354

Klinische Psychologie und Psychotherapie (Fach) / Psychische Störungen (Lektion)

Klausurvorbereitung

Diese Lektion wurde von Thaliena erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Typische Fehlinterpretation vn Panikpatienten (nach Margraf und Schneider 1990) Rasende Gedanken, Konzentrationsstörungen Ich werfde verrückz
  • Typische Fehlinterpretation vn Panikpatienten (nach Margraf und Schneider 1990) Alle intesiven Angstsymptome Diese Angst bringt mich um
  • Was sind laut Psychophysiologischem Modell der Panikstörung (Margraf & Ehlers) mögliche Auslöser von Panikattacken? a) physiologisch? b) kognitiv? phyiologisch:körperliche Anstrengung, Erschöpfung, Herzklopfen, Einnahme von Substanzen, hormonelle Schwankungen, situative Stressoren, emotionale Erregung, Koffein, Hitze, Veränderung der Körperposition, Schwindel, usw kognitiv: selektive Aufmerksamkeit auf Körpersensationen, Gedankenrasen, Konzentrationsschwierigkeiten, Derelisation
  • Was sind nach Psychophysiologischem Modell der Panikstörung (Margraf & Ehlers 1989) Aufrechterhaltende Faktoren von Panikattacken? Sorge vor weiteren Angstattacken, erhöhtes Erregungsniveau, Vermeidungsverhalten, usw
  • Was sind laut Psychophysiologischem Modell der Panikstörung (Margraf & Ehlers) Prädispositionen? gesteigertes Angstniveau intesive positive oder negative affektive Zustände längere körperliche Erschöpfung Säure-Basen-Gleichgewicht des Blutes hormonelle Schwankukngen Medikamente Neigung zu Hyperventilation Hyperthyreose kardiovaskuläre Störungen, vestibuläre Störungen negative körperbezogene Attributionsstile geringe Selbstsicherheit unzureichende Bewältigungsstrategien usw.
  • Psychophysiologisches Modell der Panikstörung (Margraf und Ehlers) Empirische Belege zu: Beginn PA beginnen oft mit körperlichen Symptomen wie zB Extrasystolen, Palpitation
  • Psychophysiologisches Modell der Panikstörung (Margraf und Ehlers) Empirische Belege zu: Kognitionen Assoziation vn körperlichen Symptomen häufig mit Gefahr häufige Befürchtung von körperichen Schädigungen durch physiologische Reaktionen
  • Psychophysiologisches Modell der Panikstörung (Margraf und Ehlers) Empirische Belege zu: Aufmerksamkeit selektiv auf Reize, die mit eventuellen körperlichen Gefahren zusammenhängen
  • Psychophysiologisches Modell der Panikstörung (Margraf und Ehlers) Empirische Belege zu: Angstreaktionen bei falscher Rückmeldung der Herzfrequenz trotzdem intensivere Angstreaktion bei Patienten mit PD
  • Psychophysiologisches Modell der Panikstörung (Margraf und Ehlers) Empirische Belege zu: Lernprozessen Kinder von Patienten mit PD erleben panikrelevante Symptome als bedrohlicher und zeigen stärkere Aufmerksamkeitszuwendung auf diese Symptome als Kinder von Tierphobikern/von nicht psychisch gestörten Eltern
  • Anzeige
  • Wozu führt Hochfrequentes Atmen (bei Hyperverntilation bei Panikpatienten) Abnahme des Kohlenstoffdioxidpartialdrucks pH-Anstieg im Blut (respiratorische Alkalose) im Extremfall: Hyperventilations-Tetanie (v.a. der peripheren Extremitäten)
  • Was sind mögliche Symptome von Hyperventilation bei Panikpatienten? Luftnot, Kribbeln und Taubheitsgefühle an den Händen, Mund und Füßen, Innere Unruhe, trockener Mund, Verkrampfungen der Hände, Benommenheit, Muskelkrämpfe, Schwindel, Bauchschmerzen, Brustschmerzen, Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Schweißausbrüche verschwommenes Sehen
  • Gegenmaßnahmen zu Hyperventilation bei Panikpatienten? CO2-Aufnahme erhöhen, Atmung normalisieren
  • Wie funktioniert die interozeptive Konditionierung bei Panikattacken? Schwache physiologische Angstkorrelate werden zum Auslöser Beispiel: erst internale Empfindung (CS) + Hyperventilation -> Panikattacke ==> später reicht CS zur Auslösung ==> möglich: One-trial-learning
  • Beispiel für kleinere interozeptive Vorläufer einer Panikattacke Herzklopfen, Schwummerigkeit,...
  • Fear of fear Leichtere Ängste gehen oft Panikattacken voraus (Basoglu ua. 1992)
  • Einige typische Gedanken, die anfällig für sozialphobische Erfahrungen machen (Beck 1985) In welchem Ausmaß ist dies ein Test meiner Kompetent oder meines Ansehens? Wie sehr muss ich mich mir oder anderen beweisen? Wie ist mein Status im Vergleich zu dem der anderen? Wie wichtig ist es, eine Stärkeposition bezüglich des Status oder ein gutes Ansehem im Umgang mit sozial Bewertenden zu etablieren? Wie ist die Haltunng der Bewertenden? Sind sie akzeptierend oder verständnisvoll oder zurückweisend? Sind ihre Bewertungen objektiv oder hart und bestrafend? In welchem Ausmaß kann ich auf meine Fähigkeiten zählen, um die Bewertung zu überstehen? Mit welcher Wahrscheinlichkeit werde ich von ablenkenden Ängsten und Hemmungen verunsichert?
  • 3 Entstehungsbedingungen von Sozialen Angststörungen 1.     Genetische/ Umweltbedingungen Disposition zu erhöhter physiologischer Erregbarkeit Ängstliches Modellverhalten der Eltern Erziehungsstil (Normen, Perfektionismus) 2.    negative Vorerfahrungen (mit Gleichaltrigen, anderem Geschlecht) 3.    negative Annahmen über soziale Situationen
  • Einfluss von Schwerem Teasing in der Kindheit auf die Enstehung von Sozialen Angststörungen: 92% bei Sozialphobikern 50% bei Panikpatienten 35% bei Patienten mit Zwangsstörungen
  • Erklärungsmodell zur Entstehun und Aufrechterhaltung Sozialer Ängste Negative Erfahrungen in Kindheit/Jugend (Kritik, Ablehnung) --> Angst in ähnlichen sozialen Situationen --> Vermeidung szialer Situationen (oder Sicherheitsverhalten) --> Generalisierung der Angst-> Sozialer Rückzug-> Soziale Vereinsamung --> Kurzfristige Konsequenz: Angstabfall --> Langfristige Konsequenzen: Angstanstieg, wichtige soziale Fertigkeiten werden nicht gelernt --> Negative Erfahrungen in Kindheit und Jugend.......mhh.....
  • Erklärungsansätze Generalisierte Angststörung - Uneinheitliche Ergebnislage bei Bioologie/Genetik - psycholohosche Vulnerabilitäten: Lernerfahrungen (bedrohliche Welt, Unkontrollierbarkeit von zukünftigen Ereignissen höhere Intoleranz für Unsicherheit mehrdeutige Situationen werden eheer als bedrohlich und weniger kontrollierbar eingeschätzt Sorgenprozesse = kognitive Vermeidung - Verarbeitung emotionaler Stimuli behindert - physiologische Reagibilität reduziert --> keine Habituation
  • 2 Psychologische Erklärungsansätze für GAD Borkovec & Hu (1990) - Wenn sprechängstliche Personen sich angstvolle Situationen vorstellen und isch darüber sorgen sollen, reduziert sich emotionale und körperliche Reaktion Dysfunktionale Meta-Kognitionen
  • Borkovec & Hu - Psychologischer Erklärungsansatz für GAD Wenn sprechängstliche Personen sich angstvolle Situationen vorstellen und sich darüber sorgen sollen, reduziert sich emotionale und körperliche Reaktion --> negative Verstärkung - aber: Sorgen eher abstrakt, keine physiologische Reaktion --> keine Habituation --> Angst wird langfristig nicht reduziert
  • Dysfunktionale Meta-Kognition bei GAD sich Sorgen machen verhindert die Katastrophe Sorgen schadet mir ich muss meine Sorgen kontrollieren
  • AWMF Arbeitsgesellschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften
  • AWMF Leitlinien Panikstörung (2) (Therapieformen) Verhaltenstherapie; Reaktionsexposition in Verbindung mit Elementen kognitiver Verhaltenstherapie Pharmakotherapie: Antidepressiva, Benzodiazepine, Beta-Rezeptoremblocker
  • AWMF Leitlinie GAD Verhaltenstherapie Etwas Evidenz für PSychodynamische Therapie Entspannungsverfahren als adjuvante Methoden in der Primärversorgung Pharmakotherapie kann unter Umständen einer Psychotherapie vorgeschaltet werden; als Präparate stehen ANtidepressiva (Fluvoxamin, Venlafaxin, Beta-Rezeptorenblocker, Benzodiazepine, Anxiolxtika (Medikamentenpausen empfehlenswet)
  • DGP Deutsche Gesellschaft für Pathologie
  • Pharmakotherapie bei Panikstörung/ Agoraphobie (4) gute Belege für SSRI (z.B. Paroxetin, Setralin, Cotalopram) gute Belege für Trizyklische Antidepressiva (z.B. Imipramin) häufig untersucht: Benzodiazepine (kritisch!) Schlechte Befunde (aber häufig eingesetzt!): Diazepam (Valium), Bromazepam (Lexotanil) Fluspirilen (Imap)
  • Langzeitverlauf bei Panikstörung Simon et al Aff Dis 78 Pat, die eine 2 monatige Remission unter Medikamenten erreicht hatten --> fortgeführte, kontinuierliche und adäquate medikamentöse Therapie für bis zu 24 Monate ==> 46% der Pat erlebten im 2-Jahres Verlauf einen Rückfall
  • Anzeige
  • Ergebnis Alprazolam-Studie? Manchmal wirken lacebos längerfristiger als Medikamente
  • Pharmakotherapie bei sozialer Angststörung SSRIs am besten untersucht; akut, Erhaltung Betablocker (va bei umschriebenen Ängsten, Reduktion vegetativer Beschwerden) Benzodiazepine (kritisch)
  • Pharmakotherapie bei Spezifische Phobie häufig: Benzodiazepone, Neuroleptika, Ads, Betablocker (ABER: wenig bis keine Belege; keine ANgstbewältigung--> keine korr. Erfahrung) Praxisleitlinien Psychiatrie: bei SPez. Phobie ohne Komorbidität idR keine Pharmakotherapie
  • Pharmakotherapie bei GAD SSRI (Paroxetin) am besten untersucht und wirksam TZA (trizyklische Antidepressiva)  bereits in niedrigen Dosen anxiolytisch und sedierend (schnellerer Wirkungseintritt als bei PD und Depression) Buspiron, geringe Dosierung, aber verzögerter Wirkungseintritt Benzodiazepine (kritisch)
  • 3 Phasen Modell der Behandlung von AGoraphonie und oder Panikattacken (Rief!!!!) 1. Vorbereitung: Diagnostik und Beziehungsaufbau Exploration der "inneren Welt" Krankheitsmodell des Patienten Information vermitteln Gemeinsames Störungsmodell erarbeiten Therapie rational ableiten 2. Symptomorientierte Therapie: Exposition interner Auslöser Exposition externe Auslöser Kognitive Neubewertung 3. Erweiterte Therapie zur psychischen Stabilisierung Selbstsicherheit und soziale Kompetenz Steigerung des Selbstwertgefühls Klärung familiärer Beziehungen Biographische Aufarbeitung Auseinandersetzung mit persönlichen Traumata
  • 1. Phase im 3-Phasen Modell der Behandlung von Agoraphobie/ Panikattacken (RIEF) Diagnostik und Beziehungsaufbau Exploration der "inneren Welt" Krankheitsmodell des Patienten Information vermitteln Gemeinsames Störungsmodell erarbeiten Therapie rational ableiten
  • 2. Phase im 3Phasen Modell der Behandlung von Agoraphobie/ Panikattacken (RIEF) Symptomorierntierte Therapie Exposition interner Auslöser Exposition externer Auslöser Kognitive Neubewertung
  • 3. Phase im 3-Phasen Modell der Behanldung von Agoraphoie/Panikattacken Selbstsicherheit und soziale Kompetenzen Steigerung des Selbstwertgefühls Klärung familiärer Beziehungen Biographische Aufarbeitung Auseinandersetzung mit persönlichen Traumata
  • Therapie der Wahl bei Einzelphobien? Reizkonfrontation
  • Reizkonfrontation bei Einzelphbien Je höher physiologische Aktivierung während Exposition, desto höher der Therapieerfolg (Lang et al. 170)
  • CBT Cock an Ball Torture laut Wikipedia :'D hahahaha
  • CBT Kognitive Verhaltensthergapie
  • Zeitliche Stabilität des Therapieerfolgs bei Panikpatienten CBT + Plac = bestes CBT allein fast so gut IMI allein mit der Zeit weniger gut CBT und IMI noch schlechter
  • Kognitive Verhaltenstherapie bei sozialer Angststörung, 3 Studien Clark et al 2003, JCCP, CBT vs. Psychopharmakotherapie (CBT!!) Nachfolgestudien: CBT> reine Exposition (ES 2,39 vs 1,25) Stamgier,2006,2001, Vgl CBT vs. Interpersonelle Therapie IPT (CBT weil Reduktion Sozialangstsymptome)
  • Clarc et al 2003 JCCP CBT vs. Psychopharmakologie bei sozialer Angststörung G1 CBT 16 Sitzungen G2 SSRI (Fluoxetine) + Expositionsinstruktion G3 Placebo + Expositionsinstruktion ==> CBT beiden anderen überlegen; ES 2,3
  • Sopho-Net Studie CBT>psychodynamische Therapie>Warteliste
  • Sopho-Net Forschungsverbund soziale Phobie
  • 3 Hauptmerkmale der posttraumatischen Belastungsstörung (Mc Nally 2003) Wieder-Erleben des Traumas (Re-experiencing) Emotionale Abstumpfung (Numbing) weitere Stress-Symptome (Schreckhaftigkeit, Schlagstörung, Konzentrations- und Gedächtnisstörung)
  • Kriterien der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS, PTSD) DSM-5 A. Konfronation mit tatsächlichem oder drohendem Tod, ernsthafter Verletzung oder sexueller Gewalt auf eine (oder mehrere) der folgenden Arten: Direktes Erleben eines oder mehrerer traumatischer Ereignisse Persönliches Erleben eines oder mehrerer soclher traumatischer Ereignisse bei anderen Personen Erfahren, dass einem nahen Familienmitglied oder einem engen Freund ein oder mehrere traumatische Ereignisse zugestoßen sind. Im Falle von tatsächlichem oder bedrohendem Tod des Familienmitgliedes oder Freundes muss das Ereignis/die Ereignisse durch Gewalt oder einen Unfall bedingt sein Die Erfahrung wiederholter oder extremer Konfrontation mit aversiven Details von einem oder mehreren derartigen traumatischen Ereignissen (Ersthelfer, Polizei....) Beachte: Konfrontation durch Medien, Fernsehen, Spielfilme, Bilde...erfüllen das Kriterium A4 nicht, es sei denn, diese Konfrontation ist berufsbedingt. B. Eins oder mehrere Symptome des Wiedererlebens (Intrusion), die auf traumatisches Ereignisss bezogen & danach aufgetreten sind: Erinnerung wiederkehrend, unwillkürlich, aufdrängend, belastend an das/die Erlebenisse Träume wiederkehrend, belastend, Bezug auf Ereignisse Dissoziative reaktionen (Flashbacks), empfinden/handeln als würde Ereigniss wieder ereignen Intesive/anhaltende psychische Belastung bei Konfrontation mit Hinweisreizen dieEreignis symbolisieren/erinnern Körperl. reaktion bei Konfrontation mit Hinweisreizen (innen udn außen) C. Anhaltende Vermeidung von asoziierten Reizen (und danach) eins oder beides von: Vermeidung/Bemühungen, belastende Erinnerungen/Gedanken/Gefühle zu vermeiden Vermeidung/Bemühungen, Dinge der Umwelt zu vermeiden, die belastende Erinenrungen/Gedanken/Gefühle hervorrufen D. Neg. Veränderung von Kognitionen und der STimmung im Zsh. mit traumatischen Ereignissen (zeitgleich/danach) zwei oder mehr: Unfähigkeit sich an wichtigen Aspekt des Ereignisses zu erinnern (dissoziative Amnesie) Anhaltende übertriebene negative Erwartungen/Überzeugzungen bezogen auf Personen/Welt (Ich bin schlecht, man kann niemandem trauen..) Schuldzuschreibungen durch verzerrte Kognitionen Andauernder emotionaler Zustand Vermindertes Interesse an wichtigen Aktivitäten Gefühlte Abgetrenntheit/Entfremdung von anderen Anhaltende Unfähigkeit, positive Gefühle zu empfinden E. Verändeurng d. Erregungsniveaus u.d. Reaktivität im Zsh. mit Ereignis (zeitgleich/danach) mind. zwei: Reizbarkeit und Wutausbrüche (ohne Anlass) -> Aggrs. Riskantes/Selbstzerstörerisches Verhalten Übermäßige Wachsamkeit Übertriebene Schreckreaktion Konzentrationsschwierigkeiten Schlafstörungen F. - B C D und E dauern länger als einen Monat G, verursacht klinisch bedeutsames Leiden oder bla H. NICHT Folge der physiologiscehn Wirkung einer Substaz/einer Krankheit
  • Dissoziative Reaktionen Flashback