- Bessere Technologien verfügbar- Höhere Einkommen steigern Zahlungsbereitschaft für Umweltgüter- Demokratisierung ermöglicht Durchsetzung von Umweltgesetzgebung FAZIT-Wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln benötigtIntensivierung- Wachstum muss nicht zu immer schlechterer Umweltqualität führen- Ernährung der Weltbevölkerung in 50 Jahren ist auch unter ökologischen Aspekten möglich --->Frage bleibt, wo wir uns auf der Kuznets-Kurve befinden?
- Mögliche Gründe für geringen Düngemitteleinsatz in EL finanzielle Hindernisse, keine Kreditgeber fehlende heimische Produktion von Dünger fehlende Absatzmöglichketen für Output hohe Verteilungskosten Risiko in traditionellen landwirschaftlichen Rahmen, v.a. An der Semi- Subsitenzwirtschaf
- Mögliche Gründe für den geringen Einsatz von Zugtieren in EL menschliche Muskelkraft "zu billig" Krankheiten (besonders in SSA) fehlende Erfahrung in der Tierhaltung hohe Anschaffungskosten bearbeitete Landflächen könen nicht ausgeweitet werden Steigerung der Produktion über Eigenbedarf hinaus nur sinnvoll bei Möglichkeit des Verkaufs (Märkte, Transportmöglichkeiten) Maschineneinsatz z.B. in USA: Lohn teuer, Maschinen/Benzin billig, gutentwickeltes Kreditsystem
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- Mögliche Gründe für geringen Einsatz von Maschinen in EL in EL Arbeitskraft günstiger(Löhne etc) dagegen Maschinen und Benzin relativ teuerer kaum entwickelte Kapitalmärkte Einsatz von großen Maschinen nicht unbedingt für Entwicklungsgrad effizient
- Maße für landwirtschaftliche Produktivität bisher: Ertrag pro Einheit Land alternativ: Partielle Produktivität (Output pro Einheit eines Produktionsfaktors) dabei gilt: Effiziente Bewirtschaftungsweise durch Schonung der knappesten Ressource, z.B. Arbeit ->USA-hoher Wert (geringer Arbeitseinsatz, hoher Output)->Asien-niedriger Wert (Hoher Arbeitseinsatz aufgrund hoher Bev.-dichte)
- Gründe für unterschiedliche Faktoreinsatzintensitäten Effiziente Bewirtschaftungsweise durch Schonung der knappsten Ressourcen Nordamerika/Australasien: niedrige Bevölkerungsdichte; Arbeit ist relativ knap- Relativ geringer Einsatz der knappen Ressource Arbeit- hohe Zahlen für „Wert von Output pro Arbeiter“ Japan/Asien: hohe Bevölkerungsdichte; Land ist vergleichsweise knapp- Hoher Einsatz von Arbeit auf knapper Ressource Land (relativ ähnliche Zahlen für beide Maßzahlen)
- Faktor verfügbarkeit bzw. - knappheit und induzierter technischer Fortschritt Japan/Asien: hohe Bevölkerungsdichte; Land ist vergleichsweise knapp- Hoher Einsatz von Arbeit auf knapper Ressource Land (relativ ähnlicheZahlen für beide Maßzahlen) Welcher Art technischer Fortschritt war hier lohnend? Welcher technischer Fortschritt war in den USA lohnend?- Niedrige Bevölkerungsdichte => Extensivierung der Landwirtschaft- Hohe Bevölkerungsdichte => Intensivierung der Landwirtschaft
- Wichtigstes Technologieelement "der grünen Revolution" Beginn der Grünen Revolution in den 1940ern in Mexiko (Borlaug) "green revolution" = neue Sorten durch Kreuzung, höhere Erträge durch:-Krankheitsresistenz-Effizienz der Düngernutzung-kürzerer Wuchs, dadurch weniger Lager-höherer "harvest index"(=Verhältnis Korn zu restliche TM) wichtigstes Technologieelement: Entwicklung neuer Arten und Düngereinsatz Kombination, da neue Sorten stärker auf Dünger ansprechen & mehr Bewässerung benötigen)
- Warum kam die grüne Revolution auch Kleinbauern entgegen? Bauern profitieren unabhängig von Größe und Besitzverhältnis gleichermaßen, da: Kapitaltaleinsatz gering (Saatgut muss nicht jährlich neu erworben werden) kaum teurer als traditionelles Saatgut zwar mehr Dünger nötig, aber in kleinen Mengen erhältlich (anders als z.B. Maschinen) es werden keine Arbeitskräfte eingespart, im Gegenteil kleine Bauern die für Eigenbedarf produzieren, können trotz fallender Preise Geldeinnahmen steigern, da von den höheren Erntemengen ein größerer Anteil auf dem Markt verkauft werden kann
- Totale Faktorproduktivität: Definition und was misst sie? Ein Maß für die Produktivität (technischer Fortschritt) Wachstum der Produktion, das nicht auf erhöhten Einsatz von Produktionsfaktoren (Inputs) zurückgeführt werden kann Messung: Verhältnis der Wachstumsraten von Output und Input bei konstanten Preisen (Grüne Revolution=mehr Output pro Input)
- Mögliche Nutzen von Grüner Gentechnologie für die Welternährung (nicht Grüne Revolution!) Ertragsteigerung durch: Einbau natürlcher Ressourcen Resistenzen gegen unkrautvernichtende Chemikalien Anreicherung mit (Mikro-) Nährstoffen (z.Bsp. Golden Rice) Resistenzen gegen Frost, Dürre, Salz, Krankheiten effizientere Nutzung der Photosynthese-Energie der Pflanzen
- Sinnige und unsinnige Argumente gegen grüne Gentechnik Gesundheitsrisiken für den Menschen:- allergische Reaktionen auf "eingebaute" Substanzen aus anderen LM (nicht vollends zu entkräften)- geschwächtes Immunsystem- Entwicklung von antibiotika-resistenten Krankheiten Umweltrisiken- Integrierung von natürlichen Pestiziden (Bt) könnte nicht schädliche Insekten schädigen- Schadinsekten entwickeln Resistenzen- Entwicklung von "Superunkraut", resistent gegen Insekten und Herbizide- Störung des ökologischen Gleichgewichtes-Verlust von Agro-Biodiversität politische und ethische Bedenken- Misstrauen gegenüber großen Konzernen- Benachteiligung kleiner Bauern- religiöse Gründe ("Gott spielen")- Besitz, Verkauf, Patent einer Gensequenz bedenklich
- Unterschiede in den Gründen für Nachernteverluste in armen und reichen Ländern Verluste zwischen Feld & Konsument betragen geschätzt 30% Entwicklungsländer: wegen Krankheiten, mangelhaftem Lagerung & Transport, Handhabung auf Farmen Industrienationen: 25% gehen im Einzelhandel, in Restaurants & zu Hause verloren
- 2 Beispiele für das negative Zusammenspiel von Unterernährung und Krankheit Wechselseitige Beziehung: Unter- & Mangelernährte haben ein schwaches Immunsystem, sind anfällig für Krankheiten; diese verschlimmern wiederum die schlechte Ernährungslage Krankheiten vergrößern das Risiko für Unterernährung Diarrhoe: schwere Durchfälle vermindern die Nährstoffaufnahme und schwächen den Körper zusätzlich; besonders bei unter 5-jährigen Kindern in der 3. Welt; Ursache: Viren, Bakterien, Parasiten =>Wasser- & Elektrolytverlust AIDS: Schwächung des Immunsystems, Wahrscheinlichkeit einer Infektion steigt bei Vitamin A Mangel
- Woran sterben Hungertote? Tod durch Unterernährung i.d.R. aufgrund von Infektionen&Krankheiten Mangel an beinahe jedem Nährstoff kann zu schwerwiegenden bis lebensbedrohlichen Krankheiten führen- z.B. extreme Diarrhoe erfolgt eine Dehydratation
- Vorbeugemaßnahmen zur Durchbrechung des Teufelskreislaufs Krankheit – Unterernährung: welche sind billig, welche eher teuer (aber trotzdem nötig)? Bekämpfung der Krankheitsursache Eindämmung der Verbreitung- z.B. behandelte Moskitonetze gegen die Verbreitung von Malaria- z.B. Verteilung von Kondomen zum Schutz vor HIV- bei geographischer Begrenzung ist Quarantäne möglich Immunisierung gegen Krankheiten: Impfungen; z.B. Ausrottung der Pocken Zugang zu sauberem Trinkwasser; z.B. Auffangtanks für Regenwasser Anreicherung der Nahrung; z.B. Anreicherung von Kochsalz mit Jod Direkte medizinische Behandlung; z.B. orale Rehydration bei Durchfall (günstig, wirkt) Reduzierung von Unterernährung durch „medizinische Interventionen“:- z.B. Ausgabe von hochkonzentrierten Vitamin A Tabletten in Sumatra zur Verringerung von Augenerkrankungen --> sehr günstig in der Herstellung- z.B. Ausgabe von extrem Kalorienhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln „Plumpynut“ Verbesserung der medizinischen Versorgung: eher auf Vorsorge setzen- z.B. Bekämpfung von Unterernährung bei Schwangeren, Förderung des Stillens
- ‚Nahrung als Grundrecht‘ versus ‚Hilfe für Hungernde als ethische Verpflichtung‘ Recht auf Nahrung („right to food“): Hunger verletzt dieses Recht => gesellschaftliche Verpflichtung Hunger abzuschaffen Nahrung als Grundrecht: „Wir müssen Hungernden helfen, auch wenn wir das nicht als eine moralische Verpflichtung ansehen“ => gesellschaftliche Verpflichtung, Zwangscharakter Hilfe als moralisch-ethische Verpflichtung: „Ich muss Hungernden helfen, auch wenn es dazu keine gesetzliche Verpflichtung gibt“ => individuelle Verpflichtung, prinzipiell freiwillig
- Gründe für die Proklamation eines ‚Right to Food‘, Probleme bei der Durchsetzung "Right to Food“ gehört zu den sog. „Ökonomischen Rechten“ Ziel: Anstrengungen zur Hungerbeseitigung dem politischen Verhandlungsprozess entziehen Hoffnung dadurch mehr Ressourcen zur Bekämpfung von Hunger & Armut zu mobilisieren Probleme: absolute Rechte (z.B. körperliche Unversehrtheit) erfordern nur wenig staatliches Handeln=> stehen wenig in Konflikt mit anderen Rechten aber das“Right to food“ ist ein Ökonomischen Recht, bei denen das anders ist, sie erfordern:- umfangreiches staatliches Handeln- Aufwendung begrenzter öffentlicher Ressourcen- Prioritätensetzung bei der Ressourcenverwendung- Verletzung konkurrierender Rechte Kosten-Nutzen-Analysen müssen beachtet werden; Gesamtnutzen einer Maßnahme soll maximiert werden Marktlösungen entsprechen nicht zwingend dem sozialen Optimum- Probleme bei monetärer Bewertung von K&N (v.a. bei der Rettung von Leben)- Allokationsproblem (reiche Konsumenten haben einen stärkeren Einfluss)- Externalitäten Vorurteile von Ökonomen „governance is negotiable, rights are not“ Fazit: Staat müsste handeln (z.B. Maßnahmen gegen Hunger einleiten) =>unmöglich
- Entscheidungsregel der Kosten-Nutzen-Rechnung Kosten-Nutzen-Analyse = Überbegriff für versch. Analysen, die Nutzen und Kosten vergleichen Instrument um zu bestimmen, ob das Ergebnis (der Nutzen) einer Aktion deren Aufwand (die Kosten) rechtfertigt Ideale Entscheidung dort, wo Grenznutzen = Grenzkosten (Vgl. „Beeren-Pflücker“) unter bestimmten Bedingungen sind Marktlösungen „sozial optimal“ Nutzen & Kosten werden in Geldeinheiten gemessen, um sie vergleichbar zu machen Probleme entstehen dabei vor allem bei der Bewertung von nicht am Markt gehandelten Gütern (Menschenleben, Zeit, viele Umweltgüter etc.) sowie bei schwierig zu quantifizierenden qualitativen Nutzen (Image, Kundenzufriedenheit, Qualität, Mitarbeiterzufriedenheit, Klimaschutz etc.).
- Warum ist der Bewertungsmaßstab ‚gerettete Menschenleben‘ problematisch; generell und in Bezug auf Ernährungssicherung? Probleme bei der monetären Bewertung von Nutzen & Kosten, vor allem, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht Externalitäten beachten reichere Konsumenten haben stärkeren Einfluss auf die Allokation -> Verteilungsproblem Marktlösungen sind nicht immer gleich dem sozialen Optimum Ökonomen haben Vorurteile und persönliche Meinungen über bestimmte Politik,wenn objektive Analysen ihren eigenen Ansichten entsprechen, werden von den Ökonomen häufig Analysefehler angenommen;--> hoher Wert der persönlichen Meinung Außerdem geht es bei der Bekämpfung von Hunger nicht nur um die Verhinderung von Todesfällen!
- Warum ist Wirtschaftswachstum ein gutes Mittel zur Bekämpfung von Unterernährung? wirtschaftliche Entwicklung sehr effektives Mittel gegen Armut in wirtschaftlich starken Ländern geht es auch den Armen besser Wirtschaftswachstum schafft Arbeitsplätze & erhöht das Einkommen der Armen höhere Investitionen, Einsatz neuer Technologie, LW-Produktivität und Kaufkraft steigen kombiniert mit Globalisierung: Exportorientierte Leichtindustrie Investition in Agrarforschung, oft auch Agrarprotektionismus Ergebnis: Wirtschaftswachstum, Food security, Landwirtschaft gemischt, gleichzeitiges Wachstum
- Faktoren, die Wirtschaftswachstum in Entwicklungsländern fördern Faktoren für hohe Wachstumsraten:1. Geographische Faktoren(z.Bsp. Zugang zum Meer, Klima)2. Institutionen (z.BspEigentumsrechte, Demokratie, persönliche Freiheitsrechte)3. Politik (z.Bsp. Inflationssteuerung, offener Handel, stabile Wechselkurse)->Institutionen machen den gößten Unterschied Qualität hat Einfluss auf Wachstum indirekter Zusammenhang Institutionen und geographische Vorraussetzungen kulturelle Prägungen und Einstellungen Sozialkapital Wirtschaftliche Empfehlungen für EL: Liberalisierung des Handel, Privatisierung öffentlicher Unternehmen, Deregulation der Preise, Senkung Inflation Bekämpfung Korruption, Verbesserung Gerichte, öffentl. Verwaltung und Vorschriften
- Warum sind Eigentumsrechte gut für die Wirtschaftsentwicklung? Eigentum dient als Sicherheit, fördert die Verfügbarkeit von Krediten Informationen sind besser verfügbar => wichtig für ausländische Investoren Bindung an individuelle Person erleichtert die Durchsetzung von Vereinbarungen effizientere Nutzung: durch Aufteilung unter verschiedenen Nutzern=> am besten geeignete Individuen übernehmen die Verwaltung des Besitzesz.B. Problem bei nicht geklärten Eigentumsrechten: geringe Anreize für Bauern Farmland / Häuser für Siedler zu verbessern
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- Dilemma der Landreformpolitik bei stark ungleicher Landverteilung höhere Wachstumsraten in Ländern mit gleicher verteiltem Einkommen, daher:Landreform, beinhalten i.d.R. Umverteilung von priv. Oder öffentl. Land, Veränderung der Landverteilung und Größe der jeweiligen Ländereien Veränderung der Besitzverhältnisse, neue Rechte für Landbesitzer um Arbeitsanreize zu schaffen Dilemma: ineffiziente Landreformen schaden mehr als sie nützen steigende LM-Preise aufgrund inneffizienter Bewirtschaftung fressen Wohlfahrtsgewinne der Umverteilung Anreize für Investitionen in die LW gehen verloren Farmer investieren nicht in neue Produktionsmethoden bei drohender Umverteilung
- Arbeitsteilung zwischen Märkten und Staat in Tweetens ‚standard model‘ der wirtschaftlichen Entwicklung Markt:-Produktion und Allokation von Gütern und Dienstleistungen unter Wettbewerb-Evolution von Oranisations- und Transaktionsformen Staat:-Bereitstellung öffentlicher Güter-Schaffung und Aufrechterhaltung eines institutionellen Rahmens für die Marktteilnehmer
- Vorteile sinkender Fertilitätsraten (auch Abbildung hierzu) Bevölkerungswachstum erzeugt Externalitäten für die Gesellschaft, bei geringerer Fertilität: geringer Druck auf die Umwelt(Lebensraum, Ressourcen => LM) Entlastung des Bildungssystems höherer Kapitalstock pro Kopf (Kapitalintensität) Preis und Mengen niedriger im GG GG-Konsum sinkt weniger als das Bevölkerungswachstum LM-Verfügbarkeit pro Person steigt
- Gründe für den Rückgang der Fertilität in EL Entwicklung sehr einfacher & zuverlässiger Verhütungsmittel höheres Einkommen => Rückgang der Fertilität => mit Kindern konkurrieren: Bildung,Freizeit, Reisen, Gesundheitsversorgung Kinder als Altersvorsorge werden immer unbedeutender (Rente, private Vorsorgeprogramme) --> bewusste Entscheidung zu weniger Kindern Niedrigere Kindersterblichkeitsrate Bildung von Frauen =>spätere Heirat, Verhütung, definieren sich nicht mehr nur als Mutter
- 3 grundlegende Politikrichtungen zur Beschleunigung des demographischen Übergangs Beschreibung des Übergangs von hohen zu niedrigen Sterbe- und Geburtenraten und dem daraus resultierenden veränderten natürlichen Bevölkerungswachstum. 1. Ökonomische Anreize & Abschreckung (1-Kind-Politik in China, Tea-Estates in Indien)2. Moralischer Appell & Regulierung (gesetzliche VO: Heiratsalter anheben, Dorfrat)3. Subvention von Familienplanung (Bereitstellung & Aufklärung Verhütungsmittel; Anreize für kleinere Familien durch Bildung (von Frauen) => verringerte Sterblichkeitsrate)
- Synergieeffekte zwischen Bevölkerungs- und Ernährungssicherungspolitiken Synergieeffekte(gegenseitige Förderung)zwischen Bevölkerungspolitik und Ernährungssicherungszielen Beispiele:Joel Cohen (1996):"alles gleichzeitig":1. Förderung des langen Stillens2. Förderung der späten Heirat3. Bildung von Frauen J. Bongaarts(1994)1.Reduzierung ungewollter Schwangerschaften durch Bereitstellung und Aufklärung über Verhütungsmittel2.Anreize für kleinere Familien durch Bildung und verringerte Kindersterblichkeitsrate3. Förderung späterer Heirat und längere Pausen zwischen 2 Kindern
- Gute und schlechte Gründe für Nahrungssubventionen Gute Gründe: entwickelte Länder haben i.d.R. Enorme LM-Überschüsse Programme die stattdessen in Forschung investieren, brauchen länger für offensichtliche Erfolge Reiche ziehen LM-hilfen bloßem Geldtransfer an Arme vor Nahrungmittelsubventionen erfreuen sich enormer politischer Beliebtheit, auch bei Bevölkerung Schlechte Gründe: Einige Gruppen in Exportländern profitieren: Bauern,LM-Verarbeiter, Inputlieferanten, Verschiffer, Betreiber Getreidespeicher, Hilfsorganisationen Politiker in EL und einflussreiche Gruppen haben Interesse an Schaffung und Fortbestand solcher Programme
- Targeting und Self-Targeting (Nutzen, Beispiele) Targeting: gezielte Subventionen, gegen Ineffizienz (Korruption, Misswirtschaft, falsche Zielgruppe) Subvention für die Menschen, die unterernährt oder arm sind (vgl. Sri Lanka) Person erhält die Nahrungsmittelsubvention nur dann, wenn sie gewisse Kriterien erfüllt Ernährungszustand & wirtschaftlicher Status (HH-Einkommen) Bsp. Philippinen: Grenzkriterien festsetzen, zuerst die Orte mit hohen Konzentrationen an unterernährten Vorschulkindern identifiziert; dann dort die betroffenen HH ausfindig gemacht andere Fälle: wenn ein bestimmtes Einkommen unterschritten wird, bekommt die jeweilige Person LM-Subventionen Geographisches „targeting“: Programme auf Regionen beschränkt, in denen viele unterernährte Menschen leben Problem: Ineffizienz, hohe Kosten; kann trotz Begrenzung auf Zielgruppe misslingen (Sri Lanka) Self-Targeting: Subventionierung von LM mit negativer EK-Elastizität d. Nachfr. (inferiore Güter) meist stärkehaltige Produkte wie Cassava oder Mais Direkte Verteilung: Zusatznahrung für Risikogruppen (Schwangere, Stillende, Kleinkinder) =>kein Anstieg des NM-Konsums, Nahrung wird geteilt, eingespart Rationierung: an berechtigte Teilnehmer des Programms unter Marktpreis verkauft (statt verschenkt) =>effektiver als geschenkt Kosteneffektiver als andere Programme, vorhandene Strukturen können genutzt werden => Aber: städtische HH profitieren mehr als ländliche
- Können Subventionen und Hilfen zur besseren Ernährung zu 100% erfolgreich sein? Nein, weil man nicht kontrollieren kann, was tatsächlich gegessen wird Nein, weil Agrarhilfen noch aufs Wetter angewiesen sind => Dürren, … nicht auszuschließen Nein, weil die Regierung und Bevölkerung auch mitmachen müssen (nicht steuerbar)
- Gründe für Ineffizienzen bei Subventionen und andern Hilfen zur Verbesserung der Ernährungslage Inflation, Abhängigkeit vom Geberland, Unangepasstheit an spezielle Situation Direkte Verteilung: im Ergebnis enttäuschend, Nahrungskonsum steigt nicht, Gewinn wird eingespart Rationierung: Überwachung gegen Betrug, Bedarf eigenes Handelssystem, hilft eher städtischen HH LM-Marken: können zu Inflation führen Food-for-work: v.A. Landbesitzer profitiern von Arbeitern, Ungleichverteilung könnte zunehmen, viele weibliche Teilnehmer => Kinderfürsorge leidet Subventionen aus dem Ausland sind teuer und nicht effektiv Transport, Verwaltung, .. 89% des Wertes der verschifften LM (fast die Hälfte!!!) Ausgaben für Nicht-LM steigen, drücken Löhne Abhängigkeit von Geberländern Fazit: ursächliche Probleme müssen angegangen werden, kommen die subv. LM aus heimischer Produktion, so steigen Preise und Anreize für lw. Prod. Werden LM importiert, so sinken die Preise im Land und zerstört Anreize für lw. Produktion
- Grundidee der Angebotsausdehnung durch Verzicht in Industrieländern Grundidee: durch Verzicht in reichen Ländern soll der Hunger in EW-Ländern sinken es sind genug Kalorien vorhanden: 2.800 kcal Nahrungsangebot pro Person/Tag weltweiter durchschnittlicher Kalorienbedarf liegt 2.350 kcal =>Kalorienüberschuss von 450kcal Zusätzlich gehen täglich 900 Kalorien bei der Verarbeitung und durch Verschwendung verloren Weitere 1.000 Kalorien pro Person pro Kopf werden an Tiere verfüttert (Tierische Produkte aber versorgen den Menschen im Durchschnitt mit nur 450 Kalorien pro Tag=> weitere 550 kcal) wenn die USA 10% weniger Fleisch konsumieren würden, könnten 12 Mio. Tonnen Getreide zusätzlich in die NM-Produktion gehen =>60 Mio. hungernde Menschen ernähren aber: freiwerdende Kalorien werden nicht automatisch an die Hungernden gegeben
- Mechanismen, die theoretisch mögliches Mehrangebot schrumpfen lassen (1) Nahrungsangebot auf der Welt ist keine fixe Menge, was die eine Gruppe nicht konsumiert steht nicht automatisch einer anderen zur Verfügung, wenn der Konsum sinkt:=>fallen Preise => konsumieren andere mehr =>Produzenten reagieren mit geringerer Produktion (2) freiwerdende Kalorien werden nicht automatisch den Hungernden zugeteilt
- Maßnahmen, die nötig wären, um Hungernden durch Fleischverzicht zu helfen übermäßiger Konsum in der entwickelten Welt muss reduziert werden - praktisch kaum zu erreichen:-LM-Konsum reagiert auf Einkommens- oder Verkaufsteuer für LM--> enorme Steuern wären nötig um Konsum deutlich zu senken (45% Aufschlag bei Einkomenssteuer) Produktion muss aufrecht erhalten werden- LM-Käufe durch Regierung nötig- Kosten könnten durch zusätzliche Steuern finanziert werden- sehr kostspielig, für USA z.Bsp. 50 Mrd $ (2,5 mal soviel wie derzeitige Programme) Unzureichender Konsum der Unterernährten in EL muss gesteigert werden- Spende der aufgekauften NM an EL--> Entwicklungshilfe muss beträchtlich erhöht und auf arme Länder fokussiert werden- Nahrung muss tatsächlich bei Hungrigen ankommen Alternative zur Marktwirtschaft: zentrale Planwirtschaft oder Selbstversorgung der HH mit LM => beides hat bis jetzt kaum gegen Hunger geholfen Fazit: Lösung des weltweiten Hungerproblems durch Umverteilung praktisch nicht zu erreichen
- Argumente für und gegen Düngersubventionen Pro: Ertragssteigerung kann erreicht werden da Düngereinsatz höheren Ertrag einbringt => auch ärmere Landwirte können sich nun Düngemittel leisten Angebot von LM erhöht sich, Inputkosten sinken,dadurch sinken die Preise (Grafik) Contra Produktionsanreize nicht notwendig, keine neue Technologie Einkommenstransfer über Düngersubvention ungeeignet, die Größeren profitieren Probleme beim Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, Zurückdrängung natürlicher Düngemittel übermäßiger Einsatz wird gefördert kostspielig; Involvierung der Regierung verhindert Entwicklung einer privaten Industrie => besser: Infrastruktur, Kreditwesen fördern
- Warum sind Subventionen für Maschinen unsinniger als Düngersubventionen? Subventionierung begünstigt größere Farmen besonders Maschinen steigern nicht automatisch die Erträge Subventionen für lw Maschinen keine sinnvolle Ernährungssicherungspolitik andere sinnvolle Investitionen können verhindert werden impliziert Arbeitskräfteüberschuss andere Investitionen oder Kosten (z.Bsp. Zusätzliche für Maschineneinsatz) für Arbeitskräfte erhalten keine steuerlichen Begünstigungen
- Argumente für öffentliche Förderung von Bewässerungsprojekten Staudämme an großen Flüssen schaffen günstige Bewässerungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft Kosten-Nutzen-Analysen zeigen erhebliche Vorteile für die Gesellschaft (Bewässerung, Flutkontrolle, Stromgeneration) Regierung hat natürliches Monopol für die Wasserversorgung (ungeklärte Eigentums-Nutzungsrechte, Skaleneffekte) Bauern zahlen geringeren Preis als Kosten bzw. weniger als städtische Nutzer (nicht immer ökonomisch effizient)->geringere Inputpreise sorgen für Mehrproduktion->Bsp.:Ägypten: Wasser für landw. Nutzung kostenlos
- Argumente für die Förderung von Straßen und ländlicher Infrastruktur enormer wirtschaftlicher Effekt für die entlegene Region: Transportkosten sinken enorm (17-60% pro km)=>Höhere Preise für Landwirte Transport von Inputs in die Region günstiger=>Produktion wird stimuliert &mehr Arbeitskräfte werden nachgefragt =>EK steigt höhere Löhne (reduziert Abwanderung) Rentabilität privater Busunternehmen => Dorfbewohner können in nahen Städten arbeiten Austausch einfach möglich, reduziert Preisschwankungen von LM bei Ernteausfällen landwirtschaftliche Spezialisierung wird möglich Einkommensschere zwischen städtischen & abgelegenen Gegenden wird reduziert einfachere Vermarktung, Vertriebssystem von landwirtschaftlichen Produkten in Städten ebenfalls hoher Einfluss von: Strom- &Kommunikationsnetz, Marktinformationssystemen (Infos für Produzenten über Präferenzen der Konsumenten & über Preisentwicklungen)
- Argumente für Preisstabilisierung, Instrumente Bauern treffen Investitionsentscheidungen in Abh. von Preiserwartungen für die Zukunft Bauern sind risikoavers (d.h. sie scheuen risikoreiche Investitionen) bei schwankenden Preisen sind Investitionen risikoreicher Regierung versucht Preisstabilisierung Instrumente 1. Preissetzung: durch Gesetzgebung oder Regierungsmonopol; Problem: zukünftiges Preisniveau unbekannt; ignoriert Gesetz von Angebot&Nachfrage => Handel auf Schwarzmarkt, Ineffektivität des Programms, große Verluste für den Staat 2. Vorratshaltung (bufferstock): in Zeiten des Überschusses werden Vorratslager angelegt, aufgebraucht in Zeiten mit niedrigem Angebot & hohen Preisen=>soll Mindest- & Höchstpreis für lw. Produkte sichern; Problem: Regierung in Praxis nicht erfolgreich, verhindert Vorratshaltung im privaten Sektor 3. Bufferfund: ähnlich wie Vorratshaltung, ohne tatsächlichen Kauf & Verkauf von Gütern; Besteuerung in guten Zeiten; Subventionierung in schlechten Zeiten =>Preisglättung; Problem: sehr genaue Buchführung notwendig 4.Schaffung von Forwardverträgen & Future Märkten: Bauern können Preise für ihre Produktion frühzeitig absichern; Problem: in der Praxis lehnen viele Bauern in der entwickelten Welt solche Verträge ab
- Eigenschaften öffentlicher Güter, Argumente für deren staatliche Bereitstellung keine Rivalität, kein Ausschluss im Konsum, dadurch nicht handelbar (Marktversagen) oft ungeklärte Eigentums und Nutzungrechte, Regierung hat natürliches Monopol müssen staatlich bereitgestellt werden da sie sonst nicht oder nur in unzureichender Menge bereitgesellt werden Kosten für staatliche Bereitstellung werden durch Steuern/Zwangsbeiträge finanziert economies of scale ->hohe Fixkosten, geringe GK (Kosten einer weiteren Einheit) öffentliches Gut in effizienter Menge bereitgestellt wenn GN des Konsums = Grenznutzen der Produktion Free-Rider-Problematik und externe Effekte
- Probleme der Kreditsubventionierung können schädlich für Finanzinstitutionen& bestimmte Teile der Wirtschaft sein trägt die Regierung die Kosten für Subventionierungsprogramme: Finanzierungsdefizite, hohe Inflation, senkt Sparneigung Zinsen auf Ersparnisse bei Banken können sinken; senkt Sparneigung, Kapital ins Ausland Kreditnehmer müssen mit höheren Zinsen bei Banken rechnen, Kreditverfügbarkeit sinkt Kredite gehen fast ausschließlich an die ländliche Elite mittlere &große Farmen stärker subventioniert als kleine, da die Höhe der Subvention proportional ist zur Höhe des Kredits => Landlose/ sehr kleine Bauern haben keinen Vorteil kaum geeignet als Mittel zur Armutsbekämpfung, selbst Mikrokredite, denn sie sind oftmals Konsumkredite für z.B. Schul- oder Arztgebühren, haben hohe Zinsen