123

Geschichte (Fach) / Mittelalter (Lektion)

Vorlesung Mittelalter

Diese Lektion wurde von daisy3007 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Konstantinische Schenkung gefälschte Urkunde Kaiser Konstantin überlässt den Päpsten eine auf geistliche Belange gerichtete, aber auch politisch wirksame Oberherrschaft über Rom, Italien, die gesamte Westhälfte des Römischen Reichs, aber auch das gesamte Erdenrund mittels Schenkung übertragen und verleiht ihm die kaiserlichen Insignien und Vorrechte
  • Heinrich I teilt das reich nicht unter seinen Söhnen auf, sondern nur Otto I. erbt das Reich
  • Otto I. Königskrönung in Aachen 936 Otto der Große Sieg gegen die Ungarn in der Lechfeldschlacht 955 Heilige Lanze = Herrschaft
  • Theorien über Ausmaß des Zivilisationsbruchs Katastrophentheorie: Rückkehr in eine prähistorische Zivilisationsstufe Transformationstheorie: langsame Verwandlung der antiken Welt von 200-800 n.Chr. Kompromisstheorie: Ende des zentralrömischen Staates, Kontinuität lokaler römischer Traditionen, (Italien: Sprache, Kultur, Urbanität) ; regionale Diversität der Kulturen - Diskontinuität- Britannien (vollständiger Verlust der römischen Kultur)
  • Gentile Identität Legitimation durch fiktive Tradition
  • Heerkönigtum auf militärischen Fähigkeiten beruhende Herrschaftsform
  • Förderaten reichsfremde Söldnertruppen
  • Gründe für den Aufstieg der Franken o Katholische Taufe und Kooperation mit gallo-römischer Elite (kein Dualismus)o Militarisierte Gesellschaft in Nordostgallien aufgrund unsicherer Grenze seit dem 3. Jh. (Waffengräber)o Aufstieg der Franken in einer geopolitischen Randlage des römischen Imperiums (Verbündete des Kaisers)
  • These von Edward Gibbon Christentum als Grund für den Untergang Westroms, Jenseitsorientierung schädlich für das Diesseits, intellektuelle Ressourcen dem Staat entzogen und der Kirche zugeführt, Abwendung von römischer Tradition. Kritik: Christentum wird im 4. Jh. eng mit dem Kaisertum verzahnt, ist mitverantwortlich für dessen Stabilisierung und neue Legitimierung, Ostrom ist sogar noch enger verzahnt, geht aber noch nicht unter zu einseitige Erklärung, lässt ökonomische Veränderung und Auswirkung der Völkerwanderung außen vor.
  • Folgen der islamischen Expansion im Osten Destabilisierung des Kaisertums: 306-602: gewaltfreie Sukzession von 18 Kaisern; 602-900: 16 von 27 Kaiser durch Gewalt vom Thron gestürzt Ende der hegemonialen Stellung im Mittelmeer: ¾ der Staatseinnahmen gehen verloren Homogenisierung des Reiches in Sprache (Griechisch seit 7. Jh. als Amtssprache), Religion (nur orthodoxe Kirche), Kultur (Verlust des Orients) Deurbanisierung: Konstantinopel bleibt die einzige Großstadt im byzant. Reich Vereinfachung der Administration: Vereinigung von militärischer und ziviler Verwaltung in einer Militäradministration (Themenverfassung) Abgrenzung von der Westkirche: Streit um die Verehrung der Ikonen führt zum Bruch mit der römischen Kirche
  • Anzeige
  • Folgen der islamischen Expansion im Westen Eroberung Spaniens im Jahr 711: Zerstörung des christlichen Reichs der Westgoten und Vorstoß bis nach Südfrankreich Schlacht zwischen Tours und Poitiers 732: Sieg Karl Martells über ein islamisches Heer; Vertreibung der islamischen Herrschaft aus Südfrankreich Das byzantinische Reich zieht die militärische Präsenz in Italien ab - Das römische Papsttum sucht nach neuen Verbündeten für die Sicherung der byzantinischen Territorien in Italien: das Frankenreich der Karolinger (seit 754, Pippinische Schenkung Pirenne-These: Die römische Welt ist nicht durch die Völkerwanderung zugrunde gegangen, sondern durch die Entstehung des Islam: Niedergang des Mittelmeerhandels durch die religiöse Zweiteilung. Kritik:* Der Niedergang des Fernhandels begann im Westen mit dem Untergang des römischenReichs und dem Ende des erzwungenen Austausches zw. Peripherie und Hauptstadt/Heer* Bedeutung des Fernhandels für die vormodernen Gesellschaften wird überschätzt* Fernhandel ist trotz religiöser Zweiteilung nie zugrunde gegangen: religiöse Grenzen wurden immer pragmatisch gehandhabt
  • Bewertungen des Mittelalters Neubeginn auf germanischer Grundlage MA als Fortsetzung der römischen Antike MA als Beginn des christlichen Abendlandes als römische-germanische Kultursynthese MA als Begegnung und Auseinandersetzung der Kulturen und Religionen
  • Hidschra bezeichnet die Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina (622)
  • Personenverbandsstaat Als Personenverbandsstaat bezeichnet man den Staat des Früh- und Hochmittelalters, bei dem sich die Herrschaft auf ein gegenseitiges, persönliches Abhängigkeitsverhältnis zwischen Lehnsherrn und Vasallen gründet.
  • jüngeres Stammesherzogtum - Stämme begreifen sich wieder als Großverband unter Leitung eines Stammesherzogs - 5 Stammesherzogtümer des Ostfränkischen reiches um 900: Sachsen, Schwaben, Bayern, Lothringen, Franken
  • Könige der Ottonen: Heinrich I. Otto I. Otto II. Otto III. Heinrich II.
  • primus inter pares erster unter Gleichen
  • amicitae Freundschaftsbündnisse mit diversen Großen: wechselseitiger Friede und gegenseitige Hilfe unter Gleichen große eigenständigkeit der Herzöge
  • Individualsukzession Unteilbarkeit des Reiches - Das Reich wird nicht mehr unter den Söhnen aufgeteilt, nur einer bekommt es
  • Insignien Ottos reichskrone Heilige Lanze
  • Leistungen der Bischöfe und Reichsäbte für den König Politische Beratung und Dienste als Gesandte und Unterhändler Beteiligung der Bischöfe und Äbte sowie ihrer Vasallenkontigente am Krieg Servitium regis = Beherbergung des Königs in Reichsabteien und Bischofsstädten
  • Leistungen des Königs an die Bischöfe / Äbte Schenkungen von Land und Verleihung von Immunität (Steuer und Gerichtsfreiheit) Verleihung von Herrschaftsrechten (Forst, Zoll, Münz, Marktrecht) Investitur des Bischofs durch Stabübergabe, Einweisung in das Amt Verleihung von Grafschaftsrechten an Bischöfe
  • Heinrich I Erst nur von Sachsen und Franken zum König gewählt Später noch Bayern und Schwaben anerkannt Dann Lothringen erworben und dem Reich zugefügt