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Soziologie (Fach) / Makro (Lektion)

Makrosoziologie

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  • Marktwirtschaft ●Marktwirtschaftumfasst eine Vielzahl verschiedener Märkte(Arbeitsmarkt, Gütermarkt ●Privateigentum ●Steuerung von Produktion und Konsum primär über den Markt ●Marktwirtschaft unterliegt einer Wirtschaftsordnung ●Wirtschaftsordnung wird über Institutionen hergestellt ●Institutionen setzten die „Spielregeln“
  • Kapitalismus, 5 Koordinierungsprobleme nach VoC Ansatz Industrielle Beziehungen Unternehmensführung Ausbildungssystem Beziehungen zu anderen Firmen Eigene Mitarbeiter
  • 2 Idealtypen, um Koordinierungsprobleme zu bewältigen ●Liberale MarktökonomienBewältigung über den wettbewerblichen Markt ●Koordinierte Marktökonomien Bewältigung durch nicht-marktförmige Institutionen → unterscheiden sich im Grad, zu welchem sich Firmen auf Marktmechanismus verlassen
  • Institutionelle Komplementaritäten(Wechselseitige Ergänzung) ●Zwei Institutionen werden als komplementär bezeichnet, wenn die Präsenz der einen Institution die Erträge aus der anderen erhöht ●Komplementäre Institutionen befinden sich teilweise in unterschiedlichen Sphären ●z.B Deutschland:Ausbildungssystem komplementär zu Kollektivverträgen, Kündigungsschutz
  • Wie heißen die 3 Wohlfahrtsstaats-Regime? ●Liberales Regime ●Konservatives Regime ●Sozial-demokratisches Regime
  • Soziale Ungleichheit allgem. Def Unterschiede/Ähnlichkeiten in Eigenschaften (aller Art) zwischen sozialen Kategorien von Akteuren
  • 2 Arten von Ungleichheit Horizontale Ungleichheit ●Klassifikationsmerkmale ●„nominal parameters“ ●z.B. Alter, Geschlecht Vertikale Ungleichheit ●Ungleichheitsmerkmale ●„graduated parameters“ ●z.B. Bildung, Einkommen
  • Vertikale Ungleichheit Definition Hradil Auf Grund der Stellung im sozialen Beziehungsgefüge ●von den wertvollen Gütern ●regelmäßig mehr erhalten → regelmäßige Ungleichheit
  • Vertikale Ungleichheit Def. Rössel ●Verteilung von Ressourcen (Opportunitäten & Restriktionen) ●entlang klar bestimmbarer sozialer Dimensionen → strukturierte Ungleichheit
  • Grundannahme soz. Ungleichheitskonzepte → Position auf sozialer Ungleichheitsstruktur ist relevant für ●Handeln ●Chancen (Handlungsspielraum) ●Struktur und ●Wandel von Gesellschaften
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  • Stände vorindustrielle Gesellschaft Determinante : soz. Herkunft Mobilität sehr gering
  • Klassen, frühe Industriegesellschaften Determinante: Besitz Mobilität: selten
  • Schichten, fortgeschrittene Industriegesellschaft Determinante: berufliche Stellung Mobilität : häufig
  • Soziale Lage, postindustrielle Gesellschaft Determinante: Bildung + berufsfremde Determinnten Mobilität: häufig?
  • Marx Unterscheidung in 3 Klassen Lohnarbeiter= Arbeitslohn, Verwertung von Arbeitskraft Kapitalisten= Profit, Kapital Grundeigentümer= Grundrente, Verwertung des Grundeigentums
  • Klassen Karl Marx 2 Klassen :●Gruppe mit Eigentum an Produktionsmitteln→ Kapitalisten ●Gruppe ohne Eigentum an Produktionsmitteln→ Proletarier
  • Klassenkonzept von Karl Marx Objektive Lebensbedingungen bestimmen subjektive Wahrnehmung → „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“D.h. Es kommt immer zu einer Identifikation mit der Mitgliedsklasse ●Klasse an sich: Ansammlung von bloßen Einzelteilen ●Klasse für sich: Bewusstsein von der Ansammlung
  • Klassenkonzept Marx, Gesetz der Geschichte :Aus der Klasse an sich wird immer eine Klasse für sich und es folgt die Revolution hin zur„klassenlosen Gesellschaft“
  • Klassenkonzept von Max Weber, Gründe gegen eine Revolution Gründe, gegen Entstehung einer Revolution: ●Andere Optionen („Wächter“, Aufstieg) ●Andere Interessen (Kooperation) ●Revolution ist ein Kollektivgutproblem → Abschwächung des Klassenbegriffs und der Vorstellung von „Gesellschaftsgesetzten“
  • Klassenkonzept von Max Weber, klassenlage Klassenlage Chance, bestimmte Lebensbedingungen zu haben, resultiert aus ...●Verfügungsgewalt über Güter oder Leistungsqualifikationen ●Verwertbarkeit dieser, zur Erzielung von Einkommen oder Einkünften... innerhalb einer gegebenen Wirtschaftsordnung (Soziale Produktionfunktion)
  • Klassenkonzept Max Weber. Arten von Klassen Verschiedene Arten von Klassen: ●Besitzklasse: Unterscheidung nach Besitz ●Ewerbsklasse: Unterscheidung der Marktverwertung von Gütern und Leistungen
  • Klassen Marx und Weber Vergleich Gemeinsamkeit zu Marx: ●Ökonomische Interessen schafft die „Klasse“ Unterschied zu Marx: ●Interessen können trotz der selben Klassenlage verschieden sein ●Kein deterministisches Klassenhandeln
  • Strukturelle + Individuelle Ungleichheit Strukturelle Ungleichheit: Position Individuelle Ungleichheit: Begabung & Anstrengung
  • Ungleichheit durch Macht und Herrschaft Annahme: Situation der Knappheit von Surplus ●Macht: Macht bestimmt, wie der Surplus einer Gesellschaft verteilt wird → „Die Chance den Willen gegen Widerstreben durchsetzen“ → Der Mächtigere erhält mehr Surplus ●Herrschaft: Herrschaft ermöglicht ●Arbeitsteilung ●Privateigentum (größerer Surplus) ●Verteilung → dies führt auch zu Ungleichheit
  • Ungleichheit durch Angebot und Nachfrage ... durch Angebot und Nachfrage●Funktionalistische Schichtungstheorie●Humankapitaltheorie
  • Ungleichheit durch funktionalistische Schichtungstheorie ●„gesellschaftliches Problem“: Besetzung der „wichtigen“ Positionen mit (seltenen) Talenten ●Lösung: besondere Anreize für die (knappen) Talente, z.B. höheres Einkommen, Prestige ●Die Mühen der Ausbildung und Tätigkeit wichtiger Talente, werden angemessen entschädigt ●Strukturelle Folge: soziale Ungleichheit nach Anstrengung und Leistung
  • Ungleichheit durch Humankapitaltheorie ●Theorie kompensierender Lohndifferenziale:Einkommen entspricht Qualifikationsanforderung → Einkommensungleichheit spiegelt unterschiedliche Anforderungen wieder Annahme ●Nur bei perfektem Wettbewerb möglich (Marktgleichgewicht) → Jeder hat den gleichen Zugang zu jeder Position → keine Klassen, alle sind gleich Kritik ●Realität: Marktunvollkommenheit → keine vollständige Konkurrenz →Klassenbildung → Zutrittsbeschränkungen
  • Prozesse sozialer Schließung Zutrittsbeschränkungen→ Prozesse sozialer Schließung ●Zulassungsbeschränkungen von Berufsverbänden ●Karrierestufen ●„Statusgemäße“ Bezahlung ●Seltene Talente ●Rechtliche oder räumliche Mobilitätseinschrän-kungen der Nachfrager ●Usw. → verursachen Renten!
  • ungleichheit durch Renten ●Zahlungen über den Betrag hinaus, der für die Nutzung einer Ressource unter Wettbewerbsbedingungen erforderlich wäre ●Angebot ist nicht beliebig vermehrbar ●Zahlung an Inhaber einer Position ●Zahlung nur auf Grundlage des Besitztitels, keiner Leistung! → Klassen entstehen:Klasse mit & Klasse ohne Renteneinkünfte Entstehungnicht-konkurrierender Gruppen → Klassenhandeln:Verteidigung von Renten vs. Zerstörung von Renten
  • Individuelle Ungleichheit(Entlohnung bei gleicher Position) Individuelle Ungleichheit ergibt sich aus unterschiedlichen Talenten und erworbenen Qualifikationen Seltene Talente ermöglichen oftmals sehr hohe ErträgeAber:Soziale Prozesse Qualifikationserwerb:Frage der Zutrittsbeschränkungen
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  • Ungleichheit: soziale Prozesse ●Sozialer Einfluss führt zu einer stärkeren Ungleichheit im Marktanteil und größerer Unvorhersehbarkeit des Erfolgs in kulturellen Märkten ●Kumulativer Vorteilextreme Verstärkung (weitgehend) zufälliger Anfangsunterschiede durch sozialen Prozess
  • Strukturelle Ungleichheit Strukturelle Ungleichheit ergibt sich aus ökonomischen Renten, also aus Prozessen sozialer Schließung
  • Individuelle Ungleichheit Individuelle Ungleichheit ergibt sich aus unterschiedlichen Talenten und erworbenen Qualifikationen sowie dynamischen sozialen Prozessen der Vorteilsverstärkung
  • Soziale Differenzierung Unterschiedlichkeit sozialer Systeme Beispiele●Clubs & Vereine●Parteien●Abteilungen●Gesellschaftliche Funktionssysteme (Religion, Kunst, Politik, Wirtschaft, Recht, Gesundheitssystem...)
  • Soziale Systeme Besonderheiten ●Unabhängigkeit von konkreten Akteuren ●Eigensinn: Identität der Systeme besteht jenseits individueller Motive der teilnehmenden Akteure
  • Soziologische Systemtheorie Soziologische Systemtheorie ●sind Theorien über soziale Systeme ●vs. Handlungstheorien & methodologischer Individualismus ●→ Rein makrosoziologischer Ansatz
  • 2 Hauptvertreter der soziologischen Systemtheorie 2 Hauptvertreter der soziologischen Systemtheorie ●Parsons: Dekompositions-Paradigma (AGIL-Schema), Strukturfunktionalismus ●Luhmann: Emergenz-Paradigma
  • Systemtheorie Parsons Dekompositions-Paradigma sozialer Differenzierung„Ein Ganzes wird arbeitsteilig in Teile mit spezifischer Funktion zerlegt.“ → Funktion eines Subsystems ist auf ein gesellschaftliches Ganzes bezogen →Organismusanalogie
  • AGIL-Schma Parsons Jedes soziale System muss 4 Funktionen erfüllen, um dauerhaft bestehen zu können. Ansonsten löst sich das System auf. ●Adaptation: Anpassung an Umwelt ●Goal Attainment: Zielerreichung ●Integration: Zusammenhalt/Abstimmung der internen Strukturen ●Latent Pattern Maintenance: Aufrechterhaltung der Ordnungsmuster (Werte) →Strukturfunktionalismus Die Strukturen/Subsysteme befriedigen gesellschaftliche Funktionserfordernisse
  • Kritik am Dekompositions-Paradigma (Strukturfunktionalismus) Begrenzte Analysemöglichkeiten Funktionalistischer Fehlschluss → Entstehung, Existenz & Fortexistenz bleiben ungeklärt ●Funktion gesellschaftlicher Teilsysteme ist kaum objektiv/wissenschaftlich feststellbar → Funktionale Differenzierung als Arbeitsteilung greift zu kurz
  • Systemtheorie Luhmann Emergenz-Paradigma sozialer Differenzierung                                                   „Teilsysteme sind nicht über Funktion auf ein gesell-schaftliches Ganzes bezogen, sondern nur auf sich sebst.“ → Teilsysteme stellen globale Zugriffsweisen auf die Welt bereit, haben eigene Weltanschauungen. (Polykontexturalität) Teilsysteme bilden abgeschlossene Kreisläufe; sie interagieren nicht → jedes System hat ein eigenes Oberziel→ Autonomie → „legitime Indifferenz“ → Arbeitsteilung trifft lediglich auf Rollendifferenzierung & Organisationen zu → keine natürliche Stoppregel Die Entwicklung menschlicher Gesellschaften als Abfolge unterschiedlicher dominanter Differenzierungsformen
  • Systemtheorie Luhmann, Abfolge dominanter Differenzierungsformen 1. Segmentäre Differenzierung Jäger & Sammler-/ Stammesgesellschaften Nebeneinander ähnlicher & funktional diffuser Gruppen Gleichartig, gleichrangig 2. Stratifikatorische Differenzierung Agrar-/Standesgesellschaften Hierarchie von sozialen Kategorien (Stände/Klassen), die gleichzeitig soziale/ funktionale Systeme bilden Ungleichartig, ungleichrangig 3. Funktionale Differenzierung Industrie-/ „moderne“ Gesellschaften Neben- & Gegeneineinander zunehmend ausdifferenzierter funktionaler Sphären Ungleichartig, gleichrangig Aber kein Makrogesetz
  • Strukturelle Ungleichheit ist mit Positionen verbunden. Durch innehaben einer Position hat man typische Erträge auf Chancen aus  Macht und Herrschaft Funktionslistische Schichtungstheorie  Angebot und Nachfrage Humankapitaltheorie Ökonomische Renten
  • individuelle Ungleichheit individuelle Begabungen und Anstrenungen. Bei Personen mit gleicher Position gibt es Varianzen in der Höhe der Erträge. Individuelle Faktoren  Sozialer Einfluss
  • Ökonomische Renten als Ursache von sozialer Ungleichheit Zahlungen an Inhaber einer Position nicht Leistung Angebot für Güter, welche ökonimische Renten ermöglichen ist nicht beliebig vermehrbar Ursache: Wettbewerbsbeschränkungen die aus Prozessen der sozialen Schließung hervorgehen   ⇒Wettbewerbsbeschränkungen bilden die Grundlage für die Zahlung ökonomischer Renten an den von der Marktschließung begünstigen Personenkreis