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M2 Statistik (Fach) / 33209 (Lektion)
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- Warum gilt statistische Methodenkompetenz heutzutage als Schlüsselqualifikation? AW
- Welche zentralen Aufgaben und Anwendungsfelder der Statistik kennen Sie? AW
- Mit welchen wichtigen Grundbegriffen der Statistik sind Sie vertraut (z. B. Merkmale und Merkmalstypen)? AW
- Welche alternative Ansätze zur Gewinnung von Daten und zur Entnahme von Stichproben kennen? AW
- Wie können Sie Datensätze für ein Merkmal unter Verwendung geeigneter Grafiken visualisieren? AW
- Wie berechnen Sie ein Lage- und Streuungsparameter empirischer Verteilungen? AW
- Wie lassen sich Merkmalskonzentration messen und visualisieren? AW:
- Benennen Sie den Einsatzzweck von Indikatoren sowie einige Beispiele für Indikatoren? aw
- Stellen Sie anhand von Streudiagrammen, Datensätze für zwei Merkmale von Kontingenztafeln dar! AW
- Welche Maße kennen, mit denen sich ein Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen quantifizieren lässt? AW
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- Wo finden wir statistische Daten im Alltag? Unternehmen -Im Wirtschaftsleben industrieller Fertigungsprozesse Dienstleistungsbereich statistische Verfahren schon in der Designphase eines ProduktsServiceleistung eingesetzt, um Fehler zu vermeiden und Kundenzufriedenheitzu sichern. Rückrufaktionen und Gewährleistungsprozessekönnen die Existenz selbst größerer Unternehmen bedrohen. Statistische Instrumente sind auch in der Markt- und Werbeforschung nicht mehrwegzudenken. Marktforschungsinstitute ermitteln auf StichprobenbasisMarktanteile und Marktpotenziale, etwa über computergestützte Telefoninterviews.Die Einschaltquoten für Radio- und Fernsehsender werdenpermanent statistisch ausgewertet und determinieren dann die Preise von Werbespots. Banken setzen statistische Modelle bei Entscheidungenüber die Vergabe von Krediten an Privat- und Firmenkunden und beider Analyse von Kapitalmarktdaten ein. Große Lebensmittelkonzerne werten täglich die an den Kassen gesammelten Scannerdaten aus, um Auffälligkeiten zu identifizieren, etwa die aktuellen „Renner“ und Ladenhüter.Pharmahersteller benötigen statistische Testverfahren, um die beider Zulassung neuer Medikamente geforderten Wirksamkeits- und Unbedenklichkeitsnachweise zu erbringen. Statistische Testverfahren werden auch eingesetzt, um die Wirksamkeit psychologischer Interventionen zu evaluieren, z. B. die Effekte psychotherapeutischer Maßnahmen. Wissenschaft - Die Statistik erfüllt für viele Wissenschaften eine wichtige Servicefunktion u. ist fachübergreifend. In der Soziologie, der Psychologie oder auch der Medizin stützen sich Publikationenin den Fachzeitschriften maßgeblich auf Daten und statistische Analyse von Daten.
- Im welchen Jahr wurde das "Internationale Jahr der Statstik" ausgerufen? Das Jahr 2013 wurde zum "internationalen Jahr der Statistik" ausgerufen!
- Für was ist die Versuchsplanung, bei der es um die planmäßige Variation von Einflussfaktoren geht,ein weiteres Bsp.? Sie ist ein weiteres Beispiel für denfächerübergreifenden Einsatz statistischer Methoden!
- Welche Aufgabe hat die Statistik? Planung u. Erhebung von Daten Beschreibung u. Visualisierung der erhobenen Befunde Identifikation von Auffälligkeiten in den Daten Ableitung von Schlüssen/Interpretation der vorliegenden Daten Zusammengefasst kann gesagt werden, das die Statistik eine Wissenschaft ist, die Methoden zur gwinnung von Daten u. zum Lernen aus den Daten bereit stellt.
- Wie wird Statistik öffentlich wahrgenommen? Statistik wird in der Öffentlichkeit als eine schwer zugängliche spräde Diszipoin, die aus einer Ansammlung von Zahlen besteht. In Wahrheit ist Statistik eine faszinierende Wissenschaft mit vielfältigen Bezügen zur Praxis u. interdisziplinären (mehr als einen/mind. zwei) Charakter.
- Was bedeutet Statistik? Die Bedeutung des Begriffs ist nicht eindeutig belegt. In diesem Kurs wird Statistik als Wissenschaft bezeichnet, aber sie wird u.a. als Kenngrößen, die aus statistischen Daten ableiten, Funktionen von Zufkunftsvariablen, die zur Schätzung dieser Kenngrößen herangezogen werden und als Datensatz bezeichnet.
- Welche Teilbereiche gibt es in der Statistik? Beschreibende Statistik/deskriptive Statistik/descriptive statistics - grafische Verfahren zur Charakterisierung u. Präsentation von Daten um in eine reduzierte Darstellung, der in den Daten enthaltenen Informationen durch Aggregation auf wenige Kenngrößen (möglichst ohne Verlust relevanter Daten) darzustellen. Für dieses Ziel braucht es eine Datenerhebung, in Relation zu den anderen Teilbereichen am meisten verwendet, wissenschaftliche Argumentation durch Daten/beschreibende Statistik, sie benötigt keine Modelle. Explorative Datenanalyse/exploratory data analysis - wird meist der deskriptiven Statistik zugeordnet, ohne Einsatz von Modellen, rechenintensive Verfahren auf der Suche nach auffäligen Mustern u. Strukturen in Datenbeständen.zB Scannerdaten/Data Mining. Schließende Statistik/induktive Statistik/inferential statistics - aus Stichprobendaten werden Aussagen abgeleitet, die über die Stichprobe hinaus gehen und sich auf die Grundgesamtheit beziehen. Die Stichprobendaten werden als Ausprägungen der Zufallsvariablen interpretiert u. durch Verteilungsmodelle /probalitiy distributions bschrieben. Typische ist - Schätzen von Modellparametern und das Testen von Hypothesen.Die aus den Daten abgeleiteten Folgerungen sind mit Unsicherheiten verknüft, wie Schätzfehler bei Schätzen, Fehlentscheidungen beim Testen. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung - Grundlage für die Berechung von Wahrscheinlichkeiten auf der Basis von Verteilungsmodellen. Eng mit der schließenden Statisti verknüpft.
- Was sind Modelle? Modelle sind das Ergebnis von Bemühungen, reale Beobachtungen auf Gesetzmäßigkeiten zurückzufürhen u. diese zu formalisiere.
- Was versteht wird unter "Schlüsselqualifikationen" verstanden,-und welche neue Schlüssefunktion wurde im Jahre 1999, beim Bolgna-Prozess hinzu gefügt? Kompetenzen, die Menschen dazu befähigen, sich den wandelnden Anforderungen des Berufs sowie den allgemeinen gesellschaftlichen Anforderungen des Lebens gerecht zu werden. Dabei beziehen sich Schlüsselqualifikationen auf Fähigkeiten zur sachadäquaten Anwendung von Wissen u. auf Strategien zur Erschließung neuen Wissens. Dabei gibt es versch. Schlüsselqualifikationen wie etwa soziale Kompetenz (inkludiert die Komminikationsfähigkeit) Medienkompetenz Methodenkompetenz (Fähigkeit zur sachadäquten/sich deckenden Nutzung unterschiedlicher Werkzeuge, Arbeitstechniken u. Theorien zur Lösung von Problemen.) Mit dem Bolgnaprozess/1999 wurde eine zusätzliche Schlüsselqualifikation definiert, die Beschäftigungsfähigkeit /employability. Dies bedeutet, eine Beschäftigung auf den dynamischen Arbeitsmärkent zu finden u. das eigene Qualifikationsprofil forlaufend den veränderten Gegebenheiten durch lebenslange Weiterbildung anzupassen.
- Für was stellt die Methodenkompetenz in Bezug auf Statistik die Basis? In unserer heutigen Wissens- und Informationsgesellschaft werden überall Entscheidungen wesentlich durch Daten gestützt u. empirsch abgesichtert. Die datengetützte Entscheidungsfindung/Evidenc Bsed decision making ist allgegenwärtig. zB Medizin, Kummunalen Planungen, Markt-und Meigsforschung,Politikplanung um hier nur einige zu nennen. Alle haben gemeinsam, dass hier statistische Methoden benötigt wrden um Daten zu gwinnen, auszuwerten und aus den statistischen Analysen sachadäquate/sich denkende Schlüsse zu ziehen. Dies setzt eine klare, ergebnisskommunikation voraus, eine statistische Methodenkompetenz/statistical literacy die heute in vielen Berufsfeldern an Bedeutung gewinnt und somit auch einen positiven Einfluss auf die Schlüsselqualifikation der "Beschäftigungsfähigkeit" hat.
- Welche Veränderungen spiegelt der erreichte Stellenwert zum Thema "Statistical Literacy" (statistische Methodenkompetenz) wieder? zB Veränderungen der schulischen Lernpläne
- Was bewirken internationale u. nationale Projekte in Bezug auf die statistische Methodenkompetenz, und nenen sie einige Bsp.? Diese tragen zur Verbesserung statistischer Methodenkompetenz bei. Einige Bsp Internationale Statische Institut/ISI-Projekt International Statistical Literacy Project - zielt auf die Vermittlung von statistischer Grundkompetenzen für Schüler. Consortium for the Advancement of Undergraduate Statistics Education /CAUSE-Statistische Aus- und Weiterbiludng anhand von versch. Quellen bzw. freizugänglichen Lernmaterialien. Statistics Online Computational Resource/SOCR--Statistische Aus- und Weiterbiludng anhand von versch. Quellen bzw. freizugänglichen Lernmaterialien. Umfasst auch anspruchsvolle statistische Experimente u. Simulationen. Universität von Californien in Los Angeles.
- Welche zwei übergeordneten Ziele werden im Kurs Statistik - 33209, angestrebt? Auf der ersten Stufe soll eine passive Methodenkompetenz erworben werden, d.h. eine umfassende Kenntnis alternativer Möglichkeiten der Auswertung u. Präsentation statistischer Information u. die Fähigkeit zu einer sachadäquaten/sachgerechten Ergebnisinterprtion, diese immunisiert z.B. vor manipulativem Umgang mit Daten in den Medien. Auf der zweiten Stufe ist das Ziel der Vermittling der aktiven Methodenkompetzenz, d.h. Handlungkompetenz, die sich auf die Fähigkeit bezieht, im beruflichen Alltag Entscheidungen empirisch zu fundieren u. nachvollzeihbar zu kommunizieren.
- Was ist eine Problematik bei der Statistik, bzw. was könnte die Statistik verzerren? Bsp. Relationen in Kontext mit der Ausgangssituation setzen, zB Grundgesamtheit, Stichprobe etc.
- Wie heißen die statistischen Grundbegriffe bei der Datenerhebung? Grundgesamtheit, Merkmal, Statistische Einheit "diskret vs. stetig" - Klassifikation von Merkmalen nach der Anzahl der möglichen Ausprägungen Nominal,-ordinal- und metrisch skalierte Daten - Arte der bei der Datenerfassung verwendeten Messskala qualitativ vs. quantitativ - Typ der Merkmalsausprägung
- Warum sind klare Begriffsbildungen notwendig? Diese sind notwendig um den Rahmen, das Ziel und die Ergebnisse einer statistischen Untersuchung unmissverständlich zu beschreiben.
- Was bedingt die Problemlösung? Diese bedingt eine Konkretisierung des geplatnen Untersuchungsablaufs.
- Was erfolgt nach sorgfältiger Planung des Untersuchungsablaufs? Nach sorgfältiger Planung kann die Erhebung, Aufbereitung u. Auswertung von Daten erfolgen.
- Was gilt es in der Planung festzulegen? In der Planungsphase gilt es festzulegen, welche Objekte Gegenstand einer Untersuchung sien sollen u. welche Eigenschaften der Objekte von Interesse sind.
- Wo können sich die Interdisziplinarität des Fachs „Statistik“ wiederspiegeln? In der Wirtschafts- und Sozialpolitik/Feldversuch/Einsatz neuerInstrumente zur Bekämpfung von Jugenderwerbslosigkeit-messen des Effekts/ Bei der Planung muss u. a. geklärt sein, welche Altersgruppe gemeint ist und ob ein geringfügig Beschäftigter (Stichwort „Ein-Euro- Jobber“) als erwerbslos gilt. Sozialpsychologie/Untersuchung welche Determinanten dieBereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement beeinflussen.Bei der Planung muss u. a. geklärt sein, welche Personengruppen man in die Untersuchung einbezieht,was an diesen Personen beobachtet wird, welche Untergruppenmiteinander verglichen werden sollen und wie man diese gegeneinanderabgrenzt.- Fernsehforschung/Messen der Sehbeteiligung in Abhängigkeitvon Alter und Tageszeit u. a. das Ausbildungsniveau erwachsenerZuschauer berücksichtigen. Bei der Planung muss u. a. geklärt sein, welcheHaushalte einbezogen werden, wie man den Ausbildungsstand erwachsenerHaushaltsmitglieder misst und wie man vom Fernsehverhalten innerhalb eines Mehrpersonenhaushalts auf das Sehverhalten einzelner Haushaltsmitglieder schließen kann.Umweltforschung/In vielen Regionen Deutschlands mit starker Verkehrsbelastung wurden Umweltzonen eingerichtet. Ob ein Fahrzeug in diesen Zonen zugelassen ist, hängt von dessen Schadstoffausstoß ab. Bei der Einrichtung von Umweltzonen und der Schadstoffbewertung für Fahrzeuge ist zu klären, welche Schadstoffe zu messen sind und wo und wie man die Emissionen erfasst. Zu klären ist auch, wie man die Werte für unterschiedliche Schadstoffe zu einem einzigen Wert aggregiert und ab welchen Schwellenwerten, welche Nutzungseinschränkungen in einer Umweltzone verhängt werden.
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- Was ist sind statistische Einheiten oder Merkmalsträger? In der Statistik nennt man die Objekte, auf die sich eine statistische Untersuchung bezieht, statistische Einheiten od. Merkmalsträger.
- Was versteht man unter Grundgsamtheit bzw. Population? Die Menge aller für die Fragestellung interessierenden statistischen Einheiten. Dabei ist wichtig, dass die Grundgesamtheit klar abgegrenzt ist. Oft werden Teilmengen von Grundgesamtehiten/Teilpopulationen betrachtet, etwa männliche u. weibliche Jungendliche getrennt bei Untersuchungen zu delinquenten Verhalten bei Jugnedlichen od. für PKW´s versch. Hubraumvolumenklassn bei Untersuchungen zu schadstoffemissionen im Straßenverkehr.
- Wie lauten die Eigenschaften statistischer Einheiten ? Merkmale od Variablen
- Wie heißen die möglichen Werte, die ein Merkmal annehmen kann? Merkmalsausprägungen
- Wie werden Merkmale in der Statistik üblicherweise gekennzeichnet? Merkmale werden in der Statistik üblicherweise mit Großbuchstaben gekennzeichnet?
- Wie werden Merkmalsausprägungen in der Statistik üblicherweise gekennzeichnet? Merkmalsausprägungen werden überlicherweise in der Statistik mit Kleinbuchstaben gekennzeichnet.
- Von was spricht man wenn man aus einer Grundgesamtheit nach einem Auswahlverfahren eine Teilmenge auswählt? Hier spricht man von einer Stichprobe.
- Wie heißen, die in einer Grundgesamtheit od. Teilmenge ine rPopulation beobachteten Werte für ein Merkmal? Diese nennt man Urwerte, Primärdaten od. Rohdaten.
- Was entsteht wenn man alle Urdaten in einer Liste zusammenfasst? Es entsteht eine Urliste!
- Wie verhält es sich mit den Merkmalswerten in einer Urliste? In einer Urliste können Merkmalswerte mehrfach auftreten.
- Was ist eine Zufallsvariable? Wenn man, wie in der schließenden Statistik üblich, die Ausprägungeneines Merkmals als das Ergebnis eines Zufallsvorgangs interpretiert (Modellvorstellung),nennt man ein solches Merkmal Zufallsvariable!
- Was sind Realisierungen? Dies sind die Ausprägungen einer Zufallsvariablen!
- Welche Bsp. für Realisierungen von Zufallsvariablen kennen sie? Beispiele für Realisierungen von Zufallsvariablen sind etwa die bei einer Serie von Roulettespielen beobachteten Ergebnisse oder die im Januar 2015 in Sierra Leone neugemeldeten Fälle der Viruserkrankung Ebola.
- Was ist eine Stichprobenvariable? In der schließenden Statistik werden auch die Ausprägungen aller Elemente einer Stichprobe als Zufallsvariablen interpretiert und dann als Stichprobenvariablenbezeichnet.
- Welche Bsp.gibt es in Bezug auf statistische Grundbegriffe? Eine Grundgesamtheit ist z. B. definiert durch- alle Personen, die am 1. Mai 2013 in München ihren Erstwohnsitz hatten;- Studierende einer Hochschule zu Beginn des Sommersemesters 2012, überdie man via Telefonbefragung Informationen gewinnen will; - die von einem stahlverarbeitenden Unternehmen im März 2012 produzierten Serienteile eines bestimmten Typs; - die in Deutschland am 1. Januar 2015 gemeldeten PKWs.Die statistischen Einheiten werden hier repräsentiert durch- jede Person mit Erstwohnsitz in München am 1. Mai 2013;- alle zum Sommersemester 2012 eingeschriebenen Studierenden;- die im März 2012 gefertigten Serienteile;- jeder am 1. Januar 2015 in Deutschland gemeldete PKW.Interessierende Merkmale und Merkmalsausprägungen können hier sein- der Familienstand der Person, etwa mit der Ausprägung „verheiratet“;- das Alter der Studierenden, erfasst z. B. in Form von Altersklassen;- der Durchmesser des Serienteils, etwa mit der Ausprägung 112 mm;- die von einem PKW emittierte Menge an CO2 in g / km.
- Wie lassen sich Merkmale klassifizieren? Nach verschiedenen Kriterien!
- Was gilt als erstes Einteilungkriterium und wie wird dieses unterteilt? Die Anzahl der möglichen Ausprägungen und dieses unterteilt sich wiederrum in diskret und stetig!
- Was ist ein diskretes Merkmal? Ein diskretes Merkmal ist ein Merkmal, das nur endlich viele Aus-Merkmalen nach der prägungen oder aber höchstens abzählbar unendlich viele Ausprägungen annehmen kann.1 Zählvariablen sind stets diskret. Diskrete Variable•können nur endlich viele oder abzählbar unendlich viele Ausprägungen annehmen Anmerkung: Der Fall „abzählbar unendlich“ ist für die Praxis von geringerer Relevanz. EineMenge heißt abzählbar unendlich, wenn sich ihre Elemente umkehrbar eindeutig aufdie Menge der natürlichen Zahlen abbilden lassen. Die Elemente einer abzählbarunendlichen Menge lassen sich fortlaufend nummerieren. Beispiele sind die Mengeder Primzahlen oder die der geraden ganzen Zahlen.
- Was ist ein stetiges Merkmal? Ein stetiges Merkmal ist dadurch gekennzeichnet, dass die Ausprägungen einIntervall bilden. Für je zwei Merkmalsausprägungen eines stetigen Merkmalsgilt, dass auch alle Zwischenwerte angenommen werden können. Stetige Variable•können unendlich vieleAusprägungen annehmen•alle Werte innerhalb eines Intervalls sind möglich
- Was gilt bei der Operationalisierung von Merkmalen? Generell kann man jedes stetige Merkmal durch Rundung oder Gruppierung indiskrete Variablen überführen, wobei damit immer ein Informationsverlusteinhergeht. Anmerkung: Solche Merkmale werden gelegentlich auch als quasi-stetig bezeichnet. Diese Bezeichnung wird aber im vorliegenden Manuskript nicht weiter verwendet.