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Wirtschaftsethik (Fach) / Witschaftsethik WiSe 2015/16 (Lektion)
für die Lehrende aus dem Fach Wirtschaftswissenschaft geeingnet.
Diese Lektion wurde von kattywunder erstellt.
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- 51. Erklären Sie den Begriff Unternehmensethik? Unternehmensethik umfasst alle durch dialogische Verständigung mit den Betroffenen begründeten bzw. begründbaren materialen und prozessualen Normen, die von einer Unternehmung zum Zweck der Selbstbindung verbindlich in Kraft gesetzt wurden, um die konfliktrelevanten Auswirkungen des Gewinnprinzips bei der Steuerung der Unternehmensaktivitäten zu begrenzen.
- 52. Merkmale der Unternehmensethik? Normen werden im Dialog der Betroffenen festgelegt. Aber sie dürfen das Gewinnziel des Unternehmens nicht gefährden.
- 53. Wie könne Normen der Unternehmensethik umgesetzt werden? Unternehmensübergreifend (Kommission; Initiative; Branchenvereinbarung) Unternehmensintern (Einrichtung von speziellen Abteilungen wie Betriebsrat; Unternehmenskultur)
- 54. 3 Kritikpunkte der Unternehmensethik? Wie löst man den Konflikt im Einzelfall, z.B. wieviel Mitspracherechte räumt man den Mitarbeitern ein? Der Unternehmenseigner ist nicht verpflichtet, unternehmensethische Regeln zu befolgen. Unternehmensethische Regeln für ein Unternehmen müssen nicht für die Gesellschaft gut sein.
- 55. Homann lehnt Appelle an ein einzelnes Unternehmen ab, denn...? sie verringern die Wettbewerbsfähigkeit Moral hängt vom Willen eines Einzelnen ab; es kann zur nicht pareto-optimalen Allokation der Ressourcen kommen. Dabei treten externe Effekte auf. Pareto-optimal = kein Wirtschaftssubjekt kann mehr besser gestellt werden, ohne dass ein anderes sich dadurch absolut verschlechtertBeispiel:1.Jeder hat bisher einen Apfel 2.1 Apfel kommt hinzu 3.der Apfel wird von einer Person genommen, die nun 2 Äpfel hat 4.diese Person hat sich dadurch verbessert, ohne dass sich die anderen absolut verschlechtert haben, denn sie haben nach wie vor je einen Apfel 5.damit war der vorherige Zustand nicht pareto-optimal, da sich einer besser stellen konnte, ohne dass sich dadurch ein anderer verschlechtert hat 6.will jetzt ein zweiter auch zwei Äpfel, nimmt er einen Apfel von jemandem anderes 7.damit ist er besser gestellt, jedoch hat sich der andere absolut verschlechtert, da er statt einem Apfel nun keinen mehr hat 8.somit war der vorherige Zustand pareto-optimal 9.ein pareto-optimaler Zustand entsteht bei erstmaliger kompletter Verteilung der Güter 10.Optimum wird durch Tausch oder Wegnahme gestört 11.Optimum bleibt jedoch erhalten, wenn mehr produziert wird und die Mehrproduktion auch komplett verteilt wird
- 56. Voraussetzungen für ein pareto-optimalen Zustand? Pareto-optimal = kein Wirtschaftssubjekt kann mehr besser gestellt werden, ohne dass ein anderes sich dadurch absolut verschlechtert. Ein pareto-optimale Zustand ensteht bei ertsmaliger Kompleter Verteilung der Güter. Optimum wird durch Tausch oder Wegnehmen gestört. Optimum bleibt doch erhalten, wenn mehr produziert wird und Mehrproduktion auch komplett verteilt wird.
- 57. Trotzdem braucht man individuelles moralisches Verhalten. Warum? Ein funktionierender Wettbewerb basiert auf moralischen Werten (Vertragstreue, gute Zahlungsmoral). Individuen entwickeln Moralvorstellungen weiter. In einzelnen Situationen kommt es auf die individuelle Hilfsbereitschaft an.
- 58. Die Wirtschaftsethik von Homann? Systematische Ort der Moral ist die Rahmenordnung Die Rahmenordnung besteht im weitesten Sinne aus den Gesetzen eines Landes In dieser Rahmenordnung werden die Spielregeln festgelegt, die das Unternehmen bei der Festlegung seiner Strategie, d.h. seiner Spielzüge, beachten muss. Ziel der Unternehmensstrategie ist die Gewinnerzielung
- 59. Kritik der Wirtschaftsethik von Homann? Gesetze lösen nicht die speziellen Konflikte eines Unternehmens. Gesetzgebung dauert zu lange. Extrinsische Motivation der Manager.
- 60. Verbindung die Ansagen über Unternehmensethik von Homann mit Steinmann (nennen Sie 7 Punkte)? Einhaltung der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Die Entscheidungen im Unternehmen treffen die Eigentümer. Das Unternehmen verfolgt das Gewinnziel unter Einhaltung der Rahmenordnung. Dazu baut es ein effizientes Personalmanagement auf. Den Mitarbeitern werden Mitspracherechte eingeräumt. Errichtung eines Ethik-Managementsystems. Aufbau einer Unternehmenskultur, die ein Überleben des Unternehmens ermöglicht.
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- 61. Was ist Unternehmenskultur? Unternehmenskultur ist ein Muster an Grundannahmen, die ein Unternehmen entwickelt hat, um den Problemen der Anpassung an äußere Bedingungen und der internen Integration zu begegnen.
- 62. Grundannahmen für die Unternehmenskultur? (5 Punkte) Annahmen über die Umwelt: bedrohlich oder zu bewältigen? Vorstellungen darüber, wie man bestimmt, was wahr und was falsch ist: objektiv messbar oder in der Gruppe ermittelbar? Menschenbild: gut oder böse? Natur der menschlichen Handlungen: aktiv oder passiv? Sind menschliche Beziehungen geprägt durch Kooperation oder durch Kampf?
- 63. Acht Positive Effekte einer Unternehmenskultur? Handlungsorientierung durch Komplexitätsreduktion Effizientes Kommunikationsnetz Rasche Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung Beschleunigte Implementation von Plänen und Projekten Geringer Kontrollaufwand Hohe Motivation und Loyalität Stabilität und Zuverlässigkeit Reduzierung von Transaktionskosten
- 64. Acht Negative Effekte einer Unternehmenskultur? Tendenz zur Abschließung Blockierung neuer Orientierungen Implementationsbarrieren Fixierung auf traditionelle Erfolgsmotive kollektive Vermeidungshaltung „Kulturdenken“ Mangel an Flexibilität Erhöhung von Transaktionskosten