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SQ Sport (Fach) / Entspannung und Bewegung (Lektion)
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- Nennen Sie Auswirkungen körperlicher Aktivität auf die Gesundheit Prävention von: Risikofaktoren (Bluthochdruck, Übergewicht) Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ II, Krebserkrankungen etc. Beschwerden des aktiven/passiven Bewegungsapparats (Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, Arthrose etc.) Altersbedingte Stürze
- Nennen Sie Auswirkungen körperlicher Aktivität auf die Gesundheit Förderung/Steigerung von: Körperlicher Fitness und physischem Wohlbefinden Psychischem Wohlbefinden (Stärkung des Selbstvertrauens, positive Auswirkungen auf Angst und Depression) Lebenserwartung Gesundheitsförderlichen Verhaltensmustern (Rauchentwöhnung, gesunde Ernährung etc.)
- Welche Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Verbreitung körperlicher Aktivität hinsichtlich des Faktoren Geschlecht? Geschlecht: Frauen sind durchschnittlich weniger sportlich aktiv als Männer
- Welche Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Verbreitung körperlicher Aktivität hinsichtlich des Faktoren Alter Alter: Absinken der regelmäßigen Sportteilnahme (≥ 2 h/Woche) mit zunehmendem Alter
- Welche Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Verbreitung körperlicher Aktivität hinsichtlich des Faktoren Schichtzugehörigkeit? Personen der Mittel- und Oberschicht sind sportlich aktiver als Personen der Unterschicht Sowohl Frauen als auch Männer der Mittel- und Oberschicht sind über 40 % regelmäßig sportlich aktiv, in der Unterschicht weniger als 40 %
- Welche Unterschiede zeigen sich hinsichtlich der Verbreitung körperlicher Aktivität im internationalen Vergleich Deutschlands? Internationaler Vergleich Deutschlands mit EU-Staaten: Hohes Ausmaß körperlicher Aktivität Durchschnittlich bis geringes Ausmaß sportlicher Aktivität
- Welche Aktivitätsempfehlungen ergeben sich hinsichtlich Dauer, Umfang und Intensität? Mind. 30 min moderate körperliche Aktivität (gesteigerte Atmung, leichtes Schwitzen) an der Mehrzahl der Wochentage Möglichst drei Ausdauertrainingseinheiten und zwei zur Förderung der Kraft und Beweglichkeit (Angaben für Erwachsene) Wahl der körperlichen Aktivität/Sportart entsprechend individueller Voraussetzungen mit geringem Verletzungsrisiko, v.a. aus dem Ausdauerbereich
- Belastungsfaktoren dienen der Planung und Analyse von Trainingsbelastungen Art der Körperübung Belastungsumfang Belastungsintensität (und -Dichte) Qualität der Bewegungsausführung
- Beanspruchungsindikatoren kennzeichnen den Ausprägungsgrad der individuellen Ermüdung der verschiedenen Funktionssysteme des menschlichen Organismus Einfach erkennbare Indikatoren: Hautverfärbungen (Rötung/Blässe) Zunehmende Schweißabsonderung Herzfrequenzanstieg Subjektive Indikatoren: Konzentrationsabnahme Verschlechterung der Bewegungsqualität Verschlechterung der Stimmung Diagnostische Indikatoren: Blutzuckerspiegel Hauttemperatur Serumlaktatkonzentration
- Beanspruchungsindikatoren Einfach erkennbare Indikatoren Zunehmende Schweißabsonderung Herzfrequenzanstieg Hautverfärbungen (Rötung/Blässe)
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- Beanspruchungsindikatoren Subjektive Indikatoren Konzentrationsabnahme Verschlechterung der Bewegungsqualität Verschlechterung der Stimmung
- Beanspruchungsindikatoren Diagnostische Indikatoren Blutzuckerspiegel Hauttemperatur Serumlaktatkonzentration
- Belastungsfaktoren allgemein dienen der Trainingsplanung und können für gesamte Trainingsgruppe gleich sein, die Auswirkungen dieser Trainingsbelastungen auf den menschlichen Organismus können sich hingegen individuell unterscheiden und lassen sich mit Hilfe von Beanspruchungsindikatoren einordnen Für eine optimale Trainingsbelastung sollte der Trainer auf Beanspruchungsindikatoren reagieren, um auftretende Fehlbelastungen vermeiden.
- Unterscheidung von Organisationsformen hinsichtlich - Position der Teilnehmer Reihe: Teilnehmer stehen hintereinander (Bsp.: Balldurchreichen, FangespielHenne und Küken) Linie: Teilnehmer stehen nebeneinander (Bsp.: Sortierspiel nachverschiedenen Kriterien (Alter, Größe etc.) Block: Teilnehmer stehen als Block, zumeist mit Blick auf den Übungsleiter(Bsp.: Aerobic-/Kräftigungsübungen) Kreis: Teilnehmer bilden einen Kreis, sodass sich alle sehen können(Wanderball, Dehnungsübungen)
- Unterscheidung von Organisationsformen hinsichtlich - Einteilung der Teilnehmer Paar: Übungen mit Partner (Bsp.: Kräftigungsübungen mit Partner,Spiegellauf) Gruppe: Üben in festgelegter Teilnehmeranzahl, jede Gruppe für sich (SpielMatte umdrehen, Übungen an Trainingsgeräten) Mannschaft: Übungsdurchführung in Gruppen mit gemeinsamem Ziel(Fangspiel Henne und Küken, klassische Ballspiele)
- Unterscheidung von Organisationsformen hinsichtlich - Betriebsform Frontalbetrieb: Übungsleiter befindet sich direkt vor den Teilnehmern zur Demonstration der Übungen (Bsp.: Aerobic-/Koordinations-/Kräftigungsübungen) Riegenbetrieb: Teilnehmer üben gruppenweise an Stationen (Übungen an verschiedenen Trainingsgeräten, Üben entsprechend des Leistungsniveaus) Kreisbetrieb: Übungen als Stationen, die kreisförmig angeordnet und abgearbeitet werden (Bsp.: Kraftkreis auf Matten) Stationsbetrieb: Teilnehmer üben an verschiedenen im Raum verteilten Stationen (Bsp.: Kräftigungs-/Koordinationsübungen)
- Kennzeichnen Sie den grundlegenden Aufbau einer Übungseinheit und erläutern Sie diesen anhand von Beispielen. Dreigliederung zur Erreichung einer zumeist im Hauptteil angestrebten Zielstellung, Dauer der Stundenteile in Abhängigkeit von bspw. Gesamtdauer der Übungseinheit oder individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer I. Einleitung:- Ca. 15-20 min- Bekanntgabe der Zielstellung der Übungseinheit- Psycho-physische Vorbereitung des Organismus und seinerFunktionssysteme auf die Belastung- Physisch: Lockerung der Muskulatur (einzelne Muskeln/Muskelgruppen) Steigerung von Herz-/Atmungsfrequenz Erhöhung der Körperkerntemperatur Erregungssteigerung des Zentralnervensystems- Psychisch: Motivation Lern-/Leistungsbereitschaft Konzentration- Vielseitigkeit und Spaß der ÜbungenBeispiele: Aerobic-Übungen, Laufübungen/-spiele II. Hauptteil- Ca. 30-40 min- Fließende Überleitung von der Erwärmung ohne größere Pause zurAufrechterhaltung der Aktivität der Funktionssysteme- Steigerung/Erhalt/Wiederherstellung motorischer Leistungsfähigkeit- Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordinative Fähigkeiten im Mittelpunkt- Konzentrationsfordernde Übungen vor Übungen mit hoher psychophysischer BelastungBeispiele: Kräftigungsübungen mit/ohne Gerät III. Schlussteil- Einleitung des Wiederherstellungs-/Regenerationsprozesses- Entspannung/Entlastung- Ausgleichsbewegungen- Motivation/Erfolgserlebnisse/Spaß- Rückblick, Feedback, Ausblick- Ca. 5-10 minBeispiele: Dehnung, Körperreise, Atmungsübungen, Autogenes Training
- Nennen Sie objektive Messkriterien körperlicher Aktivität. - Watt (z.B. in der Fahrradergometrie)- Herzfrequenz (linearer Anstieg mit zunehmender Belastung, Intensitätsangabe der Belastung über HFmax möglich)- Maximale Sauerstoffaufnahme (Bestimmung über Atemgasanalyse, mit steigender Belastung Anstieg des Sauerstoffbedarfs/der Sauerstoffaufnahme -> VO2max, Belastungsstufe bei der keine weitere Sauerstoffaufnahme mehr möglich, in Ruhe ca. 3,5 ml/kg/min)- MET (= metabolisches Äquivalent, Belastungsintensitätsmaß auf Grundlage der Sauerstoffaufnahme, 1 MET = metabolischer Umsatz in Ruhe, MET-Übersicht verschiedener Aktivitäten diverser Autoren)- Laktat (Korrelation des Blutlaktatwerts mit interzellulärem Laktatwert sowie pH-Wert der Muskelzellen, in Ruhe/bei moderaten Belastungen bis 2 mmol/l)- Kalorien (1 kcal = notwendige Energiemenge zur Erwärmung eines Liters Wasser um 1 °C)-> Korrelation dieser objektiven Messkriterien
- Bestimmen Sie Ihre Belastungsherzfrequenz (Faustformel) Ziel HF = ([HFmax - HFruhe]*Intensitätsberich + HFruhe
- Demografische Alterung Alterstruktur der Bevölkerung verändert sich: immer höhere Altersgruppen
- Ursachen von Demografischer Alterung Niedrige Geburtenraten über längeren Zeitraum Nachhaltiger Anstieg der Lebenserwartung (♀ 8,5 Jahre/♂ 10 Jahre von 1971 bis 2010) Wanderungsbewegungen (Verschiebungen bestimmter Lebensabschnitte wie z.B. Familiengründung)
- Konsequenzen Demografischer Alterung Anstieg des individuellen Krankheitsrisikos Anstieg des Auftretens altersbedingter chronischer Krankheiten Anstieg der Multimorbidität
- Zur Veranschaulichung mit der demografischen Alterung einhergehender Veränderungen werden bspw. epidemiologische Krebsregister verwendet. Erläutern Sie warum diese verwendet werden und inwiefern diese kritische zu betrachten sind Grundlage epidemiologische Krebsregister sind große Datenmengen über größere Zeiträume hinweg, sie besitzen damit eine gute Repräsentativität, weswegen exemplarisch derZusammenhang der demografischen Alterung, des individuellen Erkrankungsrisikos sowie der Entwicklung der Neuerkrankungsrate darstellen lässt Einflussfaktoren werden nur bedingt dargestellt, Rahmenbedingungen müssen berücksichtigt werden(so z.B. die Einführung von Screening-Verfahren, die eine Verbesserung und somit einen Anstieg der Diagnosen zur Folge haben, da Neuerkrankungen zuvor unentdeckt geblieben wären)
- Welche Herausforderungen ergeben sich für das Gesundheitssystem anhand der Entwicklungen in der Alters- bzw. Krankheitsstruktur? Erhöhung der Fallzahlen altersbedingter chronischer Krankheiten und (z.T.) damit einhergehender Krankenhausbehandlungen Anstieg von Behandlungskosten (u.a. im Bereich Diagnose, Prävention und innovativer Medizintechnik) Ungleichgewichts zwischen Erkrankungsrate und Erwerbstätigenzahl, woraus sich die Schwierigkeit ergibt, dass mehr Menschen auf eine Versorgung durch das Gesundheitssystem angewiesen sind als es Menschen gibt, die eine solche Versorgung absichern (hoher Bedarf an Pflegepersonal) Bedarf der Anpassung der Gesundheitspolitik mit Fokus auf Bereich Prävention und Gesundheitsförderung zur Krankheitsvermeidung und Unterstützung eines gesunden Alterns
- Erläutern Sie kurz die Demografiestrategie der Bundesregierung „Jedes Alter zählt“ anhand von zwei Beispielen (Gesetzesvorhaben/Projekte). - Ziele der Bundesregierung:o Erhaltung/Förderung der Gesundheito Unterstützung eines gesunden Alternso Sicherung qualitätsvoller und bedarfsgerechter Pflege und Betreuung - Umsetzung dieser über Veränderung von Rahmenbedingungen (finanzielle/personelle Verbesserungen im Pflegebereich) sowie vernetzte Dialoge zur gemeinsamen Strategieentwicklung (Länder, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft etc.) - Beispiele:o GKV-Versorgungsstärkungsgesetz zur Verbesserung und Sicherung einer flächendeckenden Versorgung (bspw. Auch in unterversorgten Gebieten)o E-Health-Gesetz ebenfalls zur Verbesserung einer flächendeckenden Versorgung durch Nutzung der Vorteile aus Technologien und Telemedizino Präventionsgesetz zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen (Schule, Betrieb, Früherkennungsuntersuchungen etc.)o Pflegestärkungsgesetz durch Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung mit Fokus auf pflegende Familien/Angehörigeo Fachkräftesicherung durch Steigerung der Attraktivität von Pflegeberufen und der Steigerung der Ausbildungsqualität von Fachkräften
- Kraft eingeteilt nach Erscheinungsform Maximalkraft, bspw. Gewichtheben Schnellkraft, bspw. Sprint, Wurfdisziplinen Kraftausdauer, bspw. Schwimmen
- Kraft eingeteilt nach Muskelarbeitsweise konzentrisch = Kontraktion eines Muskels mit Verkürzung isometrisch = Kontraktion eines Muskels ohne Verkürzung exzentrisch = Kontraktion eines Muskels mit Verlängerung zumeist Kombination dieser
- Kraft eingeteilt nach Zeitspanne im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (DVZ) schneller DVZ (<200 ms)-kleine Winkelbewegungen/kurze Bodenkontaktzeiten-Sprint, Bodenturnen langsamer DVZ (>200 ms)-große Winkelbewegungen-bspw. Sprünge im Basket- oder Volleyball
- Krafttrainingsmethoden: Maximalkrafttraining (max. Rekrutierung, Frequenzierung und Synchronisationmotorischer Einheiten) geringe Wiederholungszahl (1-5 Wdh.) hohe Belastungsintensität (90-100 %) geringe Pausen (> 5 min) Serienzahl entsprechend des Leistungsniveaus (2 -6) hohe Bewegungsgeschwindigkeit (explosiv)
- Krafttrainingsmethoden: Hypertrophietraining (Muskelaufbautraining mittels submaximaler Belastungen) mittlere Wiederholungszahl (8-12 Wdh.) mittlere Belastungsintensität (70-85 %) mittlere Pausenzeit (1,5-2 min) Serienzahl entsprechend des Leistungsniveaus (2-3) mittlere Bewegungsgeschwindigkeit (langsam bis zügig)
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- Kraftausdauertraining (Steigerung von Kraftausdauer und Widerstandsfähigkeit gegenüberErmüdung) hohe Wiederholungszahl (20-25 Wdh.) geringe Belastungsintensität (50-60 %) geringe Pausenzeit (0,5-1 min) Serienzahl entsprechend des Leistungsniveaus (3-6) geringe Bewegungsgeschwindigkeit (langsam)
- Welche Vorteile eines Krafttrainings ergeben sich für den menschlichen Organismus? Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Rückengesundheit, Muskelausdauer Steigerung des Kraftpotenzials u. der Belastbarkeit im Alltag Muskelaufbau
- Beschreiben Sie kurz wie Sie jemanden an ein Krafttraining heranführen würden. Beginn mit Kraftausdauertraining zur Schulung der Bewegungsausführung und Anpassung bzw. Vorbereitung des neuromuskulären Systems und des Herz-Kreislauf-Systems auf eine steigende Belastung für ca. 4 Wochen anschließendes Hypertrophietraining für ca. 10-12 Wochen zur Erhöhung des Muskelquerschnitts bzw. Muskelpotenzials zum Schutz/zur Entlastung von Knochen und Gelenken Fortführung des Krafttrainings mittels 6-wöchigem Maximalkrafttraining zur Förderung der neuronalen Ansteuerung, Rekrutierung, Freuquenzierung und Synchronisation motorischerEinheiten weiterführendes Krafttraining mittels wellenförmigen Periodisierungsmodell durch Abwechslung der verschiedenen Trainingsmethoden insgesamt Ganzkörpertraining mit besonderer Berücksichtigung der Rumpfmuskulatur als Basis für sämtliche Alltags- und sportspezifischen Aktivitäten
- Beschreiben Sie Möglichkeiten zur Ermittlung des aktuellen Kraftniveaus. Ermitteln Sie Ihr eigenes Kraftniveau und ordnen Sie Ihr Testergebnis entsprechend ein. Einsteiger:o Liegestütz (10 Liegestütze mit Zusammenführen der Hände hinter dem Rücken nach Ablegen des Körpers und Abschlagen der Hände in der höchsten Position)o Rumpfaufrichten (Aufrichten des Oberkörpers aus der Rückenlage mit angewinkelten Beinen ohne Schwung/Abheben der Füße) Fortgeschrittene:o Standweitsprung (beidbeiniger Weitsprung aus dem Stand)o Sit-Ups (Aufrichten des Oberkörpers aus der Rückenlage mit angewinkelten Beinen ohne Schwung/Abheben der Füße bis Ellenbogen die Knie berühren)o Liegestütz (möglichst hohe Wiederholungszahl innerhalb von 40s, Bewegungsausführung wie für Einsteiger)
- Salutogenese-Modell Definition = Gesundwerdung ein Resilienz-Modell, das die kognitiven (das Denken betreffend) Bewältigungsstrategien zur Abwendung von Gesundheitsrisiken betont Resilienz = die ressourcenabhängige und individuell unterschiedliche Fähigkeit, krisenhafte Lebensumstände ohne gesundheitliche Einbußen physischer oder psychischer Art zu meistern
- Subjektive Gesundheitsvorstellungen (Laienmodelle) Gesundheit = (individuell unterschiedliche) subjektive Konzepte auf Basis gesundheitsbezogenen Alltagswissen ohne medizinische Fachkenntnisse Gesundheitsverständnis zumeist mit Bezug zu physischem/psychischem Wohl- bzw. Missbefinden sowie physischer/psychischer Leistungsfähigkeit, Fitness und Funktionalität - Einflussfaktoren: Subjektive Theorien als Bedingungen mit positivem/negativem Einfluss auf die Gesundheit -Psychosoziale Faktoren (Belastungen, soziale Beziehungen,Einstellungen etc.)-Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Schlaf) Gesellschaft Kultur Schichtzugehörigkeit Geschlecht Individuelle biographische Erfahrungen - Berücksichtigung von Einflussfaktoren bei der Planung gesundheitsfördernder Maßnahmen
- Systemisches Anforderungs-Ressourcen-Modell (SAR-Modell) beruht auf stresstheoretischen Modellen wie der Salutogenese der aktuelle und habituelle (der über einen längeren Zeitraum aggregierte) körperliche Gesundheitszustand einer Person wird beeinflusst durch die Nutzung von Ressourcen zur Bewältigung von Anforderungen Anforderungen = negative Belastungen (Belastung, psychische) externe: berufliche, familiäre oder soziale Umwelt interne: eigene Bedürfnisse, Ziele, Werte, Normen und Erwartungen Um die Anforderungen zu bewältigen: Ressourcen aktiviert, die sich wiederum aus internen (einer Person zur Verfügung stehende psychische und physische Mittel und Eigenschaften) und externen (aus der Umwelt entstehende soziale, berufliche, materielle, gesellschaftliche und ökologische) Ressourcen zusammensetzen.
- Erläutern Sie kurz den Begriff und die Klassifikation körperlich-sportlicher Aktivität. Definition - Existenz einer Vielzahl an Definitionen- Oberbegriff körperlicher Aktivität: Bewegung, bei der physikalische Arbeit verrichtet und Energie verbraucht wirdo Rost (1997): Alltagsaktivitäten als „unstrukturierte körperliche Aktivitäten“ vs. Aktivität mit Zweck bspw. der Verbesserung des Fitnesszustands als „strukturierte körperliche Aktivitäten“ bzw. „sportliche Aktivitäten“ mit höherer Intensität o Englischsprachiger Raum: kaum Unterscheidung nach körperlicher oder sportlicher Aktivität, zweckunabhängig o Sallis & Owen (1998): sportliche Aktivität als Teilbereich körperlicher Aktivität o Woll et al. (1998): Kontextabhängigkeit von Aktivitäten/Bewegungen, wodurch eine Alltagsaktivität zu sportlicher Aktivität werden kann - häufig Verwendung eines kombinierten Begriffs körperlich-sportlicher Aktivität zur Abgrenzung von Alltagsbewegungen- Entwicklung des Konzepts „gesundheitsförderlicher körperlicher Aktivität“ im Sinne eines aktiven gesundheitsorientierten Lebensstils, v.a. durch eine Erhöhung der Alltagsaktivitäten
- Erläutern Sie kurz den Begriff und die Klassifikation körperlich-sportlicher Aktivität. Klassifikation Quantitative Klassifikation mittels Intensität:o Leichte körperlich-sportliche Aktivitäten <3 METo Moderate körperlich-sportliche Aktivitäten 3-6 METo Intensive körperlich-sportliche Aktivitäten >6 METo (weitere quantitative Charakteristika: Dauer und Frequenz/Häufigkeit) - Qualitative Klassifikation nach Aktivitätstyp bzw. Zwecko Berufsbezogen (im Zusammenhang zu beruflicher Tätigkeit)o Haushaltsbezogen (zur Aufrechterhaltung des Haushalts)o Freizeitbezogen (aufgrund individueller Interessen)o Körperliches Training (Zielorientierung Leistungssteigerung, wiederholte Durchführung)o Trainingstherapie (Indikationsbezug)o Sporttherapie (medizinischen, sportwissenschaftlichen, pädagogischen Prinzipien folgend mit Berücksichtigung physischer, psychischer und sozialer Aspekte)o Gesundheitssport (Präventionsgedanke)
- Selbstkonzept = Gesamtheit der selbstbezogenen Wahrnehmungen/Beurteilungen der eigenen Person
- Merkmale des Selbstkonzepts: Strukturiertheit: Zuordnung von selbstkonzeptbezogenen Informationen zu Kategorien (z.B. Sport/Fitness) Multidimensionalität/Hierarchie: -Allgemeines Selbstkonzept (höchste Ebene) -Akademisches Selbstkonzept (Fähigkeiten/Fertigkeiten, z.B.Sprachenkenntnisse) -Nicht-akademisches Selbstkonzept:1.Soziales Selbstbild (Position der eigenen Person im sozialenUmfeld/in der Gesellschaft)2.Emotionales Selbstbild (Stimmung/emotionaler Charakter)3.Physisches Selbstbild („Körperkonzept“, z.B. körperlicherFitnesszustand) Generalität des Selbstkonzepts (je höher die Ebene, desto stabiler das Selbstbild) Einfluss von Bewertungsprozessen auf das Selbstkonzept (bspw. Bewertung derbkörperlichen Leistungsfähigkeit im Vergleich zu anderen Personen des eigenen Umfelds)
- Köperkonzept = physisches Selbstbild als Unterebene des Selbstkonzepts- Einordnung der physischen Merkmale/Wahrnehmungen der eigenen Person sowie deren Beurteilung - Funktionalität, Gesundheit, Erscheinung, (sportliche) Fähigkeiten/Fertigkeiten- Mögliche Untergliederung des Körperkonzepts in physische Erscheinung/Attraktivität und allgemeine Sportlichkeit (bestehend aus Wahrnehmung der eigenen Kraft-, Koordinations-, Beweglichkeits- und Ausdauerfähigkeiten)- Unterliegt ebenso wie das Selbstkonzept Prozessen derAuseinandersetzung/Beurteilung der Merkmale mit der eigenen Umwelt
- Körperkonzept: Wechselwirkung mit der Gesundheit Selbstkonzept als gesundheitliche Ressource- Möglichkeit der positiven Beeinflussung des individuellen Selbst-/Körperkonzeptes durch Übungen der Körpererfahrung/der Auseinandersetzung des eigenen Körpers mit verschiedenen Situationen- Positive Erfahrungen im Sport (Verbesserung der eigenen Fähigkeiten/Fertigkeiten) als Basis für ein positives Körper- bzw. Selbstkonzept- Einfluss der Gesundheit auf das Selbstkonzept: je positiver die eigenen physischen Fähigkeiten eingeschätzt werden, desto besser das individuelle Selbstkonzept- Einfluss des Selbstkonzepts auf die Gesundheit: je besser das individuelle Selbstkonzept, desto mehr traut sich eine Person zu und desto aktiver wird diese Person sein/desto besser die Bewältigung von Anforderungen- Entwicklung des Selbst-/Körperkonzepts in Abhängigkeit von Art, Intensität und Häufigkeit des Trainings (häufige anaerobe Trainingsformen mit hoher Intensität zur positiven Beeinflussung des Selbst-/Körperkonzepts sind aerobem Training sowie niedrigen Intensitäten vorzuziehen)
- Kreismodell der Stimmungen Stimmungen als Ausprägung des Befindens und wichtige Bestandteile der Emotionen Basisdimensionen von Stimmungszuständen o Bewertung (gut vs. schlecht): Positive Bewertung: gute Laune Negative Bewertung: Deprimiertheit o Spannung (aktiviert vs. desaktiviert) Aktivierte Stimmung: Aktiviertheit Desaktivierte Stimmung: Ruhe Zudem Neutralzustand möglich - Stimmungszustände = Mischung aus diesen beiden Dimensionen
- Strategien des Stimmungsmanagements: Wiederherstellungsstrategie (Abschwächung negativer und Stärkung positiver Aspekte) Ablenkungsstrategie (Wechsel von Steigerung/Reduzierung von Spannungsaspekten)
- Methoden zur Verbesserung der Stimmung im Gesundheitssport: Berücksichtigung des subjektiven Belastungs-/Beanspruchungsempfindens Einbindung von Lockerungs-/Entspannungssequenzen in das Training Rhythmisierung von Bewegungen Einbindung von Sequenzen zum sog. „Versinken“ Aufmerksamkeitslenkung auf die aktuelle Stimmung Zielsetzung mit Ausrichtung auf gesundheitssportliche Aktivität (Kurzfristigkeit vor Langfristigkeit) Einbindung von Spannungsbögen im Training Positive Gruppenatmosphäre
- Selektionsmotivation Motivation, die es einem ermöglicht, eine bestimmteVerhaltensalternative zu wählen
- Realisierungsmotivation Motivation die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, umein bestimmtes Verhalten ausüben zu können
- Doppelseitiger Ansatz zur persönlichen Verhaltensänderung, vergleichbar mit den Handlungsphasen (Vor- bzw. Nachentscheidungsphase) des Rubikon-Modells ergibt sich eine Unterstützung der Motivation zur geeigneten Wahl gesünderer Verhaltensweisen (Selektionsmotivation) Unterstützung der Motivation zu Möglichkeiten der Umsetzung dieser gesünderen Verhaltensweisen (Realisierungsmotivation)
- Situationsergebniserwartung Beispiel: eine stark übergewichtige Person erkennt das Gesundheitsrisiko des eigenen Übergewichts (bspw. aufgrund von Kurzatmigkeit oder Schmerzen beim Treppensteigen), d.h. sie erwartet als Ergebnis der Situation (Übergewicht) gesundheitliche Einschränkungen Umwelteinfluss Gesundheit in Abhängigkeit der Ist-Situation/Umwelt Nichtänderung des Verhaltens als Gesundheitsbedrohung