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Theorien der Sozialen Arbeit (Fach) / Theorien der Sozialen Arbeit (Lektion)
Gegenstandsbereich, Charakteristika, Anforderungen, Dreifacher Klärungsprozess
Diese Lektion wurde von Shiatsu1980 erstellt.
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- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner ganzheitliche und mehrperspektivische Deutungsmuster als Grundlage für entwicklungsoffene Problemlöseprozesse (5) Generalisierte - spezifizierte Aussagen lineare - zirkuläre Erklärungmuster klientenbezogene - interventionsbezogene Reflexion Bedingungsbezogene - personenbezogene Ursachenattribution Defizitorientiertes - Ressourcenorientiertes Klientenbild
- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner Multiprofessionelle Kooperation (5) Angemessene Positionierung zwischen den Polen möglicher Interventionen: Eigenverantwortliche Fachlichkeit - abhängige Zuarbeit Spezialisierung - allumfassende Zuständigkeit Aufgabenerledigung - Aufgabendelegation Konsenssuche - Konfrontation Profilierung - Zurückhaltung
- Soziale Arbeit und Wissenschaft nach Luhmann 1. Wissenschaft wird gebraucht um Reflexion zu organisieren Plausibilitätsprobleme zu kommunizieren Überprüftes Wissen zu generieren 2. Wissenschaft findet statt wenn : zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterschieden wird neues Wissen produziert wird 3. SA Braucht Wissenschaft um eigene erkannte Defizite : im Rahmen von Forschung und Modellprojekten zu bearbeiten und zu begründen, wenn sie teilweise nicht durch die Praxis behebbar sind
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach Maja Heiner kontinuierliche Reflexion Professionelles Handlen verlangt kontinuierliche Reflexion: von Zielen, Werten und konsequenzen beruflichen Handelns auf Basis wissenschaftlichen Wissens und kodifizierter beruflicher Standards Konkretisierung der Reflexion im Diskurs mit Kollegen + aussenstehenden Beratern
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach Maja Heiner Umgang mit Klienten (4) achtungsvolle Grundhaltung kommunikative Kompetenz um Prinzipien advokatorischer Ethik und verständigungsorientiertes Handeln zu relisieren
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach Maja Heiner Auseinandersetzung um Soziale Gerechtigkeit mit Klienten, Kollegen, Vorgesetzten, und Vertretern anderer Organisationen durch Konfliktfähigkeit auf Basis streitbarer Toleranz
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach Maja Heiner Vorraussetzungen für eine SA mit ethisch fundierter Expertise Wissenschaftliches Wissen Kommunikative Kompetenz wertebezogene, biografisch verankerte, reflexive Grundhaltung
- Definition von SA des IFSW übersetzt vom DBSH Soziale Arbeit ist... praxisorientierte Profession & wissenschaftliche Disziplin
- Definition von SA des IFSW übersetzt vom DBSH Prinzipien soziale Gerechtigkeit Menschenrechte gemeinsame verantwortung Achtung der Vielfalt
- Definition von SA des IFSW übersetzt vom DBSH Ziele Förderung von sozialem Wandel / Entwicklung / Zusammenhalt Stärkung & Befreiung der Menschen Bewältigung existentieller Herausforderungen Verbesserung des Wohlergehens
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- Definition von SA des IFSW übersetzt vom DBSH Zielerreichung : (2) unter Einbindung von Menschen & Strukturen aufbauend auf Wissenschaftstheoretische Grundlagen und indigenes Wissen
- Die ökologische Perspektive (German/Gitterman) (2+3) Menschen brauchen ein gewisses Aufeinander-abgestimmt-Seins mit der Umwelt Soziale Problemlagen : stellen eine Störung des gewohnten Anpassungsgleichgewichts dar bestehen aus komplexen Lebensproblemen Bearbeitung der Lebensprobleme -> Analyse der objektiven und subjektiven Realitäten des jeweiligen Lebensraumes nötig
- Das Life Modell (Engelke, Germain/Gitterman) (1+2) Transaktion Transaktion (= ununterbrochene Wechselwirkung) zwischen Mensch und Umwelt Menschen verändern ihre physische und soziale Umwelt und werden von ihr verändert .Menschen verändern ihre physische und soziale Umwelt undwerden von ihr verändert.Dies geschieht durch ununterbrochene Wechselwirkungen (=Transaktionen) zwischen Mensch und Umwelt (Engelke, 2008,354)
- Life Modell (Engelke, Germain/Gitterman) Abstimmung von Person und Umwelt (3+) 1.Abstimmungsverhältnis zwischen Mensch und Umwelt Bedürfnissen, Möglichkeiten und Zielen von Menschen Charakteristika der Umwelt 2. Günstiges Abstimmungsverhältnis ermöglicht gutes Gedeihen von Mensch und Umwelt = positives Mensch : Umwelt - Transaktion (Wechselwirkung) 3.ungünstiges Abstimmungsverhältnis schlechte Abstimmung von Bedürfnissen,Fähigkeiten, Rechten und Wünschen eines Menschen und seiner Umwelt Entwicklung der Person und die Umwelt werden geschädigt = negative Mensch : Umwelt - Transaktion (Wechselwirkung) Abstimmung von Person und Umwelt:Günstiges und ungünstiges Anpassungsverhältnis zwischenBedürfnissen, Möglichkeiten, Verhaltensstilen und Zielen derMenschen und den Charakteristika der Umwelt.Wenn die Umwelt eines Menschen und seine Bedürfnisse,Fähigkeiten, Rechte und Wünsche schlecht aufeinanderabgestimmt sind, werden wahrscheinlich die Entwicklung derPerson und die Umwelt geschädigt werden (= Negative Person:Umwelt Wechselwirkung).Ist die Abstimmung gut, werden beide, die Person und dieUmwelt gedeihen (= Positive Person: Umwelt Wechselwirkung)(Engelke, 2008, 355; Germain & Gitterman, 1988, 9ff).
- Life Modell (Engelke, Germain/Gitterman) Definition Lebensstressoren (lif stressor) (1+3) 1. Lebensstressoren sind Lebensbelatsungsfaktoren Lebensveränderungen, Ereignisse und Gegebenheiten, die den grad der wechselseitigen Abstimmung von Person und Umwelt stören und Stress erzeugen Lebensbelastung und Stress:Lebensbelastungsfaktor (= life stressor): Lebensveränderungen,Ereignisse und Gegebenheiten, die den Grad der wechselseitigenAbgestimmheit von Person und Umwelt oder einen früherenZustand der Angepassheit stören.Germain und Gitterman unterscheiden drei Arten vonLebensbelastungen:• Schwierige Lebensveränderungen• Druck aus der Umwelt• Dysfunktionale KommunikationStress: Interne (physische oder psychische) Reaktion auf einenLebensstessor, der die wahrgenommenenBewältigungsressourcen der eigenen Person und Umweltübersteigen. (Engelke, 2008, 355ff; Germain & Gitterman, 1988,12ff).
- Life Modell (Engelke, Germain/Gitterman) drei Arten von Lebensbelastungen nach Germain&Gitterman (3) Schwierige Lebensveränderungen Druck aus der Umwelt Dysfunktionale Kommunikation
- Life Modell (Engelke, Germain/Gitterman) Definition von Stress (3) Interne (physische oder psychische) Reaktion auf einen Lebensstessor der die wahrgenommenen Bewältigungsressourcen der eigenen Person und der Umwelt übersteigen
- Life Modell (engelke, Germain/Gitterman) Coping (4+) 1. Bewältigungstrategien im Umgang mit Lebensstressoren 2. kognitive Maßnahmen und Verhaltensstrateien, die geeignet sind um Veränderung herbei zuführen, bei: Eigenschaften der eigenen Person der Umwelt und/oder der Austauschbeziehung zwischen mensch und Umwelt 3.positives Coping ist eine passende Bewältigungsstrategie verbessert Mensch : Umwelt Abstimmung 4.negatives Coping ist eine unpassende bewätigungsstrategie verhindert Mensch : Umwelt Abstimmung Menschen, die Stress erfahren, können Verhaltensweisenerlernen, die es ihnen ermöglichen, mit den Lebensbelastungenbesser umzugehen. Die Strategien werden als Maßnahmen derBewältigung (= Coping) bezeichnet.Copingstrategien beinhalten kognitive Maßnahmen undVerhaltensstrategien, die dazu geeignet sind, Eigenschaften dereigenen Person, der Umwelt und/oder der Austauschbeziehungzwischen den beiden zu verändern. GelungeneBewältigungsstrategien (=positives Coping) verbessern diePerson: Umwelt Abstimmungen, unpassende Strategien(=negatives Coping) verhindert diese Abstimmung.(Engelke, 2008, 356; Germain & Gitterman, 1988, 12ff).
- Life Modell Habitat (2+2) 1. Ort an dem ein Organismus anzutreffen ist2. physische und soziale Eigenschaften der Umwelt Vorhandensein und Qualität von Infrastruktur im Umfeld Schulen, Arbeitsplätze, Soziale Dienste, Einkaufsmöglichkeiten, Kultur und Freizeit Habitat und NischeHabitat: Mit dem Terminus Habitat wird der Ort beschrieben, an dem einOrganismus anzutreffen ist. Im Life Modell werden mit diesem Begriff diephysischen und sozialen Eigenschaften der Umwelt (Infrastruktur einerStadt oder Region) bezeichnet, die sich insbesondere anhand desVorhandenseins und der Qualität von Schulen, Arbeitsplätzen,Krankenhäusern, Sozialen Diensten, Einkaufmöglichkeiten oder KulturundFreizeitangeboten bemerkbar machen.Nische: Sozialer Status, den ein Individuum oder eine Gruppe innerhalbeiner menschlichen Gemeinschaft einnimmt. Der Begriff Nischebeschreibt die Stellung einer Lebensform im ökologischenBeziehungsgefüge und deren spezifische Rolle. Bezogen auf die SozialeArbeit wird damit der Status eines Menschen oder einer Gruppebeschrieben, den diese in der Gesellschaft zugewiesen bekommt.(Engelke, 2008, 358; Germain & Gitterman, 1988, 28ff.).
- Life Modell Nische (3) Stellung einer Lebensform im ökologischen Beziehungsgefüge und deren spezifische Rolle. Sozialer Status, den ein Individuum oder eine Gruppe innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft einnimmt. Status eines Menschen oder einer Gruppe, den diese in der Gesellschaft zugewiesen bekommt.
- Life Modell Phasen der Praxis (4) Vorbereitungsphase Anfangsphase/Eingangsphase Durchführungsphase Abschlussphase
- Life Modell - Weiterentwicklung nach Wendt (2+) 1. Soziale Arbeit muss Beitrag dazu leisten, dass Menschen sich in ihrer ökosozialen Umwelt zurechtfinden und selbstständig leben können. 2. Zentrale Begrifflichkeiten: Haushalt Haushaltsführung Autopoiesis und Selbstrefentialität Lebensgeschichte
- Life Modell - weiterentwicklung nach Wendt Zentrale Begrifflichkeiten (4) Haushalt Haushaltsführung Autopoiesis und Selbstrefentialität Lebensgeschichte
- Life Modell - Weiterentwicklung nach Wendt Soziale Arbeit muss einen Beitrag dazu leisten dass: (3) Soziale Arbeit muss einen Beitrag dazu leisten dass: Menschen mit ihrem Leben zurechtkommen, dass sie sich in ihrer ökosozialen Umwelt zurechtfinden und selbstständig leben können.
- Life Modell - Weiterentwicklung nach Wendt Aufgabe der Sozialarbeiters am Einzelnen (2+5) 1. Den Menschen handlungsfähig machen, dass er in seiner Nische kompetent lebenkann. Selbsterfahrung Training Verbesserung der Wahrnehmung der sozialen Umwelt Verbesserung der Wahrnehung der eigenen Handlungsmöglichkeiten Lernen an passender Stelle, zum richtigen Moment, angemessen zu Handeln 2. Unterstützungsarten Instrumentelle Unterstützung Informelle Unterstützung Bewertungsunterstützung Emotionale Unterstützung Unterstützung durch Zusammensein
- Life Modell nach Wendt Unterstützungsarten (5) Instrumentelle Unterstützung Informelle Unterstützung Bewertungsunterstützung Emotionale Unterstützung Unterstützung durch Zusammensein
- Life modell nach Wendt Kompetenz in der Nische (+5) Menschen handlungsfähig mache um in seiner Nische kompetent zu leben, durch : Selbsterfahrung Training Verbesserung der Wahrnehmung der sozialen Umwelt Verbesserung der Wahrnehung der eigenen Handlungsmöglichkeiten Lernen an passender Stelle, zum richtigen Moment, angemessen zu Handeln
- Programm der Sozialen Arbeit nach Wendt Aufgabenbereiche der Sozialen Arbeit (3) Beeinflussung der Lebensführung Intervention in Mentalitäten Ökosoziales Management
- Systemisch-prozessuale Soziale Arbeit nach Staub Bernasconi Bedürfnistheorie - Problemkategorien (4) Ausstattungsprobleme Austauschprobleme Machtprobleme Kriterienprobleme
- Sastemisch-Prozessuale Soziale Arbeit nach staub Bernasconi Sozialer Probleme (3) entstehen aus Praktiken und Strukturen die eine befriedigende Bedürfniserfüllung aller Menschen verhindern.
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- Methodisches handeln nach Staub-Bernasconi 2 Denkinstrumente 1. Problemlandkarte - > zur Übersicht über die Problemlagen von Klienten 2. Ressourcen-und Machtquellenkarte -> zur Erfassung von Akteuren und Entdeckung von Machtquellen
- Auststattungsdimensionen nach Staub-Bernasconi (6) KörperlicheAusstattung Sozialökologische und sozioökonomische Ausstattung Ausstattung mit Erkenntniskompetenzen Ausstattung mit Bedeutungssystemen(Wissen) Ausstattungmit Handlungssystemen Ausstattungmit sozialen Beziehungen/Mitgliedschaften
- Politisches Mandat der SA nach Staub- Bernasconi (4) Als Menschenrechtsprofession einer betriebswirtschaftlichen Kolonialisierung der Sozialen Arbeit entgegenwirken Markt- und Profitorientierung sozialer Dienstleistungen entgegentreten. Für Umsetztung von Menschenrechten professionelles Wissen einsetzen. Rückerinnerung an die „Option für die Armen“
- Politisches Mandat der SA nach Staub- Bernasconi KRITIK der Selbstmandatierung (Merten) (3) Wer hat der Sozialen Arbeit das politische Mandat erteilt? Wer soll das Mandat wahrnehmen? Wie sieht dieses Mandat inhaltlich aus?
- Umgang mit Macht - nach Staub Bernasconi Ziele(3) Befreiungsprozesse aus Abhängigkeiten ermöglichen und unterstützen, die Blockierung von legitimen Ansprüchen und Forderungen durch Machtträger abzubauen behindernde Machtstrukturen in begrenzende Macht umwandeln
- Umgang mit Macht - Staub bernasconi Mittel (5) Mittel Begrenzungsregeln und deren konsensuale und partizipative Durchsetzung Ermächtigungsstrategien Machtquellen-und Machtstrukturanalysen Ermöglichung des Zugangs zu Machtquellen Neuordnung von Menschen in sozialen Systemen
- Soziale Arbeit und Wissenschaft nach Luhmann Wissenschaft wird gebraucht um (3) Reflexion zu organisieren Plausibilitätsprobleme zu kommunizieren Überprüftes Wissen zu generieren
- Soziale Arbeit und Wissenschaft nach Luhmann Wissenschaft findet statt wenn..(2) zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterschieden wird neues Wissen produziert wird
- Soziale Arbeit und Wissenschaft nach Luhmann SA Braucht Wissenschaft (+2) SA Braucht Wissenschaft um eigene erkannte Defizite : im Rahmen von Forschung und Modellprojekten zu bearbeiten und zu begründen, wenn sie teilweise nicht durch die Praxis behebbar sind