354
Klinische Psychologie und Psychotherapie (Fach) / Psychische Störungen (Lektion)
Anzeige
- Beispiel für polyaxiale Diagnostik nach DSM-IV 296.23 Major Depression, Einzelne Episode - 305.00 Alkoholmissbrauch 301.6 Dependente Persönlichkeitsstörung Keine Drohender Arbeitsplatzverlust GAF=35 (Zur Zeit)
- ICD-10: Z-Codes Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen
- ICD-10-Z-Codes: Z00-Z13: Personen, die das Gesundheitswesen zur Untersuchung und Abklärung in Anspruch nehmen
- ICD-10-Z-Codes: Z20-Z29: Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken hinsichtlich übertragbarer Krankheiten
- ICD-10-Z-Codes: Z30-Z39 Personen, die das Gesundheitswesen im Zusammenhang mit Problemen der Reproduktion in ANspruch nehmen
- ICD-10-Z-Codes: Z40-Z54 Personen, die das Gesundheitswesen zum Zwecke spezifischer Maßnahmen und zur medizinischen Betreuung in Anspruch nehmen
- ICD-10-Z-Codes: Z55-Z65 Personen mit potentiellen Gesundheitsrisiken aufgrund sozioökonomischer oder psychosozialer Umstände
- ICD-10-Z-Codes: Z70-Z76 Personen, die das Gesundheitswesen aus sonstigen Gründen in Anspruch nehmen
- Z80-Z99 Personen, mit potentiellen Gesundheitsrisiken afgrund der Familien- oder Eigenanamnese und bestimmte Zustände, die den Gesundheitszustand beeinflussen
- DSM 5 Störungskategorien (21!!) Störungen der neuronalen und mentalen Entwicklung Schizophrenie-Spektrum und andere psychotische Störungen Bipolare und verwandte Störungen Depressive Störungen Angststörungen Zwangsstörung und verwandte Störung Trauma- und belastungsbezogene Störungen Dissoziative Störungen Somatische Belastungsstörung und verwandte Störungen Fütter- und Essstörungen Ausscheidungsstörungen Schlaf-Wach-Störungen Sexuelle Funktionsstörungen Geschlechtsdysphorie Disruptive, Impulskontroll- und Sozialverhaltensstörungen Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen Neurokognitive Störungen (NCD) Persönlichkeitsstörungen Paraphile Störungen Medikamenteinduzierte Bewegungsstörungen und andere unerwünschte Effekte von Medikamenten andere klinisch relevante Probleme
- Anzeige
- Was gibts über das ICD-1ß so zu wissen? (4) Klasssifikation aller Krankheiten 2 Versionen: Wissenschaftler vs Praktiker weniger Empiie als DSM, aber auf multinationalen Konsens bedacht In DE bei Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern verpflichtend eingeführt
- Kaptiel I bis VIII des ICD-10 A00-B99 Infektiöse und parassitäre Krankheiten C00-D48 Neubildungen D50-D90 Blutkrankheiten, Immunstörungen E00-E90 Endokrine/Stoffwechselkrankheite F00-F99 Pychische Störungen G00-G99 Nervensystem H00-H59 Auge H60-H95 Ohr ...bis 22
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F00-F09 Organische, einschl. symptomatischer psychischer Störungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F20-F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F30-F39 Affektive Störungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperliche Störungen und Faktoren
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F70-F79 Intelligenzstörung
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F80-F89 Entwicklungsstörungen
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen miit Beginn in der Kinddheit und Jugend
- ICD-10 Kapitel V Klassifizierung F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störung
- Unterschiede zwischen DSM 5 und ICD-10 (6) DSM-5 ist eine Version, ICD-10 je nach AUflage verschiedene DSM-5 erfasst ausschließlich psychische, ISD-10 ALLE Krankheiten DSM-6 ist auf breiter empirischer Basis entwickelt, ICD-10 ist stark auf internationalen Expertenkonsens bedacht DSM-5 National, ICD-10 international (seit) DSM-5 nur eine Achse, ICD-10 3 Aschen (aber nur eine benutzt..) 3500 Krankheiten in 21 Kategorien; soziale Funktionseinschränkung; abnorme psychosoziale Situationen DSM-5 hat eine stärkere Operationalisierung bez. klinischer & psychosozialer Relevanz der Symptomatik; ICD-10 eine differnziertere Codierung ==> Unterschiede auf Ebenen der einzelnen Störungsgruppen/Subgruppen
- Argumente gegen Klassifikation? (5) Informationsverlust durch Etiketten (ungenügende Beschreibung des Einzelfalls) Stigmatisierung durch Etiketten Gefahr der Reifikation/Selbstbestätigung künstlicher Einheiten Gefahr der Verwechslung vn Deskription und Erklärung Typologien können zugrundeliegende Dimensionen verschleiern
- Argumente für Klassifikation (7) Kommunikation (einheitliche Nomenklatur) Organisation und Reduktion von Informationen Ökonomische Informationsvermittlung Grundlage für Wissensakkumullation (Praxis, Forschung) Entspricht auch anderen medizinische Bereichen Handlungsanleitung für Diagnostik und Therapie explizite Klassifikation besser als implizite
- 6 strukturierte und standardisierte klinische Interviews um psychische Störungen zu erfassen? SKID, SKID-II CIDI DIS SCAN DIPS IDCL
- SKID SKID-II Strukturiertes Klinisches Interview für DSM-IV -->für klinisch erfahrene
- CIDI Composite International Diagnostic Interview--> für trainierte Laien
- DIS Diagnostic Interview Schedule --> trainierte Laien
- Anzeige
- SCAN Schedules for Clinical Assessment in Neuropychiatry; ICD-10 orientiert
- DIPS Diagnostisches Interview für psychische Störungen--> deutsche Version von ADIS
- IDCL Internationale Diagose- Checkliste für ICD-10 und DSM-IV
- Epidemiologie Definition Untersuchung der Verteilung, Determinanten und Risikofaktoren gesundheitsbezogener Zustände in Bevölkerungsgruppen
- Prävalenz (Epidemiologie) Anzahl Krankheitsfälle in einer definierten Population
- Punktprävalenz Prävalenz zu einem best. Zeitpunkt
- Lebenszeitprävalenz Anteil an einem Stichtag lebender Personen, die irgendwann mal Erkrankungsmerkmale hatten
- Inzidenz Zahl der Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Population (Krankheit liegt am Ende der Untersuchung nicht mehr vor)
- Kumulative Inzidenz Rekation der Neuerkrankungen innerhalb eines Zeitraums zur Bezugsgruppe, die das Merkmal bei Untersuchungsbeginn noch nicht hatte
- Risiko Wahrscheinlichkeit, bis zu einem best Zeitpunkt, eine Krankheit jemals gehabt zu haben
- 5 große epidemiologische Studien: ECA NCS NCS-2 NCS-R Bundesgesundheitssurvey Zusammenfassende Reviews
- NCS National Comorbidity Survey erster national-repräsentativer mental health survey
- NCS2 DSM IV basierte Diagnosen
- Bundesgesundheitssurvey Epidemiologie und aktuelle Versorgungssituation
- Prävalenz psychischer Störungen absteigend: (NCS, BGS) Affektive Störungen Major Depression Manische Episode Dysthymie Angststörungen Panikstörungen Agoraphobie Soziale Phobie Spezifische Phobie GAD
- Prävalenz psychischer STörungen bezüglich Suchterkrankunegn (NCS und BGS, 12 Monatsprävalenz soiwe Lebenszeitprävalenz) Alkoholmissbrauch Alkoholabhängigket Drogenmissbrauch Drogenahängigkeit Pychosen Antisoziale Persönlichkeit Irgendeine STörung hat 29
- Ätiologie: Wie entstehen psychische STörungen? Gene Biochemische Aspekte Neurophysiologische Aspekte Psychophysiologische Aspekte Sozialisation Soziologische Bedingungen (beruf...) erhöhter Stress, reduzierte Stresstoleranz, reduzierte Coping-Mmöglichkeiten
- Mögliche Beobachtbare Angstsignale 9 fehlender Blickkontakt nervöse Hand und -Fußbewegungen Vermeidung bestimmter Situationen Schweigen über körperliche Beschwerden klagen zittrige Stimme, Schwitzen Hände unter den Tisch halten, starre Gestik sich hinter anderen verstecken aggressive Äußerungen
- Körperliche Vorgänge bei Angst? macht bereit zu Kampf odr Flucht Acetylcholin und Noradrenalin aus Nebennierenrinde ==> Atmung, Kreislauf, Muskulatur, Stoffwechsel Herz pumpt mehr Blut in Muskeln (erhöhter Zucker und Sauerstoffbedarf) Haut und Gehirn weniger durchblutet gebündelte Signale aus Umwelt udn Körper weren mit Erinnerungen verglichen --> verschmilzt zu Angstgefühl-->verstärkt Notfallreaktion
- Ws passiert bei Angst mit dem Körper? Depersonalisation Schwindel Erstickungsgefühle/Atmenot Brustschmerzen Parästhesien (kribbeln) Angst zu Sterben, Angst vr Kontrollverlusten Ohnmachtsgefühl Tachykardie, Palpitation Abdominelle Beschwerden Durchfall, Harndrang Zittern weiche Knie