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Theorien der Sozialen Arbeit (Fach) / Theorien der Sozialen Arbeit (Lektion)
Gegenstandsbereich, Charakteristika, Anforderungen, Dreifacher Klärungsprozess
Diese Lektion wurde von Shiatsu1980 erstellt.
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- Dreifacher Klärungsprozess bei der Fallarbeit (3) 1.Fall für 2. Fall mit 3. Fall von
- Fall für (2) bin ich zudtändig ? bin ich fähig ?
- Fall mit Wie gelingt die Kooperation mit dem Klienten ? Lösungssuche mit dem Klienten = Fall mit
- Fall von Welche Probleme liegen vor, aus SA-Sicht und Klientensicht ? -Ursachen? -Ziele -Lösungsmöglichkeiten Habe ich verstanden worum es in dem Fall geht => das ist ein Fall von...
- Charakteristika der Sozialen Arbeit (6) Uno-aktu-Prinzip Mehrdimensionaler Erbringungskontext Hoher Kooperationsaufwand Verknüpfung von Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit Tentative und explorative Zielfindungsprozesse Komplexe Aufgabenstellung
- Charakteristika der Sozialen Arbeit Uno-actu-Prinzip (4) Produktion und Übertrageung von personenbezogenen Dienstleistung fallen Zeitlich zusammen Erbringung und Konsum der Dienstleistung fallen zeitlich zusammen Keine Produktion auf Vorrat oder Lagerung möglich keine formalisierten Vorgänge
- Charakteristika der Sozialen Arbeit Mehrdimensionaler Erbringungskontext (2) Sozialrechtliches Dreieck Leistungträger, Leistungserbringer, Leistungsempfänger
- Charakteristika der Sozialen Arbeit Hoher Kooperationsaufwand (2) interdisziplinäre Kooperation mit Anbietern von Hilfe Netzwerkarbeit
- Charakteristika der Sozialen Arbeit Komplexe Aufgabenstellung(2) Verschränkung von psychischen, sozialen ond ökonomischen Problemen Oft mehrfache biographische Belastungen von Klienten
- Charakteristika der Sozialen Arbeit Verknüpfung von Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit (3) Hilfe und Kontrolle Fördern und Fordern Doppeltes Mandat
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- Charakteristika der Sozialen Arbeit Tentative und explorative Zielfindungsprozesse (3) Zielfindung bei unklaren und widersprüchlichen Erwartungen Ziele müssen immer neu ausgehandelt werden es gibt keine garantierten Erfolgsaussichten
- Zentrale Berufliche Anforderungen der SA nach Maja Heiner aus dem Rahmenmodell (6) Multiprofessionelle Kooperation + Vermittlung von Dienstleistungen bei unklarem / umstrittenem beruflichen Profil Partizipative und aufgabenbezogene Beziehungsarbeit mit begrenzter Hilfe in Alltagsnahen Situationen Herausfordernde und realisierbare Zielsetzung angesichts ungewisser Erfolgsaussichten in unterstrukturiertem Tätigkeitsfeld Weiterentwicklung institutioneller und infrastruktureller Rahmenbedingungen eines wohlfahrtsstaatlich nachrangig tätigen Berufes Reflektierte Parteilichkeit und Hilfreiche Kontrolle Ganzheitliche und mehrperspektivische Deutungsmuster
- Zentrale Berufliche Anforderungen der SA nach Maja Heiner aus dem Rahmenmodell Multiprofessionelle Kooperation (4) Multiprofessionelle Kooperation Vermittlung von Dienstleistungen bei unklarem / umstrittenem beruflichen Profil macht klares, selbstbewusstes auftreten der SA in interdisziplinären Kontexten nötig
- Zentrale Berufliche Anforderungen / Rahmenmodell / M.Heiner Partizipative und aufgabenbezogene Beziehungsarbeit (3) Partizipative und aufgabenbezogene Beziehungsarbeit mit begrenzter Hilfe in Alltagsnahen Situationen Alltagshilfe muss professionell sein = zielgerichtetes Handeln statt intuitivem Alltagshandeln
- Zentrale Berufliche Anforderungen / Rahmenmodell / M.Heiner Herausfordernde und realisierbare Zielsetzung (3+4) Herausfordernde und realisierbare Zielsetzung angesichts ungewisser Erfolgsaussichten in unterstrukturiertem Tätigkeitsfeld keine strukturierten Handlungspläne für Arbeitsfelder wechselnde, unterschiedliche, teils nicht kommunizierte Anforderungen kein strukturierter Weg zum Erfolg macht Zieloperalisierungsprozesse nötig (Leistungsziele/Wirkunsziele, Leit,-Mittler,-Handlungsziele)
- Zentrale Berufliche Anforderungen / Rahmenmodell / M.Heiner Weiterentwicklung institutioneller und infrastruktureller Rahmenbedingungen (4) Weiterentwicklung institutioneller und infrastruktureller Rahmenbedingungen eines wohlfahrtsstaatlich nachrangig tätigen Berufes - > greift ein wenn andere Systeme nicht greifen Es fehlen starke Dachverbände Profession ist schlecht organisiert
- Zentrale Berufliche Anforderungen / Rahmenmodell / M.Heiner Reflektierte Parteilichkeit und Hilfreiche Kontrolle (2) Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft reflektierte Parteilichkeit Verweigerung von gesellschaftlichen anforderung -> hilfreiche Kontrolle Nicht in der Lage für gesellschaftliche Anforderungen -> Hilfe
- Zentrale Berufliche Anforderungen / Rahmenmodell / M.Heiner Ganzheitliche und mehrperspektivische Deutungsmuster Grundlage für entwicklungsoffene Problemlösungsansätze
- Gegenstand der SA nach Bormann Uneinheitlichkeit und uneinigkeit von Gegenstandsbestimmung in etablierten Professionen normal -> Problematisierung nur in der SA daraus ergibt sich Kurzformel als anerkannte Definition und längere Ausführung zur differenzierten Darstellung Kurzformel muss: so weitgefasst sein, dass alle Arbeitsbereiche und Traditionenne eingeschlossen sind so eng gefasst sein, dass Abgrenzung zu anderen Disziplinen gegeben ist von gesamter Profession und Scientific Community anerkannt sein
- Gegenstandsdefinition der SA desFacharbeitstags der SA Gegenstandsbereich der Sozialen Arbeit ist die Bearbeitung von Problemlagen, die gesellschaftlich und professionell als relevant angesehen werden ist so knapp, dass fast Kurzformel
- Definition von SA des IFSW übersetzt vom DBSH (4+) SA = praxisorientierte Profession & wissenschaftliche Disziplin folgt Prinzipien soziale Gerechtigkeit Menschenrechte gemeinsame verantwortung Achtung der Vielfalt 3. Hat Ziele: Förderung von sozialem Wandel / Entwicklung / Zusammenhalt Stärkung & Befreiung der Menschen Bewältigung existentieller Herausforderungen Verbesserung des Wohlergehens 4. Mittel : Einbindung von Menschen & Strukturen Wissenschaftstheoretische Grundlagen und indigenes Wissen
- Akteurstheorie nach Sommerfeld Professionen sind Akteure, die die Gesellschaft vorranbringen Wissen für krisenhafte und komplexe Probleme anwenden
- Von der feudalen zur modernen Gesellschaft (5 +3) Statt qua Geburt in eine gesellschaftliche Position, muss sie nun jeder selbst finden Es gibt die Grundidee vom freien Menschenleben-> kann nicht jeder nutzen Die Gesellschaft ist ausdifferenziert : Politik, Wirtschaft, Recht usw Demokratische Zentralwerte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit = Verpflichtung, sich um soziale Probleme zu kümmern Der Kapitalismus erzeugt strukturelle soziale Ungleichheit Der Wohlfahrtsstaat stößt an seine Grenzen und SA muss Zentralwerte umsetzen Freiheit: Individuen befähigen Gleichheit: Chancen zur Positionierung schaffen Brüderlichkeit: Verpflichtung zur Sorge um soziale Probleme
- Alleinstellungsmerkmal der SA (7) SA in fast allen Gesellschaftsbereichen vertreten: Administration -> Sozialhilfe Recht - Bewährungshilfe Wirtschaft - Betribliche Sozialarbeit Gesundheitssystem - klinische SA Erziehungs,-und Bildungssystem - Schulsozialarbeit Religion - Caritas/Diakonie Eigene Domänen: Jugendsozialarbeit, Gemeinwesenarbeit, Heimerziehung, Streetwork
- Bestandteile von Funktionssystemen nach Luhmann (4) Codes Medium Programm Funktion
- Codes des Funktionssystems der SA (in Klammern bsp Wirtschaft) (4) Code: Hilfe/ Nichthilfe, Fall/ Nicht Fall, Bedürftig/ Nicht Bedürftig (Haben/Nicht haben) Medium: Hilfe + Fürsorge (Geld/Eigentum/Macht) Programm : Soziale Dienstleistung (Knappheit / Preis) Funktion: Unterstützung bei Inklusions,-und Exklusionsproblemen (Materielle Reproduktion)
- Professionalisierung in der SA - 3 Ebenen vom Beruf zur Profession (3) Strukturelle Eben Individuelle Ebene Sozialwisschenschaftliche Ebene
- Professionalisierung in der SA - 3 Ebenen vom Beruf zur Profession Strukturelle Ebene (2) Vom Beruf zur Profession mit Autonomie in der Leistungskontrolle von der einfachen Tätigkeit zu bezahlter Arbeit mit einklagbaren Qualitätsstandards
- Professionalisierung in der SA - 3 Ebenen vom Beruf zur Profession Individuelle Ebene (3+5) Berufsbiografische Herausbildung eines professionellen Habitus: im Kompetenzniveau und einem bestimmten Verhalten + Handeln entstehend aus: Standards ethischen Vorstellungen Institutionen fachlicher Verständigung Ausbildung
- Professionalisierung in der SA - 3 Ebenen vom Beruf zur Profession Sozialwissenschaftliche Ebene (3) Prozess zur Herausbildung von Handlungstrukturen, die ermöglichen Praxisprobleme stellvertretend wissenschaftlich reflektiert zu bearbeiten Forschung
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- Professionalisierung der SA Szenario 1 nach Sommerfeld (4) SA = gut etablierte und anerkannte Profession geschätzte Expertise bei Gestaltung und Entwicklung sozialpolitischer Maximen Führung in inter,-und transdisziplinären Problemlöseprozessen Führende Disziplin in den Sozialwissenschaften
- Professionalisierung in der SA Szenario 2 nach Sommerfeld (5) Einfache helfende Tätigkeit ohne besondere Expertise Freiwilligkeit und Kurzausbildung Armutsverwaltung Repression zur aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung Keine wissenschaftliche Disziplin
- Professionalisierung in der SA Wege zum Szenario 1 nach Sommerfeld-4Thesen klares, offensives Vertreten der demokratischen Zentralwerte Identitätsbildung und Autonomie in interdisziplinären Kontexten -> Systemschließung von pragmatischen zu professionellen Praxen Forschung und Theoriebildung um eigene Leistung sichtbar zu machen
- Wege zum Szenario 1 nach Sommerfeld These 1 - Demokratische Zentralwerte vertreten (3) Eindeutige Entscheidung für demokratische Zentralwerte FÜR ALLE oder dem Leistungsprinzip unterordnen eindeutiges Sebstverständnis entwickeln Zentrale Grundwerte als gemeinsamen Berufsethos entwickeln
- Wege zum Szenario 1 nach Sommerfeld These 2 - Identität und Autonomie in interdisziplinären Kontexten (2x2) 1. SA muss in der System-Umwelt-Differenz die Systemschließung vervollständigen Feld der eigenen Expertise klar abstecken + nach aussenkommunizieren "very strange loop" vermeiden (Übernahme v. Regeln/Funktionen dominanter Professionen) 2. SA muss das Andocken an andere Funktionssysteme nutzen um eigenes gemeinsames Potential zu entwickeln Problemlösekompetenzen und Kapazitäten beweisen und sich inszinieren Identität entwickeln
- Wege zum Szenario 1 nach Sommerfeld These 3 - von pragmatischen zu professionellen Praxen kulturelle Geschichte als Frauen,-und Hilfsfunktion überwinden Interventionsforschung muss ausgehend von der Praxis im Diskurs mit Praktikern geschehen, mit dem ziel bestmöglicher und wirksamer Hilfe Professionelle Praxen müssen aus handlungswissenachaftlichem Wissen aufgebaut werden
- Wege zu Szenario 1 nach Sommerfeld These 4 - Leistung der SA muss nachgewiesen werden (3) Nachweis der Leistung entscheidet über Ressourcenzulauf Leistung muss dargestellt und sichtbar gemacht werden dazu ist Forschung und Theoriebildung nötig
- Professionalität in der Alltagssprache (3) Könnerschaft Systematische und effiziente Ausführung nicht an Profession oder Beruf gebunden
- Professionalität im beruflichen Kontext (4+2) Fachlich spezifische Kriterienstandards Ausbildung nötig zur Befähigung zu beruflichem Handeln Professionelles Handeln, wie es von relevanter Kollegenschaft, nach formalen und informellen Standards wahrgenommen wird Handeln unter Bezug auf eine spezifische Wissensbasis Erklärungs,-und handlungswissen Orientiert an spezifischen Kriterien und Standards
- 3 Perspektiven von Professionalität nach Dewe&Otto Mikroebene -> konkrete Fallebene / Professionelles Handeln ( Rahmenmodell, M. Heiner) Mesoebene -> Organisationen / Institutionen / Managementebene der SA Makroebene -> Blick auf den gesellschaftlichen Kontext
- 3 Perspektiven auf Professionalität nach Dewe & Otto Mikroebene -> konkrete fallebene, Professionelles Handeln (Prof. Handeln n. M Heiner) Mesoebene -> Organisationen, Institutionen und Managementebene der SA Macroebene -> Blick auf den gesellschaftlichen Kontext
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach Maja Heiner Professionelles Handlen verlangt: 1. kontinuierliche Reflexion von Zielen, Werten und konsequenzen beruflichen Handelns auf Basis wissenschaftlichen Wissens und kodifizierter beruflicher Standards Konkretisierung der Reflexion im Diskurs mit Kollegen + aussenstehenden Beratern 2. Umgang mit Klienten achtungsvolle Grundhaltung kommunikative Kompetenz um Prinzipien advokatorischer Ethik und verständigungsorientiertes Handeln zu relisieren 3. Auseinandersetzung um Soziale Gerechtigkeit mit Klienten, Kollegen, Vorgesetzten, und Vertretern anderer Organisationen durch Konfliktfähigkeit auf basis streitbarer Toleranz 4. Vorraussetzungen für eine SA mit ethisch fundierter Expertise Wissenschaftliches Wissen Kommunikative Kompetenz wertebezogene, biografisch verankerte, reflexive Grundhaltung
- Professionelles Handeln auf Mikroebene nach M. Heiner Kontinuierliche Reflexion von Zielen, Werten und konsequenzen beruflichen Handelns auf Basis wissenschaftlichen Wissens und kodifizierter beruflicher Standards Konkretisierung der Reflexion im Diskurs mit Kollegen + aussenstehenden Beratern
- Definition Professionellen Handelns auf Mikroebene nach Maja Heiner Umgang mit Klienten (4) achtungsvolle Grundhaltung kommunikative Kompetenz um Prinzipien advokatorischer Ethik und verständigungsorientiertes Handeln zu relisieren
- Definition professionellen handelns auf Mikroebene nach M. Heiner Auseinandersetzung um Soziale Gerechtigkeit(2) mit Klienten, Kollegen, Vorgesetzten, und Vertretern anderer Organisationen durch Konfliktfähigkeit auf Basis streitbarer Toleranz
- Definition professionellen Handelns auf Mikroebene nach M. Heiner Vorraussetzungen für eine SA mit ethisch fundierter Expertise Wissenschaftliches Wissen Kommunikative Kompetenz wertebezogene, biografisch verankerte, reflexive Grundhaltung
- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner Reflektierte Parteilichkeit und hilfreiche Kontrolle als Vermittlung zwischen Gesellschaft und Individuum (4) Reflektierte Parteilichkeit und Hilfreiche Kontrolle - Pole: Gesellschaftliche Bedürfnisse - Individuelle Bedürfnisse Kontrolle - Hilfe Fremdbestimmung - Selbstbestimmung Exklusion - Inklusion
- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner Aufgabenorientierte und partizipative Beziehungsgestaltung (6) Angemessene Positionierung zwischen den Polen möglicher Interventionen: Personenorientierung - Zielorientierung Symmetrische - Assymmetrische Beziehung Flexibilität - Konsequenz Verantwortungsübernahme - Verantwortungsabgabe Einflussnahme - Zurückhaltung Nähe - Distanz
- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner herausfordernde und realisierbare Ziele (5) Offenheit - Strukturierung Überforderung - Unterforderung Fernziel - Nahziel Leistungsziel - Wirkungsziel Prozessqualität - Ergebnisquqlität
- Erforderliche Handlungskompetenzen für zentrale berufliche Anforderungen nach M. Heiner Weiterentwicklung institutioneller und infrastruktureller Rahmenbedingungen (4) Gemeinwohlinteresse - Berufsinteresse Organisationsinteresse - Klienteninteresse Systembezogene Arbeit - Klientenbezogene Arbeit Innovation - Konsolidierung