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NoSan (Fach) / Leitsymptom / -Diagnose (Lektion)

Notfallsanitäter (c) AG NUN Algorithmen NotSan Jahrgang 2016 LV ÄLRD Niedersachsen / Bremen

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  • Leitsymptom: Status generalisierter tonisch- klonischer Anfall (SGTKA) Antikonvulsiva Antikonvulsiva z.B. Midazolam 0,2 mg/kg nasal (MAD) Alternativ, beachte regionale Protokolle:- Lorazepam 0,05 mg kgKG oder- Midazolam-Gabe titriert 0,1 mg kgKG i.v. oder- Lorazepam 2,5 mg buccal oder- Midazolam buccal (Buccolam ®) oder- Diazepam Rectiole 0,3 – 0,5 mg/kg KG.5 mg, < 15 kg (4 Monate – etwa 3 Jahre)10 mg, > 15 kg (ca. 3 Jahre – ca. 6 Jahre -> Weitere Gabe (ggf. i.v.) bei therapieresistentem Krampfanfall (> 5 min) Wenn Venenzugang vorhanden:- Lorazepam 0,05 mg kgKG 8max. 0,1 mg kgKG- Midazolam-Gabe titriert 0,1 mg kgKG i.v. -> Antipyrese
  • Leitsymptom: Status generalisierter tonisch- klonischer Anfall (SGTKA) Antipyrese Ggf. Antipyrese bei Fieber z.B. Paracetamol Supp. (10 - 15 mgKG) Beachte regionale Protokolle Physikalische Maßnahmen: Z.B. Wadenwickel Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Ggf. weitere Ursachenfindung- Ggf. NA-Rendezvous bei unklarer Bewusstseinsstörung oder persistierendem Krampfanfall- Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)- ggf. Übergabe in ärztliche Weiterversorgung
  • Leitsymptom: Status generalisierter tonisch- klonischer Anfall (SGTKA) Algobaum Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Basismaßnahmen D: Leitsymptom Bewusstseinsstörung / Generalisierter Krampfanfall Antikonvulsiva (MAD) Weitere Gabe (ggf. i.v.) bei therapieresistentem Krampfanfall (> 5 min) Antipyrese Transport
  • Leitdiagnose: Intoxikation Start Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung Beachte- Anamnese und Umfeld- Eigensicherung! CO?- Ggf. aggressiver oder inadäquater Patient ABCDE – Basismaßnahmen NA-Ruf (ggf. regionale Vorgaben) Ggf. Algo CPR beginnen D: Leitsymptom Vergiftung - Giftasservierung- Anruf Giftinformationszentrum (GIZ*) 19240- Stoff, Menge, Zeit- Therapieempfehlung? Orale Giftaufnahme?
  • Leitdiagnose: Intoxikation Orale Giftaufnahme? Orale Giftaufnahme? - Erbrechen bei erhaltenen Schutzreflexen unterstützen, aber nicht auslösen NEIN? -> Alkylphosphat-Intoxikation*? Beachte Cholinerge Anzeichen JA? -> Med. Kohle / oder Wasser Nur bei erhaltenem Bewusstsein 0,5 – 1,0 g / kg KG oralBeachte:- Vorher Auskunft des GIZ Kontraindikationen :- Bewusstseinstrübung- Eingeschränkte Schutzreflexe- Intoxikation mit Laugen,- Alkohol, Schwermetallen,- anorganischen Säuren -> Alkylphosphat-Intoxikation*? Beachte Cholinerge Anzeichen
  • Leitdiagnose: Intoxikation Alkylphosphat-Intoxikation*? Alkylphosphat-Intoxikation*? Beachte: Cholinerge Anzeichen NEIN? -> Antidottherapie JA? -> Atropin 5 mg i.v. Boli steigern bis Erfolg Repetitionsdosis bei Fortbestehen der Bradykardie bzw. Wiedereinsetzen von Speichelfluss, bis 50 mg- Schnellstmögliche Gabe von Toxogonin in der aufnehmenden Klinik anstreben. -> Antidottherapie Durch NA oder gemäß regionaler Protokolle oder GIZ Regionales Protokoll Z.B. Naloxon (MAD) bei Opiatintoxikation -> Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)
  • Leitdiagnose: Intoxikation Algobaum Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Basismaßnahmen D: Leitsymptom Vergiftung Orale Giftaufnahme? J->Kohle->Alkylphosphat-Intox? | N->Alkylphosphat-Intox? Alkylphosphat-Intox? J->Atropin->Antidottherapie | N->Antidottherapie Antidottherapie Transport
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Bradykardie Start Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung Beachte• Ggf. aggressiver oder inadäquater Patient• Anamnese, Vormedikation ABCDE – Basismaßnahmen C: Leitsymptom Bradykardie Beachte Instabilitätszeichen :• Hypotonie• Schockanzeichen• Bewusstseinsstörung- NA-Ruf (ggf. regionale Vorgaben) HF < 60/min und Instabilitätszeichen?
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Bradykardie HF < 60/min und Instabilitätszeichen? HF < 60/min und Instabilitätszeichen? Beachte:Bewusstseinsstörung ursächlich durch kardiale Instabilität, meist erst bei HF < 40/min- Respiratorische Störungen und Hypothermie als behebbare Ursache ausschließen NEIN?-> Transport JA?-> Atropin 0,5 mg i.v. (RDE) -> HF < 60/min? -> JA? Atropin 0,5 mg i.v. (RDE) | NEIN? -> Transport Steigerung bis 3 mgSiehe Regionale Protokolle ->Herzfrequenz ≤ 40 und Instabilitätszeichen?
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Bradykardie Herzfrequenz ≤ 40 und Instabilitätszeichen? Herzfrequenz ≤ 40 und Instabilitätszeichen? NEIN? -> Transport JA-> Adrenalin (titrierend oder Infusion) 2 - 10 μg/min1 mg / 500 ml VEL = 1 Trpf / sec = 6 μg /min1 mg / 100 ml NaCl 0,9% = 1 ml = 10 μg Beachte Adrenalin:- Bei Überdosierung Tachkardie / Extrasystolie bis Kammerflimmern möglich! JA+Bewußtlos? Transkutane Schrittmacher-Therapie - Regionales Protokoll Beachte- Schrittmachertherapie / Adrenalin beachte Verfügbarkeit und regionale ProtokolleBewusstseinsstörung ursächlich durch kardiale Instabilität, meist erst bei HF ≤ 40/minDemandmodus, EKG - und Kreislaufkontrolle -> Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)
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  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Bradykardie Algobaum Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Basismaßnahmen C: Leitsymptom Bradykardie HF < 60/min und Instabilitätszeichen? (Alle folgenden NEINs -> Transport) Atopin->HF < 60/min->Atopin (bis 3mg) Herzfrequenz ≤ 40 und Instabilitätszeichen? JA Adrenalin i.v. | JA+Bewußtlos Schrittmacher Transport
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Tachykardie Start Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung Beachte:• Ggf. aggressiver oder inadäquater Patient• Anamnese, Vormedikation ABCDE – Basismaßnahmen Beachte Instabilitätszeichen• Hypotonie• Schockanzecihen• Bewusstseinsstörung- NA-Ruf (ggf. regionale Vorgaben) C: Leitsymptom Tachykardie Beachte:- HF > 150/min, mit Instabilitätszeichen- Immer EKG und Pulsmessung- Pulsoxymetrie Bedarfstachykardie?
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Tachykardie Bedarfstachykardie? Bedarfstachykardie? Beachte- Breitkomplextachykardie wird schlecht toleriert und dekompensiert häufiger- Hinweis Bedarfstachykardie:regelmäßige Schmalkomplextachykardie!- Ausschließen und Behandeln von: Volumenmangel, Schmerz etc. JA-> Ursachenbehandlung z.B. Volumengabe / Blutstillung-> Transport NEIN?-> Bewusstlos, +Zentraler Puls tastbar? NEIN?-> EKG-beobachtetes KF, pVT: Defibrillation (Erfolglos: bis zu 3 x) Ggf. Start CPR - Algorithmus JA-> Bewusstlos +peripherer Puls tastbar? JA-> Transport NEIN-> Kardioversion - Beachte regionale Protokolle -> Transport Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)
  • Leitdiagnose: Lebensbedrohliche Tachykardie Algobaum Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Basismaßnahmen C: Leitsymptom Tachykardie Bedarfstachykardie? -> JA -> Ursachenbehandlung -> Transport NEIN-> Bewußtlos +ZENTRALER PULS -> NEIN Defi, CPR JA-> Bewußtlos +PERPHERER PULS -> JA -> Transport NEIN-> Kardioversion -> Transport
  • Leitdiagnose: Hypertensiver Notfall Start Eintreffen und standardisierte Erstuntersuchung Beachte: Anamnese, Vormedikation ABCDE – Prioritäten und Basismaßnahmen - NA-Ruf (ggf. regionale Vorgaben) C: Leitsymptom Hypertensiver Notfall RR > 230 / 130 Beachte - Immer beidseitige RR-Messung Klinische Symptomatik? Achte besonders auf:- Lungenödem- ACS- Schlaganfall
  • Leitdiagnose: Hypertensiver Notfall Klinische Symptomatik? Klinische Symptomatik? NEIN-> Hypertensive Notsituation „Krise“ JA-> Hypertensiver Notfall -> Kardial? -> NEIN-> ZNS? Kardial? -> JA-> Nitrat 0,8 mg / 2 Hübe (Boli) RDE Titrieren - messen Beachte regionales Protokoll- Steigerung auf 1,2 mg möglich- Bei Lungenödem: Furosemid- Bei ACS: 12- Kanal EKG- Kein Nitrate bei:- Anzeichen einer Rechtsherzinsuffizienz- HF < 60 oder > 120/min- 24 h nach Einnahme langwirksamerVasodilatatoren: Bsp: Sildenafil (Viagra®),Tadalafil (Cialis®), Vardenafil (Lavitra®). -> Transport
  • Leitdiagnose: Hypertensiver Notfall ZNS? ZNS? -> NEIN -> Transport JA-> Antihpertensiva z.B. Ebrantil 10 mg (Boli) RDE Titrieren – messen Beachte regionales Protokoll:- Vorsichtig titrieren, keine unkontrollierte RR- Senkung!- Bei V.a. SchlaganfallRR nicht unter 180/ 100 Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)- ggf. Übergabe in ärztlicheWeiterversorgung
  • Leitdiagnose: Hypertensiver Notfall Algobaum Eintreffen und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Prioritäten und Basismaßnahmen C: Leitsymptom RR > 230 / 130 Klinische Symptomatik? NEIN -> Hypertensive Notsituation „Krise“ -> Transport JA -> Hypertensiver Notfall -> Kardial? -> NEIN-> ZNS? Kardial? -> JA -> Nitrat -> Transport ZNS? -> NEIN -> Transport JA-> Ebrantil -> Transport Transport
  • Leitsymptom Thoraxschmerz und Dyspnoe Leitdiagnose: Lungenembolie (LAE) Eintreffen und standardisierte Erstuntersuchung Beachte- Anamnese- Beachte: Immobiliserung, Risikofaktoren- Symptomatik ABCDE – Prioritäten und Basismaßnahmen - NA-Ruf (ggf. regionale Vorgaben) BC: Dyspnoe/Schock LD: Lungenembolie Beachte- Keine RGs, keine Spastik- Begleitende Kreislaufproblematik- Hypotonie / Tachykardie ggf. Extrasystolie- Plötzliche Schmerzen?- ggf. Hämoptysen- keine Spezifische Symptomatik 12-Kanal EKG
  • Leitsymptom Thoraxschmerz und Dyspnoe Leitdiagnose: Lungenembolie (LAE) 12-Kanal EKG 12-Kanal EKG grundsätzlich bei thorakalen Schmerzen- EKG bezüglich LAE / STEMI qualifiziert auswerten- Beachte regionale Möglichkeiten/Algorithmen:- Telemetrie, Software -unterstütze EKG Auswertung? ACS mit Linksherzinsuff. ausgeschlossen? -> N -> ACS + Linksherzinsuff. ausschließen LAE und kardiogener Schock? -> NEIN -> Transport
  • Leitsymptom Thoraxschmerz und Dyspnoe Leitdiagnose: Lungenembolie (LAE) LAE und kardiogener Schock? LAE und kardiogener Schock? Instabiler Patient - Lyse durch NA JA-> Kreislauftherapie Volumen- Katecholamingabe Entsprechend regionaler Protokolle Heparin 10.000 IE (RDE) Situationsabhängiger Transport in Klinik / ggf. NA-Rendezvous - Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)
  • Leitsymptom Thoraxschmerz und Dyspnoe Leitdiagnose: Lungenembolie (LAE) Algobaum Eintreffen und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Prioritäten und Basismaßnahmen BC: Dyspnoe/Schock LD: Lungenembolie 12-Kanal EKG ACS mit Linksherzinsuff. ausgeschlossen? -> NEIN -> ACS + Linksherzinsuff. ausschließen JA-> LAE und kardiogener Schock? NEIN -> Transport JA-> Volumen, Katecholamin, Heparin -> Transport
  • Starke Schmerzen – Beispiel Medikamentöse Analgesie (BTM) Algobaum Ersteindruck und standardisierte Erstuntersuchung ABCDE – Prioritäten und Basismaßnahmen E: Starker Schmerz VAS/NAS ≥ 6 Opiatgabe Morphium 3 mg- Bolus i.v. Nach 5 min: VAS Unverändert? JA-> 3 Punkteoder häfte weniger? -> JA-> 3 Punkteoder häfte weniger? -> Transport NEIN-> REPETION von je 2mg nach 5 und 10Min wenn Vigilaz und Sättigung ok Transport
  • Starke Schmerzen – Beispiel Medikamentöse Analgesie (BTM) Rnn Grundvoraussetzungen für dieAnwendung von BTM müssenmittels regionaler Protokollegeregelt sein.Basismaßnahmen derSchmerzbehandlung durchführen:- Ruhigstellung- Lagerung- Zuwendung- Notarztalarmierung beachteregionale Vorgabe- Monitoring Pulsoxymetrie, AFund Vigilanz- Grundsätzlich Sauerstoffinhalation Beachte: Einstufung Schmerzintensitätdurch den Patienten über ein zusätzlichSkalierungssystem:(z.B. VAS, NAS)Dokumentation z.B. VAS: 0-10Begleitsymptome (Symaptikusaktivität,Haltung und Mobilität) bewertenBeachte- Ohne Selbsteinstufung oderBewusstseinstrübung: keinemedikamentöse Analgesie!Beispiel Morphium z.B.:- 10mg / 10ml NaCl 0,9% (1mg/ml)- < 30 kgKG: 0,1mg /kgKG - Bei Übelkeit: Antiemese- Regionales Protokoll Beachte:- Schmerzintensität?- Schmerzlinderung beginnt?- ABC weiterhin stabil?- Sonst ABC- Maßnahmen durchführenKeine weitere Morphingabe, NA-Ruf- Transportvorbereitung undLagerung möglich?- Transportbeginn?Bei ABCD – Problemen(Verlaufskontrolle)ABC-Maßnahmen einleitenund Analgesie stoppen Beachte:- Schmerzintensität?- Schmerzlinderung beginnt?- ABC weiterhin stabil?- Sonst ABC- Maßnahmen durchführenKeine weitere Morphingabe, NA-Ruf- Transportvorbereitung undLagerung möglich? Beachte:- Regionale Zuweisungsstrategie- Voranmeldung (Ankunftsuhrzeit)- BTM Dokumentation, QM ÄLRD- ggf. Übergabe in ärztlicheWeiterversorgungRD E= Richtdosis Erwachsene