weitere Verfahren (Fach) / Paar- und Familientherapie (Lektion)

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Begriffe und Methoden PA, VT, Systemisch

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  • PA - Bezogene Individuation Gleichgewicht zwischen Autonomie- und Individuations-Tendenzen und Abhängigkeits- und Eingebundenseins-Tendenzen Probleme wenn Kinder zu stark gebunden werden, aber zu früh ausgestoßen, Drängen zu forcierter Autonomie
  • PA - Delegation Weitergabe von ungelösten Entwicklungsaufgaben unbewusste, unausgesprochene Aufträge je weniger bewusst, desto verbindlicher sind sie
  • PA - Parentifizierung Rollenumkehr Kinder können sich damit weitestgehend identifizieren erscheinen daher dem gesamten Familiensystem als Normalität
  • Kollusion nach Willi unbewusste Komplizenschaft Ziel Angstabwehr und infantile Wunscherfüllung unbewusste, oft neurotische Beziehungsbedürfnisse werden komplementär ergänzt einer progressiv (aktiv, OPD), anderer regressiv (passiv, OPD) orale Kollusion - Versorgungs-Autarkie-Konflikt narzisstische Kollusion - Chefarzt/Krankenschwester anal-sadistische Kollusion - Lehrerin/Hausmeister
  • Unterschied symptomneurotische und charakterneurotische Familie nach Richter symptomneurotisch - ein Indexpatient, droht ausgeschlossen zu werden charakterneurotisch - ganze Familie eine dysfunktionale, eingeschränkte Weltsicht- paranoide Festungsfamilie, bauen sich Gegner auf- hysterische Theaterfamilie - spielen Show- angstneurotische Sanatoriumsfamilie - Schonklima, Mami und Papi
  • VT - Zwangsprozess nach Patterson und Reid dysfunktionale, zikuläre Interaktionsform meine Bedürfnisse werden erfüllt, wenn ich die Bedürfnisse meines Gegenübers konsequent nicht erfülle
  • Balance-Modell nach Gottmann stabile vs. instabile Paare stabile: - Verhältnis positive, vs. negative Interaktionen mind. 5:1- positive vs. negative Reziprozität triadische Balance bei stabilen Paaren:1. Kommunikation2. Wahrnehmung3. physiologische Aktivierung
  • VT-Ansätze Ziele Unterbrechung Zwangsprozess Vermehrung positiver Reziprozität
  • systemisch - zirkuläres Fragen Eingebundensein einer Verhaltensweise in sozialen Kreislauf nicht direkt gefragt andere Mitglieder sollen sich Gedanken über mögliche Bedeutung des Verhaltens machen 
  • systemisch - Reflecting Team therapeutisches Reflexionsgespräch in Anwesenheit des Patienten reflekt. mehrere Therapeuten Beobachtungen in Sitzung dann spricht Patient mit eigentlichem Therapeut über Beobachtungen des Teams
  • systemisch - Paradoxe Interventionen Refraiming - die Letzten werden die Ersten sein Relabeling - Umetikettierung - positiv formulieren Symptomverschreibung - Symptom behalten, übertreiben, willentlich herbeiführen Advocatus diaboli, Eingeständnis der endgültigen Hoffnungslosigkeit, Rückfallverschreibung/-vorhersage, Standortfestlegung
  • systemisch - Allparteilichkeit Fähigkeit für alle Familienmitglieder gleichermaßen Partei ergreifen können
  • systemisch - Strukturelle Familientherapie nach Minuchin strukturelle Einheit mit versch. Subsystemen Grenzen und Hierarchien besondere Bedeutung verwischte Grenzen wiederherstellen, vgl. Parentifizierung Stabilisierung der Subsysteme klare Strukturierung von Rollen und Hierarchien
  • systemisch - erlebnisorientierte Therapie nach Satir Familienskulpturen Fokus Kommunikationsmuster zwischen Mitgliedern
  • systemisch - strategische Therapie nach Haley Familiensystem ist kybernetischer Regelkreis Planung, Ausführung, Kontrolle Interventionen bevorzugt paradox
  • systemisch - Mailänder Modell nach Palazzoli et al. Ursprung des zirkulären Fragens Hypothesenformulierung über Familienspiele