464
Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / SS2016 (Lektion)
.
Diese Lektion wurde von ReiBe erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Nenne drei Theorien zu früher / später Selektion (Aufmerksamkeit). Theorie der frühen Selektion nach Broadbent: Auf Basis von wenigen physikalischen Reizmkerkmalen werden Reize ausgewählt erst nach der Auswahl erfolgt die Verarbeitung gemäßigte Variante der Theorie der frühen Selektion nach Treisman: es gibt unterschiedliche Eingangskanäle, in denen Informationen gewichtet werden kein Alles-oder-Nichts-Prinzip, sondern z. B. eigener Name hat Vorrang Theorie der späten Selektion nach Deutsch & Deutsch: Parallele Vorverarbeitung gleichzeitig auftretender Reize Informationen werden völlig ungefiltert verarbeitet Auswahl der relevanten Informationen erfolgt erst nach inhaltlicher Verarbeitung die Aufmerksamkeit richtet sich auf die ausgewählten Informationen, um eine tiefe Verarbeitung zu ermöglichen Heutiger Stand: es gibt kein einheitliches Aufmerksamkeitssystem Fokussierung kann sowohl vor als auch nach der inhaltlichen Verarbeitung der Reize erfolgen meist werden frühe und späte Ansätze kombiniert
- Nenne den Unterschied zwischen endogener und exogener Aufmerksamkeit. endogene Aufmerksamkeit = internale kognitive Prozesse z. B. Aufmerksamkeit auf Tischplatte richten, weil man seinen Autoschlüssel sucht) neuronale Steuerung über Top-Down-Mechanismen im Gehirn, v. a. im präfrontalen und Parietalkortex exogene Aufmerksamkeit = externale Ereignisse z. B. Aufmerksamkeit auf den Tisch richten, weil die Katze ein Glas umgestoßen hat neuronale Steuerung über Bottom-Up-Mechanismen im Gehirn (sensorische Wahrnehmung und Weiterverarbeitung im Gehirn)
- Definition: Distraktor (Aufmerksamkeit) Störreiz
- Definition: Pop-Out-Effekt Wenn sich Zielreize ohne großen kognitiven Aufwand finden lassen, wird das als Pop-Out-Effekt bezeichnet. z. B. senkrechten schwarzen Balken unter weißen Balken finden
- Definition: Parallele Suche (Aufmerksamkeit) wird angewandt, wenn der Zielreiz durch ein Merkmal definiert wird, das ohne aufwändige Aufmerksamkeitsleistung verarbeitet werden kann die Suchzeiten unabhängig von der Anzahl der Distraktoren immer gleich bleiben sogenannter Pop-Out-Effekt liegt vor z. B. ein schwarzer Balken unter lauter weißen Balken
- Definition: Serielle Suche (Aufmerksamkeit) wird angewandt, wenn mehrere Merkmale überprüft werden müssen, um einen Zielreiz zu identifizieren Einsatz von Aufmerksamkeit ist nötig die Suchzeit steigt linear mit der Anzahl von Distraktoren parallele Suche und Pop-Out-Effekt nicht mehr möglich z. B. senkrechter schwarzer Balken unter schwarzen und weißen Balken
- Was besagt Treismans Merkmals-Integrations-Theorie? Visuelle Suche erfolgt über den Vergleich von Merkmalskarten jedes Merkmal wird in einer eigenen Merkmalskarte repräsentiert (z. B. schwarz, weiß, senkrecht) alle aktiven Merkmale werden zu einer Gesamtrepräsentation zusammengefügt Theorie erklärt gut Suchergebnisse bei einfachen Merkmalen, die eine einfache Parallele und serielle Suche erlauben bei komplexen Merkmalen gibt es vermutlich komplexere Suchstrategien
- Was besagt das Modell zur "geleiteten Suche" von Wolfe? es geht von einer ähnlichen Organisation mit einer Hauptkarte und zahlreichen Merkmalskarten wie Treismans Merkmals-Integrations-Theorie aus erlaubt aber zusätzlich die Gewichtung verschiedener Reizmerkmale bei der visuellen Suche z. B. erst Einschränkung der Suche auf alle schwarzen Objekte, dann innerhalb dieser Objekte Suche nach senkrechten etc. zwei wichtige Mechanismen dieses Modells: Unterscheidung: Objekte erzeugen die höchste Aktivität, wenn sie sich von möglichst vielen Objekten so stark wie möglich unterscheiden Gewichtung: unter kognitiver Kontrolle der Vpn werden z. B. schwarze und senkrechte Karten voraktiviert, somit erfolgt eine besonders hohe Aktiviät an jeder Position, an der sich ein schwarzer senkrechter Balken befindet Vorteil dieses Modells: es kann Suchprozesse jeden Schwierigkeitsgrades erklären Beispiel: Suche nach einer Person mit roter Jacke in einer Menschenmenge
- Was versteht man unter Change Blindness (Veränderungsblindheit)? Menschen entdecken oftmals auch gravierende Änderungen in Merkmalen zwischen Szenen nicht nur für bedeutsam erachtete Merkmalsveränderungen werden identifiziert Experten sind besser im Identifizieren relevanter Veränderungen dies deutet auf eine aktive Aufmerksamkeitssteuerung in der visuellen Wahrnehmung hin Beispiel: Person fragt nach dem Weg, wird ausgetauscht - der Gefragte merkt oft nicht, dass es sich um eine andere Person handelt
- Was versteht man unter dem Neglect Phänomen? (Aufmerksamkeit) Hirnschädigungen (v. a. im rechten parietalen Kortex) können zu Aufmerksamkeitsstörungen führen (z. B. nach Schlaganfall) die Patienten neigen dazu, Objekte im der Schädigung gegenüberliegenden Bereich zu ignorieren noch verbreiteter ist die Extinktion (Auslöschung):Objekte im nichtgeschädigten Halbfeld verhindern die Wahrnehmung gleicher Objekte im geschädigten Feld Störung geht häufig mit Defiziten in der Raumorientierung und -wahrnehmung einher Beispiel: Bild wird nur zur Hälfte gemalt, erscheint dem Patienten aber als vollständig
- Anzeige
- Worin unterscheiden sich die Beteiligung von linker parietaler und rechter parietaler Region an der Aufmerksamkeit? die linke parietale Region ist mehr an objektbasierter Aufmerksamkeit beteiligt die rechte parietale Region ist mehr an ortsbasierter Aufmerksamkeit beteiligt
- Was versteht man unter peripheren und zentralen Flaschenhälsen? (Aufmerksamkeit) Menschen können multiple perzeptuelle Modalitäten gleichzeitig verarbeiten oder multiple Handlungen gleichzeitig ausführen, aber nicht an zwei Dinge gleichzeitig denken.
- Zähle die vier Perspektiven auf das Bewusstsein auf. Wachheitszustände z. B. Koma, Schlaf, Traum, entspannter Wachzustand, Vigilanz (Dauer-Aufmerksamkeit) Phänomenales Bewusstsein subjektives Erleben von Sinneswahrnehmungen Repräsentation & Monitoring Wissen um die eigenen Wahrnehmung und Gedanken Bewusstes Zugreifen auf mentale Repräsentationen Selbstbewusstsein Gedanken über sich selbst das Bild von sich selbst die Einstellung zu sich selbst
- Definition: Bewusstsein Gesamtheit der unmittelbaren Erfahrung, die sich aus der Wahrnehmung von uns selbst und unserer Umgebung, unseren Kognitionen, Vorstellungen und Gefühlen zusammensetzt.
- Definition: Sequenzierung (Behalten) Erlernen einer bestimmten Abfolge.
- Nenne die drei Schritte der Bottom-Up-Verarbeitung des sensorischen Systems. Detektion über Rezeptorzellen Transduktion: Enkodierung körperlicher Energie als neuronale Signale Übertragung ans Gehirn
- Nenne die drei Schritte der Top-Down-Verarbeitung des sensorischen Systems. Eingang von Input aus der Bottom-Up-Verarbeitung Erfahrung, Motivation und Erwartungen Organisation und Interpretation
- Definition: Response Priming eine besondere Form des Priming, bei der beide Reize sehr schnell aufeinanderfolgen und mit motorischen Antwortalternativen verknüpft sind Besonderheit: Unabhängigkeit von der bewussten Wahrnehmung (Sichtbarkeit) des Primes
- Beschreibe den Ablauf und die Aufgabenstellung des Experimentes zur unbewussten Wahrnehmung mit dem Response-Priming-Paradigma von Neumann & Klotz. Ablauf: Vpn fixieren einen vorgegebenen Mittelpunkt danach erscheinen kurz hintereinander zwei Reize: Prime und Zielreiz beide sind Pfeile, die unabhängig voneinander nach links oder rechts zeigen können der Prime ist extrem kurz und wird vom nachfolgenden Zielreiz maskiert, wodurch er nicht bewusst wahrgenommen wird Aufgabe 1: Vpn müssen so schnell wie möglich eine Taste drücken, um anzugeben, in welche Richtung der Zielreiz zeigt Aufgabe 2: Ziel: "bewusste" Sichtbarkeit des Primes messen: Vpn müssen versuchen, zu erraten, in welche Richtung der Prime zeigte
- Welche Ergebnisse zeigen sich im Experiment zur unbewussten Wahrnehmung mit dem Response-Priming-Paradigma von Neumann & Klotz? konsistentes Priming vermindert die Reaktionszeit, inkonsistentes erhöht sie je weiter Prime und Zielreiz auseinander liegen, desto stärker wirkt das Priming Priming-Effekte entstehen auch dann, wenn die Vpn nicht angeben können, in welche Richtung der Prime zeigte Priming-Effekte können selbst dann zunehmen, wenn die Sichtbarkeit des Primes abnimmt Gesamtergebnis:Ein unsichtbarer Reiz kann eine später auszuführende Handlung beschleunigen oder abbremsen.
- Welche drei Theorien / neuronalen Erklärungen für das Bewusstsein gibt es? Global Workspace Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung Bewusstsein im Hirnstamm
- Was besagt die Global Workspace Theorie (Bewusstsein)? Grundlage des Bewusstseins ist eine synchronisierte Interaktion vieler Gehirnareale die lokale Verarbeitung im Gehirn bleibt unbewusst an einen Bewusstseinsinhalt können beliebige kognitive Operationen geknüpft werden (z. B. visuelles oder taktiles Erleben, kommunikatives Verhalten)
- Begriff: taktil das Tasten, die Berührung, den Tastsinn betreffend, mithilfe des Tastsinns [erfolgend]
- Was besagt die Theorie "Feedforward-Wellen vs. rekurrente Verarbeitung" (Bewusstsein)? visuelle Reize führen zu einer Welle von Verarbeitungsaktivitäten im gesamten Kortex die Welle ist so schnell, dass die Zellen kein Feedback über die eigene Verarbeitung erhalten (Feedforward) die Welle ist deshalb unbewusst im zweiten Schritt erfolgt eine rücklaufende Welle (rekurrent, Rückkopplung der Zellaktivität) so entsteht bewusste Wahrnehmung mit dieser Theorie wird gut unbewusste Wahrnehmung und Maskierung erklärt
- Was besagt die Theorie, das Bewusstsein läge im Hirnstamm? das Zentrum des Bewusstseins liegt in einem Areal des oberen Hirnstammes enger Zusammenhang mit lebenserhaltenden Prozessen starke Interaktion zwischen Hirnstamm und Kortex Bewusstsein ist nur im Zusammenspiel zwischen Körper, Hirnstamm und Assoziationskortex möglich wird dieser Bereich des Hirnstamms verletzt, verlieren wir das Bewusstsein
- Wie lautet eine zentrale Aussage von Damasio zum Thema Bewusstsein? "Wir wissen bis heute nicht genau, wie das Gehirn Bewusstsein erzeugt, aber wir beginnen die richtigen Fragen zu stellen und beginnen uns dem Rätsel "Bewusstsein" zu nähern.
- Nenne je drei spontan auftretende, physiologisch bedingte und psychologisch bedingte Bewusstseinszustände. spontan auftretend: Tagträumen Schläfrigkeit Träumen physiologisch bedingt: Halluzinationen Orgasmus Nahrungs- oder Sauerstoffmangel psychologisch bedingt sensorische Deprivation (Entzug von sensorischen Reizen) Hypnose Meditation
- Begriff: Rapid Eye Movement (REM-Phasen im Schlaf) Schnelle Augenbewegungen
- Welche drei physiologischen Standardmessungen für Veränderungen im Schlaf gibt es? EEG (Elektroenzephalogramm) EOG (Elektrookulogramm) EMG (Elektromyogramm)
- Definition: Adaptionsnacht (Schlaf) Die erste Nacht in einem Schlaflabor
- Anzeige
- Welche vier Schlafphasen gibt es und welche Besonderheiten sind jeweils im EEG zu erkennen? Schlafstadium 1 plötzlicher Übergang zu hochfrequenten und niederamplitudigen Wellen, Wellen sind aber langsamer als im Wachzustand Initialstadium ohne EOG/EMG Auffälligkeiten, ab der 2. Periode (slow-wave-sleep) verbunden mit REM und Muskeltonusverlust (wird auch paradoxer Schlaf genannt) Schlafstadium 2 niedrigere Frequenz und höhere Amplitude als bei Stadium 1 K-Komplexe: einzelne, starke Negativausschläge und anschließend Positivausschläge Schlafspindeln: 1-2 Sek. ab- und zunehmende Entladungen Schlafstadium 3 einzelne Delta-Wellen (hohe Amplitude, niedrige Frequenz) treten auf Schlafstadium 4 besteht aus Delta-Wellen Jede Schlafperiode von 1-4 und wieder zurück nach 1 dauert ca. 90 Minuten REM-Phasen werden immer länger, man verbringt immer weniger Zeit in höheren Stadien
- Definition: REM-Schlaf Traumphase schnelle Augenbewegungen, Abfall des Muskeltonus (Muskelspannung) EEG: niedrige Amplitude, hohe Frequenz Gehirnaktivität fast wie im Wachzustand: Zunahme Sauerstoffverbrauch Steigerung Hirndurchblutung und Anzahl der Entladungen der Neurone ini vielen Hirnstrukturen EMG: Muskeltonusverlust (keine Bewegung möglich) Aktivitätszunahme des Autonomen Nervensystems: Erhöhung Herzrate, Blutdruck und Atemfrequenz von Zeit zu Zeit Muskelzucken der Extremitäten sexuelle Erektion kann auftreten 80% der im REM-Stadium geweckten Menschen berichten über Träume, nur 7% aus Nicht-REM-Phasen=> geträumt werden kann in jeder Phase, aber deutlich häufiger in der REM-Phase
- Wie verändert sich das Schlafmuster im Verlauf der Lebensspanne? Menge des REM-Schlafes nimmt über die Jahre stark ab Menge des N(icht)REM-Schlafes nimmt ebenfalls über die Jahre ab, aber im Vergleich nicht so stark wie der REM-Schlaf
- Ist zu wenig Schlaf immer gesundheitsschädlich und der Schlaf vor Mitternacht immer der Gesündeste? gelegentlich zu wenig Schlaf hat kaum negative Auswirkungen, außer man hatte aufgrund von Stress zu wenig Schlaf chronischer Schlafmangel bzw. zu wenig Schlaf über längere Zeit hat aber nachgewiesenermaßen negative Auswirkungen die ersten Stunden des Nachtschlafes sind am wichtigsten für die Erholungsfunktion, unabhängig von der Uhrzeit, zu der man ins Bett geht, und von der jeweiligen individuellen Schlafdauer
- Definition: Exekutivfunktionen (kognitive Kontrolle) mentale Prozesse höherer Ordnung, deren Zusammenspiel zielgerichtetes Verhalten und flexibles, angemessenes Reagieren auf neue Situationen und damit Selbstkontrolle gewährleistet immer dann relevant, wenn mehrere Handlungsalternativen hinsichtlich ihrer Konsequenzen miteinander verglichen und Hypothesen über die Folgen des eigenen Handelns gegeneinander abgewogen werden müssen
- Nenne zehn Exekutivfunktionen (kognitive Kontrolle) Setzen von Zielen Planung Entscheidung für Prioritäten Impulskontrolle Emotionale Regulation Aufmerksamkeitssteuerung Handlungen sequenzieren motorische Steuerung Prüfen der Ergebnisse Selbstkorrektur
- Definition: Stroop-Effekt Der Stroop-Effekt ist ein experimentalpsychologisches Phänomen, das bei mentalen Verarbeitungskonflikten auftritt. Er zeigt, dass trainierte Handlungen nahezu automatisch ablaufen, während ungewohnte Handlungen eine größere Aufmerksamkeit benötigen.
- Definition: kognitiver Load kognitive Belastung bei Problemlösungs- und Informationsverarbeitungsprozessen
- Warum fällt es uns schwer, die Farben einer Wortliste zu benennen, wenn diese nicht mit den Wörtern übereinstimmen? Weil das Lesen eines Wortes ein stärker automatisierter Prozess ist, der die Benennung der Farben unterdrückt.
- Wobei ist kognitive Kontrolle erforderlich (im Gegensatz zu automatisierten Handlungen)? Neue und ungeübte Handlungen flexibles Wechseln zwischen Aufgaben und Zielen aktive Aufrechterhaltung von Zielrepräsentationen Planen und inneres Probehandeln Abschirmung und Inhibition (Unterdrückung, Hemmung) Inhibition störender Reize Unterdrückung starker aber inadäquater (automatisierter) Reaktionen Aufschub von Bedürfnissen / Unterdrückung emotionaler Impulse Belohnungsaufschub
- Zwischen zwei Handlungsarten wird im Modell der Handlungskontrolle nach Norman & Shallice unterschieden? (automatisierte) Routinehandlungen kontrollierte Handlungen (unter kognitiver Kontrolle)
- Wie erklärt das Modell der Handlungskontrolle nach Norman & Shallice Routinehandlungen? planmäßige Ausführung unter Wettbewerb verschiedene Reize aktivieren fest assoziierte Handlungsskripte (Reiz-Reaktions-Auslösung) das am stärksten aktivierte Handlungsskript hemmt die anderen und löst die (automatisierte) Handlung aus so wird ohne kogrnitiven Aufwand verhindert, dass mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen Stroop-Task: Wort lesen
- Wie erklärt das Modell der Handlungskontrolle nach Norman & Shallice kontrollierte Handlungen? Überwachendes Aufmerksamkeitssystem (SAS) divergente (verschiedenartige) Reize signalisieren neue Situation in unvorhergesehenen Situationen greift das SAS aktiv in die Kontrolle ein und hemmt bzw. aktiviert Kontrolleinheiten, z. B. wird die automatisch ausgelöste Handlung unterdrückt eine neue, angepasste Handlung läuft ab Stroop-Task: Farbe des Wortes benennen
- Erkläre den präfrontalen Kortex als Kontrollinstanz. erhält Informationen und gibt seinerseits Informationen ab kein homogenes Kontrollsystem, sondern komplexes Netzwerk von Teilsystemen reziproke (wechselseitige) Verbindungen zu Assoziationsfeldern des Neokortex und zu subkortikalen Regionen, die an Emotionen und Belohnungsprozessen beteiligt sind wird nicht zur Kontrolle einfacher, automatisierter Handlungen benötigt
- Definition: Sprache Sprache ist die Fähigkeit, Ideen durch eine komplexe Abfolge von Zeichen oder Signalen zu kommunizieren diese Signale können aus Lauten (gesprochen), Buchstaben (geschrieben), Gestik oder Mimik (Gebärdensprache) bestehen Sprache findet sich in allen menschlichen Strukturen Sprache ist gesellschaftlich verankert und verändert sich Spracherwerb erfolgt bei gesunden Kindern spontan
- Definition: Phonem (Sprache) Kleinste lautliche Einheit, besteht oft aus einem Buchstaben.
- Definition: Morphem (Sprache) Kleinste bedeutungstragende Einheit, oft deckungsgleich mit Silben.
- Definition: McGurk-Effekt Als McGurk-Effekt bezeichnet man die Beeinflussung der Wahrnehmung eines akustischen Sprachsignals durch die gleichzeitige Beobachtung einer Lippenbewegung bzw. unbewusstes Lippenlesen. Diese audio-visuelle Täuschung gilt als Meilenstein in der Wahrnehmungspsychologie und als Beweis für die Integration von visuellen Eindrücken in die Sprachwahrnehmung.
- In welchen Punkten ist die Verarbeitung gesprochener Worte komplexer als die geschriebener Worte? Sprachstrom muss in einzelne Wörter geteilt werden (keine klare Abgrenzung durch Leerzeichen) (Segmentierung) die Aussprache von Wörtern wechselt nach Sprecher und Kontext (Variabilität)
- Wie groß ist der Wortschatz im mentalen Lexikon eines Erwachsenen? aktiv: 30.000 - 100.000 Wörter passiv: bis zu 200.000 Wörter