338

Biologie (Fach) / Systematik (Lektion)

Pflanzenreich

Diese Lektion wurde von Succubus erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Unterabteilung: Spermatophytina, Klasse: Magnoliopsida, Ordnung: Caryophyllales Chenopodiaceae (Gänsefußgewächse) als Ursprungsgebiet der in zahlreiche Rassen aufgespaltenen Art wird das Himalaja-Gebiet vermutet hier oft als Ruderalpflanzen mit auffälliger Nitratakkumulation Nitrat wird durch Oxalsäure abgefangen, hoher Oxalsäuregehalt oder Halophyten - Akkumulation von Betain
  • Caryophyllales, Chenopodiaceae (Gänsefußgewächse) Beta vulgaris (Rübe) Beta vulgaris var. vulgaris = Mangolt Beta vulgaris var. altisima = Zuckerrübe Beta vulgaris var. alba = Futterrübe Beta vulgaris var. conditiva = rote Rübe - hoher Oxalsäuregehalt, Nitrate
  • Bauplan einer Blütenpflanze von oben nach unten: - Spross: > Blüte (Kelch und Krone) > Knospe > Sprossachse (Nodien und Internodien) > Blatt > Keimblatt - Wurzel: > Haupt- und Seitenwurzeln
  • Blattfolge am Spross von oben nach unten: Hochblatt Laubblatt Knoten Übergangsblatt Internodium Niederblatt Keimblatt Primärwurzel Seitenwurzel
  • Aufbau der Blütenhülle - die Blütenhülle ist meist in Kelchblätter (Sepalen) und Kronblätter (Petalen) gegliedert > doppelte Blütenhülle = Perianth - sind alle Blätter des Perianths gleich gestaltet, spricht man von einem Perigon; die einzelnen Glieder heißen Tepalen > einfache Blütenhülle = Perigon - entweder Kelch- oder Kronblätter fehlen > einfache Blütenhülle - Kelch- oder/und Kronblätter können zu Röhren verwachsen sein - Gymnospermen, auch manche Angiospermen (z.B. Salicaceae, Piperaceae), haben weder Kelch- noch Kronblätter
  • vollständige und unvollständige Blüten - vollständige oder zwittrige Blüte: mit Staub- und Fruchtblättern - eingeschlechtige Blüten haben entweder nur Staubblätter (Staubblüten oder männliche Blüten) oder Fruchtblätter (Stempelblüten oder weibliche Blüten) - einhäusige oder monözische Gewächse: männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze - zweihäusige oder diözische Gewächse: männliche und weibliche Blüten auf 2 verschiedenen Pflanzen
  • Blütendiagramm und Blütenformeln Blütensymmetrie: *, r = radiär ↑, z = zygomorph d = disymmetrisch (bilateral) K = Kelch (Calyx) C = Krone (Corolle) A = Androeceum G = Gynoeceum + = aus 2 oder mehr Kreisen ∞ = viele (mehr als 5) () = verwachsen [ ] = mehrere Blütenorgane sind miteinander verbunden Fruchtknoten: _X = oberständig, _¯X = mittelständig, ¯X = unterständig
  • zymöse Infloreszenz - die Infloreszenzachse stellt ihr Längenwachstum ein mit der Ausbildung einer Blüte - und wird von Seitenachsen übergipfelt, die ihr Wachstum widerum mit der Ausbildung von Blüten beschließen (Symposium) - eine Nebenachse: Monochasium - zwei Nebenachsen: Dichasium
  • Einteilung Früchte - Einzelfrüchte: Gynoceen sind entweder coenocarp oder bestehen nur aus einem Fruchtblatt > Öffnungsfrüchte > Schließfrüchte - Sammelfrüchte: aus chorikarpen Gynoceen mit 2 oder mehr Fruchtblättern
  • Ausbildungsformen der Sprossachse Stängel: wenn die Sprossachse krautig ist und im Herbst abstirbt Halm: wenn die Sprossachse hohl und durch Querscheidewände deutlich gegliedert ist (Gräser) Schaft: wenn der Stängel nur aus einem einzigen Internodium besteht und mit einer Blüte oder einem Blütenstand abschließt (Löwenzahn, Primel) Stamm: wenn die Sprossachse mehrere bis viele Jahre ausdauert, verholzt und dabei vielfach stark in die Dicke wächst (Bäume)
  • Anzeige
  • Ausbildungsformen der Sprossachse Langtriebe: verholzte Sprosse mit zahlreichen, verlängerten Internodien Schößlinge: Langtriebe von Holzgewächsen, insbesondere Sträuchern, die in einer Vegetationsperiode eine Länge von mehreren Metern erreichen Kurztriebe. Seitenäste von Holzgewächsen mit stark verkürzten Internodien, wachsen in einem Jahr nur wenige Millimeter Windesprosse: der Primärspross besitzt stark verlängerte Internodien, ist aber zu schwach, um sich allein aufrecht zu halten und steigt in Schraubenwindungen an einer Stütze empor (Bohne, Hopfen, Winde) Rankensprosse: Teile der Sprossachse sind zu Ranken umgebildet, mit deren Hilfe die Pflanze zu klettern in der Lage ist (Wein) Rosettensprosse: an der aufrecht wachsenden Sprossachse unterbleibt die Längenentwicklung der Internodien, sodass die Blätter dicht gedrängt beieinander stehen und als Rosette dem Boden aufliegen (Wegerich, Löwnzahn), sie sind grundständig
  • Metamorphosen der Sprossachse Sprossdornen: in eine Dornspitze auslaufende und mit Schuppenblättern besetzte Kurztriebe incl. Leitbündel (z.B. Weißdorn), Stacheln hingegen sind nur Auswüchse der Sprossepidermis unter Beteiligung subepidermalen Rindengewebes (Rose, Brombeere) Stolonen (Ausläufer): wachsen nicht aufrecht, sondern parallel zur Erdoberfläche (liegend), häufig starke Streckung der Internodien zu beobachten, meist sehr dünn, z.B. zur vegetativen Vermehrung Rhizome (unterirdische Speichersprossachsen): lassen sich durch vorhandene Blattansatzstellen oder reduzierte Blätter von den Wurzeln unterscheiden, entspricht in der Anatomie der Sprossachse und nicht der Wurzel!, meist gedrungen und dickfleischig, reich an Speicherparenchym Sukkulenz: starke fleischige Verdickung der Sprossachse, z.B. zur Wasserspeicherung
  • Lebensdauer der Pflanzen - Kräuter Kräuter: alle Teile krautig, im Lebenszyklus nur ein einziges Mal zur Blüte und Samenreife einjährig oder annuell: Keimung, Blüte, Samenreife und Absterben vollziehen sich innerhalb eines Jahres zweijährig oder bienn: im ersten Jahr vegetativ und erst im zweiten Jahr Blüte und Vollreife mehrjährig oder pluriell: Blütenbildung erst nach mehreren Jahren ausdauernd oder pernierend: Pflanze überdauert für viele Jahre und treibt zyklisch Blüten
  • Lebensdauer der Pflanzen - mehrjährige Pflanzen Stauden: - die Sprosse sind in allen ihren Teilen krautig - nach der Samenreife sterben die oberirdischen Triebe ab - die Pflanzen überwintern mit unterirdischen Organen - im Vergleich zu Kräutern blühen Stauden und bilden mehrere Jahre lang Samen Halbsträucher: - die Sprosse sterben am Ende der Vegetationsperiode bis auf die meist schwach verholzten basalen Triebabschnitte ab, aus denen die Erneuerung erfolgt Holzpflanzen: - die Sprossachsen sind in allen Teilen verholzt und bleiben in ihrer Gesamtheit erhalten > Zwergsträucher: bis etwa 1m hoch mit aufrechtem, von der Basis her verzweigtem Sprosssystem > Spaliersträucher: Zwergsträucher der hochalpinen Region, ihr Sprosssystem ist flach dem Boden angedrückt > Sträucher: meist höher als 2 m und zeichnen sich durch basal geförderte Verzweigung aus > Bäume: meist in einen unverzweigten Stamm und eine reich verzweigte Krone gegliedert
  • Blattformen zusammengesetzte Blätter: aus mehreren Blättchen oder Fiedern - die Fiedern sitzen i.d.R. paarweise an der verlängerten Blattspindel (Rhachis), die dem Mittelnerven eines normalen Blattes entspricht - beim zusammengesetzten Blatt sind die einzelnen Teile der Blattspreite völlig voneinander getrennt und werden als "Blättchen" bezeichnet - ein zusammengesetztes Blatt besteht nicht aus mehreren Blättern, sondern ist ein einziges Blatt, dessen Spreite in mehreren Teilflächen aufgelöst ist
  • Aufbau der Blütenhülle - die Blütenhülle ist meist in Kelchblätter (Sepalen) und Kronblätter (Petalen) gegliedert > doppelte Blütenhülle - sind alle Blätter des Perianths gleich gestaltet, spricht man von einem Perigon; die einzelnen Glieder heißen Tepalen > einfache Blütenhülle - entweder Kelch- oder Kronblätter können fehlen > einfache Blütenhülle - Kelch- oder/und Kronblätter können zu Röhren verwachsen sein - Gymnospermen, auch manche Angiospermen (z.B. Salicaceae, Piperaceae) haben weder Kelch- noch Kronblätter Die Unterscheidung zwischen einfacher und doppelter Blütenhülle ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal!
  • vollständige und unvollständige Blüten - vollständige oder zwittrige Blüte: mit Staub- und Fruchtblättern - eingeschlechtige Blüten haben entweder nur Staubblätter (Staubblüten oder männliche Blüten) oder Fruchtblätter (Stempelblüten oder weibliche Blüten) - einhäusige oder monözische Gewächse: männliche und weibliche Blüten auf einer Pflanze - zweihäusige oder diözische Pflanzen: männliche und weibliche Blüten auf 2 verschiedenen Individuen
  • Alliaceae (Lauchgewächse) - ausdauernde Kräuter mit Zwiebeln, selten mit Rhizomen; in Europa ca. 150 Arten; Vorkommen von schwefelhaltigen Verbindungen (Lauchöle) Blätter: meist ungestielt, flach oder röhrig hohl, linealförmig oder lanzettlich, grundständig, Parallelnervatur Blattstellung: wechselständig Blüte: radiär, zwittrig, dreizählig > zumeist 6 Perigonblätter in 2 Kreisen, häufig verwachsen > zumeist 6 Staubblätter in 2 Kreisen > Fruchtknoten oberständig (3-fächrig) > Trugdolde, mit Hülle aus Hochblättern Blütenformel: P3+3 A3+3 G(_3) oder [P(3+3) A3+3] G(_3) Früchte: Kapsel
  • Lamiaceae (Lippenblütler) - Kräuter oder Sträucher, ca. 500 Arten in Europa, Stängel meist 4-kantig, Vorkommen von Iridoidglykosiden, ätherischem Öl und Gerbstoffen Blätter: meist einfach, häufig gesägt oder gekerbt, ohne Nebenblätter Blattstellung: kreuzgegenständig Blüte: zygomorph, zwittrig - 5 Kelchblätter röhrenförmig verwachsen (oft 2-lippig) - 5 Kronblätter verwachsen: 2 bilden Ober-, 3 bilden Unterlippe - meist 4 Staubblätter, mit Krone verwachsen - Fruchtknoten (2 Fruchtblätter) in 4 Fächer geteilt - Blüten in Scheinquirlen (Zymen, Thyrsen) Blütenformel: ↑ K(5) [C(5) A4] G(_2)
  • Thyrse ähriger oder traubiger Blütenstand (durchgehende Hauptachse ohne Endblüte, bei dem Zymen anstelle von Einzelblüten stehend) Zymen: Blütenstand mit Endblüte, Seitenachse übergipfelt Hauptachse
  • Brassicaceae (Kreuzblütlergewächse) - ein- bis mehrjährige Kräuter, ca. 660 Arten in Europa, Vorkommen von schwefelhaltigen Senfölglucosiden (Glucosinolate) Blätter: ungeteilt, fiederteilig, gefiedert, ohne Nebenblätter Blattstellung: wechselständig Blüte: tetramer, disymmetrisch - 6 Staubblätter (2 kürzere, 4 längere) - Fruchtknoten (2 Fruchtblätter) oberständig, durch falsche Scheidewand zweifächrig - Blüten meist in Trauben Frucht: Schote Blütenformel: + K4 C4 A2+4 G(_2)
  • Boraginaceae (Rauhblattgewächse) G: Fruchtblätter 2, coenocarp, oberständig - durch falsche Scheidewand entstehen 4 einsamige Fächer ("Klausenfrüchte"), Samenanlagen hier im Vergleich zu Lamiaceae umgekehrt (Mikropyle nach oben weisend) gelagert A: 5, Filamente mit der Kronröhre verwachsen C: 5 miteinander zu einer Röhre verwachsene Kronblätter, meist radiär, manchmal schwach zygomorph, Schlundschuppen Blütenstand: meist Wickel Blätter: wechselständig, ungeteilt oder gefiedert, meist borstig behaart (daher der Name) krautige Pflanzen Chemie: Pyrrolizidin-Alkaloide
  • Rosaceae (Rosengewächse) - Kräuter, Sträucher, Bäume, 3000 Arten, gelegentlich Dornen oder Stacheln; verbreitetes Vorkommen von Gerbstoffen Blätter: vielgestaltig (einfach oder zusammengesetzt) mit Nebenblättern Blattstellung: wechselständig Blüte: radiär, meist zwittrig - häufig Blütenbecher (Hypanthium) - doppelte Blütenhülle, meist 5-zählig - häufig Außenkelch vorhanden - häufig Polyandrie - Blütenstände: Trauben, Rispen 3 Unterfamilien: Maloideae, Rosoideae, Prunoideae
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Fabales, Fabaceae (Hülsenfrüchtler), Faboideae (Schmetterlingsblütler) allgemein Chemie: toxische Proteine (häufig), Alkaloide, Flavonoide/Isoflavonoide, Saponine Arzneipflanzen: Glycyrrhiza glabra (Liquiritiae radix - Süßholzwurzel) - Melilotus officinalis (Meliloti herba - Steinkleekraut) - Ononis spinosa (Ononidis radix - Hauhechelwurzel) - Trigonella foenum-graecum (Trigonellae foenugraeci semen - Bockshornsamen) Nutzpflanzen (Nahrungs-, Futter- und Ölpflanzen): - Glycine max (Sojabohne), Lens culinaris (Linse), Pisum sativum (Erbse), Vicla faba (Saubohne), Trifolium (Klee), Medicago (Luzerne), Arachis hypogeae (Erdnuss)
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Fabales, Fabaceae (Hülsenfrüchtler), Faboideae (Schmetterlingsblütler) - Kennzeichen - Kräuter, Sträucher, Bäume > 19000 Arten, kosmopolitisch - oft Wurzelknöllchen zur N2-Fixierung (Symbiose mit Rhizobium), (Dreifelderwirtschaft) - Vorkommen von Gerbstoffen, Triterpensaponinen, Isoflavonoiden, Alkaloiden Blätter: meist gefiedert oder dreizählig, mit auffälligen Nebenblättern, z.T. Ranken Blattstellung: wechselständig Blüte: sehr charakteristische Blüte, zygomorph, meist zwittrig - 5 Kelchblätter (oft verwachsen) - 5 Kronblätter (1xFahne, 2xFlügel, Schiffchen aus 2 verklebten Kronblättern) - 10 Staubblätter (alle oder nur 9 davon zu einer den Fruchtknoten umgebene Rinnen verwachsen), Verwachsung typisch für Faboideae - Gynoeceum aus einem Karpell bestehend - Blütenstände: meist Trauben (z.B. Goldregen) Früchte: Hülse, Samen meist 1 gr. Embryo, oft ohne Endosperm (dann Stärke, Protein und Fett in den Keimblättern), falls Endosperm vorhanden, dann schleimführend Blütenformel: ↑ K(5) C5 A(9)+1 G_1 (oberständig) oder ↑ K(5) C5 A(10) G_1
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Ononis spinosa (Dornige Hauhechel) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: mit rosafarben Blüten, behaarten, dornigen Stängeln; fällt durch ihren unangenehmen Geruch auf Verbreitung: Europa, Westasien und Nordafrika Droge: Ononidis radix - Hauhechelwurzel Inhaltsstoffe: Triterpensaponine, Isoflavonoide Anwendung: als Diuretikum zur Durchspülungstherapie (wegen der Isoflavonoide)
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Glycyrrhiza glabra (Süßholz) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: 0,5 - 1,5 m hohe Staude mit unpaarig gefiederten Blättern Blüten: ↑ K(5) C3+(2) A10 G_1 Verbreitung: im östlichen Mittelmeergebiet Droge: Liquiritiae radix - Süßholzwurzel, eingedickter, wässriger Extrakt (Succus liquiritiae = Lakritze) Inhaltsstoffe: Triterpensaponine (Glycyrrhizinsäure), 50 mal süßer als Rohrzucker, Flavonoide Anwendung: als Expectorans und als Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren, Geschmackskorrigens
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Cystisus scoparius = Sarothamnus scoparius (Besenginster) Droge: Sarothamni scoparii herba (Besenginsterkraut); Chinolozidin-Alkaloide (Spartein) und Luoanin in der Gattung Lupinus Spartein wirkt in kleinen Dosen zentral erregend, in größeren lähmend Spartein wird nur noch selten als Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen eingesetzt
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Laburnum anagyroides (Gemeiner Goldregen) Ganze Pflanze (v.a. Samen) hochgiftig aufgrund des enthaltenen Cytisins Cytisin (Chinolizidin-Alkaloid), sehr bitter Früchte ähneln essbaren Früchten anderer Fabaceae
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Melilotus officinalis (Steinklee) Ph. Eur. 5.3 Pflanze: 80 cm hoch wachsendes, 2-jähriges Kraut Verbreitung: Europa und Asien Droge: Meliloti herba - Steinkleekraut Inhaltsstoffe: Cumarin (Blutverdünner) und Derivate Anwendung: durchblutungsfördernd, abschwellend, entzündungshemmend, zur Behandlung von Venenerkrankungen Wegen Toxizität bei Überdosierung meist in Form standardisierter Fertigpräparate
  • Anzeige
  • Fabales, Fabaceae/Faboideae, Trigonella foenum-graecum (Bockshornklee) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: 80 cm hoch wachsendes, zweijähriges Kraut Blätter: Kleeblattähnlich, dreizählig gefiedert, gestielt Blüten: gelbe oder gelblich-weiße Schmetterlingsblüten, zygomorph Verbreitung: Mittelmeer bis Zentralasien Droge: Trigonellae foenugraeci semen, Bockshornsamen Inhaltsstoffe: Schleimstoffe (Polysaccharide) Anwendung: innerlich zur Anregung des Appetits und äußerlich zur Behandlung von Entzündungen der Haut
  • Spermatophytina, Magnoliopsida, Fabales, Fabaceae (Hülsenfrüchtler), Caesalpinioideae (Cassiengewächse) die meisten bei den Faboideae gelisteten Merkmale gelten hier ebenfalls Abweichungen: - hauptsächlich Bäume - Blüten schwächer zygomorph - Staubblätter nicht verwachsen - Vorkommen: Tropen und Subtropen Blütenformel: Senna alexandrina: ↑ K(5) C5 A10 G_1 Cersis siliquastrum: ↑ K(5) C5 A5+5 G_1 Arzneipflanzen: Cassia angustifolia = Cassia acutifolia = Cassia senna
  • Spermatophytina, Magnoliopsida, Fabales, Fabaceae/Caesalpinioideae, Cassia angustifolia = C. acutifolia (C. senna) (Alexandriner-Senna), Ph. Eur. 5.0 Pflanze: ca. 1m hoher Strauch mit traubigen Blütenständen und gefiederten Blättern Blüten: gelb, ↑ K(5) C5 A7+3 G_1 Frucht: Hülsen Verbreitung: von Sudan bis Westafrika Droge: Sennae folium - Sennesblätter; Sennae alexandrinae fructus - Alexandriner Sennesfrüchte Inhaltsstoffe: Anthrachinone (Sennoside) Anwendung: Laxantien
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rosaceae (Rosengewächse), Rosoideae (Rosenartige) Unterfamilie Rosoideae: Kräuter mit ober-, mittel- oder unterständigem Fruchtknoten aus einem bis zahlreichen Karpellen; Vorkommen mit Saponinen Blütenformel: Geum sp.: * K(5) C5 A∞ G_∞ Früchte: - Sammelnussfrucht - Sammelsteinfrüchte (- keine Beeren)
  • Arznei- und Nutzpflanzen der Rosoideae Arneipflanzen: - Alchemilla vulgaris (Alchemillae herba - Frauenmantelkraut) - Agrimonia eupatoria (Agrimoniae herba - Odermennigkraut) - Potentilla erecta (Tormentillae rhizoma - Tormentillwurzelstock) - Fragaria vesca (Fragariae herba - Erdbeerkraut) - Rubus Fructicosus (Rubi fructicosi folium - Brombeerblätter) - Rubus idaeus (Rubi idaeus folium - Himbeerblätter) Nutzpflanzen: - Rubus Arten (Himbeere, Brombeere) - Fragaria sp. (Erdbeere)
  • Unterabteilung: Spermatophytina, Klasse: Magnoliopsida, Ordnung: Rosales Rosaceae (Rosengewächse) Unterfamilie: Rosoideae (Rosenartige) UF: Maloideae (Apfelartige) UF: Prunoideae (Steinobstartige) Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse) Ulmaceae (Ulmengewächse) Moraceae (Maulbeergewächse) Cannabaceae (Hanfgewächse) Urticaceae (Brennesselgewächse) Die Gattungen der ehemaligen Unterfamilie Spiraeoideae bilden keine monophyletische Gruppe, sondern sind im Stammbaum der Rosaceae verstreut
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rosaceae (Rosengewächse) - Kräuter, Sträucher, Bäume, 3000 Arten, kosmopolitisch - gelegentlich Dornen oder Stacheln - verbreitetes Vorkommen von Gerbstoffen (Tannine und Catechine); bei Maloideae und Prunoideae auch cyanogene Glycoside (können Blausäure freisetzen) Blätter: vielgestaltig (einfach oder zusammengesetzt, gefiedert oder gefingert), mit Nebenblättern (können aber früh abfallen) Blattstellung: wechselständig Blüte: - radiär, meist zwittrig - häufig Blütenbecher (Hypanthium) - doppelte Blütenhülle, K5 C5, meist frei - häufig Außenkelch vorhanden - Gynoeceum sehr variabel G∞ bis G1, meist chorikarp, Samenanlagen ∞ bis 1, Fruchtknoten ober-, mittel- oder unterständig, meist Achsengewebe an Fruchtbildung beteiligt - häufig Polyandrie (A oft ca. 20 in 2 oder mehr Kreisen) - Blütenstände: Trauben oder Rispen Fast alle einheimischen Früchte stammen von den Rosaceae ab
  • Inhaltsstoffe - Gerbstoffe Gerbstoffe: Polyphenole Name historisch: gerben von Leder (machen dichter, widerstandsfähiger gegen Wasser, Sonne) - adstringierende Wirkung > H-Brücken und ionische Wechselwirkungen zu Proteinen - gerbende Wirkung: Quervernetzung durch kovalente Bindung > weniger Sekretion, weniger Wasserverlust der Haut, weniger Kapillardurchfluss, stillen von Blutungen, trocknen von Wunden, Barriere gegen Eindringen von Mikroorganismen (z.B. baden in schwarzem Tee bei nässenden Wunden) - hydrolisierbare Gerbstoffe: Tanningerbstoffe (als Baustein Gallussäure oder Ellagsäure) - kondensierte Gerbstoffe: Catechingerbstoffe - Lamiaceen-Gerbstoffe (Rosmarinsäure als Baustein)
  • Rosaceae/Unterfamilie Rosoideae, Potentilla erecta (Tormentill) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: mehrjährig, mit meist niederliegenden Trieben Verbreitung: Mittel- und Osteuropa Droge: Tormentillae rhizoma, Tormentillwurzelstock Inhaltsstoffe: Gerbstoffe Anwendung: bei leichten Schleimhautentzündungen Blüten: 4-zählig!!
  • Rosales, Rosaceae/Rosoideae, Rubus spec. Fragaria vesca (Walderdbeere) - Droge: Fragariae folium, Gerbstoffe - Anwendung: Adstringens, Antidiarrhoikum, Cave: Allergien! Rubus fructicosus (Brombeere) - Droge: Rubus fructicosi folium, Gerbstoffe - Anwendung: Adstringens, Antidiarrhoikum Rubus idaeus (Himbeere) - Droge: Rubus idaei folium, Gerbstoffe - Anwendung: Adstringens, Antidiarrhoikum
  • Rosaceae/Unterfamilie Rosoideae, Alchemilla vulgaris (Frauenmantel) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: 30-50 cm hohe Stauden mit kleinen unscheinbaren gelbgrünen Blüten Verbreitung: Nordhalbkugel Droge: Alchemillae herba, Frauenmantelkraut Inhaltsstoffe: Gerbstoffe Anwendung: Adstringens bei Blutung und Wundbehandlung, Antidiarrhoikum (Gerbstoffe wirken im Darm)
  • Rosaceae/Unterfamilie Rosoideae, Agrimonia eupathoria (Gemeiner Odermenning) Droge: Agrimoniae herba, Odermenningkraut Inhaltsstoffe: Gerbstoffe Anwendung: Adstringens bei Blutung und zur Wundbehandlung, Antidiarrhoikum
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rosaceae (Rosengewächse), Maloideae (Apfelartige) Unterfamilie: Maloideae Blütenformel: * K(5) C5 A∞ G¯5-¯1 Holzpflanzen mit unterständigem Fruchtknoten aus 1-5 Karpellen Vorkommen von cyanogenen Glykosiden, Saponinen und Sorbit Früchte: - Sammelfrüchte (Nuss, Balg) - Kernapfelfrucht, Steinapfelfrucht
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rosaceae (Rosengewächse), Maloideae (Apfelartige) Arzneipflanzen der Maloideae - Crataegus monogyna (eingriffliger Weißdorn) - Crataegus laevigata (zweigriffliger Weißdorn) - Crataegus pentagyna (fünfgriffliger Weißdorn) Drogen: - Crataegi folium cum flore - Weißdornblätter mit Blüten - Crataegi flos - Weißdornblüten - Crataegi fructus - Weißdornfrüchte Nutzpflanzen: - Cydonia oblanga (Quitte) - Malus sylvestris (Apfel) ...
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rosaceae (Rosengewächse), Prunoideae (Steinobstartige) Arzneipflanzen der Prunoideae - Prunus spinosa (Pruni spinosa flos - Schlehdornblüten) - Prunus dulcis var. amara (Amygdalae oleum - Mandelöl) Nutzpflanzen: - Prunus armeniaca (Aprikose) - Prunus avium (Süßkirsche) - Prunus cerasus (Sauerkirsche) - Prunus domestica ssp. domestica (Zwetschge) > - ssp. insititia (Pflaume) > - ssp. syriaca (Mirabelle) - Prunus persica (Pfirsich)
  • Rosaceae/Unterfamilie Maloideae, Crataegus (C. monogyna, C. laevigata) (Weißdorn) Ph. Eur. 5.0 Pflanze: bis 10 m hoher Strauch oder Baum Verbreitung: Mitteleuropa Droge: - Crataegi folium cum flore (Weißdornblätter mit Blüten) - Crataegi flos (Weißdornblüten) - Crataegi fructus (Weißdornfrüchte) Inhaltsstoffe: Flavonoide, Procyanidine Anwendung: nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens, "Altersherz" - Steigerung der Kontraktionsfähigkeit (positiv inotrop) und des Koronardurchflusses (in klinischen Studien belegt) > Na+ wird in den Zellen gehalten, dadurch mehr Ca2+ in die Zellen, dadurch bessere Muskelkontraktion
  • Rosales, Rosaceae/Unterfam. Prunoideae, Prunus spinosa (Schlehe) Prunus spinosa (Schlehdorn) blüht, bevor Blätter entstehen Droge: Pruni spinosae flos (Schlehenblüen) Inhalssoffe: Flavonoide Anwendung: Laxans   Prunus dulcis (dulcis = süß) = Mandelbaum; Mandelöl in pharmazeutischen Zubereitungen
  • Rosales, Rosaceae/Unterfam. Prunoideae, Prunus dulcis var. amara (Bittermandel) Pflanze: 8 m hoher Baum mit rosa gefärbten Blüten Verbreitung: Zentralasien Droge: Samen Inhaltsstoffe. cyanogenes Glykosid (Amygdalin) Anwendung: keine belegte Wirkung in der Krebstherapie GIFTIG!! 6-10 Bittermandeln sind für Kinder tödlich! kann im Magen nicht aufgespalten werden, erst im Darm
  • Unterabteilung: Spermatophytina; Klasse: Magnoliopsida, Ordnung: Rosales Familien: Rosaceae (Rosengewächse) - Unterfamilie: Rosoideae (Rosenartige) - Unterfamilie: Maloideae (Apfelartige) - Unterfamilie: Prunoideae (Steinobstartige) Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse) - Ulmaceae (Ulmengewächse) - Moraceae (Maulbeergewächse) - Cannabaceae (Hanfgewächse) - Urticaceae (Brennesselgewächse)
  • Spermatophytina; Magnoliopsida, Rosales, Rhamnaceae (Kreuzdorngewächse) Habitus: holzige Pflanzen Blüten: rel. unscheinbar, jedoch tierbestäubt und nektarführend - Reduktion im Bereich der Kronblätter, des Androeceums (nur noch ein Staubblattkreis) und Gynoeceums (meist weniger als 5, verwachsene Karpelle) *K5 C5 A5+0 G(3) Früchte: Beeren Chemie: Anthrachinone Arzneipflanzen: - Rhamnus frangula (Frangula alnus, Faulbaum, europäischer Faulbaum) - Rhamnus purshiana (amerikanischer Faulbaum)
Anzeige