Päpsy (Fach) / Entwicklung (Lektion)
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Entwicklung
Diese Lektion wurde von hannahmayr erstellt.
- Einleitung Entwicklung Innerhalb der Psychologie gab und gibt es verschiedene Theorien zur Entwicklung. Allen gemeinsam ist jedoch, dass sie sich mit den Veränderungen im Lebenslauf eines menschlichen Organismus beschäftigen
- Entwicklung die einzigartigen, langfristigen, zielgerichteten und untereinander zusammenhängenden Veränderungen im Erleben und Verhalten, die sich von der Zeugung bis zum Tode in festgelegter Reihenfolge vollziehen und verschiedenen Altersstufen zugeordnet werden können.
- Merkmal der Zeit Entwicklung geschieht im Laufe des Lebens (von der Zeugung bis zum Tod) Bsp: Fötus strampelt im Leib, Krabbeln als Kleinkind, 1. Gehversuche ab 1J
- Merkmal der Veränderung Im Lauf der Zeit ändern sich Erleben und Verhalten Bsp: Fähigkeiten verfeinern sich immer mehr, nach Höhepunkt der motorischen Entwicklung langsamer Abbau der Fähigkeiten
- Merkmal der untereinander zusammenhängend Veränderungen Bsp: mit fortschreiteneden Alter lernt das Kind das räumliche Vorstellungs vermögen, es lernt Entfernungen abzuschätzen
- Merkmal der Gerichtetheit Die Veränderungen sind auf ein Ziel hin gerichtet Bsp: mit der grob- und feinmotorischen Entwicklung werden u.a. Ziele verfolgt lebensfähig zu sein von Mensch zu Mensch verschieden (Unabhängigkeit, Eroberung, Fortbewegung)
- Merkmal der logischen Reihenfolge Die Veränderungen treten in einer bestimmten festgelegten Reihenfolge auf, die nicht umkehrbar ist. Bsp: erst krabbeln, dann laufen
- Differenzierung zunehmende Angliederung psychischer Merkmale aus einem globalen, ungegliederten Ausgangszustand. Bsp: Im Alter von 1-1,5 Jahren spricht ein Kind ca. 10 Wörter, die Fähigkeit sich mitzuteilen ist entsprechend begrenzt, Eltern müssen interpretieren. Im Lauf der weiteren Entwicklung lernt es neue Wörter (Verben etc.). Am Ende des zweiten Lebensjahrs 3WortSätze. Damit kann es sich genauer und verständlicher ausdrücken.
- Integration vorher als isoliert erlebte Einzelteile und Funktionen werden in Beziehung gesetzt und im Zusammenhang gesehen. Bsp: Kind lernt zunächst Wörter und reiht sie in der Grundform zusammen. Mit der Zeit erkennt es, dass die Sprache bestimmten Regeln folgt, es beginnt diese anzuwenden z.B. Reihenfolge der Wörter beachten, Worte konjugieren. Es kann Zusammenhänge sachlich ausdrücken.
- Einleitung Bedingungen der Entwicklung Eine wichtige Aufgabe in der Entwicklungspsychologie ist es, jene Bedingungen zu beschreiben, die Veränderungen des Organismus auslösen und in Gang halten und deshalb als Ursachen von Entwicklun gelten
- Anlage = genetische Ausstattung eines Lebewesens, die bei der Befruchtung festgelegt wird - Entwicklungspotenzial des Menschen - Programm der Entwicklung allgemein menschliche Anlagen: Fähigkeit zum Spracherwerb, organische und motorische Entwicklung individuelle Anlagen: Haarfarbe, Augenfarbe, übergeordnete Eigenschaften (introvertiert, gewissenhaft, emotional stabil, verträglich, offen + Gegenteil)
- Anlage Vererbung Übertragung bestimmter Anlagen auf die Nachkommenschaft nach bestimmten Erbgesetzen
- Anlage Reifungsprozesse Wachstumsprozesse, die typisch für alle Mitglieder einer Spezies sind. Sind durch Anlagen festgelegt und treten auch ohne Lern- und Übungsprozesse auf.
- Umwelt alle direkten und indirekten Einflüsse von außen denen ein Lebewesen von der Geburt bis zum Tod ausgesetzt ist - Schrittmacher der Entwicklung - kann fördernd oder behindernd sein, bestimmt Entwicklung vom Kind entscheidend mit verschiedene Umwelten: soziale (Bezugspersonen/Eltern, Freunde, Bildungsstand der Eltern, Stellung bei Geschwistern), materielle (wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie, Wohnviertel), kulturelle (Werte und Normen, Religion, Sprache) physikalisch-chemische/geographische (Klima, Großsstadt/Land, Ernährung)
- Selbststeuerung alle Kräfte, mit denen das Individuum als aktives Wesen "von sich aus" Entwicklungsprozesse herbeiführt und seine Entwicklung beeinflusst. - Mensch als Gestalter seiner Entwicklung - dient der: Befriedigung von Bedürfnissen, schöpferischen Expansion und Anpassung an geg. Lebensbedingungen
- Wechselwirkungen zwischen den Bedingungen - Interaktionistische Entwicklungstheorie d.h. alle Faktoren spielen bei der Entwicklung eine Rolle - wechselseitige Beeinflussung der drei Bedingungen, sie bestimmen die Persönlichkeit des Menschen
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